Nachtdienst, wenn keine Aufsicht für Kind gewährleistet

Dieses Thema im Forum "Arbeitsrecht / Gesundheitsrecht / Krankenpflegegesetz" wurde erstellt von NicoleF., 04.05.2009.

  1. NicoleF.

    NicoleF. Newbie

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    Hallo...

    seid genau 10 min bin ich neu hier und entschuldigt wenn diese Frage schon mal Thema war,

    Mein Mann und ich arbeiten beide im Schichtdienst, er ist Rettungssanitäter und ich Altenpflegerin.

    "Kann ich vom Nachtdienst freigestellt werden, wenn die Aufsicht unserer Tochter nicht gewärleistet ist?"

    Ab und an habe ich auch Nachtdienst, der allerdings bis 6.30 Uhr geht, mein Mann ist da aber schon 1 Std. auf Arbeit, und somit wäre unsere Tochter allein, im Moment gibt es oma und opa aber wenn mal not am Mann ist.
     
  2. Marlena

    Marlena Junior-Mitglied

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    Geht es dir jetzt um eine generelle Freistellung oder nur in Ausnahmefällen? Letzteres sollte sich ja regeln lassen über Dienstplanwünsche. Wenn du generell keine Nachtdienste machen möchtest/kannst, solltest du mit deiner Stationsleitung sprechen, eventuell gibt es bei euch ja genug Nachtdienstler, so dass das ganze gar kein Problem ist. Bei uns machen auch nicht alle Nachtdienst.

    Wie alt ist denn deine Tochter?

    Marlena
     
  3. Bruder Joe

    Bruder Joe Junior-Mitglied

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    Also, wenn ich Du wäre, würde ich mit Deiner Leitung reden, so kannst Du bestimmt "etwas" heraus holen. Du musst ihr aber auch entgegen kommen.
    Keinen Nachtdiesnt zu machen geht nur mit ärztlichem Attest. Und Ihr seid ja eine "intakte" Familie, was sollen die ganzen Alleinerziehenden sagen? Die könnten ja auch keine Nachtwache machen.
    Kinder sind leider "Privatsache" und aus meiner Sicht als SL musst Du nach einiger Zeit eine Lösung finden, und auch Nachtdienste machen, sonst werden andere im Team sich beschweren und vielleicht ähnliche Gründe finden wie Du.
    Höchstens bei Euch wird gerne Nachtdienst gemacht und Euer Plan ist auch ohne Dich "voll" bzw. die Nächte abgedeckt.
     
  4. medsonet.1

    medsonet.1 Poweruser

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    Hallo,

    du solltest wirklich mit deinen Vorgesetzten über dieses Thema sprechen, oft ist der Arbeitgeber entsprechend flexibel.
    Leider gibt es hier grundsätzlich keinen Rechtsanspruch, Kinder gehören "leider" arbeitsrechtlich in den Bereich "Privatvergnügen".

    Gruß

    medsonet.1
     
  5. NicoleF.

    NicoleF. Newbie

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    unsere Tochter wird nächsten Monat 2 Jahre,

    wir haben 2 Dauernachtwachen die aber auch mal frei haben und wir die Nächte abdecken,

    habe schon mit unserer PDL gesprochen, n a j a.....
    ist im Moment gerade schwierig, weil wir PFK Muttis für alles sind.
    Habe ja auch vorgeschlagen mit dem Dienstplan von meinem Mann zu ihr zu kommen aber darauf kann sie sich nicht einstellen.

    Meine Freundin, mit der ich zusamm arbeite nur andere Station hat das gleiche Problem, fragte mich eben ob es dafür gesetzlich etwas gibt.......
     
  6. Leann

    Leann Stammgast

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    Gesetzlich gibt es da nichts.
    Ich gebe meiner Chefin für den kommenden Monat rechtzeitig Bescheid wann ich keinen Nachtdienst machen kann (beschränkt sich auf 4-5 Tage im Monat wo es mal nicht klappt) und biete alternativ Dienste an.
    Bisher klappt es ganz gut.
    Mein Mann arbeitet auch Nachts und wenn sein ND mit dem meiner Mutter zusammen fällt plus meinen dann wären die Kinder total alleine.
    Ansonsten kann mich meine Chefin flexibel einteilen.
    Wie schon geschrieben das ist Deine Privatsache wie Du das regelst.
    Übrigends meine PDL hat damit gar nichts zu tun das ist eine Sache zwischen mir und der SL.
    Die PDL sieht nur das ich meine 3 Nächte mache wie alle TZ-Kräfte und gut ist.
     
