Nachtdienst Halbtagsstelle und Kleinkind

Dieses Thema im Forum "Arbeitsrecht / Gesundheitsrecht / Krankenpflegegesetz" wurde erstellt von Usedung, 27.02.2011.

  1. Usedung

    Usedung Newbie

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    Ist viell. von Euch jemand in einer ähnlichen Situation wie ich?
    Habe im letzten Jahr wieder nach der Elterenzeit halbtags angefangen zu arbeiten. Mein Arbeitgeber verlangt auch das ich Nachtdienst mache.
    Wäre ja kein Problem, wenn mein Kind (18 Monate ) nachts schlafen würde.
    Er ist schon ein sehr schlechter Schläfer auch wenn ich da bin und weint viel und hat auch Angst. Wenn ich in der Nachtschicht bin kommt Papa
    kaum mit Ihm klar und kann Ih stundenlang nicht beruhigen, bis er dann doch irgendwann vor Erschöpfung einschläft.
    Kann das gut sein für so ein kleines Kind?
    Gibt es da keine Möglichkeit, dass man darauf bestehen kann keinen Nachdiesnt zu machen, weil es für die Psyche des Kindes untragbar ist?
    Dazu müsste noch erwähnt werden, dass mein Kleiner nach der Geburt 3 Wochen auf der Intensivstation lag und sehr krank war. Wir haben deswegen vielleicht auch ein besonders enges Verhältnis und er braucht seine Mama in der Nacht.

    Viell. kennt jemand von Euch das Problem, oder hat eines Rat für mich.
    Geredet habe ich schon mit meiner Leitung, aber Sie verweist mich immer wieder auf meinen Arbeitsvertrag.

    Was soll ich nun tun?
     
  2. narde2003

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    Wieviele Nächte sind es im Monat?

    Alternative: Funktionsabteilung ohne Nachtdienst, sofern eine Stelle frei ist.
     
  3. Maniac

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    Mit Gewalt durchgesetzt bekommen, wirst du das mMn wohl nicht - da Papa ja da ist.

    Geh doch mal ein, zwei Etagen höher und versuche dein Problem zu schildern...
     
  4. Usedung

    Usedung Newbie

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    Es sind immer 2 Nächte im Monat.
     
  5. Markus23KP

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    Ich konnte/wollte während der zweiten Schwangerschaft meiner Frau auch keine ND machen (Wir haben auch einen ganz schlechten Schläfer und meine Frau musste Eingeschränkte Bettruhe einhalten hatte massiv Übelkeit und Sodbrennen und brauchte mich nachts.) Von der Leitung aus funktionierte eine Halbierung der "Pflichtnächte" von 4-5 auf 2 ND. Da ich gar keine machen wollte, habe ich das Problem/die Situation in der Dienstbesprechung angesprochen,eine nette Kollegin ohne Kinder hat mir dann die 2 Nächte im Monat auch noch abgenommen... War dann auch gar kein Problem mehr! Spiel mit offenen Karten besprich deine Sorgen und Nöte mit den Kolleginnen da findet sich bestimmt eine Lösung ( hab mich dann z.B. bereit erklärt die Dokumentation / das verhasste Protokoll schreiben bei jeder Dienstbesprechung zu übernehmen und mich für den ND bei der Weihnachtsfeier freiwillig gemeldet - mit 1 Stunde eher zum Nachtdienst kommen! )
     
  6. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Na ja, zwei Nächte sind nicht die Welt - aus jeder Sicht.

    Kannst du die Nächte steuern? So z.B. dass sie auf ein WE fallen, dann ist es nicht ganz so schlimm, wenn dein Mann wenig schläft.

    Die andere Möglichkeit - gibt es einen KollegIn die für dich die Nächte machen würde - als Ausgleich dafür du für sie z.B. ein Wochenende?

    Wenn alles nix nutzt, dann würde ich mich auf eine Funktionsstelle bewerben.
     
  7. Bubenmama

    Bubenmama Senior-Mitglied

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    Hallo!

    Also,sorry aber wegen 2 Nächten, lohnt sich das ganze Theater nicht.
    Dein Kind und auch dein Mann müssen lernen gemeinsam zurecht zu kommen.
    Ich habe selbst auch 2 Kinder, aber mein Mann hätte da einfach durch gemußt.
    Vielleicht gibt es ja eine nette Kollegin, die gerne deine beiden Nächte machen mag.
    Oder Du bleibst weiterhin dabeim.
     
  8. sternchen73

    sternchen73 Newbie

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    Hallo, red in einer Teambesprechung mit deinen Kollegen, vielleicht übernimmt einer für dich die Nächte. Arbeitsrechtlich ist da nix zu machen. Wobei ich meinem Vorrednet recht geben muß, 2 Nächte sind nicht viel und vielleicht wird es auch zeit für deinen Zwerg sich dran zu gewöhnen, daß du ab und zu mal weg bist.
    ICh habe auch zwei Kinder und hatte letztes Wochenende Nachtdienst, meine große(5) hatte Magen/Darmgrippe. Mein Mann hat deswegen auch fast nichts geschlafen, aber er hat die Situation super gemeistert. Da müßen die Männer halt durch.
    Wenn Dein Mann öfters mit Eurem Kind alleine ist, vielleicht wird es dann besser.
     
