Nephrostoma

Dieses Thema im Forum "Nephrologie / Urologie" wurde erstellt von Collateral, 27.06.2007.

  1. Collateral

    Collateral Newbie

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    Hallo,

    wir haben zur Zeit eine Patientin mit 2 Neprostomen...

    Ich hab vorher noch nie was davon gehört...

    und im netz finde ich auch nich das passende ...
    Gibts da Dinge die unbedingt beachtet werden müssen?
    und dieser Katheter liegt direkt in der Niere?


    Lg
     
  2. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Nephrostomie, Nephrostoma: Harnableitung vom Nierenbecken durch die Bauchdecke nach außen

    Hier scheinen beide Nierenbecken eine Ableitung erfahren zu haben. Wichtig wäre auf kontinuierlichen Abfluß zu achten, da jede Stauung unter Umständen Nierengewebe zerstört. Hygienisches Arbeiten versteht sich von selbst.

    Elisabeth
     
  3. Nadja

    Nadja Junior-Mitglied

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    hi,
    ja der Katheter liegt direkt in der Niere.
    Sagt ja schon der Name "Nephro.."

    Aber über die Pflege von diesen Kats finde ich auch nichts.

    Vielleicht kann dir da j noch jemand anderes helfen.
    Mich würde es auch interessieren.

    Lg Nadja
     
  4. flexi

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    vielleicht versucht ihr es mal mit dem Suchwort: "Urostoma" !
     
  5. Herbi

    Herbi Junior-Mitglied

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    Hallo an Euch hier.
    Eine Nephrostomie ist die Urinableitung aus dem Nierenbecken.
    Anlageindikationen des Nephrostoma:
    • Staungsniere bei einer bestehenden Abflussbehinderung (Nierenbeckenabgangsstenose, Nieren-/Harnleitersteinen, Harnleiterstenosen, Ablfussbehinderung nach Nierentransplantation, Tumorbedingter Abflussstörung et.)
    Konzept:
    • Ablfussgewährleistung, zur Vermeidung einer septischen Harnstauungsniere, Entlastung des Hohlsystems
    Verbandswechsel (= VW):
    • aseptisches Vorgehen (analog zu PEG-Sonden oder am suprapubischen Katheter) am besten mit Abpolsterung des Hahnvetils zur Vermeidung von DecubitiKontrolle der Einstichstelle obligat bei VW => Infektionszeichen: Meldung an Arzt
    WICHTIG:
    1. Nephrostomiekatheter (wie andere Unriableitungen) fördert: Flüssigkeitszufuhr beachten! => wenig Zufuhr = wenig Ausscheidung (bei 2 N-Kath. ist das besser einzuschätzen als bei einem, da diese Patienten ggf. noch Spontanurin lassen
    2. Schmerzen in der Niere bei liegendem N-Kath. heisst sofort Arzt info und Temp. messen: z. B. verstopft, disloziert etc. => Niere kann dann wieder gestaut sein
    3. Spülen sollte immer der Arzt
    4. Aspirieren sollte in den ersten Tagen nach einer Einlage auch vom Arzt gemacht werden.
    Das mal so einfach zur Info!
    Hoffe es hilft. LG
     
  6. Blümchen1985

    Blümchen1985 Poweruser

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    Was kann passieren wenn sich der Pat. mit Nephrostoma den Katheter geblockt gezogen kann? (außer natürlich Infektionsgefahr)
    Besteht die Möglichkeit dass Urin in den peritoneal Bereich gelangt?
     
  7. tsunami

    tsunami Junior-Mitglied

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    wir haben zur zeit auch eine schwer an krebs erkrankte pat. mit nephrostoma. sie fragte uns, ob sie damit auch im meer schwimmen gehen kann, worauf unsere stomaschwester meinte das dies durchaus ok wäre, solange sie nicht länger als 30 min. badet.
    was meint ihr dazu?
     
  8. Sr. Ramona

    Sr. Ramona Junior-Mitglied

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    Hallo blümchen.
    Es kann zu Blutungen, Verletzungen an der betroffenen Niere und Infektionen kommen.
    Wenn Urin in den Bauchraum kommen sollte, resorbiert der Körper das selbst bis zu einer bestimmten Menge.
    Fakt ist, der Patient muß einem Urologen vorgestellt werden.
     
