Mundpflege mit Mundkeil?

Dieses Thema im Forum "Der Alltag in der Altenpflege" wurde erstellt von basketmicha, 06.04.2007.

  1. basketmicha

    basketmicha Newbie

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    Hallo zusammen!

    Ich bin ganz neu hier und etwas verzweifelt.

    Ich arbeite in einem Pflegeheim. Eine Bewohner beißt beim Versuch die Mundpflege durchzuführen sofort zusammen. Keine Chance diese zu machen. Jetzt wurde bei uns im Team diskutiert, ob man den Mund mittels Mundkeil öffnen darf um die Mundpflege durchzuführen. Ist das erlaubt?
    Ich meine, der Mund bzw. der Gaumen sieht wirklich schrecklich aus!

    Vielen Dank für Eure Hilfe!

    Herzliche Grüße
    Michaela
     
  2. Manu5959

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    Hallo Basketmicha,

    wenn du dir vorstellst, einen Mundkeil zum Öffnen des Mundes zu benutzen, ist dir doch selbst nicht wohl dabei!
    Warum? Weil es Körperverletzung ist!

    Die Mundhöhle gehört mit zu den intimsten Körperstellen.

    Habt ihr schon erforscht, warum der Bewohner den Mund zukneift?

    Welche Maßnahmen habt ihr bisher ausprobiert?

    Ganz wichtig sind hier biografische Kenntnisse, wenn der Bew. sich dazu nicht äußern kann, und ihr auch keine Kenntnisse darüber habt, fragt bei den Angehörigen nach.

    Welche Ressourcen hat der Bewohner noch?

    Könnte er selbst noch teilweise mithelfen?

    Welche Vorlieben hat er? Auch bei den Getränken?

    Grüßle Manu
     
  3. basketmicha

    basketmicha Newbie

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    Hallo Manu,

    der Bew. verfügt über keine Resourcen mehr, ist total pflegeabhängig!

    Die Angehörigen die noch leben hatten nie wirklich Kontakt zu ihr und wir wissen nicht was früher vielleicht das Lieblingsgetränk etc. war.

    Danke für Deine Hilfestellung! Ist alles nicht so einfach!

    LG
    Micha
     
  4. Manu5959

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    Hallo Micha,

    nimmt der Bew. noch oral Essen und Trinken zu sich?

    Habt ihr es mal basal stimulierend versucht?

    Wir hatten eine Bew., die auch den Mund zugekniffen hat.
    Bekannt war, das die Bew. früher gerne Wein getrunken hat.
    Wir benetzten zuerst nur die Lippen damit, ließen sie daran riechen.
    Beim Anfeuchten der Lippen redeten wir mit der Bew., sagten ihr, das es Wein ist, das sie den doch mag, ob sie ihn nicht mal probieren wolle.
    Zugegeben, es erfordert einige Zeit, aber es hat sich gelohnt.

    Deshalb wollte ich wissen, welche Maßnahmen ihr schon versucht habt.

    Noch etwas am Rande und für die Zukunft:
    Versucht, eure Biografiebögen intensiver zu gestalten, das hilft ne ganze Menge.
    Unsere Biografiebögen füllen die Angehörigen noch vor dem Einzug aus, so haben wir schon mal umfangreiche Daten.

    Grüßle Manu
     
  5. basketmicha

    basketmicha Newbie

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    Die Bew. wird über PEG ernährt. Wir führen die Biographiebögen eigentlich sehr intensiv, aber bei der Bew. geht das leider nicht, da sie mit uns nicht mehr sprechen kann und die Angehörigen die noch leben, wissen so gut wie gar nichts über sie!

    Wir haben es mit verschiedenen Tees probiert, Limonade, nichts hat geholfen.
     
  6. Manu5959

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    Hallo Micha,

    das ist dann natürlich viel schwieriger!

