Motorspritze beim Umziehen abstöpseln?

Dieses Thema im Forum "Intensiv- und Anästhesiepflege" wurde erstellt von leontine, 20.06.2007.

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  1. leontine

    leontine Newbie

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    Perfusor beim Umziehen abstöpseln?

    Ich bin Schülerin und mache bald mein Examen.
    Ich habe eine Frage, wenn sich der Patient umziehen möchte reicht es aus wenn ich den Dreiwegehahn zudrehe oder muss ich die Spritze abstöpseln. Ich habe gegört das ich trotz geschlossenem Dreiwegehahn einen Bolus geben kann,da sich der Schlauch ausdehnen kann.:schraube:
     
  2. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Hallo Leontine,

    Wenn die Motorspritze diskonnektiert wird, muss du die Leitung abstöpseln, genauso wie den Zugang und natürlich die Motorspritze pausieren, sonst bekommt der Patient einen Bolus des Medikaments.

    Wenn nichts diskonnektiert wird, brauchst du auch nichts abstöpseln oder pausieren. Die Geräte liefern in jeder Position die eingestellte Fördermenge.

    Hilft dir das?

    Sonnige Grüsse
    Narde
     
  3. leontine

    leontine Newbie

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    ich meine wenn ich die Motorsprize aus dem Perfusor nehme damit sich der Patient Umziehen kann reicht es wenn ich den dreiwegehahn schließe?
     
  4. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Hallo Leontine,

    dann musst du vor dem erneuten Öffnen des Dreiwegehahns den Druck ablassen, sonst kann es zu einer Bolusgabe kommen.
    Also, den Dreiwegehahn zur Seite öffnen und das evtl. überschüssige Medikament ablassen.

    Sonnige Grüsse
    Narde
     
  5. Maniac

    Maniac Poweruser

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    Währe es nicht einfacher am 3Wegehahn zu diskonnektieren als die ganze Spritze durchzuziehen?!
     
  6. Aloha

    Aloha Poweruser

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    Ich glaub' es gibt einiges an Fuer und Wider....

    Das Medikament in der Perfusorspritze ist ja auch wichtig. Also vor der ganzen Abstoepselaktion sollte man sich sicher sein, dass man die Gabe kurz unterbrechen darf (vor allen Dingen falls es dann doch ein paar Minuten laenger dauert bis wieder "angedockt" wurde).

    Bei Diskonnektion hab' ich einige hygienische Aspekte mehr zu beachten, in einer Pruefung wird das u.U. nicht gerne gesehen, wenn es auch ohne gegangen waere.

    Schliesst Du nur den Dreiwegehahn, dann der versehentlichen Bolusgabe vorbeugen - wie vor mir schon erwaehnt.
     
  7. chrisichen

    chrisichen Junior-Mitglied

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    in dem haus wo ich gelernt habe haben die pat geklingelt und wurden komplett vom perfusor abgestöpselt. haben sich dann gewaschen und wurden wieder angeschlossen. bei weniger mobilen pat die sichnicht selbst waschen können wurde die spritze aus dem gerät genommen durch ärmel hindurch und dann wieder in das gerät gemacht.

    ich weiss auch nicht die besten lösungen aber so haben es mindestens 95% der schwestern gemacht in diesem haus.

    lg chrisi
     
  8. Maniac

    Maniac Poweruser

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    Man kann die Perfusoren ja auch laufen lassen. Akku...

    Bloß zum an und ausziehen eben für 10 Sekunden ab, das schadet nicht :-)
     
  9. narde2003

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    Hallo Maniac,

    und was ist wenn du versehentlich den Kolben ein bisschen drückst? Dann gibt es einen kleine Bolus, von was auch immer.

    Ich würde die Motorspritze anhalten, diskonnektieren und wieder anschliessen, 3Wegehahn entlasten, vor dem Anschliessen.
    Die VVK oder ZVK mit Stöpsel versehen nach der Diskonnetkion.

