Neue Gesetze für die Krankenpflegehilfeausbildung

Dieses Thema im Forum "Arbeitsrecht / Gesundheitsrecht / Krankenpflegegesetz" wurde erstellt von mondlicht, 09.11.2008.

  1. mondlicht

    mondlicht Newbie

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    Hallo,

    ich habe am 01.10.2008 meine Ausbildung zur Krankenpflegehelferin begonnen.
    Nun habe ich seit dem 01.11.08 einen Einsatz auf der Chirurgischen Station. Dieser Einsatz ist auch der einzigste in der Somatik. Alle anderen Einsätze sind in der Psychiatrie.
    Nun habe ich auch einige Aufgaben erleidgt wo ich mir eigentlich bei denke, dass ich sie nicht unbedingt übernehmen darf.
    Also wie z.b Heparin spritzen oder Butterfly ziehen.
    Haben unsere Dozentin darauf angesprochen. Sie meinte wir dürften es eigentlich nicht, aber wenn es uns abgenommen wurde das wir es können, dann ginge das schon ok.
    Nun erzählte sie uns auch, dass es ab November diesen Jahres ein neues KPH Gesetz gibt und das evt. solche Dinge wie Heparin spritzen erlaubt sind.
    Nun meine Frage, kennt jemand von euch schon dieses neue Gesetz?Oder hat jemand schon etwas davon gehört?

    Lieben Gruß
     
  2. katme

    katme Newbie

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    hallöchen.....!!!

    es ist nicht bestandteil deiner ausbildung, also würde ich das auch nicht machen..!? es ist in der realität häufig so, das solche aufgaben von kph erledigt werden. ist für die schwestern und pfleger ne erleichterung.(personalmangel). finde das nicht gut jeder macht seine ausbildung und hat somit seine aufgaben.:dudu:
    von diesem neuen gesetz hab ich noch nichts gehört.

    lg katme
     
  3. flexi

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    Hallo zusammen,
    die Krankenpflegehilfeausbildung ist eine durch Landesgesetze geregelte Ausbildung, und wenn es ein solches Gesetz geben sollte, dann sag uns doch mal das Bundesland, dann kann man dort recherschieren.
    Ich bezweifele allerdings, das dort eine solche Regelung exakt drinsteht, insofern wäre es schon interessant, am ball zu bleiben...
     
  4. mondlicht

    mondlicht Newbie

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    hallo,

    also schon von beginn an der ausbildung sagte man uns, dass ein neues gesetz für die krankenpflegehilfe raus kommt.
    letzte woche sagte man uns das wir irgendwann im november von diesem neuen gesetz erfahren werden.
    naja sobald ich etwas näheres weiß, dann melde ich mich.
    ach bundesland ist nrw....schule ist in münster.

    lieben gruß
     
  5. medsonet.1

    medsonet.1 Poweruser

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    Hallo,

    selbst wenn ein neues Landesgesetz herauskommen soll, dann wird es wahrscheinlich frühestens zum 01.01.2009 wirksam werden.

    Ich bezweifle jedoch stark, das die von dir genannten Tätigkeiten dann Bestandteil der Ausbildung sein sollen.

    Fakt ist jedenfalls, jetzt gelten noch die "alten" Regelungen und in diesen ist diese Tätigkeit nicht vorgesehen.

    Gruß

    medsonet.1
     
  6. "Unsere" PFHs lernen subcutane Injektionen. (Bayern)

    Ulrich Fürst
     
  7. kräuterfrau

    kräuterfrau Poweruser

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    ich mache eine 2-jährige modellausbildung zur gukph und s.c. injektionen sind inhalt meiner ausbildung. uns wurde gesagt dass wir auch in die integrative pflegeausbildung quereinsteigen dürfen und dass das ziel auch selbstständiges arbeiten ist.
     
  8. Sr. isabel

    Sr. isabel Junior-Mitglied

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    Um sc. zu spritzen, benötigt man keine Ausbildung in der Krankenpflege, da reicht eine Anleitung allemal aus.

