MRSA bei Asthma

Dieses Thema im Forum "Kardiologie / Angiologie / Pneumonologie" wurde erstellt von line1990, 10.06.2009.

  1. line1990

    line1990 Newbie

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    Hey,
    ich hätte da mal ne Frage und zwar kann hat MRSA eine respiratorische Verschlechterung bei Asthmtikern auslösen?:gruebel: Habe bei Google leider nichts hilfreiches gefunden!
    ich wäre über Antworten sehr dankbar!
    Mit freundlichen Grüßen
    line1990
     
  2. indy J

    indy J Poweruser

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    Hallo

    Nicht, solange es sich nur um eine Besiedlung handelt, würde ich sagen.
    Bei einer Infektion kann es zu einer Pneumonie kommen, was natürlich auch zu einer Verschlechterung der Atemsituation führt. Das gilt aber eben nicht nur für Asthmatiker.
     
  3. matras

    matras Bereichsmoderator
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    Hallo,

    zunächst wäre wichtig zur Beantwortung die Lokalisation zu wissen und ob es sich um eine Besiedlung oder Infektion handelt. ist nicht das Bronchialsystem oder die Lunge betroffen ist zunächst nicht mit einer Verschlechterung zu rechnen. MRSA ist kein "besonderer" Keim bloß weil manche so ein tamtam draus machen.

    Gruß Matras
     
  4. S.Moni

    S.Moni Junior-Mitglied

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    also der MRSA Keim kann keine Verschlechterung der Atmung verursachen , wenn es zu eine verschlechterung kommt , ist es dann eher durch die Infektion zbs Pneumonie , und der MRSA verursacht nur das das jeweilige Antibiotikum nicht wirkt falls der Keim sich in den Atemwegen befindet .

    LG S.Moni
     
  5. Jumanji

    Jumanji Senior-Mitglied

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    Hallo,

    ich kann nur von zwei Fällen mit schwerem instabilem Asthma bzw. der Sonderform Brittle Asthma berichten, die ich in den letzten Jahren erlebt habe.

    Beide hatten dummerweise eine MRSA-Pneumonie, eine davon zusätzlich noch Pseudomonas.

    Bei beiden führte diese Infektion zu heftigen Komplikationen des eh schon instabilen ASthma und schwersten lebensbedrohlichen Anfällen mit maschineller Beatmung und Reanimation. Aufgrund der Schwere der Infektion und der entsprechenden Resistenzen war es deutlich langwieriger die Keimbesiedlung wieder loszuwerden und somit auch eine Verbesserung der respiratorischen Situation wieder zu erlangen. Antibiose über Wochen, Kontrollbronchoskopien mit den entsprechenden Risiken eines neuerlichen schweren Asthmaanfalls und hochdosierte Kortisongaben von 250 - 1000mg / d über mehrere Wochen waren nötig, um den beiden weiterleben zu ermöglichen. Das hochdosierte Kortison stellt natürlich bezgl. der damit verbundenen Immunsuppression ein zusätzliches Problem dar und erleichtert das Ganze nicht unbedingt.

    Seither habe ich gehörigen Respekt vor der Nosokomialen Infektion mit MRSA, denn den Problemkeim holt man sich ja meist im Krankenhaus! Sicher macht eine pure Besiedlung auch bei einem vorbestehenden Asthma kein Problem, aber wer sagt mir, dass das nicht eine tickende Zeitbombe bleibt, die sich schnell zu einem großen Problem entwickelt?

    Vielleicht sollte man es künftig in Krankenhäusern machen, wie in den Niederlanden, wo jeder! neue Patient ausnahmslos auf MRSA getestet wird, um so eine Ausbreitung zu verhindern. Das Konzept funktioniert dort gut, denn die geringen Infektionszahlen sprechen für sich. Zumindest wurde es so ein einer Reportage berichtet, deren Namen ich leider vergessen habe.

    Beste Grüße

    Jumanji
     
  6. Josefine13

    Josefine13 Stammgast

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    Fände ich auch nicht schlecht. Ich habe es hier glaube ich schon einmal geschrieben...
    Ich habe in einer Klinik (neurologische Frühreha) gearbeitet, wo jeder neue Pat. (auch wenn er zwischendurch nur mal kurz in einer anderen Klinik war) erst einmal komplett isoliert wurde. Es wurde ein screening durchgeführt und erst wenn drei negative vorlagen war die Isolation aufgehoben. Ich verstehe ehrlich gesagt noch immer nicht, warum die ganze Sache nicht ernst genug genommen wird, gerade das Beispiel aus den Niederlanden zeigt doch das das ganze Sinn macht.
     
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