Neu auf der Intensivstation

Dieses Thema im Forum "Intensiv- und Anästhesiepflege" wurde erstellt von karin1311, 15.11.2011.

  1. karin1311

    karin1311 Newbie

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    Hallo, ich bin ganz neu auf Intensivstation. Heute war es mein 6.Arbeitstag und ich musste schon einen beatmeten Patient komplett versorgen auch mit Dokumentation ( die Pflegedg.+planung etc). Die Koleginn die für meine Einarbeitung zuständig ist, hat mich schon alleine gelassen. Wenn ich Sie etwas gefragt habe, antwortete Sie ,dass ich das wissen soll, dass mir alles lange dauert, das ich nur Kabelsalat habe..wenn ich Ihr sagte, wieso ich etwas gemacht habe,antwortete sie, dass ihr das nicht interessiert, weil das nicht ihr Patien ist. Ich fülle mich echt schreklich. Ich bin noch sehr unsicher,kann ich die Sachen noch nicht finden, weiß ich nicht welche Medikamente für Perfusoren ich verdünnen soll, einiges mache ich erste mal und bekomme keine Unterstützung. Im Gegentail wurde ich noch demütigen. Die Arbeit macht mir riesen Spaß,aber die Einarbeitung finde ich zu schnell. Jeder Woche habe ich andere Koleginn die mich einarbeiten soll,und trotzdem muss schon 6.Tag einen Patient ganz alleine versorgen. Ich kämpfe schon mit den Gedanken aufzuhören. Aber die Arbeit macht mir echt Spaß.
     
  2. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Sprich mit deiner Teamleitung wenn es sich nicht ändert - kündige und fange auf einer anderen Intensivstation an.
     
  3. intensivotter

    intensivotter Senior-Mitglied

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    Hallo,
    kann mich narde nur anschließen.
    So eine Einarbeitung geht garnicht!
     
  4. sufentanil

    sufentanil Junior-Mitglied

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    Sorry aber das geht gar nicht. Bei uns werden neue Mitarbeiter 3 MONATE eingearbeitet. Laufen also immer mit dem Mentor mit, es ist mir absolut unbegreiflich wie man jemanden nach nichtmal einer Woche alleine arbeiten lässt.

    Hört sich nach einem absoluten Negativbeispiel an, wie gesagt rede mit der Leitung.
     
  5. Toolkit

    Toolkit Poweruser

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    Das ist nicht deine Schuld, Karin! Du kannst nichts dafür, dass diese Intensivstation so schlecht anleitet. Schau dich, sofern ein Gespräch dich nicht weiterbringt, dringend nach einem anderen Arbeitsplatz um und vorallem: Lass dich nicht davon abbringen auf einer Intensivstation zu arbeiten!
     
  6. turmalin

    turmalin Junior-Mitglied

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    hallo,

    wir haben ein 6 monate dauerndes einarbeitungskonzept
    das nicht immer 100 % umzusetzen ist wegen personalmangel


    aber die eckpfeiler sollten definitiv einghalten werden

    hast du so ein konzept bekommen

    wir arbeiten alles schrittweise ab
    und selbst wenn der enue mitarbeiter mal nicht mit seinem mentor mitläuft wird sich an dem leistungsstand des "neulings" orientiert


    sprich unbedingt mit der leitung

    wie ist denn die generelle stimmung im team
    mir scheint da gehts drunter und drüber


    hast du schon einen spritzenschein?
    darfst du überhaupt schon die verantwortung für einen patienten übernehmen?
    das sind auch rechtliche fragen die du klären solltest


    liebe grüße und laß dich nicht unterkriegen
     
  7. donna

    donna Newbie

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    das alles klinkt sehr gefährlich für beide seiten - patient und pflegekraft! sprich mit deiner teamleitung bevor etwas passiert, man muß ja nicht gleich kündigen

    lg und laß dich nicht unterkriegen
     
  8. felis

    felis Newbie

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    klingt wiedereinmal nach gefährlicher Pflege...-.-"!
     
