Nicht so gut in der Schule = Kündigung?

Ravensoul

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Hallo Ihr

Vielleicht bekomme ich hier eine vernünftige Antwort,

also bei mit läuft es schulisch momentan nicht so gut (4-------) aber praktisch eine gute 2, kann man mich deshalb kündigen, habe morgen ein Gespräch mit der Schulleitung und der Kursleitung. Eine Kurskollegin hat das selbe Gespräch aber ohne Schulleitung und ihr wurde nahe gelegt.

Das Problem zusätzlich ist ja nicht das ich nicht lerne, sondern weil ich zu still bin, ich aber nicht wirklich was dran ändern kann, brauch nun mal ein bisschen länger für die Antworten und wenn dann einige mit den Augen rollen oder auf dem Tisch rumtrommeln, oder sagen beeile Dich mal ich will nach Hause, komme ich in Zugzwang und sag lieber gar nichts. Ich weiß, dass das nicht richtig ist, ist aber auch verdammt schwer das zu ändern.

Vielleich habt ihr ein paar Tips?!

Gruß Tascha
 

lilith

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Hm... ich kann zu den ganzen rechtlichen Dingen nix sagen:weissnix:, aber könntest du nicht die Klasse bitten rücksichtsvoller zu sein? Ich weiß ja auch nicht wie du mit den meisten klar kommst bzw. was für eine Stimmung in der Klasse herrscht, aber ich finde es sollte in keiner Klasse eine Stimmung herrschen, in der sich stillere Schüler nix mehr trauen... also vielleicht Klassenleiter/Tutor (o.Ä.?) mal um eine Diskussionsstunde bitten, dass Problem ansprechen und sagen, wie du dich damit fühlst... vielleichtt gibts noch mehr Leute die sich davon einschüchtern lassen? Ansonsten: Mündlich besser zu werden kann man auch üben (ja ich weiß, hört man nicht gern *g*), ist zwar schwer aber durchaus machbar! ..wäre halt schade um deine sonst guten Noten... und wenn dann sogar die Gefahr einer eventuellen Kündigung besteht...8O
Viel Glück auf jeden Fall! lg - lilith
 

Ravensoul

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Hallo

Also mit unserem Tutor haben wir schon gesprochen, also ich bin nícht die einzigste, nur halt die erste die das Gespräch hat.

Das Problem ist auch, dass - wenn man bei uns 6 Wochen zusammen Unterricht hatte - sich die meisten zerfleischen könnten, ich denke ja auch immer am 1. Tag: lieber Gott schick mich arbeiten. Ich bin eine die gar keine Probleme mit den anderen hat, aber halt bei der Präsentation ticken die ein bisschen anders.

Aber was rede ich so viel, habe mich an andere Pflegeschulen gewendet und warte auch erstmal ab.
 

Chiarah

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Hallo Tascha

Hallo Tascha!
Mit der Klassengemeinschaft ist es schon so eine Sache. Seid ihr schon mal zusammen weggefahren? Auf Besinnungstage oder so? Vielleicht hilft das ja, dass eure Klasse wieder zusammen findet! Lass auf jeden Fall den Kopf nicht hängen.

Gruß

Chiarah
 

Mobitz

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Wenn Du Deine Probezeit bereits hinter Dir hast, können sie Dich nicht einfach kündigen.
ABER: Die Dozenten machen sich schon so ihre Gedanken, ... wenn mündlich nichts kommt, dann wirst Du im Examen Probleme bekommen.
Im Praktischen musst Du potentiell Fragen beantworten und die Zeit der Praktischen ist ja auch begrenzt :wink1:
Und ohne mündliche Prüfung bekommt man halt auch kein Examen.
Sicher ist es für eher introvertierte Menschen nicht einfach vor großer Gruppe zu sprechen, ... aber wie lilith schon gesagt hat: DAS ist Übungssache. Und Du wirst es wirklich brauchen. Und eine
kommt nicht ausschließlich durch die Mündliche Leistung zustande. Ich kann nur sagen LERNEN, LERNEN, LERNEN.
Wenn die Lehrer Dir vorschlagen, das Ganze abzubrechen machen sie das ja nicht, weil sie Dich loswerden wollen, sondern, weil sie die Befürchtung haben, dass das Examen nicht geschafft wird.
Also entweder Du möchtest Gesundheits- und Krankenpflegerin werden, oder nicht. Wenn Du es willst, dann musst Du, so unschön das klingt alles geben und halt auch über Deinen Schatten springen und den Mund aufmachen. Mehr als falsch kann es nicht sein und aus Fehlern kann man lernen. Dafür macht ihr ja die Ausbildung, wenn ihr schon alles könntet, könnte man sich die 3 Jahre wohl sparen.
Und die beste Übung wäre es ja schon mal wenn DU mit den Leuten, die Dich bedrängen sprichst. Kein 3., keiner von der Schule, sondern DU.
Wünsche viel Glück und Erfolg und eine weise Entscheidung.
 

