Nachtwachen-Freizeitausgleich

momo_24

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könnt ihr mir sagen,wieviel freie tage man nach 9 nachtwachen mind.haben muss? hätte nur 4 gehabt und dann wieder 9 nächte.
 

Akiko82

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Ich weiß nur, daß Dir 1 (in Worten "ein") sog. Ausschlaftag zusteht.
Der Tag an dem Du aus der letzten NW kommst...
Dann wärst Du wieder auf Station einsetzbar.

Für alles andere arbeitest Du ja (z. Bsp. We, Feiertage).

Gibt es da überhaupt mehr Vorschriften?

Aber das ist schon heftig, 9 - 4 - 9... puh... 8O

Als Dauer - NW ok, aber als Pflegekraft im 3 - Schicht - System zu krass...
Find ich.

Bin gespannt ob sich da jemand evtl. noch genauer auskennt...

LG, die Aki *die morgen endlich ihren "Ausschlaftag" hat*:daumen:
 

WOFR

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Hallo Momo24,

was mich verwundert das ihr 9 ND am Stück ableistet.
Welche Dienstzeiten habt ihr? Die gesetzliche wöchentliche Arbeitszeit ist auf 60 Std. beschränkt. Solche Zyklen sollten der Vergangenheit angehören.

Hier ein Auszug aus dem Arbeitszeitgesetz:
[font=Arial,Helvetica,Univers,Zurich BT,sans-serif][size=+1]Nachtdienste [/size][/font][font=Arial,Helvetica,Univers,Zurich BT,sans-serif][size=+1](§2 Abs. 3 bis 5 und § 6 ArbZG)[/size][/font]
[size=-1][/size]​
[font=Arial,Helvetica,Univers,Zurich BT,sans-serif][size=-1]Dauernachtwachen (mehr als 4 Nachtwachen in Folge) sind nach gesicherten arbeitsmedizinischen Erkenntnissen gesundheitsschädlich und sollten aus Gründen des Gesundheitsschutzes der Beschäftigten unterbleiben (s. § 6 Abs. 1 ArbZG).[/size][/font]​
bis denne
Frank
 

flexi

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Hallo zusammen,
momo_24 schrieb:
könnt ihr mir sagen,wieviel freie tage man nach 9 nachtwachen mind.haben muss? hätte nur 4 gehabt und dann wieder 9 nächte.

Mit deinen Angaben lässt sich leider keine sinnvolle Antwort, bezogen auf deine Frage, erstellen.
Bei vereinbarter Arbeitszeit von wöchentlich 38,5 Std. musst du diese Stunden, über einen langeren Zeitabschnitt (halbes Jahr, ganzes Jahr) durchschnittlich erbringen, wobei die einzelne Woche nicht über 60 Std liegen darf (§ 15 BAT, wenn der für dich gültig ist).
Dann fehlt die wichtige Angabe, wieviel Arbeitszeit dir je Nacht angerechnet wird. Und es fehlt auch die Berechnungsmethode der Sollarbeitsstunden im Monat.
Die Berechnungen erfolgen in Stunden, nicht in Nächten oder Tagen, und es gibt dann einfach eine Soll-Ist-Gegenüberstellung.

Wende dich wegen deiner Stundenberechnug an deinen Vorgesetzten oder auch deinen Betriebsrat, die müssen es dir exakt aufdröseln können. Es gibt sehr viele unterschiedliche Detailregelungen und alle sind tatsächlich auf ihre Art richtig.

@Akiko82
Die Tarifverträge kennen keinen Ausschlaftag !!! Lediglich die Pause von 11 bzw. 10 Std laut Arbeitszeitgesetz und halt die schon vorgenannten Rahmenbedingungen. "Ausschlaftag" ist lediglich Sprachgebrauch.