  9. Fearn

    Fearn Poweruser

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    Ich persönlich fand den Nachtdienst mit den Kindern damals die einzige Schicht, die für mich infrage kam. So habe ich mit den Kindern 15 Jahre lang ausschließlich Nachtdienst gemacht.
    Nachts war der Vater für die Kinder zuständig.
    Als sie noch sehr klein waren kamen die Großeltern abwechselnd morgens und holten die Kinder zum spielen ab ( die fanden das toll, und auch diese Beziehung war sehr wertvoll für die Kinder, die Zeit mit ihren Großeltern verbringen konnten), oder ich wartete bis mein Mann vom Dienst kam und bin dann nach dem Mittagessen schlafen gegangen.
    Dabei fand ich persönlich die Großeltern nicht so berauschend,aber das ist ein anderes Thema: Mein Verhältnis, daß ich zu den Großeltern habe und das Verhältnis, daß die Kinder zu den Großeltern haben können. -
    Sicherlich mußte man ab und zu die Richtung korrigieren, aber ohne Überreaktion und sachlich ist das möglich, insbesondere wenn es sich noch im Kleinkinder oder Babys handelt. Da sind die möglichen Probleme noch steuerbar.

    Als die dann im Kindergarten und in der Schule waren, brachte ich die morgens dann dorthin und holte sie später ab.
    Je älter die Kinder wurden, desto besser ging das sogar.

    Im Tagdienst hätte ich viel weniger von den Kindern gehabt als im Nachtdienst.
    Die Nächte dauerten 10,5 Stunden( inkl. Pause, die aber damals noch angerechnet wurde, weil keine Pausenablösung gestellt wurde.)
    Durch die Nachtdienstzuschläge kam ich mit viel weniger Diensten auf meinen benötigten Lohn ( NW Zuschlag und unversteuerte Nachtwachenzuschläge). Das bedeutete pro Monat ca 17 freie Tage mit den Kindern. ( ohne Urlaub einzusetzen.)
    Hoffentlich sagt nun keiner: " Ja, DU konntest dann besser mit dem Wechselrhythmus umgehen."
    Das war körperlich nicht der Fall.
    Aber es war SO. Ich mußte mich entscheiden, wo ich mich einschränken möchte, (finanziell oder bei meinem Schlafbedürfnis).

    Besser ging das überhaupt nicht zu organisieren.
    Ich hatte mehr von den "wachen" Kindern tagsüber mit denen ich in derZeit etwas unternehmen konnte, als von schlafenden Kindern nachts.

    Die meißten Dauernachtwachen arbeiteten überigens gerade wegen der Kinder im Nachtdienst, weil das viel besser zu organisieren war und Vorteile hatte.
    Es ist leider immer so, auch ohne Kinder, daß das Schlafen tagsüber mit Problemen belegt ist.
    Meine Kinder haben zu ihrem Vater eine ganz besonders schöne Beziehung, die er jetzt wo die Kinder regelrecht genießt und "Papa" badet regelrecht in dieser schönen Beziehung.
    Väter können sehr gut Kinder hüten, auch nachts.

    Wenn ich ehrlich bin, haben wir bei den Müttern mit Kindern auch immer die Nachtdienstprobleme, die ich leider weniger nachvollziehen kann.
    Es sei denn es handelt sich um eine alleinerziehende Mutter.

    Ich achte aber persönlich darauf, daß die Mütter an für die Kinder wichtigen Feiertage keinen Nachtdienst machen müssen. Dh. wenn ich ehe, daß eine Mama,zb. Nachtdienst am 24.12 oder Nikolaus machen müßte, dann biete ich von mir aus einen Tausch an oder auch wenn das Kind krank ist.

    Wir haben z.b. einige Mitarbeiter, die sind der Ansicht, daß man ab 55 Jahren keinen Nachtdienst mehr machen kann, der andere darf nicht, weil er KPH ist, der nächste ist schwerbehindert, und die Leitungen müssen schon mal gar keine Nachtdienste machen.
    Wenn man dann mal zusammenzählt, wer noch übrig bleibt, dann wären das 3 ärmliche Schwestern die Nachtdienste machen könnten/müßten.

    Etwas anderes wäre, wenn man einen Arbeitsvertrag abschließt, in dem die Arbeitszeiten festgelegt sind.
    Als ich aus dem Nachtdienst in den Tagdienst wechselte, hatte ich zb. einen Vertrag in dem 7 Spätdienste vermerkt waren im Rhythmus 7 Tage arbeiten/ 7 Tage frei.
    Daran war zb. nicht zu rütteln.

    Unsere Mütter können ihren Nachtdienstanteil zb. mit der Leitung absprechen. Dh. die teilen vorher mit, wann der Nachtdienst am besten passend ist.
    Das können zb. Wochenenddienste sein, bei denen der Vater das Wochenende frei hat.

    Es gibt überigens ein sehr hilfreiches Buch zum Thema "Schlafen" und Kinder: CLICK
    Sicherlich ist das wenn ein Kind z.b zahnt schwierig, aber die zahnen auch tagsüber und sind auch tagsüber krank, wenn sie Kinder krank sind.
    Sehr gut, ist daß man nun bezahlt aussetzen kann, wenn ein Kind krank ist.

    Allerliebste Grüße Fearn
     
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