    Verweigert die Bew. schon immer bei euch die Mundpflege oder erst seit einiger Zeit?
    Gab es einen Vorfall?
    Vielleicht hat sie auch schon Schmerzen im Mund und empfindet es deshalb als unangenehm, vielleicht auch schmerzvoll?
    Mit Pagavitstäbchen( ich mag sie nicht besonders!) ist auch nix zu machen?

    Ich persönlich würde es öfters probieren, allerdings auch nicht ständig!
    Dokumentieren, dokumentieren, dokumentieren...
    Wichtig sind dabei auch kleine Erfolge oder Veränderungen weiterzugeben.


    Grüßle Manu
     
  7. basketmicha

    basketmicha Newbie

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    Man hat keine Chance die Mundpflege durchzuführen! Das einzige was man schafft, die Zähne mit einer Kompresse abzuwischen oder vorsichtig mit einer Zahnbürste die Zähne zu putzen!
    Aber die Bew. beißt sofort zusammen! Das ist schon immer so gewesen, also praktisch als sie zu uns gekommen ist! Wir sind irgendwie ratlos nur finde ich die Diskussion mit dem Mundkeil barbarisch!
     
  8. Manu5959

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    allerdings, macht das bloß nicht!

    Ich hab mal gehört, das man mit nem kleinen Eckchen Brausetablette auch Krusten und Borken entfernen kann.
    Wir haben auch mit groben Honig gute Erfolge, allerdings läßt da die Bewohnerin eine spezielle Mundpflege zu.

    Grüßle Manu
     
  9. basketmicha

    basketmicha Newbie

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    Ich hab heute versucht etwas Butter ihr "einzuflössen". Kein Erfolg! Man kriegt NICHTS in den Mundraum! Das ist so der Wahnsinn!
     
  10. Manu5959

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    hast du probiert, die Butter auf die Zahnbürste zu machen?

    Fällt mir grad noch was ein: Die Bew. hat ne PEG, also wird sie wohl auch durch ne Ernährungsberaterin betreut!
    Habt ihr sie schon mal auf das Thema angesprochen? Vielleicht hat sie ne Idee!

    Grüßle Manu
     
    #10 Manu5959, 06.04.2007
    Zuletzt bearbeitet: 06.04.2007
  11. basketmicha

    basketmicha Newbie

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    Das mit der Ernährungsberaterin ist eine gute Idee! Danke! Werde sie morgen gleich mal anrufen.

    Ich habs zuerst mit der Zahnbürste versucht, Bew. beißt sofort zusammen. Später hab ich etwas Butter in eine Kompresse gelegt, auch keine Chance!
     
  12. Manu5959

    Manu5959 Senior-Mitglied

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    Ich denke, ich solltet ne Fallbesprechung zum Thema machen!
    Holt euch so viele Infos wie möglich, vielleicht auch vom Hausarzt.

    Sensibilisiere dein Team für das Thema " Gewalt", macht vielleicht mal ne Fortbildung, denn wenn der Gedanke schon daran verschwendet wird, ist die Handlung nicht weit.

    Grüßle Manu
     
  13. sie24

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    Hallo ihr beiden,

    Ich bin auch der Meinung mit einem Mundkeil das ist viel zu gefährlich. (Aspirationsgefahr) Das ist echt ein Problem. Hast du es schon mit einem (wie heißen die gleich wieder):gruebel: (Watte träger zur Mundpflege) versucht. Und dann etwas Butter oder Honig. Vielleicht man die Bew. ja gerne Wein oder Säfte. Oder wie ihr schon vermutet habt hat die Bew. bestimmt schmerzen im Mund. Ich würde auch die Ernährungsberaterin fragen. Ich weiß leider auc nicht was man sonst noch machen könnte.


    liebe grüße sie24
     
  14. narde2003

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    Hallo,
    wie habt ihr bisher die Mundpflege durchgeführt? Mit einer Klemme und Tupfer?
    Ich habe schon bei vielen Patienten erlebt, dass sie auf diese Art die Mundpflege komplett verweigern.
    Ich persönlich benutze nur Tupfer und meine Finger - ja, ich habe noch immer alle Finger dran.
    Zum lösen von Belägen eignet sich auch Cola, wir haben hier darüber diskutiert:
    http://www.krankenschwester.de/foru...t-belaege-mund.html?highlight=cola+Mundpflege

    Ich bahne die Mundpflege auch erst an, dadurch, dass ich sanft über die Lippen streiche und dann vorsichtig in den Mund fasse.

