Nach ersten 5 Tagen im Altenheim (wo 95% dement sind): Ich kann nicht mehr...

Dieses Thema im Forum "Pflegebereich Psychiatrie/Psychotherapie/Psychosomatik/Sucht/Forensik" wurde erstellt von juchas, 07.12.2013.

  1. juchas

    juchas Junior-Mitglied

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    Hallo ihr lieben ich Grüße euch,

    Ich habe seit dem 1. Dezember meine neue Stelle im Altenheim begonnen wo überwiegend Demenzerkrankte Bewohner sind bzw. unter anderen Psychischen Krankheiten leiden.

    Davor habe ich ein halbes Jahr in Klinikum als Krankenpflegeassistent auf der Nephrologischen Station gearbeitet nach dem ich im April meine Ausbildung zum GuKAssist erfolgreich beendet habe. Der Vertrag wurde leider nicht verlängert (von Niemanden von meinem Kurs).

    In den ersten Tagen als ich arbeitslos war habe ich fleißig Bewerbungen geschrieben und auch fix ein Vorstellungsgespräch in dem Heim bekommen wo ich jetzt bin. Die Heimleitung sagte mir das die Meisten Bewohner Dement seien und bot mir erstmal eine Hospitation für 3 Tage an.


    Die 3Tage Hospitation vergingen wie im Flug. Ich habe mich um 5 Bewohner gekümmert die Dement waren (ich müsste 3en davon immer wieder sagen "bitte bleiben Sie stehen ich muss Sie noch untenrum waschen" wie Sie nicht stehen bleiben konnten sondern immer "gehen" wollten und 2der Bewohner waren "normal") Das Team war suppernett und es hat mir sehr gefallen und ich habe gedacht: Unterschreibe weil

    a) das Team ist ja total nett und alle egal ob Controller,Finanzbuchhalter oder von der Wãscherei sind extra zu hoch gekommen auf Station und habe mich begrüßt sich vorgestellt und gesagt schön das ich da bin.(Das hat mir auch wenn es verrückt klingt sehr imponiert und mir das Gefühl gegeben ich gehöre zum Team und bin wichtig)


    b) insgesamt habe ich schon 3,5 Jahre in der Krankenpflege als Aushilfe gearbeitet und Hmm Sage ich mal um die "Speziellen Patienten mit Demenz bzw. die Pat die Pflegefälle,schwer zu führen waren weil zickig Hmm oder Sage ich mal die nicht normale Patienten waren " Die Pfleger immer gesagt haben "Micha habe wieder einen Spezialpat für dich"

    Ich habe einfach das Talent,die Ruhe,die Gelassenheit,Die Fröhlichkeit, das Herz Hmm das Richtige gespühr(habe einen Zugang auf menschlicher Art ) gehabt.

    Und darum habe ich mir gesagt "das schaffst du schon"



    Jetzt bekomme ich die "richtigen Knaller" zum Versorgen ab scheint mir.


    a) ich komme ins Zimmer rein und sage frōhlich "Guten morgen Herr Meier na haben sie gut geschlafen ich kome jetzt gleich mit der Waschschüssel und Waschschüssel sie frisch" der Bewohner ist nett und frōhlich aber als ich ihn die Hose ausgezogen habe und angefangen habe zu waschen knallt der mir richtig eine auf meine Nase.

    b) Ich gehe ins nächste Zimmer und will waschen da schreit der Bew "raus hier lass mich raus hier lass mich" und ich habe keine Chance an ihn ranzukommen und lass es

    c) mit denn Bewohnern zu reden bzw. Ein normales Gespräch führen geht überhaupt nicht weil hält 95% völlig Gaga sind. Wenn ich im Gemeinschaftsraum bin und bemerke das jedenfalls "miess riecht" gehe ich hin und Sage Frau Xy kommen sie mir wir müssen uns frisch machen. die Dame kommt lieb mit aber wenn ich auf dem Zimmer bin und Sage so kommen sie auf Toilette dauert es 10 min bis ich sie frisch gemacht habe weil ich mich bestimmt 20 mal wiederholt habe sie soll bitte stehen bleiben aber immer "laufen" will

    d) ich bin normalerweise eine ruhige Person der egal was ist und wie stressig es auch sein mag NOCH NIE die Ruhe verloren hatvund laut wird aber gestern habe ich einen Bewohner angeschriehen "jetzt bleiben sie doch verdammt nochmal stehen"


