Nierenkrank - Punktion

Dieses Thema im Forum "Nephrologie / Urologie" wurde erstellt von Victoria-D, 06.01.2011.

  1. Victoria-D

    Victoria-D Newbie

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    Hallo !

    Bei mir wurde ein höherer Eiweißgehalt im Urin festgestellt.

    Der Referenzbereich liegt wohl bei 150 mg.

    Mein Wert beträgt 2722 mg.

    Meine Frage - würdet Ihr punktieren lassen ?

    Persönliche Meinung ist gefragt, keine Diagnose.

    MfG
     
  2. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Die Frage kann dir keienr beantworten, weil man seine Entscheidung net nach einem Wert trifft. Hier fließen in die Entscheidung bisherige Diagnostik und fragl. Differentialdiagnosen= Verdachtsdiagnosen ein. Ist es möglich nur per Punktion eine genaue Diagnose zu erstellen, anhand derer dann die erfolgsversprechende Therapie erfolgen kann? ...

    Wenn du unsicher bist, hol dir ne Zweitmeinung ein. Gibt es bereits eine Verdachtsdiagnose dann schau, ob du ne Selbsthilfegruppe findest. Diese Selbsthilfegruppen können dich auch beraten, an wen du dich wegen einer Zweitmeinung wenden solltest/kannst.

    Wenn einzig und allein der Eiweißwert erhöht ist und alle anderen Parameter in Ordnung sind, inklusive Ana(Anca) etc., dann würde ich in jedem Falle vor der Punktion eine Zweitmeinung einholen.

    Elisabeth
     
  3. Victoria-D

    Victoria-D Newbie

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    Mein Nephrologe meinte nur es bleibt meine Entscheidung, denn es kann auch chronisch sein weil ich über einen längeren Zeitpunkt eine Überdosis Cortison bekam bis dies irgendwann bemerkt wurde und ich es dann langsam absetzen musste weil schon eine Immunität eintrat.
     
  4. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Bei so einer Aussage eines behandelnden Arztes würde ich ne Zweitmeinung einholen. Diagnostik nach dem Prinzip: wünsch dir was- halte ich für net sinnführend.
    Warum hast du lange hochdosiert Prednisolon genommen? Hat er eine Verdachtsdiagnose? Was will er mit der Nierenpunktion rausbekommen?

    Elisabeth
     
  5. Victoria-D

    Victoria-D Newbie

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    Ich habe schon seit ich ein Kind bin Atemprobleme, musste mich nachts immer vor den kalten Kühlschrank setzen um nicht zu ersticken, fing mit ständigem Pseudokrupp an.

    Deshalb wurde dann Cortison verschrieben.

    Bei der Punktion kann ja auch einiges schiefgehen so wie ich gelesen habe, es kann zu Blutungen kommen.

    Ich wurde schon zum HNO-Arzt geschickt um dort die Nebenhöhlen untersuchen zu lassen da diese wohl auch Einfluss auf die Nierenfunktion haben könnten.
    Der HNO-Arzt verwies mich in die Röntgenabteilung wo mein Kopf geröntgt wurde.
    Auf dem Röntgenfoto wurde ein Tumor im Kopf festgestellt - allerdings war der HNO-Arzt sich nicht zu 100% sicher sodass ich 6 Wochen lang mit diesem Befund bis zur nächsten Röntgenuntersuchung warten musste und dort stellte man keinen Tumor mehr fest.

    Danach wurde ich zum CT geschickt.
    Mir wurde Kontrastmittel in den Oberarm gespritzt. Als sämtliches Kontrastmittel verspritzt war und mein Arm plötzlich anschwoll wurde beim Herausziehen der Nadel festgestellt das die Nadel in der Haut abgebrochen war sodass das Kontrastmittel in das Hautgewebe lief und somit diese Schwellung auftrat. Ich konnte mehrere Tage meinen Arm nicht mehr bewegen.
    Danach wurde auf der anderen Seite vom Professor die Nadel gesetzt nachdem alle vor Schock wild hin -und her rannten während ich auf der Trage lag.

    Durch das Röntgenbild wurde eine Zyste an der Wirbelsäule festgestellt. Diese veranlasste die Ärzte zu einem MRT.
    MRT wieder ohne Befund in Sachen Zyste, man sieht wohl bei den Nieren nur einen Schatten.

    Irgendwie reicht es mir langsam. :D
     
  6. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Such dir einen Nephrologen für eine Zweitmeinung. Meines Wissens steht eine Nierenpunktion net am Anfang sondern am Ende eine Diagnostik bezüglich der Nierenfunktion.

    Ich hab bei meiner Tochter einer Punktion zugestimmt, als beim ersten behandelnden Arzt alle anderen Diagnostikmethoden ausgeschöpft waren und eine Low-Dose-Prednisolon-Therapie net den gewünschten Erfolg brachte. Die Eiweißausscheidung war zwar rückläufig aber die Laborparameter für die Autoimunerkrankung blieben weiterhin erhöht.

    Im Nachgang hab ich mich sehr geärgert. Die Punktion hätten wir uns auch sparen könnnen, weil die "Zweitmeinung" anhand der Laborparameter und diverser anderer Untersuchungen erfolgreich therapiert hat. Der Befund der Punktion war vom ersten Doc verschusselt worden und so blieb nur dieser, auf Erfahrung fussende, Weg.
    Hätte die Therapie net so gut angeschlagen, dann hätte ich einer erneuten Punktion wohl oder übel zustimmen müssen.

    Deswegen: was vermutet dein jetzt behandelnder Doc? Was will er mit der Punktion heraus bekommen? Google doch mal mit der Krankheit und such nach Selbsthilfegruppen. Dort hab ich damals auch endlich die notwendige Aufklärung bekommen: angefangen von der Empfehlung des Spezialisten für die Zweitmeinung bis hin zu "dos and don'ts" bei der Erkrankung. Kam z.B. raus, dass meine Tochter jahrelang immer wieder ein Antibiotikum bekommen hatte, dass eigentlich bei LE kontraindiziert ist. usw.

    Es lohnt sich immer bei Unklarheiten eine Zweitmeinung einzuholen- vor allem, wenn man verunsichert wird durch Wischiwaschi-Aussagen.

    Elisabeth
     
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