  7. Joerg

    Joerg Poweruser

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    So wie es bei Leann gehandhabt wird es doch prima geregelt.
    Ich meine 4 oder 5 Nächte in denen es absolut net geht ist im Rahmen, selbst wenn es 8 oder 9 wären. Soviel Rücksicht kann und sollte eine SL bei der Dienstplanung dann schon nehmen.
    Es ist halt immer ein Geben und Nehmen. Leider gibt es genug Kollegen die nur Nehmen wollen.
     
  8. Marlena

    Marlena Junior-Mitglied

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    Entschuldigung, aber was ist denn das für eine Einstellung? Kriegt ihr euren Dienstplan generell "aufgedrückt" oder dürft ihr Wünsche äußern? Wie frühzeitig hat dein Mann denn seinen Dienstplan? Wenn es tatsächlich nur einige Nächte im Monat sind, an denen es bei euch absolut nicht geht, kann ich Joerg nur zustimmen, dass deine SL da Rücksicht nehmen sollte. Stichwort "Mitarbeiterzufriedenheit" sage ich da nur.

    Marlena
     
  9. karola1

    karola1 Stammgast

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    na, stell dir dann mal vor, wegen nicht organisierter Kinderbetreuung kommt die Nächste, die kann immer nur mittwochs und freitags, weil ihr Mann da frei hat; die Nächste kann überhaupt immer nur Frühdienst machen; wieder eine Andere kann nicht vor acht Uhr morgens anfangen und die Vierte sowieso nur in Gegenschicht zu ihrem Mann...usw.usf.

    Wünsche äußern klar, soll auch so sein und schön ist, wenn viele erfüllt werden, aber Kinder sind Privatsache BEIDER Eltern. Vielleicht kann dein Mann, wenn sein Dienstplan früher raus ist, entsprechend bei seinem AG Anfragen stellen. Ich würde keinen Dienstplan machen wollen, bei dem ich nicht nur dem Arbeitsvertrag der MA gerecht werden soll, sondern auch noch zusätzlich den des Angetrauten berücksichtigen soll.
    Außerdem hast du doch sicher einen Arbeitsvertrag unterschrieben, in dem auch drin steht, daß du vollschichtig arbeitest, oder? Und vollschichtig heißt dreischichtig und das unterschreibt man, wenn man vorher geregelt hat, wie es gehen kann oder lässt es bleiben, bis die Kinder ein bißchen älter sind oder der Mann genügend Mitarbeit zeigt. Es wird niemand gezwunen, einen AV zu unterschreiben, dessen Inhalt er nicht leisten kann. Die Unterschrift ist immer noch freiwillig in Deutschland.

    Mach mal einen Dienstplan für, sagen wir mal, nur zwanzig Leute und werde allen Wünschen 100% gerecht. Dann schick ich dir eine Medaille, weil so irrsinnig viel Mitarbeiterzufriedenheit herrscht.
    Ich bin sicher, es gibt dann was eben anderes zu meckern..."die hat aber mehr Nächte als ich/oder weniger"..., "die darf immer Früh/Spät machen am Wochenende/oder muss das nie machen"
     
  10. Leann

    Leann Stammgast

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    @Karola1: Vom prinzip hast Du Recht.
    Aber bei uns gibt es kein mehr oder weniger Nachtschicht. Jeder hat sein Pensum zu erfüllen und das ist in meinem Fall machbar aber halt nicht 4-5 Nächte im Monat.
    Wie sich das die Threadstellerin vorgestellt hat weiß ich nicht aber es ist immer ein geben und nehmen.:nurse:

    Bei uns klappt es das so ziemlich alle Wünsche berücksichtig werden. Und das spricht für unsere kompetente SL.
     
  11. Marlena

    Marlena Junior-Mitglied

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    @karola1

    Dazu sage ich dir nur: Wir sind 18 Kollegen und außer Kindern (die bei uns weniger zahlreich vertreten sind) werden ohne Probleme private Termine berücksichtigt, sei es Fußballtraining, Chor, VHS-Kurse, Familienfeiern oder sonstiges. Und siehe da: Es funktioniert!!! Natürlich haben wir auch mal Engpässe durch Krankheit zum Beispiel, aber dann findet sich auch immer jemand, der ohne Murren einspringt. Bei uns läuft sicher nicht alles super, aber jeder darf ein Privatleben haben, auf das Rücksicht genommen wird. Wir haben übrigens auch eine Kollegin, die wegen ihres Kindes von 8.00 bis 16.00 Uhr arbeitet. Ich selber mache fast nur Spät- und Nachtdienste, einige andere fast nur Frühdienste. Und Mitarbeiterzufriedenheit ist ein superwichtiges Kriterium für die Qualität der Arbeit. Eine SL, der das egal ist, hat meines Erachtens nichts auf ihrem Posten verloren.

