Mundpflege

Dieses Thema im Forum "Fachliches zu Pflegetätigkeiten" wurde erstellt von Mausi1984, 09.11.2007.

  1. Mausi1984

    Mausi1984 Junior-Mitglied

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    Hallo
    Gestern hatten wir eine Wieterbildung zum Thema Mundpflege!

    Dort bekamen wir unter anderem gesagt man solle Mudnpflege nciht mehr mit der Pean Klemme machen da harte Gegenstände Beissrefelx noch mehr auslösen! Man solle die Lippen mit dme Finger und Creme umranden und dann macht Pat. automatisch Mund auf. Mit weichen Gegenständen sei es so dass er nicht zubeissen würde!
    Und dass man Butter nicht zur Zungenpflege (die mit Borken belegt ist) verwenden solle, da Borken sich zwar gut lösen aber die Borker hinunter zum Kehldeckel gehen und dort liegen bleiben und so kann es nach Aspiration zur Fettembolie kommen!

    Was meint ihr dazu?
     
  2. mostbirne

    mostbirne Gast

    grüzi, klingt eigentlich alles ganz einleuchtend.
    aber wie es nach aspiration zur fettembolie kommen soll... das leuchtet mir nicht ein!!!???

    grüsse
     
  3. Stupsi

    Stupsi Stammgast

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    Hallo!

    Wir haben vor kurzen unseren Pflegestandard Mundpflege entworfen; dabei haben auch manche Pflegekräfte für die Klemme gestimmt. Wurde aber dann doch überwiegend abgelehnt, weil die Verletzungsgefahr doch relativ hoch ist und man mit der Klemme wenig Gespür hat.
    Wieder einige wollten Mundpflege mit dem Finger und Kompresse machen; hier wiederum, muß es vom Patienten abhängig gemacht werden, weil die Gefahr, daß mich der Patient beisst hoch ist.
    Wir verwenden, Zahnbürste, große Watteträger und haben Denta-swaps.

    Als Mundpflegemittel kommen einige in Frage (verschiedene Tees, Bepanthenlösung, Butter, Wasser, verdünnter Zitronensaft, Honig...). Um die Sinne des Patienten anzuregen, machen wir auch mal mit Nutella, Marmelade oder gefrorenen Fruchtsäfte Mundpflege.

    Das Problem mit der Butter, ist mir nicht bekannt. Man gibt ja auch nicht gleich einen ganzen Löffel voll in den Mund, sondern wir pinseln den Mund damit aus.

    Ich hoffe, das konnte ein wenig helfen, Servus Stupsi


     
  4. Maniac

    Maniac Poweruser

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    Also ich versuche es auch möglichst ohne Klemme, aber bevor ich mir in den Finger beissen lasse, nehme ich ne Klemme...
     
  5. jackdanielsx84x

    jackdanielsx84x Gesperrt

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    Hallöle,

    na ja, mir fallen spontan 5 Patienten ein, die dir dabei gut und saftig auf den Finger gebissen hätten und auch den Mund nicht geöffnet hätten.

    Diese Sprüche, geht immer und überall, sind für mich so sinnvoll wie ohne Wasser durch die Wüste Gobi.
    Sie stehen auch im krassen Gegensatz zu der Individualität eines Menschen.

    Kann ich jetzt aus meiner Erfahrung heraus nicht behaupten. Das kann man einfach, da erwähnen wir mal wieder die Individualität, vom Patienten abhängig machen, ob ich es mit dem Finger machen kann oder mich lieber schütze und die Klemme nehme.

    Gruß
    Dennis
     
  6. synapse

    synapse Stammgast

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    Hi,
    genau, mit welchem Hilfsmittel oder auch komplett ohne solches, das hängt individuell vom Patienten ab.
    Fettembolie vielleicht, wenn man 500g nimmt...:smoking:
    Als Mittel ist genehm, was der Patiente gerne mag.

    Gruß
    Synapse
     
  7. sam2309

    sam2309 Senior-Mitglied

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    Mmmmm lecker....500g Butter auf der Zunge. :zunge:
    Wenn das keine Stimulation ist weiss ich es auch nicht.
    Wir verwenden bei Borken auch schon mal gerne Vitamin C. Hilft
    meiner Meinung nach nicht so wie Butter, aber die Kollegen stehen
    drauf.
     
  8. stefan1981

    stefan1981 Senior-Mitglied

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    Denke mal das die Butter billiger ist :-).

    Ich nehme auch lieber die Finder- teilweise bevorzuge ich aber dennoch die Klemme :-).


    Ist es mit Pflegestandards eh net so eine Sache?!

    lässt sich Pflege nach sturem Standard verwirklichen?!

    Stefan
     
  9. junni

    junni Stammgast

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    Hallo!

    Was wird denn ein Denta-Swap sein?