    Den Mundkeil finde ich nicht sonderlich geeignet, weil es zu einer erneuten Abneigung zur Mundpflege führt.
    Kann es vtl. auch sein, dass der Patient Zahnprobleme und dadurch Zahnschmerzen hat?

    Sonnige Grüsse
    Narde
     
  15. Berthild

    Berthild Senior-Mitglied

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    Hallo basketmicha und andere Ratlose,

    kenne das beschriebene Problem selber gut und mich würde interessieren, warum der Bewohner über PEG ernährt wird, Grunderkrankung. Darüber hinaus haben wir gute Erfolge mit FOTT (ist eine spezielle Form von Bobath, die sich ausschließlich mit Gesicht, Kopf, Hals, Mund, Schlucken , - tun auch nicht mehr essende Menschen - Essen, Sprechen, Kommunikation beschäftigt). Meines Empfindens hat Bobath eine große gemeinsame Schnittmenge mit Basaler Stimulation und das macht sich hier sehr

    Gruß Berthild

    PS: F.O.T.T. heißt Facio-orale-Trakt-Therapie. Macht echt Sinn und Spaß. Braucht zwar etwas Zeit, aber wenn es greift, hilft es allen Beteiligten sehr.

    PPS: Der Mundkeil ist obsolet und bleibt hübsch in der sterilen Verpackung!

    PPS: Kennt ihr den Unterschied zwischen Milchreis und einem Epileptiker? Auflösung auf Anfrage. Wenns ein staubich trockener alter Hut ist, vergesst es einfach.
    gut! Bei uns in der Neuro-reha ist das schwerpunktmäßig logopädisches Terrain, Pflege hat aber auch FOTT-Kurse z.T., und damit konnte ich schon viele "beißende" Patienten gewaltlos davon überzeugen, dass Mundpflege etwas angenehmes sein kann. Google mal FOTT und befrage einen (hoffentlich greifbaren) Logopäden, Logotherapeuten dazu. Halte ich aus eigener Erfahrung für einen sehr erfolgversprechenden Ansatz. Good luck! Erzähle Dir aber gerne noch mehr darüber.
     
  16. Gerrit

    Gerrit Senior-Mitglied

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    Hallo,

    von Mundpflege mit Beißkeil ist abzuraten.
    Den Mund bekommst Du damit eh nicht auf (geschweige Verletzungsfrei), Du kannst ihn höchstens mehr oder weniger offen halten.
    Von früher kenne ich sowas noch (kaum gähnte der Patient wurde der Beißkeil eingelegt).
    Aus den Erfahrungen dieser Zeit kann ich Dir auch sagen dass das keinerlei Sinn hat:
    • das Vertrauen des Patienten zur Pflege geht den Bach runter
    • es besteht Verletzungsgefahr (die Patienten haben meist auch einen nicht überzeugenden Zahnstatus wenn sie noch welche haben)
    • über die Juristische Seite (Körperverletzung) wurde schon geschrieben
    • ist keine dauerhafte Lösung (erfahrungsgemäß wird der 'Kampf' um die Mundpflege eher schlimmer)
    • es bringt nix.
      Mundpflege muss regelmäßig durchgeführt werden und das geht mit der Methode nicht, außerdem kommst Du nicht überall hin.
    @basketmicha: Klar hat der Bewohner Ressourcen (z.B. kann er den Mund willkürlich auf- oder zumachen).

    Die Anwendung von Brausetabletten (@Manu5959 Du meintest hoffentlich sowas wie Multivitaminbrausetbl. und nicht Kukident :wink:) auf Dauer oder regelmäßig ist abzuraten da Schleimhautschäden verursacht werden.