    Marlena
     
  12. Sanne3

    Sanne3 Stammgast

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    Hallo,
    da muss ich Marlena vollkommen zustimmen!
    Auch ich kenne es von verschiedenen Stationen, dass man auf einige Wünsche der Mitarbeiter eingeht.
    Sonst würde es ja bedeuten, dass man im Schichtdienst keine Familie gründen darf?
    Keine Freunschaften pflegen, kein Privatleben mehr führen kann?
    Auch wenn jetzt sicherlich wieder der Spruch kommt, das man das alles weiß, bevor man sich für diesen Beruf entscheidet.
    So genau wird man das eben vorher nicht bedenken, sonst würde es bald keine "Schichtdienstler" mehr geben.
    Viele Grüße
    Sanne
     
  13. bun

    bun Junior-Mitglied

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    hallo,

    ich arbeite auf einer station mit ueber 100 krankenschwestern und davon sind 95 % weiblich und viele in teilzeit. (wegen kinderbetreuung)
    klar ist es schwierig einen dienstplan fuer diese riessen menge zu schreiben und dauert manchmal ein wenig laenger , aber es klappt trotzallem .
    unsere eltern mit kind haben 100 % wunscheintragung in den dienstplan. sinn dahinter ist, schnellstmoeglich zurueck in den beruf zu kommen und moeglichst auch noch vollzeit. unser krankenhaus ist als kinderfreundich eingestuft - so wirbt es fuer sich selbst- und bietet sogar eine betreuung an von 7 uhr morgens bis 8 uhr abends.

    zurueck zum thema....
    es ist mir manchmal unbegreiflich wie dieser dienstplan mit ca. fuenf achtel des personals 100% wunscheintragung zu stande kommt , aber es funktioniert.

    bin selber ohne kind und habe 2/3 von meinen diensten als wunsch frei

    bin sehr froh darueber, dass ich weitaus meinen dienstplan selber machen kann und das erleichtert mein privat so wie arbeitsleben.
    leider ist das nach wie vor stationsintern zu managen, aber ich hoffe sehr , dass deine SL dir mehr entgegenkommen zeigt und an bestimmten tagen , an denen dein mann arbeitet du keinen nachtdient machen musst.

    liebe grusse bun
     
  14. Marlena

    Marlena Junior-Mitglied

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    Die aktuelle Ausgabe von "Die Schwester/Der Pfleger" hat als Schwerpunktthema "Erfolgsfaktor Familie - Familienfreundlichen Kliniken gehört die Zukunft". Habe bisher nur einen Artikel überflogen, sieht aber interessant aus.

    Marlena
     
  15. karola1

    karola1 Stammgast

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    hallo zusammen,

    sanne3 kennt es, daß man auf "einige Wünsche" eingeht, bun kennt, daß "2/3 aller Wünsche" erfüllt werden.
    Nicht mehr, aber auch nicht weniger habe ich ebenfalls gesagt.

    "Einige Wünsche", "nach Möglichkeit", "wenn es geht"... sind schon ganz andere Forumulierungen als "ich will" und "meine Leitung ist inkompetent und unmotiviert, wenn das nicht machbar ist"
     
  16. mutters-kind

    mutters-kind Poweruser

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  17. Fearn

    Fearn Poweruser

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    Meine Kinder sind mittlerweile groß.
    Ich bin immer gerne bereit mit anderen Kollegen, die Kinder haben den Dienst zu tauschen, wenn das möglich ist. Das muß man eigentlich immer nur früh genug wissen. Übel ist es, wenn man ständig auf den letzten Drücker gefragt wird, und seine eigenen Pläne über den Haufen werfen muß. Liebe Grüße Fearn
     
  18. mutters-kind

    mutters-kind Poweruser

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    stimmt, dass auf den letzten Drücker kenne ich auch...aber , wenn es nicht geht , dann geht es eben nicht , da darf dann auch niemand knatschig sein:-):-)

    :knockin::knockin:
     