  9. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Wie es eigentlich ausgegangen? Das liegt nun schon einige Zeit zurück.
     
  10. scnucky

    scnucky Junior-Mitglied

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    Hallo auch bin nun neu auf einer operativen Intensivstation und kämpfe mit den dortigen Problematiken. Bin grad frisch examiniert und nun seit 8 Wochen auf Station, eigtl gefällt mir das Arbeiten an sich super, es war mein Traum auf Intensiv zu arbeiten. Die Arbeit an sich macht auch super viel Spaß nur von Einarbeitung ist nicht viel zu merken. Grundsätzlich heisst es fragen fragen fragen. Dies tu ich habe dann aber auch ganz oft das Gefühl, durch Mimik Gestik und auch Ausstrahlung einzelner Kollegen, das es absolut unerwünscht ist. Ich versorge immer 2 Patienten allein sowohl beatmet mit Bauchlage/ 135 ° Lagerung etc, wo natürlich Hilfe bei der Lagerung gegeben wird, als auch wache Patienten. Gestern hatte ich dann schon das erste mal eine CVVH zu betreuen, da habe ich dann gefragt was alles zu beachten ist und auch zusätzlich noch PICCO bei diesem Patienten. Also mal wieder ne ganze Menge, auch mit Katecholaminen spielen war da mit bei und beatmet ist er auch. Ja fragte eine Kollegin die total genervt und überreizt und keine Antwort auf meine Frage, die andere war dann so nett mir mal meine Fragen zu beantworten. Also grundsätzlich ist das Problem dort, das die Kollegen mit meiner Art, das ich halt schon das ein oder andere weiss und nicht nachfragen brauche, nicht zurecht kommen und sich in ihrem Ego angegriffen fühlen. Nun bin ich auch net der Typ der tausend Fragen stellt mir erklärt sich vieles durch zugucken und nachlesen. Das das nicht unbedingt gut ist merke ich halt jetzt. Hatte ein vertrauliches Gespräch mit einem Kollegen der bald in Rente geht, er meinte zu mir wenn du bleiben möchtest dann such dir wen mit dem du auch mal ein Kaffee trinken gehst und stell Fragen auch wenn du es weisst einfach damit die anderen sich bestätigt fühlen, die haben ein Riesenproblem mit deiner Selbstsicherheit und das du als Greenhorn das alles so gut zu meistern scheinst....sonst bist du ganz schnell weg dort... Gespräche mit Teamleitung gibt es immer wieder nächste Woche ist dann Auswertungsgespräch über die ersten Wochen dort, davor hab ich ehrlich gesagt nun schon ein bissl Bammel... ich versuch ja Fragen zu stellen und mich auch ein bissl doof zu stellen aber es fällt mir halt schon schwer. Einarbeitungskonzept gibt es auf dieser Station gar nicht!!!
     
  11. definurse.bs

    definurse.bs Senior-Mitglied

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    @Schnucky
    Ojehojehojeh....ich hoffe für dich, dass dir eine Erkenntnis a la "Hochmut kommt vor dem Fall" erspart bleiben möge! Gerade in unserem Bereich (IPS) ist der Fall tief, direkt und sehr,sehr hart!
    Weiterhin viel Freude, Motivation und empathische Kollegen am neuen Arbeitsplatz
    D.
     
  12. scnucky

    scnucky Junior-Mitglied

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    empathische Kollegen da urst glaub so ziemlich das Problem. Heute hab ich halt deutlichst den Tipp des einfach fragen fragen fragen und auch mal einfach tun als wenn ich es nicht wüsste etc beherzigt, damit bin ich ganz gut durch die schicht gekommen. Muss ich mich aber akut heftigst dran gewöhnen und einfach meinen Stolz mal ganz weit runter schrauben, um eben diesen fall zu verhindern und mir nicht selber einen Bock zu schiessen. Denn meinen Job liebe ich ja, nur die Vorraussetzungen sind leider nicht die allerbesten... Da heisst es wohl Zähne zusammen beissen bis die sich beruhigt haben und ich mich dran gewöhnt habe einfach das zu machen wie die es gern hätten und damit ne halbwegs gute linie zu fahren, mein Mentor ist ja echt klasse, der fragte gleich als er mir Übergabe machte was los ist. Der hat ein gutes Feeling, schade das ich derzeit in der Gegenschicht bin :-( . Hmm abwarten geb mir mühe da meinen weg zu finden, einfach ist es nicht und es kratzt mächtig auch an meinem Ego aber es wird ja nix anderes helfen.
     
