Neue (evidenzbasierende) Theorien, von Patienten aufgestellt - oder: mitmachen kann mans ja...

Dieses Thema im Forum "Talk, Talk, Talk" wurde erstellt von blubbblubb, 28.10.2009.

  1. blubbblubb

    blubbblubb Gast

    Hi

    Seit einiger Zeit verfolgt mich dieses Thema.
    "Evb"-Theorien von Patienten.
    (evb = evidenzbasierend)

    Vielleicht fällt es mir im Moment einfach nur auf, weil "ja nix zutun".
    So Dinge, wie Föhn, Vollmond, Regenfront, Schnee... kenn ich ja und schätze ich auch.

    Hier nun die letzten Konfrontationen:

    1.) Zuviel Sauerstoff (offenes Fenster - im August, SZ-Patient) macht Pneunomie

    2.) die Schwiegertöchter (3) sind alle doof, demzufolge auch alle Frauen allgemein. Nur richtig doof wirds, wenn es nur "Schwestern" auf der Abteilung gibt. Und man merkt, das dieses oder jenes recht gut ist 8O
    .
    .
    .


    Freue mich auf Anteilnahme/ das Beste aus eurem Alltag... wo man das Grinsen wegschliessen muss, um noch halbwegs kompetent auftreten zu können.


    Ich mein, klar, es gibt Patienten, da läuft es auf einer Wellenlänge, da kann man solche Dinge mehr oder weniger unüberlegt beantworten:
    Ulf - Mehr oder minder täglich Privatkram
    siehe: Spülmaschinenfest (17.10.2009)

    3.) (Patient) Ich dachte, der Arzt/ Operateur/ Arzt in Ausbildung....
    nimmt die Klammern/ Fäden weg...

    (Pflegepersonal) Ne, sie müssen den Operateur entschuldigen, er sitzt in seiner Sprechstunde fest, weil die Patienten so viele komische Fragen haben, bezüglich RR, Neurologie, Psychologie.....
    Das soll ich ihnen ausrichten. Deshalb mach ich das jetzt.

    <ironiean> Ist das das erste Mal das sie irgendwo Fäden/ Klammern haben? Macht nix, für mich auch :weissnix: <ironieaus>
     
  2. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Ich kann deiner Aussage nicht folgen. Wo liegt denn dein Problem nun genau?

    Pat. hat andere Vorstellungen vom Krankenhausbetrieb und zeigt sich verwundert, PP die Fäden und Klammern entfernen darf?

    Pat. empfindet Durchzug bei geöffnetem Fenster- das geht auch im August- und befürchtet eine Lungenentzündung zu bekommen?

    Ein Patriarch macht keine Hehl aus seiner Sichtweise der Welt und du fühlst dich persönlich angegriffen als emanzipierte Frau?

    Irgendwie komme ich nicht dahinter. Eigentlich sind das doch alltägliche Situationen... sozusagen die üblichen Randerscheinungen die man in der Regel gut händeln kann.... sofern man sich nicht auf lange Diskussionen einlässt. Besteht z.B. der Pat. auf den Doc als kompetenten "Fadenzieher"- dann soll er dies mit dem Doc klären. Ich kann warten mit meinem "Fadenmesserchen" bis der Doc ihm erklärt wos lang geht.

    Man muss sich nicht jeden Schuh anziehen, der einem angeboten wird. Fällt machmal schwer- erspart einem aber oft Streß.

    Elisabeth (die momentan auch mal wieder übt: freundlich, nett, freindlich, nett... *fg*)
     
  3. catweazle

    catweazle Poweruser

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    Ich darf berichtigen: die von Dir angesprochenen Sprüche von mir waren nicht unüberlegt. Humor ist eine sehr ernste Sache, denn wenn der Patient lachen soll, dann muß man ihn sehr passend ansprechen. Jedem der passende Scherz.
     
  4. Maniac

    Maniac Poweruser

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    Wtf??


    Im Allgemeinen ist mir dein Post zu hoch (oder zu niedrig?)...


    Gehts hier um das Nicht-Wissen der Patienten?
     
  5. blubbblubb

    blubbblubb Gast


    Aha, Du bist das :razz1:
    Hab mich dann wohl ausgedrückt.
    Die Umgebung fasst es vielleicht als unüberlegt.. auf.
    Aber der Gedankengang des Aussageurhebers ging weiter. Nämlich
    die Person und die Situation miteinbezogen. Der aktuelle Kenntnisstand voneinander.
    Ich für mich möchte aber auch sagen, manchmal zu schauen, wie weit man gehen kann. Und das mein ich positiv.
    Manchmal muss man sich so "salopp" rantasten.
    Hier und da wird dann Eis gebrochen.
    Wie du schon schreibst, jedem der passende Humor.
    Sorry an catweazle, wenn es negativ rüberkam.

