Nähe und Distanz

Dieses Thema im Forum "Pflegebereich Psychiatrie/Psychotherapie/Psychosomatik/Sucht/Forensik" wurde erstellt von NinaHD, 08.09.2010.

  1. NinaHD

    NinaHD Newbie

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    Hallo, ich mache gerade mein Praktikum in der Psychiatrie und möchte einen Bericht über Nähe und Distanz in der KJP schreiben. Vielleicht habt ihr ein paar Links/Anregungen, was zB wichtig ist beim Umgang, NoGos etc. Oder vielleicht selbst schon Erfahrungen? Habe auch das Team dort befragt, aber weil mich persönlich das Thema auch sehr interessiert möchte ich hier nun auch mal rumfragen. Was ist für euch professionelle Distanz?

    Lg, Nina
     
  2. Desperatogirl

    Desperatogirl Junior-Mitglied

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    Heimbeatmung
    Hallo,
    professionelle Nähe definiere ich dadurch, wenn ich dem Patient zwar Mitgefühl, Einfühlungsvermögen entgegen bringe. Ihn dort abhole, wo er sich in seiner Krankheit befindet. Aber genauso kann ich mich distanziern und wenn der Patient zu persönlich wird, mich dagegen abschotten und ihn in seine Grenzen zurückweisen kann. Wenn ich merke, das ich keinen Zugang zum Patienten finde, versuche ich andere Wege oder ich als Person befinde mich eben nicht auf der gleichen Wellenlänge. Gibt es natürlich auch.:spopkorns:

    Naja, hoffe es hilft dir weiter.. bei Fragen bitte melden..
    Bis dann

    lg Despo
     
  3. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Krankenschwester, Fachkrankenschwester A/I, Praxisbegleiter Basale Stimulation
    Akt. Einsatzbereich:
    Intensivüberwachung
    Setze statt "Familie" und "Familienmitglieder" "Patienten/Bewohner" ein.

    Elisabeth
     
  4. Julika

    Julika Newbie

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    Beruf:
    Krankenschwester
    Akt. Einsatzbereich:
    amb. Pflege
    Hallo!

    Ich denke, um ein gesundes Verhältnis der Nähe und Distanz aufzubauen ist Empathie ein wichtiger Faktor. Nicht zu verwechseln mit Mitleid. Ich kann mich in die Erlebenswelt der Betroffenen einfühlen, identifiziere mich aber nicht mit seinen Problemen.
    Des weiteren sollte ich den professionellen Blickwinkel auf seine Probleme und meine damit verbundenen Möglichkeiten ihm zu helfen nicht verlieren. Wenn man in Mitleid verharrt, also mit leidet, dann hemmt mich dieses Empfinden, ihm zu helfen. Also muss ich ihn vertstehen können, mich in ihn hineinversetzen können, darf aber den objektiven Blick auf seine Probleme nicht verlieren, sonst bin ich ihm keine große Hilfe, sondern einfach nur eine Mitleidende.
    Wichtig für eine professionelle Distanz ist halt demnach, sich nicht die Probleme des Betroffenen eigen zu machen, sie nur lernen zu verstehen.
    Aber auch meine persönlichen Grenzen wahrnehmen und diese gegenüber des Patienten vertreten ist wichtig für eine professionelle Distanz.

    Aber wir sind alle nur Menschen und keine Maschinen. Die Grenzen zwischen Empathie und Mitleid schwimmen oft ineinander über und man trägt Probleme mit nach Hause, auch wenn dies keine Absicht war.
    Daher denke ich, dass zu professioneller Distanz auch der Austausch mit Kollegen über Fälle, die einen betroffen gestimmt haben, ein wichtiger Faktor ist. Ebenso einen "Kanal" finden, persönliche Aggressionen, Trauer etc abzubauen. Sport zB. Mir hat dabei Kickboxen geholfen.
    Und gegebenfalls den Patienten an andere Kollegen "abgeben", wenn man merkt, dass man doch zu persönlich involviert ist.

    Julika
     
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