    VG junni
     
  10. synapse

    synapse Stammgast

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    Hi Junni,
    nun, ich hoffe nicht, das es etwas mehr oder minder übersetztes aus dem Dictonary ist, denn dann würde es soviel heißen, also frei übersetzt, wie Zahnvertauscher, -austauscher.
    Nun, auch irgendwie eine Form von Mundpflege, oder??:D

    Gruß
    Synapse
     
  11. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    [​IMG]

    Ist eine Art Wattestielträger- statt Watte hast du Schaumstoff. Es gibt die mit und ohne Zahnpasta. Größe des Schaumstoffes entspricht in etwa einem Zahnbürstenkopf.

    Elisabeth
     
  12. Pittiblatsch

    Pittiblatsch Newbie

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    Also jetzt muß ich doch mal ganz blöd fragen. Wie bitte pflegt man den Mund indem man Nutella, Butter oder gefrorene Fruchtsäfte hernimmt?
    Greift das nicht die Zähne an!?? :-?

    Sorry, aber ich bin noch nicht in der Ausbildung, daher kenne ich mich mit den Methoden nicht aus. :weissnix:

    Gruß,

    Pittiblatsch. :flowerpower:
     
  13. junni

    junni Stammgast

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    Hallo!

    Danke für die Erklärung Elisabeth. Hab ich vorher noch nicht gehört/ gesehen.

    @ synapse: bin ich froh, das ich auf Frühchenstation bin und dort keine Zähne austauschen muss :knabber:

    VG junni
     
  14. sam2309

    sam2309 Senior-Mitglied

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    Solche Dinge dienen primär zur oralen Stimulation bei bewusstseinsgestörten Patienten. Nebenher ist eine Mundpflege mit "normalen" Mitteln sinnvoll.
     
  15. Pittiblatsch

    Pittiblatsch Newbie

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    @ sam2309

    Danke für die Erklärung, war total verwundert. Jetzt weiß ich bescheid.

    LG,

    Pittiblatsch :flowerpower:
     
  16. Pierre25337

    Pierre25337 Junior-Mitglied

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    Hallo Elisabeth,
    sind diese Reinigungsstäbchen in der Praxis besser anzuwenden als die Klemmen? Löst sich der Schaumstoff nicht versehentlich ab?

    Ich habe jetzt im Internet eine Menge Artikel etc. über Mundpflege gelesen, aber einige Fragen bleiben einfach ungelöst, da die Angaben dazu oft widersprüchlich sind:

    1. Sollte man Tee zur Mundpflege benutzen? Kamille ist zwar entzündungshemmend, soll aber auch die Schleimhäute austrocknen. Hinzu kommt, dass diese Teelösungen möglicherweise schnell bakteriell verunreinigt sind, wenn sie eine ganze Schicht über am Bett stehen.
    Wäre Bepanthenlösung nicht eine sinnvollere Alternative?

    2. Diese Informationen habe ich von der Internetseite Station24:
    "Antiseptische Mittel - wirksam bei Infektionen im Mundbereich
    Zur Behandlung bakterieller Infektionen im Mundbereich stehen wirksame Mittel zur Verfügung. An erster Stelle sei hier das Chlorhexidin genannt, welches meist in flüssiger Form angewendet wird. Für Patienten, die auf Grund von Bewusstseinsbeeinträchtigungen nicht zur Mundspülung in der Lage sind, steht dieses Mittel als Spray oder Gel zur Verfügung. Es ist stark antiseptisch wirksam und hemmt damit die Bildung der bakteriellen Plaque (siehe auch bei Zahnpflege). Bei Chlorhexidin ist als einzigem Antiseptikum die Eigenschaft der Substantivität nachgewiesen (Substantivität: Adsorption des Mittels von der Schleim-hautoberfläche unter Erhaltung seiner Aktivität). Es erreicht eine Wirkungsdauer von zwölf Stunden und braucht damit nur zweimal täglich angewendet zu werden. Nachteile sind der bittere Geschmack, die bräunliche Färbung der Zähne, die jedoch reversibel ist und Beeinträchtigungen der Geschmackswahrnehmung. Eine Anwendungsdauer von zwei Wochen sollte nicht überschritten werden.Chlorhexidin wird durch anionische Tenside inaktiviert. Da diese in den meisten Zahnpasten und Mundwässern enthalten sind, empfiehlt sich, eine Wartezeit von zwei Stunden vor und nach Gebrauch dieser Mittel und der Anwendung von Chlorhexidin einzuhalten.
    Als weitere antiseptisch wirksame Mittel eignen sich Octenisept, Gurfix (Hexetidin), Dobendan (Cetylpyridinium chloride) und Betaisadona (Povidone iodine). Zur Behandlung von Pilzinfektionen durch candida albicans stehen mit Ketaconazole und Clotrimazole ebenfalls wirksame Mittel zur Verfügung. Bei allen Infektionen der Mundhöhle muss bei jeder Mundpflege eine eventuell vorhandene Zahnprothese mit desinfiziert werden. Dazu wird die Prothese nach der gründlichen Säuberung in die entsprechende Lösung
    (z. B. Chlorhexidin) eingelegt."

    Wer hat Erfahrung mit der Anwendung von Chlorhexidin? Kommt es tatsächlich zu einer bräunlichen Verfärbung?