    @Elisabeth:
    Problem in dem Sinne hab ich nicht. Manchmal denkt man sich einfach, mit wem man es zutun hat.
    Ich arbeite in einer Einrichtung, wo der Patient nicht mehr unbedingt abhängig von dem PP ist und durchaus schon wieder so fit, das er sagen kann und sagt was ihm gefällt und was nicht.
    Er sagt ja auch was ihm schmeckt und was nicht. Und Frau MeierMüllerSchulze hat das aber so gemacht....

    Um die Sache mit dem geöffnetem Fenster zu erklären:
    Ich im Nachtdienst, draussen noch 25Grad. Im Zimmer alles dicht.
    Pat zur Toilette begleitet. Währenddessen gewartet, mit anderem, wachen Pat unterhalten und gefragt ob ich das Fenster mal kurz zum stosslüften öffnen dürfe.
    Daher kam die Aussage des Patienten.
    Es wäre nicht auf Durchzug hinausgelaufen.
    Ich hätte ausschliesslich abgestandene Luft durch etwas frischere ersetzt.
    Da der Pat Angst wegen ner Pneunomie hatte, habe ich ihm angeboten, sich solang unter die Decke zu legen.
    Nebst dem war ihm schon irgendwie warm. Und ausserdem fand er die Luft im Zimmer auch nicht mehr toll.
    Konnte mir aber auch keine andere Möglichkeit aufzeigen.

    Desweiteren mach ich meine Arbeit hier gerne.
    Das hat aber nicht zur Folge, dass ich mich ständig in Situationen begeben muss, die man nicht ändern könnte. Wie hier eben, Frischluftzufuhr.
    In manchen Zimmern verschlägts einem eben fast den Atmungsreflex.
    Da steh ich zu.

    Ich fühle mich nicht angegriffen durch solche Aussagen, ob sowas nicht lieber der CA/ OA/ AA machen sollte.
    Ich ziehe mich anscheinend nur an der Naivität der Patienten hoch.
    Dazu möchte ich anmerken, das diese Frage von Patienten kam, die 1. nicht das erste Mal bei uns sind, 2. nicht das erste Mal irgendwo Klammern/ Fäden haben und 3. nicht das erste Mal das Nahtmaterial durch Pflegepersonal entfernt bekommen.
    Bei nem Wundverband wird auch nicht gefragt, ob das nicht der Arzt macht. Das macht ja selbstverständlich das Pflegepersonal, komischerweise.
    Ach ja und Spritzen sc, im, iv...ja auch - komische Sache das.
    Diskutieren tu ich auch nicht, klare Sache, abgeben an Arzt, dann soll er das klären.

    Es sind ganz klar alltägliche Situationen wo auch ich mit konfrontiert bin.
    Nur eben manchmal kann man eben besser damit leben und manchmal weniger. Es stresst mich nicht, nur eben manchmal lässt es einen zweifeln.
    Und ausserdem - MANCHE brauchen das auch!!!!

    Siehst Du, und manchmal muss man eben wieder üben, so wie Du schreibst...:rocken:

    Um die Sachen "Föhn, Vollmond, Regenfront, Schnee..." aufzugreifen...
    das sind Aussagen, wie Narbenschmerzen, Knochenschmerzen, Unruhe, Ausgeglichenheit, Schmerzen allgemein.....die kann ich noch irgendwie nachvollziehen, wenn auch nicht unbedingt wissenschaftlich hinterlegt.

    Das Nicht-Wissen der Patienten verurteile ich nicht!
    Woher sollen sie es denn auch wissen. Da mache ich niemanden einen Vorwurf und bin dann auch ganz lieb und empathisch.
    Zielt hier eher auf die Wiederholungstäter ab.

    Vielleicht sollte man diesen Thread auch schliessen.
    Danke
     
  6. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Krankenschwester, Fachkrankenschwester A/I, Praxisbegleiter Basale Stimulation
    Akt. Einsatzbereich:
    Intensivüberwachung
    Wenn du dich vornehmlich über handwerkliche Aspekte des Berufes definierst, hast du tatsächlich ein Problem.

    Elisabeth
     
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