    Ihr lieben ich bin ein Mensch der sich für nichts zu schade ist und der Letzte wäre der "faul zu Hause rumsitzt" sondern immer 'Arbeitet" . Ich Spüler einfach das ich die "Gabe bzw das Talent bzw es meine Bestimmung ist in der Pflege zu arbeiten" Patienten haben sich bei mir bedankt, mir sogar Blumen geschickt und meine Kollegen sagten mir " micha wie du dich um die Pat kümmerst die pflegst mit so viel Gefühl und Leidenschaft das ha b ich noch nie gesehen" Ich habe noch eine rießen Begeistung in mit und Lust die "große Ausbildung
    " zu machen




    Ich habe nie "nie aufgegeben " aber hier merke ich schon recht fix " ich kann nicht mehr es macht mich fertig kann nichtmehr abschalten Zuhause "


    Ich würde jetzt zwar von Arbeitsamt gesperrt worden (habe noch ein bischen Geld auf dem Konto) aber das wäre Zweitranging.

    Ich wūrde mich an liebsten selbst schützen und von der Probezeit Gebrauch machen. Muss morgen wieder hin zum Frühdienst und danach 10 Tage am Stück.
     
  2. Marty

    Marty Poweruser

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    Guten Morgen, juchas

    Ja, ein gewisses Quantum an Gefühl und Leidenschaft braucht dieser Beruf. Aber genauso viel professionellen Abstand und Selbstschutz. Letzteres lernt man meistens im Laufe seines Berufslebens und mancher leider auf die harte Tour, in dem er irgendwann an den Zuständen erkrankt. Nennen wir es Burn Out.
    Du mußt dir deine Persönlichkeit als ein Gefäß vorstellen. Das, was du zu geben hast, fließt heraus und das, was du umgedreht aus diesen Dingen für dich herausnimmst, kommt herein. Das muß sich schon irgendwie die Waage halten. Bei dir im Moment fließt alles heraus und bald, jetzt schon ? bist du leer. Dann bist du krank. Und das ist meistens so gravierend, das manche nie wieder ins Berufsleben einsteigen können und auch im restlichen Leben leiden.
    Und schuld, wenn man in dem Zusammenhang überhaupt dieses Wort benutzen sollte, sind in großem Maße politische und ökonomische Zwänge, es wird nur gespart, gekürzt und immer mehr Arbeit auf immer weniger Schultern verteilt. Unser Berufsstand steht nun mal ganz am Ende der Nahrungskette. Selbst robuste Naturen kriegen Probleme, sensible, so wie du, sind in solchen Zuständen verloren.

    Aufgeben klingt so negativ. Das ist es nicht. Es ist eine Einsicht in eine Notwendigkeit. Jeder Mensch hat einen Platz im Leben und Plätze, die sich nicht für ihn eignen. Punkt aus.



    Tu genau das, ohne Wenn und Aber. Es geht finanziell immer weiter. Erkunde berufliche Alternativen und wenn du in diesem Beruf weiter machen willst, dann lass dich coachen oder mach eine Therapie, in der du erkundest, was genau in dir steckt, das dich dahin getrieben hat. Du stehst am Anfang deines Berufslebens und hast noch alle Chancen. Und hab keine Angst vor dem Wörtchen "Therapie", das schreibt dir ein in 25 Jahren gebeutelter Krankenschwesterndrachen, deren beruflicher Werdegang ein grosses Thema in der eigenen Therapie ist.



    Wie auch immer du dich entscheidest, alles Gute für dich,
    Marty
     
  3. Resigniert

    Resigniert Stammgast

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    Oder: du bittest um eine zeitnahe Fortbildung
    : du fragst deine ex. Kollegen wie du mit H. XY und YZ am Besten umzugehen hast.
    : du schilderst deine Nöte und Hoffnungen und fragst um Hilfe

    Wenn alle diese Mitarbeiter dich in deinen Hospitationstagen begrüßen wollten, suchen sie wohl händeringend Personal. Dann könnten sie evtl. auch Hilfe zur Professionalisierung des Metarbeiters anbieten.
     
  4. eiermatz

    eiermatz Senior-Mitglied

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    Demenzstation und dann Mitarbeiter ohne gescheite Aus-oder Fortbildung darin ins kalte Wasser werfen : anscheinend nach dem Motto: Waschen und windeln kann jeder....leider immer noch viel zu oft die Realität in deutschen Altenheimen.
     
