Nach 9 Jahren Pflegeabstinenz in die Schweiz

Dieses Thema im Forum "Arbeiten in Deutschland/Österreich/Schweiz als ausländischer Bürger" wurde erstellt von chrissemann, 20.03.2009.

  1. chrissemann

    chrissemann Newbie

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    Hallo Kollegen,

    bin neu hier und habe eine Menge fragen.
    Mein Name ist Chris ich
    bin Exam. Krankenpfleger aber schon seit 9 Jahren aus dem Beruf raus, seit 2000 arbeite ich für die Pharmaindustrie, habe sozusagen die Seiten gewechselt.

    Schon seit geraumer Zeit beschäftigt mich das Thema Wiedereinstieg in die Pflege und langsan wird der Wunsch wieder einen sinnvollen Beruf auszuüben immer konkreter.
    Da ich bereits 1995 sofort nach meinem Examen für 2 Jahre in die Schweiz gegangen bin und sehr gute Erfahrungen gemacht habe, kann ich mir diesen Schritt auch Heute wieder sehr gut vorstellen.
    Beim Lesen von Stellenanzeigen blicke ich nun aber wirklich nicht mehr durch ?

    Was ist eine Pflegefachfrau, Was ist DN1 und DN2 und was zum Himmel soll denn nun HF bedeuten ;)
    Früher war ich als Krakenpfleger AKP in einer Zürcher Herzklinik beschäftigt.
    Welche Tips würdet Ihr mir für den Wiedereinstieg geben, habe ich überhaupt Chancen ?
    Personlavermittlung oder Direkt an Spitälern bewerben ?

    Da ich in der Bodenseeregion aufgewachsen bin würde ich gerne als Grenzgänger arbeiten.
    Ist das überhaupt noch finanziell interessant oder fressen die Steuern den guten Verdienst in der Schweiz komplett auf ?

    Fragen über Fragen, bin wirklich für jede Hilfe dankbar.

    Liebe Grüße aus Bayern

    chris
     
  2. 5cats

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    scan mal die anderen treads hier, ich glaube ein Teil deiner Fragen wird da schon beantwortet.
    In der Schweiz ist die Ausbildung jetzt 4 Jahre und wurde schulisch angehoben = HF (höhere Fachschule), DN2 ist auch die 4 jährige Ausbildung, war der Titel in der Uebergangszeit, DN1 sind 3 Jahre Ausbildung. Pflegefachfrau/mann ist bloss ein neuer Begriff so wie Gesundheitspfleger, am Beruf hat sich nicht viel geändert:-)

    Für deine Bewerbungen: Die AKP Ausbildung gilt als DN2, bzw. HF. Wenn du die SRK Anerkennung hast, kannst du dir den Titel/Grad HF nachbestätigen lassen.

    Wie's auf dem Arbeitsmarkt aussieht kann ich dir nicht sagen, und die Steuerlage kenn' ich auch nicht, aber du bist ziemlich lange raus, von daher müsste der Arbeitgeber schon recht verzweifelt sein um Interesse zu haben oder kennt dich. Hast du gute Referenzen von deiner Zeit in der Schweiz?
    Ohne Aktuelle Beruferfahrung, glaub ich nicht dass du eine Agentur finden wirst, versuchs doch mal direkt, und sieh was sie dir so sagen. Hast du über einer Wiedereinstiegskurs oder so mal nachgedacht?

    5cats
     
  3. Angus

    Angus Senior-Mitglied

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    Langzeitpflege Spezialstation für junge körperlich (+z.t. psychisch/sucht) Behinderte
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    Rai-Rug MDS-koordinator+Supervisor,
    Der Personalbedarf im Gesundheitswesen könnte bis 2020 um 13 Prozent zunehmen ​
    [FONT=Arial,Arial]
    Laut den Bevölkerungsprognosen des Bundesamtes für Statistik (BFS) dürfte die Population der 65-Jährigen und Älteren bis 2020 um 400’000 Personen (+34%) zunehmen, während jene der 20- bis 64-Jährigen wahrscheinlich lediglich um 200’000 Personen (+4%) wachsen wird.
    Geht man von einer Verkürzung der Hospitalisationsdauer und einer Verbesserung des Gesundheits-zustandes der älteren Bevölkerung aus, müssten in den drei oben genannten Institutionstypen auf-grund der demografischen Alterung bis 2020 25'000 Personen zusätzlich eingestellt werden (+13%). Hinzu kommen mindestens 60'000 Gesundheitsfachleute, die wegen Pensionierung ersetzt werden müssen. ​
    [/FONT]
    Am stärksten nimmt der Personalbedarf in den Einrichtungen der Langzeitpflege zu ​
    [FONT=Arial,Arial]
    Diese Entwicklung erklärt sich durch die starke Zunahme der 80-jährigen und älteren Bevölkerung, die wichtigste Zielgruppe für die entsprechenden Leistungen. Um damit zurechtzukommen, brauchen Alters- und Pflegeheime ca. 15'000, Spitex-Dienste ca. 5'000 zusätzliche Angestellte. ​
    [/FONT]
    Die Rekrutierung von Gesundheitspersonal könnte schwieriger werden ​
    [FONT=Arial,Arial]Der erhöhte Bedarf zeichnet sich in einer Phase ab, in der die Rekrutierung bereits schwierig ist. Die Autoren der Studie schlagen verschiedene Lösungswege vor, wie der Mehrbedarf angegangen wer-den könnte. Zunächst muss die Gesundheitsförderung verstärkt werden, damit die Gesundheit der älteren Bevölkerung verbessert und der Pflegebedarf gesenkt werden kann. Ebenfalls wichtig sind die Optimierung der Art der Leistungserbringung und eine bestmögliche Abstimmung der eingesetzten Kompetenzen auf die Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten. Schliesslich sollten die Berufe at-traktiver gemacht und die Anzahl Ausbildungsplätze angepasst werden.
    Quelle: http://www.obsan.admin.ch/bfs/obsan/de/index/01/01.Document.118439.pdf
    Da gibts genügend Arbeitgeber die suchen und finden doch nichts.
    Vorschlag: Zum Einstig in den Langzeitbereich und später in den Spital wechseln.

    cheers Angus
    [/FONT]
     
  4. Angus

    Angus Senior-Mitglied

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    Rai-Rug MDS-koordinator+Supervisor,
    Kannst du machen. Die Steuern in Deutschland sind aber eher höher als in der Schweiz. Als deutscher Staatsbürger würdest du "Quellenbesteuert". Oder anders gesagt keine Steuererklärung ausfüllen die ziehen dir die Steuer direkt vom Lohn ab. (praktisch nicht?)
    Der Weg in die Schweiz ist auch nicht gratis. (Benzin/Auto/...)
    Dafür ist Wohnen und die Krankenkasse teurer in der Schweiz.

    cheers Angus
     
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