    3. Uns wurde gesagt, dass Zahnprothesen ohne Probleme mit Octenisept gereinigt werden können. Kann hier jemand über Erfahrungen berichten?

    4. Wie wird Mundpflge bei Euch bei Patienten durchgeführt, die nicht mehr selbständig den Mund ausspülen können? Reicht es aus, den Mund mit einer Zahnbürste zu reinigen, aber die Zahnpaste wegzulassen (da sie nicht ausgespült werden kann)? Im Anschluss dann den Mund mit Tupfern auswischen.

    5. Wer mag über Erfahrungen mit Butter zur Borkenlösung berichten? Gibt es Alternativen? (Multibionta bekommen wir nicht mehr.)

    6. Sollten Zahnprothesen ohne Zahnpaste gereinigt werden, da die Zahnpaste den Kunststoff der Zahnprothese angreift?

    Vielen Dank! :P
     
    #16 Pierre25337, 12.02.2012
    Zuletzt bearbeitet: 12.02.2012
  17. narde2003

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    Die von Elisabeth eingestellten Stäbchen sind hervorragend - ich habe es noch nicht erlebt, dass sich etwas gelöst hat. Die gibt es auch mit Saugansatz und als Zahnbürste mit Saugansatz.
     
  18. amezaliwa

    amezaliwa Poweruser

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    CH - keine Ahnung
    3. ZP - hab da noch nie Octenisept genommen, warum sollte ich das auch tun...
    hm, auch bei Infekten im Mundbereich (nochmal nachgelesen) noch nicht angewendet
    4. Nehme ich die "Lollis" Bild gibt's ja, ich find die Klasse, kannst auch in andere Flüssigkeiten tunken (sofern erlaubt, s.u.)
    lässt sich damit gut arbeiten, tw. vorab anlösen, einwirken lassen, entfernen von Belägen
    möcht (aus Mangel an anderen, vlt. besseren Möglichkeiten) die Teile nicht mehr missen
    wie genant - 2 Varianten - mit und ohne Zahncreme
    Zahnreme obwohl jemand nicht ausspülen kann - halt ganz wenig nehmen, Zahnbürste zum Teil auch - nachwischen mit dem "Lolli" - geht.
    5. kommt auf die Voraussetzungen an, Dysphagie, wenn ja wie hochgradig....Butter, ja, Honig, ja, beides kommt zum Einsatz
    gute, zufriedenstellende Ergebnisse, bisselchen Geschmacksache, die meisten finden es o.k.
    Zungenreiniger bzw. -schaber - fallen mir noch ein, hab da auch einen Schaber daheim, somit - für jeden erwerblich
    6. gibt's da nicht schon was hier...guck doch mal nach.....Hinweise von Kollegen, was der Zahnarzt empfiehlt inkl......
    der einfachste Weg, putzen mit Zahncreme je nach Wunsch des Patienten anschließend wieder rein wo 'se hingehören, oder über Nacht in einen Prothesenbecher mit Deckel, wenn jmd. das zu Hause auch macht. Ohne Wasser, ohne die Reinigungstablette.

    Die spezielle Zahnbürste mit Anschluss an den Absauger - vorwiegend Int., hab ich - noch - nicht angewendet, haben wir aber auch ein paar im Lager.

    Salbeiglycerin haben wir noch, gilt aber wieder - Voraussetzung muss passen, hier auch noch der Geschmack - Salbei mag nicht jeder, das Glycerin drin macht es sehr ölig.
    Mundspülmöglichkeit xy - was mit Panthenolzusatz...?

    Bei guter Compliance und deftig dickem Belag am Gaumen - auch der Versuch mit einer kleinen Klemme oder Pinzette um eine "Platte" wegzubekommen, aber nur bei guter und direkter Sicht (Lämpchen)und mit viel, viel Vorsicht.

    Guckst Du vielleicht auch auf der Seite der Hersteller von Reinigungstabs für die Dritten, findest dort auch Hinweise.
     
  19. -Claudia-

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    Das machen wir bei MRSA-Sanierungen. Ich hab keine Schäden an der Prothese feststellen können und bevor der Patient sie wieder einsetzt wird die Prothese ohnehin nochmals unter fließendem Wasser abgespült.

    Was die Borken hervorragend löst, ist das Fett. Welches Fett ist da ziemlich egal. Du kannst Butter nehmen, Sahne, Öl - ich hab einen Patienten schon mal seinen Mund mit einer Scheibe Salami auswischen lassen, klappt hervorragend. Da muss man einfach ausprobieren (oder erfragen), welchen Geschmack der Patient toleriert.

    Eine Alternative zur Borkenlösung kann sein, ein kleines Stück Brausetablette im Mund zergehen zu lassen. Das geht aber nur bei wachen Patienten. Ich hab das im Palliative Care Kurs ausprobiert und hatte ruckzuck den Mund voller Schaum - bei vielen Patienten bestünde da sicher Aspirationsgefahr.
     
  20. narde2003

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