  5. Basmyr

    Basmyr Junior-Mitglied

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    Ich wundere mich auch, wie der eiermatz. Gibt es keine Dokumentation bei euch? Biographiearbeit? Pflegemodell? Irgendwas? Dich da unvorbereitet reinzuschicken (und 3 Tage schnuppern sind KEINE Vorbereitung) ist Körperverletzung. Einmal an dir, weil du dich schlagen lassen musst, und dem Patienten gegenüber, weil ihm keine Pflegekraft zur Seite steht, die ihn angemessen pflegt.

    Da geht mir der Hut hoch!
     
  6. juchas

    juchas Junior-Mitglied

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    Am Freitag habe ich sugar eine Etage (12 Bewohner) alleine versorgen müssen weil nur 3 Leute da waren.

    Habe einen Bewohner frosch machen wollen weil der vollgekottet war der hat mich aber so beschimpft und ich kam garnicht an ihn ran konnte reden wie ich wollte der blieb Stur. Um hilfe gerufen hab ich auch nicht weil ich wusste (die anderen haben keine Zeit stecken auch im Stress).

    An Ende meiner Schicht kam dann ein Pfleger und meinte"Herr X war total vollge******en " und ich sagte"der hat sich nicht waschen lassen wollen wenn ich hin wäre hätte er mir eine geknallt" und der Kollege ganz trocken" ja hättest ja anrufen können dann wäre einer gekommen"


    Habe jetzt 10 Tage Früh und hab jetzt schon angst. Wenn ich an die Arbeit denke
     
  7. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Bei der Beschreibung deiner Bewohner ("völlig Gaga") hoffe ich, dass der AG aktiv wird und sich von dir trennt. Net jeder ist für jede Pflegestelle geeignet. Vielleicht solltest deinem AG nahe legen, dich zu kündigen. Nutze da am besten die Beschreibungen- möglichst wortwörtlich- die du hier genutzt hast. Ich kann mir kaum vorstellen, dass da ein AG ablehnt.

    Elisabeth
     
  8. juchas

    juchas Junior-Mitglied

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    genau Marty so ist es

    Elisabeth als ich schrieb" Bewohner sind Gaga" das mein ich überhaupt nicht böse oder negativ


    Ich hatte noch niemals Angst zur Arbeit zu gehen wirklich nie nie ich bin jeden Tag egal welche Kollegen und Patienten mit einem lächeln und einfach guter Laune zur Arbeit gegangen aber hier hab ich einfach nur Angst Angst und Panik
     
  9. juchas

    juchas Junior-Mitglied

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    Ein Pflegemodell haben wir nach Krohwinkel und wir Dokumentieren auch aber bis ich das alles Drauf habe wird es wohl noch etwas dauern
     
  10. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    @Juchas- ich wollte dir keinen Vorwurf machen. Deine deftige Sprache macht eher deine Not sichtbar. Sie zeigt, dass du den Anforderungen nicht gewachsen bist. Das müsste eigentlich jeder halbwegs empathisch denkende AG merken. Aber vielleicht musst ihn wirklich darauf stoßen.

    Elisabeth
     
  11. eiermatz

    eiermatz Senior-Mitglied

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    Also, du betreust 12 Demenzkranke im Dienst alleine, bist lt. deines Profiles keine ex. Altenpflegerin sondern Student?
    Weißt du was, such dir sehr schnell einen neuen AG, hier scheinst du nur ein weiterer Mitarbeiter ,zum Verschleiß freigegeben, zu sein.
    Wie willst du 12 Demenzkranken menschlich versorgen, wenn du alleine bist, von der Materie null Ahnung hast und alleine gelassen wirst.
     
  12. juchas

    juchas Junior-Mitglied

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    Ich bin seit April Krankenpflegeassistent und habe ca 3 Jahre "Beruferfahrung" aber das hier ist doch eine ganz neue Hausnummer

    AM Donnerstag hat mich dann ein Assistent mitgenommen auf die 2 Etage und gesagt "So komm und schaue dir alles an morgen bist du alleine hier im Frühdienst"

    Ich liebe meine Arbeit und bin jeden Tag mit einem Lächeln zur Arbeit gegangen. Wenn sich ein Patient zum 3. mal hintereinander Stuhlgang hatte und es Ihm unangehm wurde habe ich Ihn mit Freunde wieder Frisch gemacht und während meiner Tätigkeit haben wir beide gelacht. Ich liebe meine Arbeit und bin immer hmmm sehr beflügelt und mit einer rießengroßen "Lust" zum Dienst gegangen und mit Ehre meiner Arbeit nachgegangen.

