Nepp-OP hilft bei Parkinson

Torenpad

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Diesen Monat finden wir im Blatt Archives of General Psychiatry einen Bericht über eine auffallende Untersuchung, worüber bereits einige Jahre diskutiert wird: Placebo-Operationen bei Menschen mit Parkinson (Archives of General Psychiatry 2004;61:412).
Hierbei geht es um die Transplantation embryonaler Hirnzellen. Beteiligt waren 39 Patienten. Es wurden vier Löcher in den Schädel gebohrt. Eine Hälfte bekam embryonale Hirnzellen implantiert, die andere Hälfte wurde "geneppt".
Menschen, die davon ausgingen, sie hätten die vollständige Operation gehabt, zeigten bedeutend bessere Resultate, als jene, die die vollständige Transplantation hatten und dachten, sie seien in der Placebo-Gruppe. Selbst Ärzte (die nicht wußten, wer nun die Transplantation hatte und wer nicht) sagten, daß jene Patienten mit der Nepp-OP besser dran waren als die Patienten aus der Kontrollgruppe.
Die Kraft des Placebo-Effektes ist schon beeindruckend. In den letzten Jahren lebt in den USA eine wilde Diskussion über Placebo-Chirurgie. Auch bei anderen Operationen (Beispiel: Knie-"Prothese"!) stellt man immer wieder beeindruckende Resultate fest!
Selbstverständlich ist das immer am Rande zur Unehrlichkeit. Wer will schon betrogen werden in solchen Dingen? Allerdings: Wer erfährt, daß es eine Placebo-OP war, hat den Effekt natürlich gleich mit verloren.

Quelle: *(Defekter) Link entfernt*
 

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