    Jeder insulinpflichtige Diabetiker darf das und macht das auch.
    Viele Privatmenschen spritzen zu Hause Heparin o.ä., warum also sollte eine KPH das nicht dürfen?:angryfire:

    Isabel
     
  9. smilie

    smilie Newbie

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    Es ist nicht erlaubt, weil eine private Person die Verantwortung selber übernimmt.

    Die Pflegehelfer(in) handelt aber nicht privat sondern im Auftrag.

    Die grundpflegerischen Maßnahmen darf sie übernehmen allerdings nicht die Behandlungspflege!!

    Behandlungspflege: sc Injektion,
    Medikamente stellen + verabreichen,
    Behandlung von offenen Wunden
    u.s.w.
     
  10. Anne77

    Anne77 Stammgast

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    Ich denke, stellen der medikamente ist klar, das dies keine KPH tun darf.
    Aber das das reichen der oralen Medikamente ebenfalls nicht erlaubt ist, bzw nicht in das aufgabengebiet der KPH fällt, ist mir neu.
    Bei uns werden die orale Medikamente bei Pat, die nicht mehr ganz zurechungsfähig sind, nicht ans Bett gegeben, sondern von der Schwester bzw der KPH gereicht.
    Selbst die Schüler aus der KPH dürfen dies bei uns. Bisher kamen keine Einwände, weder von der Lehrausbildung noch seitens der Schüler.
     
  11. hk-um

    hk-um Senior-Mitglied

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    Also ich mußte für AT nachweisen, dass ich eine Einweisung für s.c. Medikamentengabe habe. Aber leider ist die landesrechliche Regelung der blanke Horror. Ansonsten reicht es, dass sich examiniertes Personal darüber informiert, dass man die Maßnahme beherrscht. Ich für meinen Teil lass es mir lieber vom Arzt bescheinigen, weil es einfach vorteilhafter ist es steht Dr.med. oder Dr.med.univ. statt DGKS. Nichts gegen die DGKS, aber Ämter und Titel sind in Dtl. schon schlimm in AT gesteigert.
     
  12. mäuschen2211

    mäuschen2211 Junior-Mitglied

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    Hallo

    Was darf man denn als KPH in der ambulanten Pflege?
    Nur Grundpflege oder auch Behandlungspflege?
    Ich werde im Netz nicht so wirklich fündig oder ich suche mit den falschen Begriffen:emba::emba:

    LG Tanja
     
  13. ycassyy

    ycassyy Poweruser

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    PDL
    Auch das ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich, teilweise gibt es sogar Unterschiede bei den Kassen! :schraube:

    In NRW darfst du "einfache Behandlungspflege" wie verabreichen von Medikamenten oder sc. Injektionen vornehmen. Auch ATS sind dabei. Allerdings darfst du keine Medis stellen oder Große Wundverbände machen.
     
  14. Sr. isabel

    Sr. isabel Junior-Mitglied

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    In meinem Haus gibt es viele langjährige KPH´s, die machen alle anfallenden Arbeiten, sind erfahren und kompetent. Niemand würde ihnen ihre Kompetenzen absprechen, nach über 30 Jahren.


    Eine Freundin ist auf ihrer Station Dienstälteste, sie hat alle GUK`s mal eingearbeitet. Wenn sie da ist, läuft der Laden, die PDL ist froh, wenn sie Dienst hat, weil sie alles im Griff hat und man mit ihr super gut arbeiten kann.
    Von ihrem Fachwissen kann sich so manch ein GUK eine Scheibe abschneiden.

    Sie hatte schon ihr Examen als ich in der Krankenpflege anfing, sie hat mich angeleitet, ich habe sooo viel von ihr gelernt, auch das i.m spritzen, ich kenne niemanden der´s besser macht.

    Gesetz hin oder her, wer soll den langjährigen kompetenten Kph´s etwas vormachen? Solange die PDL dahintersteht!