    Ich habe mit 19 Jahre einen schweren Unfall bin 5 mal operiert worden und habe 2 1/2 Monate im Krankenhaus gelegen und weiss was es heist lange zu liegen.


    Ich bin mit den sogenanten "Problempatienten" immer bestens klargekommmen habe viel Lob bekommen und ich spühre für mich selbst "Die Krankenpflege finde ich geil" und die große AUsbildung will ich auf jeden Fall noch machen ich habe noch rießige Motivation und Potiential wie mir meine Lehrerin sagte (ob in 1 oder 2 Jahren)


    Ich habe eine "begeisterung" für denn Beruf aber was ich hier bis jetzt erlebe und das sind erst meine Ersten Tage ist wirklich eine andere Klasse bzw Liga


    Ich habe noch NIE einen Patienten oder jemmanden angeschrieen ich war immer cool und locker aber was jetzt mit mir passiert ist nicht gut.
     
  13. Marty

    Marty Poweruser

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    juchas, du setzt dich mit deiner Haltung unter Druck. Riesengroße Lust, Ehre, beim 3. Mal Stuhlgangputzen immer noch singen und scherzen....das kannst du so nicht durchhalten. Du brauchst mehr innerlichen Abstand. Dieser Beruf ist schön, ja und gewiß auch ehrenvoll, aber sehr oft schmutzig und würdelos. Du sollst nicht aus allen Wolken fallen, wenn du das merkst, du sollst zu dir selber nachsichtig sein! Du darfst beim 3. Mal Stuhlgangputzen das innerlich saublöd finden, du darfst und mußt dich ekeln dürfen und Patienten nicht leiden können. Du sollst dir das nicht anmerken lassen, deshalb wirst du Profi, aber innerlich so einen Übermenschen geben, wie du schilderst, das fährt dich voll gegen die Wand. Da stehst du ja schon.
    Laß dich professionell unterstützen, wenn du diesen Beruf weiter verfolgen willst. Das rate ich dir sehr dringend!!!
    Jenseits von "Berufung und Menschen sind ja doch keine Werkstücke und ach, was sie leisten, könnte ich ja nicht" und diesem ganzen Geschwurbel heißt die Devise:
    Das ist ein normaler Beruf, er muß unter anständigen Bedingungen ausgeübt werden dürfen und muß angemessen vergütet werden. Alle Beteiligten in dem Zusammenhang haben mir mit Respekt und Realitätssinn gegenüberzutreten und mich nicht auszubeuten und emotional zu erpressen!
    Muß ich unter so erbärmliche Bedingungen arbeiten wie du gerade, allein gelassen und ausgebeutet (nebenbei, die wußten schon, warum die dich so freundlich begrüßt haben, jetzt hast du Skrupel, denen die Meinung zu sagen, nicht wahr?!) dann gehe ich zu den Vorgesetzten und sage, das ich so nicht arbeiten kann. Tun sie nix und appellieren nur an dein Gewissen, was sie hier tun werden, dann...
    ich würde gehen, und du?
     
  14. Bluestar

    Bluestar Poweruser

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    Da frage ich mich doch warum du dir keine Hilfe holst wenn du nicht weiterkommst ??? Die Kollegen wollen dich ja scheinbar unterstützen...Schätzt du dich vielleicht ein wenig falsch ein ???



    Und warum hast du die Ausbildung nicht längst gemacht wenn du doch so viel Potential hast ? Worauf wartest du ?
     
  15. juchas

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    Ich habe die große Ausbildung ja angefangen vor 2 Jahren und warum ich es nicht geschaft habe war "Kopfsache" ich habe mein Studium leider nicht geschafft und als ich die Ausbildung angefangen habe habe ich mir selbst zu viel Druck gemacht ich wollte "es jetzt entlich schaffen" die Probezeit habe ich nicht geschaft und meine Lehrer meinten "machen Sie doch die 1 Jährige damit Sie sich denn Druck nehmen"

    Die Assistentenausbildung habe ich mit Mündlich 2 Schriftlich 2 Praktisch 4 bestanden habe praktisch immer schon meine Probleme habe in Alltag immer TOP gearbeitet aber in der Prüfung war ich etwas zu nervös (Meine Praktische Führerscheinprüfung habe ich auch mit einem blauen Auge bestanden aber jetzt fahre ich gar nicht mal schlecht)

    Ich habe möchte jetzt erstmal arbeiten und Praktisch noch viel Erfahrung sammeln und in 2 Jahren die große Ausbildung nochmal in Angrif nehmen.

