Mutter krank - Vater Urlaub?

Dieses Thema im Forum "Arbeitsrecht / Gesundheitsrecht / Krankenpflegegesetz" wurde erstellt von Wade, 12.02.2007.

  1. Wade

    Wade Newbie

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    Hallo, folgendes Problem mit Frage.

    Mutter ist im 8 Monat schwanger, krank (geschrieben), kann sich nur schwierigst um Betreuung von Kleinkind mit 2 Jahren kümmern. Muss der Vater zur Unterstützung Urlaub nehmen, oder gibt es andere kurzfristige Hilfs-Varianten ? (Info: keine geeignete Ersatzperson, z.B. Oma, Haushaltshilfe oder so vorhanden)

    Wie sieht das dann 1 Monat später für die Zeit der Entbindung im Krankenhaus aus ? Gleiche Frage: Muss hier der Vater Urlaub nehmen um Zuhause aufs Kleinkind aufzupassen ?

    Danke für kurzfristige Hilfe.
    Ralg.
     
  2. sassy81

    sassy81 Junior-Mitglied

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    ambulanter Pflegedienst
    Wie wäre es den mit einer Familienpflegerin???? Bekommt man beim Ambulanten Pflegedienst zum Beispiel! Einfach mal mit Krankenkasse telefonisch abklären.
    Also wir haben oftmals so Fälle und machen dann auch Familienpflege. geht soviel ich weiß bis zu 8 Stunden pro Tag!
     
  3. Giana

    Giana Stammgast

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    Gesundheits- und Krankenpflegerin
    Ort:
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    Akt. Einsatzbereich:
    Altenpflege
    Funktion:
    Stellv. Wohnbereichsleitung
    Als ich im ambulanten Pflegedienst mein praktischen Einsatz hatte, musste ich auch als Haushaltshilfe arbeiten. Die Mutter hatte Frühwehen und dazu noch 2 kleine Kinder. Es wurden täglich 8 Std. von der Ärztin verordnet und dann von der Krankenkasse genehmigt.
    Also einfach mal mit der Ärztin und der Krankenkasse abklären, sowie sassy schon sagte.
     
  4. Michl

    Michl Gast

    @ Wade

    4 Tage (ehemals sogar 10) pro Kind und Kalenderjahr gibt´s eine Dienstbefreiung ohne Entgeld für die Aufsicht der unter 12-jährigen Kinder, wenn die Betreuungsperson erkrankt ist.
    Zuerst Arbeitgeber verständigen, ärztliches Attest für Ehepartner....
    Bei der Kassse stellt man dann einen Antrag auf Haushaltshilfe und setzt sich als Ehepartner selbst ein. Kriegt man dann halt das Geld von der Kasse, was sonst für die Haushaltshilfe draufgegangen wäre.

    Für die "Niederkunft" gibt´s dann noch einen TAg vom Arbeitgeber geschenkt. Den muss man aber nicht am Tag der Geburt nehmen (weil da ja evtl. noch die Dienstbefreiung greift), sondern z.B. noch im Anschluss.

    Das Neugeborene zählt ab der Geburt natürlich auch mit 4 Tagen ;)

    Ansonsten wie im Vorposting: Familienpflegerin beantragen.

    Hoffe, meine Infos sind noch aktuell. Hab das schon lange nicht mehr in Anspruch nehmen müssen. *toi toi toi*



    Grüße
    Michl
     
  5. Trisha

    Trisha Poweruser

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    Akt. Einsatzbereich:
    Bildungsmanagement Bereich chronische Wunden
    Hallo,

    ich bin selbst in der Situation. Schwanger im 8./9. Monat, vorzeitige Wehen, Kleinkind 14 Monate, Mann fast ganze Woche auch nachts weg.
    Bekomme 4 Stunden tgl. vom Mo-Fr Haushaltshife und Kinderbetreuung (4 Stunden wurden von der Ärztin beantragt und von der KK/bzw. vom MDK! genehmigt).

    Bei der Krankenkasse gibt es entsprechende Vordrucke, die man sich anfordern und ausfüllen kann.

    Man hat mehrere Möglichkeiten auf Hilfe:

    - man kann einen Pflegedienst beauftragen. Das habe ich bereits im Dezember als ich stationär lag gemacht und das endete leider in einer halben Katastrophe. Ein Pflegedienst, der speziell dafür wirbt, Risikoschwangere mit Kleinkindern zu betreuen. Es kamen unqualifizierte Kräfte, die nicht in der Lage waren, unsere zu dem Zeitpunkt 12 Mon. alte Tochter adäquat zu betreuen (was füttern, schlafen etc. angeht trotz schriftlicher "Anleitung"). Es kamen Bürokauffrauen, die auf 400€-Basis dort arbeiteten oder sonstige Frauen mit unpassenden Qualifikationen, jedenfalls nahmen die einen Stundensatz von knapp 15 € und die KK bezahlte nur knapp 13 € so dass ich über 2 € pro Stunde drauf legen mußte! Genehmigt werden bei stationären Aufenthalten immer 8 Stunden am Tag Haushaltshilfe.
    -
    man kann eine Privatperson engagieren, entweder Verwandte oder aber die man sich z.B. per Anzeige in einem Werbeblättchen sucht. Letzteres habe ich nun gemacht, so konnte ich direkt in der Stellenanzeige mitteilen, welche Anforderungen ich an die Hilfe habe. Es haben sich einige vorgestellt und ich bin mit meiner Wahl sehr zufrieden. Die Hilfe wird vergütet mit 5,25 €/Stunde. Okay, da muss man erst mal eine finden, die das für das Geld auch übernehmen will.
    -
    es kann auch der Partner oder sonst wer aus der Familie sein, derjenige muß der Krankenkasse eine Verdienstausfallbescheinigung vorlegen, sofern er/sie berufstätig ist.

    LG
    Trisha
    (die froh ist, mit der runden Kugel nicht mehr den Putzlappen schwingen zu müssen....)
     
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