Wieland

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Stehst du auf 4 in der Theorie oder ist es nur eine Note?
Und ihr bekommt in der Praxis auch Noten?
Bei uns wurde gesagt, dass man leider die Leistungen in der Theorie und Praxis nicht gegenseitig beieinflussen kann. Man muss in beiden gut sein.

Wegen Klassenklima sollte man mal darüber reden. Ist immer schwierig sowas zur Sprache zu bringen ohne das sich wieder jemand auf den Schlips getreten fühlt. Aber in einer ruhigen Runde wo jeder mal wirklich das sagen kann was ihn stört kann wirklich helfen.

Suche auch das Gespräch mit den Lehrern und vermittele einen Eindruck, dass du wirklich bemüht bist für die Ausbildung (was du bestimmt bist). Bloß die Lehrer müssen das auch mitbekommen.

Wünsche dir viel Glück und drücke dir die Daumen.
 

Sr.Anne

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Ich gebe dir einen Tipp: Denk nicht dran, was die anderen im Kurs denken könnten oder sagen könnten. Es geht um dich und deine Zukunft. Wenn du halt mal überlegen musst, ist es doch kein Problem. Dann sag dem Dozenten das und dann gib eine Antwort. Schweigen ist keine Lösung. Ich stimme Mobitz zu, dass eine 4- nicht allein vom mündlichen kommt. Es nützt wirklich nichts. Da muss gelernt werden. Da kannst du noch so gut auf Station sein. Ohne Hintergrundwissen läuft in der Zukunft nichts. Man erwartet dann eine umfassende Pflege, vom Wissen des Krankheitsbildes und Komplikationen bis zur Therapie und Pflege.

Alles Gute, kneif die Pobacken zusammen und du packst das.

Anne
 

Lillebrit

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Hallo ravensoul,

wenn Du nicht mehr in der Probezeit bist, dann wird dieses eher ein beratendes Gespräch....einfach kündigen kann man Dir nicht.

Allerdings solltest Du Dich fragen, warum Du in der Theorie fast auf 5 stehst!
Und das es jetzt nur wegen der mündlichen Leistung sein soll ( öhm....mündliche Noten zu vergeben ist eigentlich auch nicht üblich) kann ich nicht glauben!

Falls Du denkst. Och...die jetzigen Noten zählen eh nicht und im Examen strenge ich mich dann richtig an, dann kann es eng werden!
An den jetzigen Leistungen kann man sehr wohl sehen, wie die Noten im Examen ungefähr ausfallen werden.
Wer nicht drei Jahre lang kontinuierlich gute Leistung bringt, der wird auch keinen 2er oder 1er Schnitt im Examen hinlegen!
Ach ja...das Examen besteht übrigens zu 2/3 aus Theorie!

Auch bei der Jobsuche schaut man- allen Gerüchten zum trotz- durchaus auf die Noten! Mit einem Durchschnitt von 4 wirst Du Dich eventuell nicht gegen Deine Mitbewerber behaupten können....
 

Ravensoul

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Hallo an alle

Also ich hatte grad dieses besagte Gespräch und mir wurde ordentlich der Kopf gewaschen, wenn mich was bedrückt kursmäßig oder ich was nicht verstanden habe und 5x nachfragen muss dann soll ich das bitte auch tun.

Also ich werde nicht gekündigt und das ist schonmal was wert.

Haben jetzt auch eine Anatomie-Gruppe und einen kleinen Lernkreis gegründet, und Leute ich sags euch ich werde das schaffen.

Lieben Gruß und Danke für Eure Antworten.

Tascha
 

Lillebrit

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Na dann mal los.....:up:

Viel Erfolg!
 