    Isabel:flowerpower:
     
  15. Sr. S.

    Sr. S. Poweruser

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    Hallo Isabell,
    einerseits kann ich Dich gut verstehen, ich habe auch schon mit sehr kompetenten Helfern zusammengearbeitet. Andererseits gibt es nun mal Gesetze und Regeln. Jemand der die Helferausbildung hat darf nun mal keine i.m. Injektionen durchführen. Auch wenn die PDL das billigt ist es rechtlich nicht in Ordnung.
    Ich geb Dir mal ein Beispiel aus einem Nicht-Pflege-Bereich: Jemand kann sehr gut Auto fahren, hat aber keinen Führerschein. Wäre es für Dich in Ordnung, wenn er Auto fährt?
     
  16. smilie

    smilie Newbie

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    :flowerpower:Auch das verabreichen gehört tatsache zur Behandlungspflege, die darf nur von Fachkräften ( die mindestens eine 3 Jährige Ausbildung absolviert haben ) durchgeführt werden.

    Rein gesetzlich ist es aber verboten nur daran hält sich sogut wie keiner auch,- ich habe auch MEDIKAMENTE verabreicht ,gestellt ,sc Injektionen verabreicht, Verbandwechsel durchgeführt, Dekubiti behandelt, selbst das anziehen von Kompressionsstrümpfen oder Pütterverband anlegen ist nicht erlaubt.

    schau doch einfach mal unter "Behandlungspflege wikipedia" (Gesetzliche Grundlagen)
     
  17. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    *grübel* Ehefrau spritzt dem an D.M. erkrankten Ehemann Insulin. Damit erfüllt sie den "Tatbestand" der Behandlunsgpflege. Ist dies dann zu unterbinden?
    Mutter gibt schwerbehindertem Kind Medikamente über PEG. Damit erfüllt sie den "Tatbestand" der Behandlunsgpflege. Ist dies dann zu unterbinden?


    Ich glaube, Pflege täte gut daran, zu überlegen, wofür braucht es eine Ausbildung und wo kann der Laie nach Unterweisung selbständig aktiv werden. Diese Differenzierung wird umso wichtiger, wenn man überlegt, dass es zukünftig zunehmend schwieriger werden wird, wenn Pflege bezahlbat bleiben soll. Auch der Gesetzesgeber wird nicht umhin kommen sich dieser Aufgabe zu stellen.

    Elisabeth
     
  18. Sr. S.

    Sr. S. Poweruser

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    @Elisabeth
    Es gibt eine ganze Menge behandlungspflegerischer Leistungen, die der Erkrankte selbst oder ein Angehöriger erbringen kann, wenn er sich dazu in der Lage sieht. Dann wissen aber alle Beteiligten, dass es sich um einen Laien handelt.
    Erbringt eine Pflegekraft diese Leistung, erwartet der Leistungsempfänger dass die Pflegekraft dazu berechtig und in der Lage ist. Daher dürfen pflegerische Hilfskräfte eigenverantwortlich keine Behandlungspflege ausüben. Wenn eine Pflegefachkraft nach Überprüfung der Medikamente einer Hilfskraft die Verabreichung deligiert, trägt die Pflegefachkraft die Verantwortung, steht sie bei der Injektion daneben, ist es ebenso.
    Im übrigen halte ich diese Regelung für sinnvoll. Allerdings sollte es Hilfskräften ermöglicht werden sich für bestimmte behandlungspflegerische Tätigkeiten zusätzlich zu qualifizieren (Spritzenschein, wie bei medizinischen Fachangestellten)
     
  19. smilie

    smilie Newbie

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    Stimmt :daumen: super erklärt.
     
  20. mäuschen2211

    mäuschen2211 Junior-Mitglied

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    Hallo


    Reicht es denn, wenn den Kurs der delegierbaren Behandlungspflege besucht hat, um KS anzuziehen, Medi Stellen und s.c. zu spritzen?
    Der Kurs bezieht sich auf den §37.2 SGB V

    LG Tanja
     
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