Nitroperfusor max. Laufgeschwindigeit

Dieses Thema im Forum "Intensiv- und Anästhesiepflege" wurde erstellt von mostbirne, 16.08.2008.

  1. mostbirne

    mostbirne Gast

    was gilt bei euch als maximale laufgeschwindigeit für nen nitroperfusor ??
    (50mg/50ml)
     
  2. der Matze

    der Matze Stammgast

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  3. lilalu

    lilalu Newbie

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    höher als 6 ml/h lassen wir Nitro nicht laufen....
     
  4. Jenny187

    Jenny187 Newbie

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    Nicht höher als 8 mg die stunde, dies aber auch nur wenn es nötig ist,
    wir hängen sonst eher Cordarex oder so an oder reduzieren erstmal die Katecholamine die Nitro soll die ganz Wände der Venen/Arterien verletzen...deshalb kommt es bei uns nicht so oft zum einsatz...
     
  5. mary_jane

    mary_jane Gast

    Hallo,

    Das find ich sollte doch auch mit dem Arzt besprochen werden:mrgreen:
    Auf der Kardio lief es nie höher als 8mg/h(selten10mg/h), denn irgendwann muss man evtl. doch noch auf ein anderes Med. mit umsteigen bzw. den Arzt eben berichten dass sehr hohe Dosen nötig sind.
    Kommt auch drauf an, warum Nitro läuft.

    lg Mary
     
  6. der Matze

    der Matze Stammgast

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    Amiodaron = Antiarrhytmikum
    Glyceroltrinitrat = Antihypertensivum, Vasodilatator

    Warum dann Amiodaron, wenn Glyceroltrinitrat nicht wirkt, oder in zu hohen Dosen verabreicht werden müsste? Wegen evtl. eingetretener Reflextachykardie? Dann kann man das Glyceroltrinitrat auch reduzieren bzw. ausstellen... aber darum geht es hier ja nicht...


    Sollte man eher in Arztabsprache machen, wenn Glyceroltrinitrat in Kombination mit Katecholaminen (= Epinephrin, Kombination zur Nachlastsenkung; Norepinephrin wäre da ja eher witzlos) läuft, kann das auch nach hinten losgehen, wenn dann das HZV in die Knie geht.


    Ist mir jetzt so nicht bekannt, hast du dazu eine Quelle?
     
  7. Maniac

    Maniac Poweruser

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    Hab ich bisher nichts zu gehört...

    Bei usn lief es idR immer nur bis 6, ansonsten sind wir auf Ebrantil ausgewichen (als Bolus iv, dann ggf weiter auf Nitro/24h)
     
  8. mostbirne

    mostbirne Gast

    merci für die vielen antworten.
    ist ja interessant wie das hier variiert :-)
    bei uns (herzchirurgie) ist in der regel bei 7 ml/h ende wenn kein adäquater RR (je nach OP) mit dieser dosierung einzustellen ist. dann kommt ebrantil mit ins programm. nitro an sich wird sehr häufig verwendet. anordnung heißt dann aber meistens nur: "nitro bei bedarf 1-7 ml/h" dann wird einem überlassen wie man den druck in griff bekommt.....


    adios
     
  9. cosi

    cosi Newbie

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    Bei einer Konzentration von 50mg auf 50 ml im Perfusor läuft bei uns Nitro max. auf 6 ml/h.
    Nitro ist gut um den kardialen O2 - Verbrauch zu senken, senken der Vorlast, Verbesserung der diast. Blutversorg. des Myokards, verbesserte Durchblutung in den Koronarien, Verbesserung der LVF in ischämischen Gebieten.
    Also sprich:
    AP, Vorlastsenkung bei HI, Lungenödem, Pulm. Hochdrucksenkung bei akuter Re- Herz- Belastung (Lungenembolie), Art. Hyp.

    Die HZV - Abnahme ist bei älteren Pat. möglich und dennoch wird es gerade bei Herzchirurg. Pat. (die ja meist älter sind) viel mehr angewandt.
    Der pO2 kann auch abfallen bedingt durch ein erhöhtes pulmonales Shuntvolumen).

    Bei uns wird in der Regel Ebrantil noch hinzugenommen und Nitro abgestellt oder umgedreht. Das Problem besteht bei Nitro einfach in der Tolzeranzentwicklung bei der kontinuierlichen Applikation > 24-48 h.
    Dann sollte sowieso eine Pause erfolgen von ca. 8-10 h.

    Ob die Gefäßwände dabei mehr oder weniger beeinflusst werden, kann ich nicht sagen.
    Denn Nitro kann man ja auch peripher geben.

    Wir wenden es aber auch bei arteriellen Bypässen an, wenn die A. rad. entnommen wurde. Dann erhalten die Patienten gegen den Spasmus Nitro.
     

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