Scip

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@ Ravensoul:
So einfach kannst du nach 6 Monaten Probezeit nicht mehr gekündigt werden. Lass dich von der Schule nicht einschüchtern und von den Beiträgen hier auch nicht entmutigen!!!!!
was ich nicht verstanden habe und 5x nachfragen muss dann soll ich das bitte auch tun.
-> ich persönlich würde dir raten Unklarheiten möglichst im "Selbststudium" selbst zu klären. Vielleicht liegt es ja auch an den Lehrkräften, die es nicht vermögen dir ein Thema adäquat und verständlich näher zu bringen...
Vertraue nicht auf die Lehrkräfte, nutze lieber einschlägige Literatur!!!

Haben jetzt auch eine Anatomie-Gruppe und einen kleinen Lernkreis gegründet, und Leute ich sags euch ich werde das schaffen.
-> ein Tipp von mir. Nutze die Lerngruppe nicht. Die Basics wird dir keiner abnehmen können, auch keine "Lerngruppe".
Lerne/lese Anatomie für dich da wirst du nicht herum kommen.
Später kannst du gerne in einer Gruppe verschiedene "Anatomie-Fragen" klären aber zum effektiven lernen wird dir so eine Anatomie Gruppe nicht viel bringen.
Insgesamt ist der Zeit/Nutzen-Faktor einfach schlecht.
In der Zeit, in der eine Lerngruppe z.B. die "Niere" bespricht lese ich ein komplettes Anatomiebuch durch....

Gruß
Scip
 

Maniac

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naja, Tipps schön und gut, aber du schlägst vor ALLES auf eigene Faust zu machen, und das find ich nicht grade förderlich wenn sie eh schlecht da steht und nicht gern redet.

Klar, die Basics muss man schon lernen, da auch vielleicht besser alleine, aber eine Lerngruppe kann für einen bestimmte Schüler-Typ, sag ich mal, sehr effizient sein!
Und auch das Lernen im Selbststudium was du meinst.
Ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, im Unterricht aufpassen und da schon das Thema verstehen(!) ist das A und O. Wiederholen und ergänzen kann man im Selbststudium, aber zumindest die Grundzüge sollte man verstanden haben. Lieber noch mal nachfragen...


Aber letztendlich ist das alles individuell :roll:
 

Mobitz

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Scip schrieb:
Lass dich von der Schule nicht einschüchtern und von den Beiträgen hier auch nicht entmutigen!!!!!
Es versucht hier sicher niemand sie zu entmutigen, ... viel mehr geht es darum darzustellen, dass eine schlechte 4 nicht nur aus der mündlichen
Leistung resultiert. Da zeigen sich einfach Wissensdefizite auf, die man nicht runterspielen sollte. Es rät ihr ja niemand, dass sie auf jeden Fall aufhören soll, sondern nur, dass sie sich anstrengen muss, weil die Prüfungen nunmal viel aus theoretischem Wissen bestehen (meines Erachtens nach auch die Praktische)
Das sollte man nicht runterspielen. ICH rate ihr, dass sie, wenn sie diesen Beruf weiterhin erlernen möchte, wonach es ja aussieht, dass sie sich einfach auf den Hosenboden setzen muss und auch das freie Reden üben muss.
-> ich persönlich würde dir raten Unklarheiten möglichst im "Selbststudium" selbst zu klären.
Das ist aber auch nicht der einzige Weg. Ich halte es da eher wie Maniac, ... im Unterricht verstehen find ich GANZ entscheidend. DA kann man auch bei Unklarheiten nachfragen. Im Buch kann ich zwar kucken, das erklärt es mir aber nicht anders, wenn ich es nicht verstehe, wie es mir da vorgestellt wird. Der Unterricht ist einfach sehr wichtig und man sollte ihn auch effizient nutzen. Und durch Nachfragen und Beteiligung am Unterricht vergeht auch ein wenig die Angst vor'm freien Sprechen.
Außerdem halten ja meist auch die prüfenden Dozenten den Unterricht und es ist nicht schlecht, wenn man beispielsweise mitbekommt, welche Schwerpunkte die Dozenten setzen :wink1:
-> ein Tipp von mir. Nutze die Lerngruppe nicht. Die Basics wird dir keiner abnehmen können, auch keine "Lerngruppe".
Sehe ich auch ein wenig differenziert.
Ich selber war zwar auch kein Freund von Lerngruppen, aber das heißt ja nicht, dass das nichts für sie ist. Sie muss es doch mal ausprobieren. Manche kommen mit dieser Art des Lernens viel besser zurecht. Ich habe Dinge verstehen müssen und habe hauptsächlich den Unterricht genutzt und dann zu Hause noch vertiefend nachgelesen. Kenne aber viele, die SEHR von Lerngruppen profitiert haben.
Es ist ja auch nicht Sinn und Zweck einer Lerngruppe Basics auszuarbeiten sondern sich auszutauschen und Wissen zu vertiefen (oder Fragen in der Gruppe versuchen zu lösen)
Natürlich muss man schon im Selbststudium etwas machen, aber deswegen komplett dem Prinzip der Lerngruppe zu entsagen halte ich für fragwürdig.
Habe auch des öfteren (auch wenn ich kein regelmäßiger Lerngruppenteilnehmer war) von diesen Gruppen profitiert. Einfach mal ne andere Erklärung, die dann gesessen hat.
Man muss es ausprobieren und kucken, ob es einem hilft.
 