@WOFR
Leider fehlen die Zitate, ich füg sie hier ein:
§2 Abs. 3 bis 5 Arbeitszeitgesetz schrieb:
(3) Nachtzeit im Sinne dieses Gesetzes ist die Zeit von 23 bis 6 Uhr, in Bäckereien und Konditoreien die Zeit von 22 bis 5 Uhr.
(4) Nachtarbeit im Sinne dieses Gesetzes ist jede Arbeit, die mehr als zwei Stunden der Nachtzeit umfaßt.
(5) Nachtarbeitnehmer im Sinne dieses Gesetzes sind Arbeitnehmer, die
1. auf Grund ihrer Arbeitszeitgestaltung normalerweise Nachtarbeit in Wechselschicht zu leisten
haben oder
2. Nachtarbeit an mindestens 48 Tagen im Kalenderjahr leisten


§ 6 schrieb:
Nacht- und Schichtarbeit
§ 6 schrieb:
(1) Die Arbeitszeit der Nacht- und Schichtarbeitnehmer ist nach den gesicherten arbeitswissenschaftlichen Erkenntnissen über die menschengerechte Gestaltung der Arbeit festzulegen.

Weiteres zu dem Thema kannst man im Arbeitszeitgesetz nachlesen.
 

Tobias

Poweruser
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WOFR schrieb:
Hallo Momo24,

was mich verwundert das ihr 9 ND am Stück ableistet.
Welche Dienstzeiten habt ihr? Die gesetzliche wöchentliche Arbeitszeit ist auf 60 Std. beschränkt. Solche Zyklen sollten der Vergangenheit angehören.

Hier ein Auszug aus dem Arbeitszeitgesetz:
[font=Arial,Helvetica,Univers,Zurich BT,sans-serif][size=+1]Nachtdienste [/size][/font][font=Arial,Helvetica,Univers,Zurich BT,sans-serif][size=+1](§2 Abs. 3 bis 5 und § 6 ArbZG)[/size][/font]​


[font=Arial,Helvetica,Univers,Zurich BT,sans-serif][size=-1]Dauernachtwachen (mehr als 4 Nachtwachen in Folge) sind nach gesicherten arbeitsmedizinischen Erkenntnissen gesundheitsschädlich und sollten aus Gründen des Gesundheitsschutzes der Beschäftigten unterbleiben (s. § 6 Abs. 1 ArbZG).[/size][/font]​


bis denne


Frank
köstlich gelacht!!!:deal: :beten:

Grüße Tobias
 

WOFR

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Hallo Tobias,


schön das ich deine Heiterkeit erregen konnte, würdest Du mir aber auch mitteilen womit? Meinst du dieses Arbeitsgesetz wäre lächerlich?
Oder vieleicht das so lange ND-Zyklen gesund wären?
Oder das solche Zyklen der Vergangenheit angehören sollten?

@flexi,
danke für deine Nacharbeit.

bis denne
Frank
 

Tobias

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Hallo WOFR,


ich haben nur gelacht, weil das der Wunsch meines Traumes ist aber ....bei mir sind 5-6 Nächte zusammenhängend normal. Und meine Cheffin gleich meinte: Zitat: "In den Gesetzen steht viel, nur durchführbar ist das bei dieser Personalsituation nicht!"

OK in diesem Monat wurden meine Nächte geteilt, d.h. ich habe diesen Monat 2 und dann 4, aber im Sept. wieder 5 am Stück und nach 6 Nächten bin ich und mein Körper total im Ars... und ich zähle mich mit 29c zu den "Nochnichtalten"!

Ich wollte keinen verärgern!!:troesten:

LG Tobias
 

spielemann

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Hallo Tobias!
Warum nicht?
Wahrscheinlich muß bei euch jede Nacht besetzt sein, somit kann man doch die Nächte in andere Teilmengen aufteilen.
Es ändert sich dann nur für alle Beteiligten der Ryhthmus und das ist häufig das Problem. Man möchte alte Strukturen behalten.
Nach Arbeitsmedizinischen Gesichtspunkten ist ein kürzerer Nachtdienstintervall aber sicher besser, wie oben auch schon erwähnt. Der Freizeitintervall verkürzt sich dann natürlich auch und das wollen viele Kollegen nicht.

Auch die Aussage deiner Chefin verstehe ich nicht. Gesetze sind zum Schutz der Beschäftigten und sind durchzuführen. Die Personaldecke ist wie ich schon oben geschrieben habe in diesem Zusammenhang absolut nebensächlich. Deine Chefin muß sich nur auf Debatten über strukturelle Veränderungen einlassen und das wird sie abschrecken.
Gruß
Axel
 

Tobias

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Hallo bethke,

aber man darf auch nicht die Sicherheit der Patienten vergessen!