  9. Sr. Ramona

    Sr. Ramona Junior-Mitglied

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    Viszeral - Chirurgie
    Zu, tsunami
    So genau kann ich das auch nicht sagen, aber wenn die Anlage nicht frisch ist, denke ich ist es kein Problem mal kurz im Meer baden zu gehen.
     
  10. Maurits

    Maurits Junior-Mitglied

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    Auch mal meinen Senf beitragen muss!
    a) bei der Suche nach Hinweisen mal mit "PNF"(percutane Nierenfistel) versuchen.
    b) die Austrittsstelle liegt meistens im Rücken und nicht im Bauchraum. Die Punktion des Nierenbeckens ist nur von dort möglich.
    c) Ausnahme: eine operativ angelegte "Harnleiter-Hautfistel". Diese kommt wie andere Stoma auch im "Bauchraum" raus.(meistens noch geschient mit einem DJ oder Mono J)
    Dort kann eine Beutelversorgung vorgenommen werden. Aber nur Beutel, die gegen den Reflux von Urin gesichert sind. (Diese haben an der Stomaöffnung eine zweite Kammer)
    d) die Indikationen sind schon in einer anderen Antwort genannt worden.
    e) als Ableitung gibt es mehrere Katheter-Arten
    - nach Punktion wird ein spezieller Nephrostomiekath. genutzt. Dieser ist sehr dünn, hat einen Absperrhahn, und ist am Ende gekringelt, zum besseren Halt im Nierenbecken. Diese Kath. sollten seitlich zum Bauchraum verbunden werden, damit sie nicht abknicken. Von dort mir der Beinbeutelversorgung verbinden.
    - es kann auch ein normaler DK eingelegt werden. Dieses geschieht aber mehr nach einer PNL (Steinzertrümmerung im Nierenbecken), da die Einstichstelle für die Instrumente vergrößert werden muß und im Anschluß der Kath. das Lumen ausfüllen muß.
    f) hyg. arbeiten wurde schon gesagt, zudem direkter Zugang zur Niere. daher besonders wichtig.
    g) keine Stauung oder Reflux wurde auch schon angesprochen
    h) bei uns wird bei diesen Pat. 3 mal tägl Temp. gemessen. Zudem auf eine ausreichende Trinkmenge geachtet. Ebenso auf die Ausscheidungsmenge und die Farbe des Urins. Je nach Zeitpunkt der Anlage werden regelmäßige Sonokontrollen durch die Akademiker durchgeführt. (Bei Neuanlage fast tägl./ wenn gewechselt wird- bzw. Daueranlage wöchentlich oder nach dem Kath. wechsel)
    i) den VW machen wir alle 2 Tage, es sei denn, er ist verschmutzt, dann öfters. Bei frischen Kath, gerade mit DK, kann am Anfang noch viel Urin nebenher laufen, es muss sich erst ein Fistelkanal bilden) Da kann schon mehrmals tägl. der Verband erneuert werden.
    j) schwimmen und baden sollte gehen, doch stelle ich es mir für den Patienten peinlich vor, mit einer Beutelversorgung zu baden. Da es ein geschlossenes System bleiben soll, Stichwort Hygiene, dürfte nach meinem Empfinden die Versorgung nicht vom Kath. entfernt werden.
     
  11. marion1980

    marion1980 Newbie

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    Hallo, ich heisse Marion. Bin Neu hier. Ich habe eine frage an Dich. Ich habe einen Patienten mit Nephrostoma ( ambulante Pflege) und möchte Ihn sehr gerne mal Duschen. Er sagt aber, das man ihm im Krankenhaus gesagt habe, er dürfe das nicht. Wenn andere Schwimmen dürfen, warum er nicht Duschen? Es kann sein, das das eine "faule" Ausrede ist, aber es ist für mich allgemein auch interessant zu wissen. Das Stoma ist relativ "frisch" d.h. vor gut 3 mon. gelegt und sieht sehr gut aus. keine Rötung Kein nässen. Also, wie sieht das aus mit dem Duschen???

    Lg Marion:mrgreen:
     
  12. Bluestar

    Bluestar Poweruser

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  13. Maurits

    Maurits Junior-Mitglied

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    Duschen ist kein Problem, denke die Kollegen hatte keine Möglichkeiten den Patienten zu duschen.
     

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