catweazle

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Pauschal zu sagen, bloß nicht in der Gruppe lernen, halte ich für nicht sinnvoll. Jeder hat da seine Individualitäten.

In meiner Gruppe damals (ewig her) haben die anderen davon profitiert, daß ich die Texte "übersetzt" und zu erarbeiten geholfen habe, und ich dadurch, daß ich durchs ständige Erklären den Kram dann schon fast auswendig konnte und vor allem verstehen mußte dafür.

Die Lerntypen sind sehr verschieden. Der eine lernt besser durchs Selbststudium, der andere durch Zusammenarbeit, der nächste muß es probieren, ein anderer sehen usw., was das beste für den einzelnen ist, muß man erstmal wissen.

@ Ravensoul: Nur Mut. Zeige der Schule, daß Du Dir Mühe gibst und Dir Gedanken machst, wie das Problem am besten zu Lösen ist.
 

Lillebrit

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Ich persönlich halte eine Kombination für sinnvoll. Sicher ergänzt die Lerngruppe nicht das eigenständige Lernen.....aber gerade im Austausch mit anderen können Fragen aufgegriffen und geklärt werden.

Es ist auch durchaus sinnvoll, wenn z.B. vor einer Klausur jeder ein anderen Thema auarbeitet...und dieses eben den anderen erklärt. Die Ausarbeitungen können dann für alle kopiert werden , damit sich jeder aus der Gruppe nochmal mit allen Themen auseinander setzen kann.

@ravensoul:
Probier es ruhig aus! In einer Lerngruppe hast Du soziale Unterstützung, die Dich auch mal "aus einem Motivationsloch" reissen kann....
Ausserdem hast Du dann - auf das Klassenklima bezogen - ein paar Kollegen dort sitzen, die Dich nicht schräg anschauen.
Wenn Du jetzt anfängst Deine Lücken aufzuarbeiten und von nun an kontinuierlich am Ball belibst, dann hast Du auch noch gute Chancen auf nen passablen Durchschnitt im Examen.
 

Scip

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@ catweazle:
Ja genau. Derjenige, der der Gruppe alles "Erklären" muss. Also lehrt hat wohl den größten Nutzen!! (Erst lernen dann lehren -> führt leicht zu bleibendem Wissen)

Aber offentsichtlich würde Ravensoul die Position der Lehrenden nicht inne haben.
-> deswegen ist das Selbststudium viel effizienter!!! Der Nutzen/Zeitfaktor stimmt einfach für sie nicht.
Um bestimmte Fragen abzuklären kann es sehr hilfreich sein, aber dafür braucht man keine "Lerngruppe".
Die Basics lernt man immer noch am Besten selbst mit einem BUCH!!

@ Mobitz
ICH rate ihr, dass sie, wenn sie diesen Beruf weiterhin erlernen möchte, wonach es ja aussieht, dass sie sich einfach auf den Hosenboden setzen muss und auch das freie Reden üben muss.
Und durch Nachfragen und Beteiligung am Unterricht vergeht auch ein wenig die Angst vor'm freien Sprechen.
Da bin ich genau anderer Meinung. Ich rate Ravensoul, wenn sie schwierigkeiten/Angst hat sich im Unterricht zu beteiligen sich nicht gezwungendermaßen zu beteiligen. Das kann u.U. genau das gegenteil bewirken. Wenn Sie nämlich jetzt versucht alle unklarheiten im Unterricht zu klären. Immer nachfragt hat sie schnell die Missgunst ihrer Mitschüler gegen sich. -> sie wird noch unsicherer.
Also lernen der Basics steht an, dann kann Unterricht auch spaß machen...

