Nachtdienst: Wie viele Patienten darf eine examinierte Krankenschwester allleine betreuen?

Katia81

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Hallo !

Ich finde nicht den geeigneten Thread, wo ich meine Frage stellen kann. Auch die Suchmaschine konnte mir nicht weiterhelfen.
Meine Frage:

Wieviele Patienten darf eine examinierte Gesundheits- und Krankenpflegerin alleine in der Nacht betreuen? ( Die Frage war vor paar Tagen, bei uns auf der Station beim Frühstück aufgekommen und konnte nicht richtig beantwortet werden.)
Gibt es irgendwelche Richtlinien ect. die das regeln? Oder ist es von Krankenhaus zu Krankenhaus unterschiedlich?

viele Grüße
 

Elisabeth Dinse

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Es gibt keine verbindlichen Vorgaben- lediglich Empfehlungen.
Zwei Zitate zum Nachdenken:
Pflege-Personalregelung: ein Leitfaden zur praktischen Anwendung der ... - Petra Zerbe, Ulrich Heisterkamp - Google Books

Arbeitszeit- und Dienstplangestaltung in der Pflege - Google Books

Früher galt das ungeschriebene Gesetz: im Nachtdienst max. 26 Pat. pro Pflegekraft. Das entsprach der üblichen Stationsgröße und wurde beim Neubau auch so beachtet. Heute geht alles- solange das Personal mitspielt und es nicht zu gravierenden erlöswirksamen Fehlern kommt.

Elisabeth
 

alesig

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Hallo
Liebe Elisabeth, Zustimmung bekommst Du dafür dass es keine verbindliche Regeln gibt sondern nur Empfehlungen.
Wo ich Dir nicht Recht geben kann ist die Behauptung mit dem ungeschriebenen Gesetz dass es Früher geben sollte mit den maximal 26 Patienten.
Ich mach seit 32 Jahren in diversen Krankenhäusern Nachtdienst und bin erst seit 10 Jahren in den Genuß von nur 30 Patienten gekommen.
Früher (vor 30 Jahren) war es in meinem ersten KH so üblich dass man Nachts 2 Stationen zusammengelegt, so durfte ich 51 interne Patienten betreuen.
Im nächsten KH waren es dann nur noch 45 unfallchirurgische Patienten. Bis vor 10 JAhren hatte meine Stationb noch 40 interne Betten, nach dem Umbau wurde dann auf 30 reduziert. Gottseidank. Es heißt zwar dass man als alte Krankenschwester die frische der Jugend mit Erfahrung kompensieren kann, aber der Flur bleibt eben seeehr lang, die Patienten klingeln oft und es gibt keine Abkürzungen.*g*.
Schöne Woche
Alesig
 

Elisabeth Dinse

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Dann gilt das "ungeschriebene Gesetz" offensichtlich nicht bundesweit. *g*

Was sich übrigens im Gegensatz zu unserer Jugend gravierend verändert hat, ist der Pflegeaufwand. Vieles, was heute ambulant gemacht wird, lag damals noch stationär. Vieles, was heute auf den Stationen enmaschig überwacht wird, verblieb ehedem auf der Intensivstation. Die Leute waren länger im KH und so kamst u.U. von A3 über A2 auch mal in eine A1. Es gab nicht die Menge, der multimorbiden Patienten. ...

Die kurzen Liegedauer,die Veränderung der Klientel und der organisatorischen Abläufe haben den Pflegeaufwand nach 20 Uhr erheblich erhöht. Es werden immer mehr administrative und ärztl. Aufgaben übernommen ohne Personalausgleich.
In meinen Augen bildet die PPR- die ja die IneK zur Berechnung des Pflegeaufwandes heranzieht- überhaupt nicht den realen Arbeitsaufwand ab.

Bei der PKMS wiederholen sich die Fehler der PPR. Sie wird ohne bzw. zu wenig Abgleich mit allen Pflegebereichen sofort gestartet. Das kann nur ein falsches Bild geben.
Entweder man muss die Pflege komplett übernehmen oder nicht. Eine Steigerung ist da nicht möglich. Man scheint bei der Entwicklung völlig ausgeblendet zu haben, dass es auch Pat. gibt, die den Maximalaufwand weniger als 4 Tage brauchen. Nicht jeder pflegequfwändige Pat. ist querschnittsgelähmt.

Elisabeth
 

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