Diese Debatten hat meine Chefin schon geführt, nur haben wir keinen neuen Stellen bekommen:daumen: !

Ich find die geteilten Nächte auch besser!!
Aber mit Familie habe ich auch lieber alle Nächte am Stück und bin die anderen drei bis vier Wochen auch Nachts zu Hause! Ist rum wie num!

Nur mind. 5-6 Nächte schlauchen halt ganz schön. Ich will hier keine unnötige Diskussion beginnen, die sich dann in Detail versticken!:streit:
Deswegen meine Meinung:

Ich finde das Gesetz super, wenn es nur auch so eingehalten werde würde.

LG Tobias
 

WOFR

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Hallo Tobias,

lange Zeit waren solche ND-Zyklen auch normal. Es wurde vor etwa 4 Jahren von mir verändert, mit einigen Vorteilen. Unter anderem müssen bei einer Arbeitsunfähigkeit nicht so viele ND eingesprungen werden. Die MA im Nachtdienst waren anfangs Skeptisch, nach einiger Zeit veränderte sich ihre Einstellung zu den veränderten Arbeitszyklen.
Die Aussage deiner PDL kann ich nicht nachvollziehen, denn unabhängig von der Dauer der einzelnen Zyklen verändert sich ja nicht die Anzahl der Pflegekräfte im ND. Wenn allerdings eine Prüfung vom Amt für Arbeitsschutz durchgeführt wird, kann sie durchaus in Erklärungsnot geratgen wenn die Arbeitzeitgesetze nicht eingehalten werden.


bis denne
Frank
 

Tobias

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Eigentlich wollte ich mich nicht noch mal zu diesem Thema äußern, aber ich muß das aufklären wie ich das meine.

Laut meinem Tarif (BAT-Ost) muß ich in 10 Wochen 80h ND bringen, um die Zuschläge zu bekommen.
Da der Pflegeschüssel für 12 Pat.betten in 8 Zimmern mit 30 Pflegekräften (incl. Cheffe u. Co-Cheffe) ist, mache ich bis zu 14 ND in 10 Wochen, d.h. 112h. Und das ist eine ganze Menge finde ich. Habe auch zu Hause Kinder, die zu Ihrem Vater nicht Onkel sagen sollen:cry: !

Schaffe ich das eine mal diese 80h nicht, wegen Urlaub oder krank, wird gleich Zuschlag gekürzt.:evil1: :evil1:
Also finde ich es total beschi.... wenn ich mehr Dienste machen muß, wie ich eigentlich brauche. Ich vertrage 4 Nächte auch viel besser wie 6.
Als ich noch jung, dynamisch und erfolgreich war, bin ich nach den NDiensten auf Party. Jetzt will das eine Kind in die Schule und das andere in den Kiga, da ist nicht´s mit Jetleck noch im Bett liegen bleiben, weil die ganze Nacht rumgegeistert!:down:

Ich hoffe Ihr versteht so ein bischen was ich meine!

Wünsche einen ruhigen Dienst!
Alles wid gut!
LG Tobias
 

momo_24

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hört mal.ich find`s besser,meine 9 nächte am stück durchzuziehen,als einmal 5 und dann nochmal 4. da is mein rhythmus(welcher rhythmus?)dann ja ganz im *****.mach normal nur 9 im monat,aber letzten monat 18,weil kollegin krank
 

Akiko82

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...

@ Flexi: Ich hatte den "Ausschlaftag" in Anführungsstriche gesetzt, habe ihn als "sog." bezeichnet,...

Ich hatte beabsichtigt dadurch deutlich zu machen, daß ich die umgangssprachliche Bezeichnung meine.

Außerdem habe ich mich sozusagen geoutet, von der Thematik keine große Ahnung zu haben.

Deswegen bin ich froh, daß wenigstens Du dich auskennst.