Gruß
Scip
 

Scip

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@ Lillebrit:
Es ist auch durchaus sinnvoll, wenn z.B. vor einer Klausur jeder ein anderen Thema auarbeitet...und dieses eben den anderen erklärt. Die Ausarbeitungen können dann für alle kopiert werden , damit sich jeder aus der Gruppe nochmal mit allen Themen auseinander setzen kann.
Du beschreibst hier genau die Vorgehensweise wie sie seit bestehen des neuen [SIZE=-1]KrPflG in den Schulen vermehrt betrieben wird.
Die vorgehensweise funktioniert in der Praxis aber nur bedingt. Undzwar nur in dem Bereich in dem Ravensoul erst als Lernende und dann als Lehrende fungiert. Konkret heisst es wenn sie "für die Gruppe" das Thema Niere erabeitet und später vorstellt hat sie einen messbaren Nutzen.
Die Vorstellung der Themen der anderen wird ihr NICHTS bringen. Gerade wenn sie keinerlei Vorwissen bzgl. des vorgestellten Themas hat ist es einfach vergeudete Zeit. Es wird ihr nichts bringen. Sie wird wahrscheinlich nicht einmal die groben Zusammenhänge verstehen können.
Lillebrit, wenn du die Möglichkeit hast, dann führe doch einmal folgenden Versuch durch: (Die Klasse darf nicht wissen, dass Sie Teil des Versuchs ist!!)
(1) Die Klasse wird in vier Gruppen aufgeteilt. Es gibt vier Themen die der Klasse unbekannt sind. Jede Gruppe bekommt ein Thema und hat die Aufgabe jenes zu erarbeiten und dann den anderen 3 Gruppen vorzustellen. (Die Vorgehensweise müsste dir bekannt sein.)
(2) Nachdem jede Gruppe ihr Thema vorgestellt hat, müssen die Schüler unangekündigt einen simplen Test schreiben, der alle vier Themenbereiche abdeckt.
(3) Es wird sich dabei rausstellen, dass die Schüler in IHREM Themenbereich überdurchschnittlich abeschneiden werden und rein gar nichts zu den anderen Themen sagen können.

Es ist wirklich erschreckend, wie wenig die Schüler über die anderen 3 Themen wissen werden. Es ist den Schülern aber nicht vorzuhalten weil die Rahmenbedingungen einfach zu schlecht waren, da der Vortrag von Laien (Mitschülern) gehalten worden ist, was 1000 Probleme nach sich zieht und ein Lernen ausgeschlossen ist.

Gruß
Scip[/SIZE][SIZE=-1]
[/SIZE]
 

Mobitz

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Scip schrieb:
Ich rate Ravensoul, wenn sie schwierigkeiten/Angst hat sich im Unterricht zu beteiligen sich nicht gezwungendermaßen zu beteiligen. [...] Immer nachfragt hat sie schnell die Missgunst ihrer Mitschüler gegen sich. -> sie wird noch unsicherer.
Also lernen der Basics steht an, dann kann Unterricht auch spaß machen...
Dass man die Basics lernen muss steht ja völlig außer Frage. Es geht ja darum, dass man im Unterricht, wenn neue Themen erarbeitet werden, gezielt nachgefragt wird, bis man es versteht (so habe ich es immer gemacht und bin damit gut gefahren). Und SO lernt man ja das freie Sprechen vor anderen und auch vor Lehrkräften. Welchen Effekt hat es, wenn man sich immer ins Zimmerchen verkriecht und dann im Mündlichen sitzt und keinen Ton rausbringt. Oder nachgefragt wird, wie etwas zu verstehen ist (und man kann es nicht beantworten, weil man nur auswendig gelernt hat und nicht verstanden hat) und man kann es dann nicht beantworten???
Scip schrieb:
Du beschreibst hier genau die Vorgehensweise wie sie seit bestehen des neuen [SIZE=-1]KrPflG in den Schulen vermehrt betrieben wird.
[/SIZE]
[SIZE=-1]Vermutlich, weil es sich erwiesen hat, dass es eine gute Methode ist, die Schüler in den Lern- und Lehrbereich miteinzubeziehen.[/SIZE]
[SIZE=-1]
Scip schrieb:
Konkret heisst es wenn sie "für die Gruppe" das Thema Niere erabeitet und später vorstellt hat sie einen messbaren Nutzen.
Die Vorstellung der Themen der anderen wird ihr NICHTS bringen. Gerade wenn sie keinerlei Vorwissen bzgl. des vorgestellten Themas hat ist es einfach vergeudete Zeit.
[...]
Es ist wirklich erschreckend, wie wenig die Schüler über die anderen 3 Themen wissen werden.[/SIZE][SIZE=-1][/SIZE]
Tja, die Erarbeitung EINES Themas bedeutet ja auch nicht, dass man der Pflicht entbunden ist, die anderen Themen im Selbststudium nochmals zu wiederholen. Das ist ja aber auch das selbe, wenn man es wie früher plump vorgebetet bekommt.
Und durch die Einarbeitung in ein Thema handelt es bei den Vortragenden ja nicht mehr um "Laien". Es ist einfach die Bequemlichkeit, die mich ärgert, dass die meisten Schüler glauben, dass sie nur etwas vorgebetet bekommen und mehr muss man nicht tun.
Was ist der Unterschied zwischen den Vorträgen. Der Vortragende hat sich intensiv für das Thema vorbereitet und versucht den anderen dieses Thema näherzubringen. Bei Unklarheiten fragt man eben nach. Und sollte sich der Vortragende nicht ausreichend in das Thema eingearbeitet haben sitzt ja auch noch eine Lehrkraft dabei, die weitergehend erklären kann.