  19. Bruder Joe

    Bruder Joe Junior-Mitglied

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    Also ich muss mal hier eine Lanze brechen, für all die Kollegen, die die Dienstpläne schreiben.:nurse:
    Ich weiß es noch aus eigener Erfahrung (zum Glück scheibt den Plan jetzt meine Stellv.), dass man es nie allen recht machen kann, und manche wissen immer was zu meckern. Du kannst einer MA immer alle Wünsche erfüllen, und einmal klappt es leider nicht, sie ist Dir böse.
    Meine Stellv. sagte mir neulich, jetzt verstehe sie mich, als ich zu Beginn sagte, dass es ihr irgendwann egal sein wird, wenn die andere etwas gegen ihren Dienstplan haben, und man ein dickes Fell dabei bekommt. Genau so ist es jetzt gekommen.
    Und wir bei uns versuchen auch es allen recht zu machen, nur, es ist ein DIENSTPLAN, man ist auch dem Arbeitgeber verantwortlich und es gibt manche Wünsche, die man nicht erfüllen kann, leider. Man würde ja, wenn es ginge.
    Und wie manche schon richtig bemerkt haben, es muss ein geben und nehmen sein. Wenn eine Kollegin zum Beispiel länger frei haben möchte, kann es sein, dass sie dann auch länger am Stück arbeiten muss. Nur bei mir (selber erlebt) hat diese MA dann ständig bei anderen gemeckert, sie müsse so viele Tage ohne einen freien Tag dazwischen arbeiten! Die anderen Kollegen dachten schon, es sei die Schuld meiner Stellv.

    Ich würde jedem empfehlen, dass er selber mal versucht, mit dem Wunschbuch in der Hand, vielleicht gerade jetzt vor den Ferien, einen Dienstplan zu schreiben. Vielleicht versteht ihr dann Eure Leitungen besser, auch vor dem Hintergrund von Personalknappheit und Krankheit.
     
  20. sigjun

    sigjun Gast

    Stimme Deinem Beitrag zu.
    Gerade wieder erlebt, weil wir ab und an auch Mitarbeiter Pläne schreiben lassen. Das Verständnis für DP-Schreiber wächst hinterher um ein Vielfaches, insbesondere auch, was die Zeit angeht, die man dafür braucht.

    Ich möchte das Thema mal andersherum beleuchten. Ein fairer und gerechter DP-Schreiber, der Fairness und Gerechtigkeit auch den geplanten MA zukommen lassen möchte kann immer nur so gut sein, wie die MA, die er plant.
    Ich kann als STL nicht entscheiden, dass jemand nur so oder so arbeitet, wenn ich im Gegenzug dazu nicht jemand habe, den ich gegengleich eintragen kann.
    Fakt ist, dass 24 Std. geplant sein müssen. Weitere Vorgaben sind eine genügende Anzahl MA entsprechend der anfallenden Arbeit einzuplanen.

    Wenn nun die Threaderöffnerin keinen Nachtdienst machen kann, wenn das Kind nicht versorgt ist denke ich, dass das Gros der restlichen MA dafür Verständnis hat und sich bereit erklärt an solchen Tagen den ND zu übernehmen. Wird es im Ausgleich dazu niemals zu einer Gegenleistung kommen, wird die Motivation der aushelfenden MA sicher sinken.
    Wenn ich an bestimmten Tagen immer einen bestimmten Dienst brauche sollte ich im Gegenzug andere Tage auch mal zu tauschen oder dergleichen...usw.
    Es ist ein Geben und Nehmen, aber nicht ausschließlich zwischen DP-Schreiber und MA, sondern zwischen allen MA. Das sollte man vielleicht mal mit überlegen bevor hier die DP-Schreiber verdammt werden.
    Je mehr MA Wünsche haben, aber dafür nichts geben, umso weniger werden die Wünsche der MA gegenseitig toleriert, umso mehr Sturheit tritt auf und am Ende klagen dann alle gemeinsam über den DP-Schreiber, weil er, und das ausschließlich auf Grund des Verhaltens seiner MA, einen DP schreibt, der zwar insegsamt fair ist, aber für den Einzelenen dennoch unfair erscheinen mag.

    Damit alle mit ihrem DP zufrieden sind bedarf es auch der Übernahme von Verantwortung eines jeden für die Erstellung des DP. Leider sehen viele nur ihren DP, sind größtenteils auch damit zufrieden, entdecken dann aber, das ein anderer mehr von diesem oder jenem hat und schon sind sie unzufrieden, ohne jegliche Hintergründe zu erkennen, oder den Versuch unternehmen sich mit dem "Ganzen" auch auseinander zu setzen.
     
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