  13. Marty

    Marty Poweruser

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    Du mußt so tun, als ob du es nicht weißt und dir doofe Fragen ausdenken?! Hört sich so an, als sei dir noch gar nicht bewußt, wie umfangreich dieses Gebiet ist, wie individuell die Patienten, wie tricky die möglichen Situationen und wie schnell die Möglichkeiten da sind, Fehleinschätzungen zu treffen und Fehler zu machen. Klar kannst du die Routinen irgendwann und wenn du gut bist, kannst du sie schnell, etwas, was du zum Beispiel als "an den Katecholaminen spielen" bezeichnest. Aber dann gehts erst los.
    Ich hab mir grad so überlegt, ob ich mir doofe Fragen ausdenken müßte? Ja, meistens, beileibe nicht immer, aber ich mach diesen Kram jetzt 21 Jahre.
    Ich wünsche dir die Empathie, genauso wie deinen Kollegen und noch viel Spaß,
    Marty
     
  14. Sittichfreundin

    Sittichfreundin Poweruser

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    Ganz neu auf der Intensivstation ! (Und schon am Verzweifeln...)

    Liebe Leute !
    Ich schließe mich hier mal an.
    Nach gut 20 Berufsjahren habe ich mich mit knapp 45 noch auf den Intensivbereich gewagt. Schwerpunkt Kardiologie. Die Station liegt in einem Ballungsraumgebiet und aktuell sind von ca. 28 Planstellen etwa 8 nicht besetzt, also knapp 30 %. Betten werden trotzdem keine gesperrt.
    Anfangs habe ich eine sehr gute Einarbeitung erhalten, allerdings bei immer wechselnden Kollegen. Es gibt ein Einarbeitungskonzept, welches über 4 Wochen geht. Bin nun gut 2 Wochen da. Nach ca. 7 Tagen mitlaufen, wo mir wirklich viel erklärt wurde, wurde die Einarbeitung allerdings unterbrochen und ich wurde sehr schnell ins kalte Wasser geworfen. Bis zu 3 Patienten alleine versorgen inkl. Aufnahme. Zwar keine Beatmungen, aber schon aufwendigere Überwachungspatienten, die teilweise instabil waren. Ich habe sehr schnell gelernt, dass ich möglichst viel wegarbeiten muss, damit ich einen Puffer habe für nicht planbare Ereignisse. Ich habe sehr viel Sorgfalt aufgewandt und viel nachgefragt, um keine Fehler zu machen und auf keinen Fall die Patienten zu gefährden. Im Prinzip habe ich bisher alles gut hinbekommen. Aber - die 3. Woche hat gerade begonnen - höre ich nur noch, dass ich zu langsam bin und schneller arbeiten muss. Niemand fragt mehr, wie ich es mache, sondern nur noch, wie lange ich brauche. Und höre ständig, dass ich viel zu lange brauche und normalerweise bis zu 4 Patienten zu versorgen habe. Einerseits soll ich soviel wie möglich wegarbeiten, damit ich Zeit für eine plötzliche Aufnahme habe. Denn urplötzlich werde ich von meinen Patienten weggerufen und muss eine Neuaufnahme abholen und versorgen. Heute wusste ich schon, dass noch eine Aufnahme kommt, die ich mitversorgen soll, Z.n. Reanimation. Deshalb habe ich morgens bei meinem Patienten (diesmal einer, aber aufwendig) soweit möglich alles komplett fertiggemacht. Dabei waren noch einige Dinge, die mich aufgehalten haben. Krankengymnastin brauchte Hilfe. Pat. musste auf die Bettpfanne. Perfusorspritze war auszuwechseln. Schluckversuch und mühsames Eingeben der Tabletten mit Joghurt - hat gedauert. Isolierpatient. Jedesmal Ein- und Auskitteln bei Betreten und