    Schönen Abend
    Narde
     
  10. Maniac

    Maniac Poweruser

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    Deswegern sag ich doch eben am 3Wegehan diskonnektieren - da hat man mit der Spritze nichts zu tun...
     
  11. narde2003

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    ... dann sind wir doch einer Meinung:aetsch:
     
  12. Tobias

    Tobias Poweruser

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    Moin,
    das stelle ich mir gerade bei Katecholaminen mit >1Gamma/kgKG vor. :rocken: Ich glaube das macht ihr nur einmal. :aetsch:

    Wie steht ihr zu einer Klemme? Schlauch abklemmen und um stöpseln? Ist das out?

    LG Tobias
     
  13. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Hallo Tobias,

    wenn du danach den Druck über den 3Wegehahn ablässt spricht nix dagegen.

    Bekanntlich kann es ja zu versehentlichem Betätigen der Perfusorspritze beim Einspannen in das Gerät kommen.
    In dem von dir genannten Beispiel wäre dies fatal.

    Sonnigste Grüsse
    Narde
     
  14. Maniac

    Maniac Poweruser

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    Wieso meinst du?
    Hast du mich nicht verstanden oder ich jetzt dich nicht?
     
  15. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Hallo Maniac,

    ich denke Tobias bezieht sich auf die Dauer der Diskonnektion.
    Katecholamine haben bekanntlich eine sehr kurze Halbwertszeit. In dem Fall würde ich allerdings, komplett auf eine Diskonnektion verzichten, die Leitung durch die Bekleidung ziehen. Wobei, wenn ein Patient einen Katecholaminperfusor laufen hat, wird er auch nicht auf seine Privatkleidung bestehen. Da wir Katecholamine in der Regel über ZVK verabreichen, diese wiederum meist in der V. Jugularis oder Subclavia liegen, stellt sich das Problem auch nicht, wenn der Patient ein Krankenhaushemd trägt.

    Sonnige Grüsse
    Narde
     
  16. Maniac

    Maniac Poweruser

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    Richtig, und auch bei Katecholaminen wird der Ptient nicht gleich sterben wenn 15Sekunden nichts läuft...
     
  17. pflegeschüler1988

    pflegeschüler1988 Poweruser

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    Hallo,

    zur Disskusion mit der Hygiene/Wirtschaftlichkeit ein Statement von einer Lehrerin von mir: Leute entweder, ihr macht ein riesigen Hygieneaufwand oder ihr arbeitet wirtschaftlich, beides mal werde ich euch anmeckern das es entweder unhygienisch ist oder unwirtschaftlich, ihr müsst nur begründen können warum ihr was macht.
    Toll sage dazu: irgendwas macht man immer falsch.
     
  18. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Die kurze Halbwertzeit bedeutet ja nicht, dass man den Spiegel problemlos sinken lassen kann. Ich würd das Risiko gerade bei instabilen Pat. nicht eingehen wollen.

    Elisabeth
     
  19. Tobias

    Tobias Poweruser

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    Moin,
    ich glaube Du weißt nicht wovon Du da schreibst! :besserwisser:
    Bei solchen Dosen lasse ich einen Perfusor parallel mit der neuen Spritze anlaufen und stöpsle nur die Leitung um (<2Sec.) und das kann schon verheerende Auswirkungen haben. Ansonsten reicht eine Klemme und ein gewisses Maß an Fingerfertigkeiten um diverse Bolis zu vermeiden. Außer ich habe die Zeit mir um so was Gedanken zu machen.

    Ich möchte hiermit einfach nur zum Nachdenken anregen, ob man den Umgang mit Medis in Motorspritze verallgemeinern kann!
    Ich denke nein! Man muss sich seine Arbeits- / Vorgehensweise jedes mal neu überdenken!
    Narde, ich hoffe Du verstehst mich! :rocken:

    LG Tobias
     
  20. Anja780

    Anja780 Newbie

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    Super Argument, der arme Patient .... *kopfschüttel*
     
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