    Ich habe nicht angerufen weil ich dachte die beiden haben unter auch Mega Stress und habe mich auch "unterschätzt" und bestimmt keine Zeit mir zu helfen aber beim nächsten Problem werde ich zum Hörer greifen und anrufen-

    Ich werde es mir noch nächste Woche anschauen und wenn sich nicht viel ändert meine Sachen packen

    Habe eben gegoogelt und es giebt massig Stellenangebote also da müsste ich mir keine Sorgen machen.

    PS

    Die Vergütung ist ja wirklich ein Witz insbesondere bei dem "Druck" den ich dort ausgesetzt und aushalten muss


    Vielen Dank für euer Feedback schonmal
     
  16. Bluestar

    Bluestar Poweruser

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    Nach deinem letzten Posting kommt es mir so vor, als wenn nicht die dementen Bewohner das Problem sind, sondern du selbst. Du hebst dich selbst in den Himmel und stürzt immer wieder ab...Ich würde die Kündigung noch einmal überdenken und mich selbst reflektieren denn ich denke das Problem wird bleiben. Und bevor du dann X Stellen anfängst und wegen einem zu starken Druck wieder aufgibst....macht sich im Lebenslauf und im Hinblick auf die Ausbildung nicht so gut, oder ?
     
  17. juchas

    juchas Junior-Mitglied

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    Der Starke Druck ist es nicht ich habe während meiner Studienzeit 2,5 jahre in einem Krankenhaus der Maximalversorgung als Springer gearbeitet auf Stationen mit bis zu 50 Patienten. Es gab massig zu tun aber ich habe meine Aufgaben immer mit aller Ruhe verrichtet. Ich habe mich nie stressen lassen und war einfach die Ruhe selbst.

    Ich habe bestimmt schon 30 Stationen gesehen und denn Stationsalltag einen so hohen Demenzanteil habe ich noch nie erlebt



    Wenn es sagen wir mal auf denn Stationen von 25 Patienten 2 oder 3 Demenzpatienten giebt ist das noch kein Problem aber wenn es von 25 Patienten 20 sind die Demenz haben würde ich sagen "das ist zu viel ich kapituliere"
     
  18. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Die dementen Bew. honorieren deine Bemühungen nicht. Im Gegenteil. Und damit kommst du nicht klar. Du fühlst dich persönlich angegriffen. Deine Vorstellungen, wie Pflege laufen sollte, werden in Frage gestellt. Ein dementer Mensch, der eigentlich "völlig Gaga" ist bestimmt, wo es lang geht. Das muss man erst mal schlucken. Da hilft kein Mantra á la "ich bin die Ruhe selbst" und "ich habe gar keinen Stress".

    Demente erfahren nonverbal, was mit dir los ist. Sie spüren deine Unsicherheit- um es mal wohlwollend darzustellen. Da kannst du noch so beruhigende Worte wählen. Verbale und nonverbale Kommunikation sind nicht kongruent. Das löst Abwehr bei dem Bewohnern aus.

    Es ist nun mal eine Kunst, diesen Menschen echt zu begegnen, sich auf ihre Welt einzulassen. Wer diese Kunst nicht beherrscht, bekommt sein Manko schnell und eindeutig vorgeführt.

    Elisabeth
     
  19. juchas

    juchas Junior-Mitglied

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    Das Talent oder die Gabe überwiegend mit Dementen Menschen zu arbeiten ist auch nicht jeden gegeben das "richtige Händchen" zu haben fehlt mir
     
  20. Kalimera

    Kalimera Poweruser

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    Ich finde es hat weder mit Talent noch mit Gabe zu tun mit Demenzkranken umzugehen. Den Umgang kann man lernen, sofern man sich darauf einlässt und lernen möchte.
    Es ist keine Schande zu sagen, dass man Probleme damit hat und man lieber in einem Bereich arbeiten möchte, wo der Anteil Demenzkranker gering ist.
    Ich gebe nur zu bedenken, dass in Pflegeheimen sicherlich eine gehäufte Anzahl derer vorkommen, also Augen auf bei der Stellensuche.
    Du bist sehr gut darin Deine Stärken darzustellen, wie man hier merhfach lesen kann.
    Wie wäre es, wenn Du Dir Deiner Schwächen ebenso bewusst wirst und beginnst diese ab-/aufzuarbeiten?
    Nichts für ungut, aber ich glaube in Elisabeths Posting steckt doch viel Wahrheit.
     
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