Verlassen des Zimmers - hält auch auf. Dabei bin ich noch dabei, das Gelernte zu festigen, in meine Handlungsabläufe optimal einzubinden. Pat. hat viele Hautwunden, die keinen wirklich interessieren. Langer Rede kurzer Sinn - ich habe ziemlich lange gebraucht, habe das Personal-Frühstück versäumt und wurde dann von der Stationsleitung vor allen Leuten scharf angefahren, dass ich mal zusehen soll, das ich fertig werde. Auch von anderen. Man kann manche Sachen auch später machen. Klar, bin ich nicht so schnell wie die anderen. Die ganzen Routineaufgaben wie Bettplatzkontrolle usw. kann ich jetzt zwar, muss aber insgesamt in Vielem noch mehr Sicherheit erlangen. Muss oft noch nachdenken oder nachfragen, das hält auf. Auf korrekte Pflege wird nicht so viel Wert gelegt. Hauptsache schnell schnell. Eigentlich wollen Sie sehen, dass ich 3 oder 4 mal so schnell bin, dann würde ich das erwartete Pensum schaffen. Dass ich so unter Zeitdruck arbeiten muss, obwohl ich noch dabei bin, Routine zu erlangen und meine Tätigkeiten zeitlich sinnvoll zu strukturieren, macht mich ganz konfus. Ich bin froh, wenn ich alles korrekt und gut hinbekomme. Wenn ich es gut kann, dann werde ich bestimmt auch flotter. Aber so sehe ich keine Voraussetzung für eine gute Einarbeitung. Ich selbst bemühe mich um Qualtität. Wenn die Qualität in Ordnung ist und sitzt, kann ich bestimmt auch die Quantität steigern. Ich bin nicht dumm, aber es ist eine Flut von vielen Infos und die Umsetzung will geübt sein. Bin halt ein Neuling auf Intensiv, auch nicht mehr die Jüngste.
    Eigentlich habe ich schon entschieden, dort wieder aufzuhören. Denn dass ich vor allen Leuten inkl. Arzt so angefahren werde, das hat mir sehr zugesetzt. Und das 2 mal. Ich trage schon den Stempel auf der Stirn "erfüllt das Pensum nicht". Ich gehe wieder auf Normalstation und mache das, was ich gut kann, dann bin ich auch schnell und kann einiges wegschaffen.
    Wollte von Euch einfach mal so hören, wie bei Euch auf Intensiv eine Einarbeitung läuft. Ich weiss nicht, ob ich an mir oder dem ganzen System hier zweifeln soll. Danke Euch.
     
  15. Marty

    Marty Poweruser

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    Hi, Sittichfreundin,

    ich habe dich nicht arbeiten sehen und kann nicht beurteilen, wie schwer oder leicht du dich tust oder, wie schnell oder langsam du bist. Fakt ist aber, das es sich nicht gehört, am Beginn der 3. Woche in der Form rum zu mosern, da gehört Unterstützung hin, man kann zu dieser Zeit einfach keine sinnvollen Routinen ausgeprägt haben.
    Aber, und eure Personalsituation zeigt es ja, da wird der Druck einfach nach unten durchgereicht, dorthin, wo du als Neuling bist. Das gehört sich nicht. Und wenn die Pflege da eher schlecht ist und der allgemeine Stil barsch und hektisch ist, ja, dann guck doch vielleicht doch mal woanders. Leider kriegt man ja die Stimmung und die Interna einer Station erst im Laufe der Zeit mit.
    Vielleicht läßt du dich aber nicht gleich von Intensiv abschrecken. Hat dir denn das Fachliche Spaß gemacht?
    Und bist du denn In München gelandet?
    Achso, Einarbeitung bei uns: 8 Wochen für Frischlinge, wobei auch bei uns die Zeiten gerade sehr rau werden.