Aber EGAL, wie Themen vorgetragen werden, es reicht NIE sie sich nur anzuhören. Eigeninitiative und Selbststudium gehören IMMER dazu.
Und durch die Methode, dass Schüler vortragen lernen eben diese auch das, was wichtig ist:
Ein Thema auf die wichtigen Dinge zusammenzufassen, ein Thema durch freies Reden vortragen, Eine Zusammenfassung für andere zu erstellen.
Und allein dadurch, dass ich ein Thema auf eine gewisse Zeit raffen muss, sollte ich ja wissen, dass auch die anderen Themen nicht so vorgetragen wurden, wie sie letztendlich erarbeitet wurden.
Und das sollte mich anspornen, das ganze nochmals zu wiederholen.
 

Scip

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@ Mobitz:
Da dein Post in die Richtung "Präsentationen der Schüler untereinander" tendiert, gehe ich drauf ein und erläutere dir das Ganze mal anhand Ravensoul.
Wir dürfen bei allem nicht vergessen, dass es hier in diesem Post um Ravensouls belange geht und man nicht in irgendwelche Grundsatzdiskussionen verfallen sollte. (So wie ich :-))
Also ich unterstelle Ravensoul einmal mutmaßlich, dass sie gerne bessere Noten hätte. Sie schreibt, dass sie sich als sehr ruhig und langsam im Unterricht erlebt.
Wie Lillebrit schon angedeutet hat wird Sie die 4- mit Sicherheit nicht aufgrund ihrer mündlichen Beteiligung bekommen haben.
Es geht also darum wie Ravensoul in Zukunft effektiv Stoff pauken/behalten kann.
Erst danach würde ich mir über die Möglichkeit einer Beteiligung am Unterricht gedanken machen, da man ja "ohne Wissen nicht mit Wissen im Unterricht glänzen kann".

Wie aber lernt man effektiv trocknen Anatomie/Physiologiestoff??? Hier kommen wir wieder auf die Möglichkeit der Präsentation von Themen von Schülern untereinander zurück.
Bei dieser Möglichkeit ist aber einfach der Zeit/Nutzenfaktor mehr als schlecht. Es steht auch nicht zur Debatte ob Ravensoul sich die 3 restlichen Themen nacher nocheinmal im Selbstudium zu gemüte führt oder nicht, vielmehr geht es um die tatsachliche Effektivität einer solchen Präsentation.
Ich werde dir jetzt kurz erläutern wieso eine Präsentation von Schülern (Laien) für Schüler wirklich sehr Uneffektiv ist.
Unsere Schule hat in ihrem Standort Bielefeld ca. 10 fest Angestellte Lehrkräfte, die teilweise schon Jahrzehnte lang ihrem Job nachgehen und die Hochschule besucht haben.
Meiner Meinung nach verstehen aber nur ganze 2 der 10 Lehrkräfte ihr "Handwerk" und können Pädagogik besser Didaktik gut im Unterricht umsetzen
Bei dem Rest könnte man auch bedenkenlos zu Hause lernen, wobei man sogar noch viel mehr Zeit einsparen würde.
Jetzt sollen wir Schüler uns selbst als "Lehrkräfte" versuchen???
Wir Schüler sind einfach Laien gerade wenn wir kurz vorher ein Thema erarbeitet haben.
Gerade wir Schüler sollten das Recht auf Unterricht von "Profis" haben.
Wir Schüler haben doch die zusätzlichen Theoriestunden nach dem neuen Gesetz nicht bekommen, dass wir uns gegenseitig mit halbwahren/falschen Präsentationen beschäftigen.
Wenn es für Lehrer schon schwer ist einen ansprechenden, didaktisch hochwertigen Vortrag zu halten, wie sollen wir Schüler das dann schaffen?
Es spricht überhaupt nichts gegen Präsentationen nur der Nutzen für die anderen ist einfach gleich null!!