Gruß, Aki
 

alesig

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Hallo
Bin seit vielen Jahren Dauernachtwache und gehöre auf unserer Station zu den Dinosauriern (bin über 40). Persönlich empfinde ich 5 Nächte am Stück als durchaus akzeptabel. Alles was darüber hinaus geht läßt mich mein Alter spüren.*g*. Für weniger Nächte rentiert sich für mich die Umstellung gar nicht. Wenn ich da an Früher denke wo 14 Nächte minimum am Stück das Normale waren, ist die gesetzliche Empfehlung von 4 Nächten eine glatte Verbesserung. Es sollte aber eine Empfehlung bleiben und nicht verpflichtend werden, denn viele Dauernachtwachen die ich kenne kommen mit ihrem Rythmus 7 Nächte Dienst und 7 Tage frei gut zurecht, und würden unter einer Verkürzung ihrer Dienste und somit auch freien Tage sehr leiden.
Wenn Stationsleitungen individuelle Vorlieben und Belastbarkeiten berücksichitgen können sie doch eigentlich nichts falsch machen.
Alesig
 

spielemann

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Hallo Tobias!
Eigentlich willst du dich ja auf dieses Thema nicht einlassen. Ich finde trotzdem das es bezeichnend ist, welche Probleme du mit den vielen Nächten hast. Viele Nächte sind aber nicht nötig, wenn eine andere Dienstplanung Einzug findet.
Zum Beispiel macht die Polizei eine Schichtform wie folgt, Frühdienst, Spätdienst, Nachtdienst, "Ausschlaftag"; Frühdienst Spätdienst usw. dazwischen immer mal einen freien Tag bzw. ein freies Wochenende wie es der Ryhthmus bestimmt und/oder die Sollstunden.

Tobias schrieb:
Laut meinem Tarif (BAT-Ost) muß ich in 10 Wochen 80h ND bringen, um die Zuschläge zu bekommen.
Da der Pflegeschüssel für 12 Pat.betten in 8 Zimmern mit 30 Pflegekräften (incl. Cheffe u. Co-Cheffe) ist, mache ich bis zu 14 ND in 10 Wochen, d.h. 112h. Und das ist eine ganze Menge finde ich. Habe auch zu Hause Kinder, die zu Ihrem Vater nicht Onkel sagen sollen:cry: !
Dies habe ich nicht so recht verstanden?
Habt ihr 30 Pflegekräfte für 12 Patienten?

Gruß
Axel
 

Chrissinchen

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Also ich bin noch in der Ausbildung und da muss man ja mindestens vierzehn Nachtwachen machen, ich weiß jetzt nicht ob Du auch noch in der Ausbildung steckst oder schon fertig bist.

Ich habe (und die anderen auch aus meinem Kurs oder so ähnlich ) 5 Nachtwachen vier Tage frei Fünf nachtwachen fünf Tage frei und vier Nachtwachen und drei Tage frei.

Und das ging!! :daumen:
Aber bei Dir ist das ja total heftig, ausgepowert.

Dann machs mal gut
Gruß
 

Tobias

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Servus Axel,

das stimmt, daß Problem ist dieser Dienstplan und die die es schreiben:wink:

Mein Bruder (Informatiker) hat schon den Auftrag bekommen ein Programm zu schreiben, der Dienstplane erstellt. Das wird inteligentes Programm, welches sich selbst korrigiert (irgendwas mit BioDNAAlgorythmus oder so). So was gibt es noch nicht auf dem Markt (habe ich nicht gefunden).
Aber keinen der 1 Woche Früh, dann 1Wo Spät, dann 1Wo Nacht und dann Frei, da ist man sehr unflexibel und hat dann auch so ein Pech wie eine Freundin die mit mir gelernt hat (und jetzt in Marburg abrbeitet) seit 6 Jahren Silvesterdienst, na super!

Haste richttig verstanden 30 Pflegekräfte für 12 Pat., davon sind einige im Urlaub, krank, Freizeitausgleich. So kommt eine Pflge von 2-3 manchmal auch 4 pro Schwester. Aber die Station ist für eine Pflege 2:1 gebaut (nur Einzell und Doppelzimmer). Nur auf ITS ist man sehr auf den Blickkontakt mit dem Pat. und dem Monitoren und auf Geräusche (Alarme) angewiesen. Und wenn da Türen und Wände zwischen den Pat. sind, kann das schonmal haarig werden.
Wer von Normalstation kommt, versteht das nicht, ich weiß!:knockin:

Außerdem nochmal zu den begrifflichen Unterschieden, ich mache auf dieser Station Nachtschicht und keine Nachtwache, da wird nicht geschaut, daß der Pat. schön schläft, sondern Therapie gemacht und zugesehen, daß der Pat. die Nachtübersteht.
Selten daß ich mal am Comp. sitze und z.B. im Forum stöbere, oft sind dann noch aufräumarbeiten zuerledigen von den Tagschichten oder Vorbereitung für den nächsten Tag (Tracheotomie, Verlegungsberichte usw.).
Fernseher hat die Station auch nicht:wink1:

Schönen Sonntag noch!
LG Tobias
 

Elisabeth Dinse

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@ Tobias

Ist doch immer wieder schön zu erfahren, dass Kollegen der "Normalstationen" gar keine Vorstellungen von dem Arbeitsaufwand auf einer Intensiv haben. :(

Mal nur nachgefragt: auf einer Intensivstation wird 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr bei allen Patienten das Leben gerettet. Also meine Erfahrung sieht da ein bischen anders aus. Wir Intensivler sollten nicht immer so gnadenlos übertreiben. Auch bei uns gibt es Tag und Nacht Rhythmus für die meisten Patienten. Im Nachtdienst schläft der Patient und Therapien werden auf ein notwendiges Minimum zurückgenommen. Sollte das bei euch anders sein, solltet ihr euch mal mit den Auswirkungen von Stress und Schlafmangel auf den Genesungsprozess beschäftigen.

Elisabeth (mit jahrelanger Intensiverfahrung und jetzt staunend lernend auf einer Normalstation)
 

spielemann

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Hallo Tobias,
Ich arbeite auf einer Aufnahmestation und auch hier ist Nachts sehr viel zu tun. Ich denke aber, daß auch Kollegen auf allgemeinen Stationen Nachts nicht mehr so ein ruhiges Leben haben. Die Patientenzusammensetzung läßt das gar nicht mehr zu. Die Liegedauer der Patienten ist auf ein Minimum verkürzt, somit wird auch auf den Allgemeinstationen noch bis Spätabends Therapie gemacht und es wird erst sehr spät wirklich ruhig. Das dann aber mit der gleichen Besetzung wie früher, daß heißt eine Pflegekraft und nicht 5-8 pro Nachtschicht wie bei uns auf der ITS.
Dies wird denke ich in Zukunft auch ein weiteres Konfliktpotential, denn wie Elisabeth schon gesagt hat, Intensivler übertreiben immer mal wieder und haben ja so viel zu tun und sind was besseres. Bei uns wird Nachts auf der ITS immer gekocht, wir haben dafür auf der Aufnahmestation wo wir zu zweit arbeiten keine Zeit.
Ich will nicht über andere Kollegen meckern, ich möchte nur das auch andere Fachabteilungen mal über die Stationstür hinausgucken, denn es ändert sich zur Zeit sehr viel. Nur wenn wir in allen Bereichen zusammenarbeiten und nicht nur unseren eigenen Pfründe verteidigen wollen, dann werden wir insgesammt aus dem Verteilungskampf gegen andere Berufsgruppen nicht als Verlierer herausgehen.
Gruß
Axel
 

PeterSchmidt

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@Tobias

Tobias schrieb:
Mein Bruder (Informatiker) hat schon den Auftrag bekommen ein Programm zu schreiben, der Dienstplane erstellt. Das wird inteligentes Programm, welches sich selbst korrigiert (irgendwas mit BioDNAAlgorythmus oder so). So was gibt es noch nicht auf dem Markt (habe ich nicht gefunden).
Doch, das gibt es. Das Programm heißt SP-Expert (Fa. Astrum) und das entsprechende Modul Genetischer Algorhythmus.
Im übrigen bezweifle ich, daß dein Bruder weiß, worauf er sich einläßt. Die Entwicklung eines professionellen Dienstplanprogramms benötigt mehrere Mannjahre, für ein semiprofessionelles Dienstplanungssystem für den Anästhesiepflegedienst habe ich selber fast ein Jahr benötigt.
Da ist es sinnvoller (und billiger) ein entsprechendes Programm zu kaufen.
 

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