    Gruß, Marty
     
  16. Paula Puschel

    Paula Puschel Poweruser

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    Als ich 2009 auf ITS angefangen hab gabs noch 3 Monate Einarbeitung für Frischlinge, mittlerweile sind es eher vier Wochen. Kollegen mit Berufserfahrung oder in der FWB hatten mit Glück ne Woche, mit Pech ein oder zwei Tage!
    Was nicht heißen soll dass das auch nur ansatzweise reicht!
     
  17. Toolkit

    Toolkit Poweruser

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    Es ist grotesk jemanden 2 Wochen "einzuarbeiten" und dann zu erwarten, dass alles mindestens genauso schnell geht wie bei einem langhährigen Kollegen.
    Es scheint als wären nicht umsonst 8 Planstellen frei. Entweder du beißt die Zähne zusammen und versuchst das ganze noch ein wenig durchzuziehen, um hoffentlich nicht so zu werden, wie die, die dich jetzt drangsalieren oder du gehst Retour in heimische Gefilde.
    Allerdings lohnt es sich m.E.n. auf einer Intensivstation zu arbeiten. Das Tempo ist hoch, gerade auf großen Station, oder Stationen mit elektiven Operationen, aber man kann wirklich viel lernen. Aber leider auch verlernen, aber das siehst du ja selbst an deinen Kollegen ;)

    MfG
    Tool
     
  18. Sittichfreundin

    Sittichfreundin Poweruser

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    Danke Ihr Lieben für die Antworten. Naja, scheint ja woanders auch nicht grad besser zu sein. Die Zeiten haben sich geändert. Ich verstehe ja, dass man schlecht jemand mitschleifen kann, wenn man zusehen muss, dass man seine eigene Arbeit grad so hinkriegt. Ich habe auch kein Problem mit konstruktiver Kritik an sich. Doch auf diese Art und Weise blockiert bei mir alles und ich kann mich gar nicht mehr richtig konzentrieren. Ich bin halt jemand, der gerne pflegt und sich da auslassen kann, bin gründlich und genau, der Hautzustand ist mir nicht egal. Aber das ist hier gar nicht gefragt. Man wird eher dumm angeschaut, wenn man nach einer geeigneten Wundversorgung fragt. Mundpflege, sagen sie, bieten sie erst gar nicht an, wenn jemand das will, dann soll er es sagen, sonst ist er selbst schuld. Habe eine alte Frau gewaschen, Beine und Intimbereich im Bett, Rest hat sie selbst am Waschbecken gemacht. Sie hatte etliche Tage zuvor einen chirurgischen Eingriff gehabt, da klebte noch das Blut zwischen den Beinen, das hatte bis dahin noch keiner gründlich abgewaschen. Natürlich stehen auf einer Intensivstation andere Dinge im Vordergrund. Doch ich hatte eigentlich schon gehofft, trotzdem Zeit für eine gut Pflege zu haben. Vielleicht bin ich wirklich nicht der Typ für so eine Station in der heutigen Zeit unter diesen Bedingungen. Und es gibt ja kaum Aussichten, dass das jemals besser werden wird.
     
  19. kleiner-Schussel

    kleiner-Schussel Senior-Mitglied

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    Was ist denn damit gemeint, dass du "zu langsam" bist? Wird dadurch wichtiges nicht erledigt? Wirklich viel zeit hat man wohl tatsächlich leider fast nirgendwo mehr...
    Im Hospitz ist es z.T. noch besser, aber auch dort werden die Zügel mittlerweile angezogen...
     
  20. Hypokrates

    Hypokrates Gesperrt

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    interessanter Thread--es scheint ja rauh zu zu gehen in der Pflege..ob meine Entscheidung richtig war diese Ausbildung zu machen?...

    Aber was ist aus der Threaderstellerin geworden--sie hat sich doch nichts angetan????

    Hypo
     
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