Fazit:
Ravensoul nimm dir ein gutes Buch (Ich empfehle Mensch Körper Krankheit (Huch/Bauer)). Lese es so oft wie möglich und du wirst sehen, wie trivial der Unterricht eigentlich doch ist.

Gruß
Scip
 

Lillebrit

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Hallo Scip,

ich entnehme Deinem Posting , dass du Dich selbst noch in der Ausbildung befindest.
Deine Auffassung eines "guten Unterrichtes" ist eher ursprünglich.
Lernen heisst für Dich: Der Dozent betet vor, die anderen übernehmen es brav und lernen es auswendig.
Aber genau das hat sich als nicht effektiv heraus gestellt.
Bei dieser Art von Frontalunterricht hast Du zwar das Gefühl, Inhalte gelernt zu haben....aber anderes bleibt auf der Strecke.

Wenn Du Dir ein Thema selber aneignen musst , dann lernst Du gleichzeitig nach Literatur zu recherchieren, ein Thema hinsichtlich der Inhalte zu gliedern, Prioritäten fest zu legen und das Wichtigste davon den anderen mit zu teilen.
Du stärkst Deine sozialen Kompetenzen (im Team etwas gemeinsam erarbeiten), Deine methodischen Kompetenzen (Internetrecherche, Medien wie Folien o.ä. selber erstellen) sowie natürlich Deinen fachlichen Background (das entsprechende Thema hast Du dann drauf).

Genau DAS kommt im späteren Berufsleben auf Dich zu! Du wirst Dich LEBENSLANG weiter bilden müssen... der aktuelle Wissensbestand verfällt in unserer kurzlebigen Zeit immer schneller.
Und Du hast nach dem Examen keinen mehr da stehen, der brav erzählt...
Auf Station ist es auch üblich, dass ein Kollege auf eine Fortbildung, Tagung etc. geht und den anderen "daheim gebliebenen" dann die wichtigsten Sachen erklärt.
Auch Schüleranleitung oder das Einarbeiten von neuen Mitarbeitern wird als examinierte Fachkraft in Deinen Zuständigkeitsbereich fallen.

Wenn Schüler Themen selber erarbeiten, dann heisst das ja noch lange nicht, dass sich der Dozent aus der Verantwortung stiehlt und "den Dingen freien Lauf lässt"!
Wenn etwas grundlegend falsch verstanden worden ist, dann greift er natürlich ein oder ergänzt den einen oder anderen Aspekt.
Oder aber die Gruppe geht in der Erarbeitungszeit auf den Lehrer zu und vergewissert sich, ob alle Aspekte bedacht worden sind.
Für Deinen Wissenszuwachs und Dein Lernen bist Du selber verantwortlich. Nicht der Lehrer!

Der Vergleich mit dem "Experiment" hinkt daher auch... wenn ein Dozent alle 4 Themen im Frontalunterricht vorstellt, dann wüssten die Teilnehmer über alle 4 Themen nicht viel!
So haben sie - nach Deiner Logik- wenigstens in einem den Durchblick....*ggg*

Ausserdem funktioniert lernen nicht 1:1 im Unterricht. Direkt nach dem Durcharbeiten des Stoffes würde niemand eine Klausur darüber bestehen. Daher muss man es sich selber nochmal aneignen und den Stoff vertiefen.

Wie Du siehst, kann dieses Vorgehen didaktisch schon begründet werden....
 

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