    Das mit der Butter ist auch nur Sinnvoll wenn man Borken lösen möchte. Die müsste man dann aber auch rausbekommen... Und wer's schon mal selbst versucht hat weiß dass das kein kulinarischer Hochgenuss ist.

    Grüße,

    Gerrit
     
  17. Manu5959

    Manu5959 Senior-Mitglied

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    Hallo Gerrit,

    ja klar meinte ich Multivitaminbrausetabletten, sorry!
    Ich bin auch nicht von einer regelmäßigen Anwendung ausgegangen, ich persönlich habe auch noch keine Erfahrung damit gemacht.

    Welche Vorschläge oder Tipps kannst du denn basketmicha geben?

    Grüßle Manu
     
  18. Elisabeth Dinse

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    Pflegeproblem: Bildung von Belegen und Borken infolge oraler Nahrungskarenz, Schluckstörungen (?), Mundatmung (?), keine selbständige Mundpflege möglich
    Mund ist ein Intimbereich und bei vielen Menschen eine Tabuzone.
    Frühere unangenehme Erfagrungen mit der Mundpflege.
    Defekte Zähne bzw. Schleimhäute.

    Ressourcen: Wahrnehmungsfähigkeit, nonverbale Kommunikation

    Ziel: Akzeptanz der Mundpflege, saubere Mundhöhle, intakte Schleimhäute

    Maßnahmen:
    1. Beziehung aufbauen: Mundpflege nach der Körperpflege durchführen - Pat. hat Zeit sich auf die Mundpflege enzustellen.

    2. Körpererfahrung: Pat. in sitzende Position bzw. in Seitenlage bringen. Keine Mundpflege in Rückenlage.
    Anbahnen der Mundpflege indem nicht sofort in der Mund gegangen wird sondern erst die Mundumgebung und die Lippen ausgestrichen werden. Erst dann in den Mund gehen: zuerst die Wangentaschen und dann die Zunge und den Gaumen.

    3. Sinnzusammenhang und Individuelle Normalität: Unterscheiden zwischen oralen Angeboten und Mundreinigung. Orale Angebote: Geschmacksangebote mittels getränkter Tupfer (Kaffee, Tees, Säfte, Joghurt, Soße usw.) oder "Eis" (Einfrieren von Kaffee, Tee usw.).
    Nonverbale Reaktionen beachten!
    Keine Lemonsticks verwenden!
    Mundreinigung: Wasser, Mundspüllösung (Meridol), Tupfer, Zahnbürste und Zahnpasta, ggf. Kocherklemme.

    4. Struktur: Die Mundpflege stets in der gleichen Art durchführen- führt dazu das Ängste abgebaut werden können, da man die Aktionen wiedererkennen kann als Pat. udn sich darauf einstellen kann.

    Evaluation: Kontrolle der Mundhöhle
    ---------------------------------------------------------------------

    Wichtig ist sich und dem Pat. Zeit zu geben. Ich erinnere mich an einen Pat. der auch einen "Beißreflex" zeiget bei der Mundpflege. Wir haben eine Woche lang nur die äußere Zahnreihe putzen können. Er erhielt zusätzlich ein "Kausäckchen" mit Gummibärchen 2 x tgl. Nach einer Woche war der Pat. bereit sich in den Mund schauen zu lassen und nach weiteren zwei Tagen konnten wir die Zähne korrekt putzen und die Zunge reinigen.
    Wir haben dem Pat. die Zeit gegeben, die ER brauchte um sich an uns zu gewöhnen und uns zu vertrauen.

    Eine manische Fixierung auf die somatische Pflege- hier die Mundpflege- halte ich immer für gefährlich für den Pat..

    Elisabeth
     
  19. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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  20. Manu5959

    Manu5959 Senior-Mitglied

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    Hallo Elisabeth,

    vielen Dank für die Links, sie sind super!

    Grüßle Manu
     
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