Morgendliches Fieber

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User 11957

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Hallo,

ich betreue z.Zt. eine Patientin, die jeden Morgen Fieber hat
(zwischen 38,0 - 39,0°C) und dann den gesamten restlichen Tag keinen ernsthaften Temperaturanstieg mehr aufweist. Sie hat z.Zt. einen Rheumaschub. Also es ist mir schon klar, dass der durchaus mit Fieber einhergehen kann. Ich finde nur die Tageszeit dafür seltsam. :gruebel:
Wer kennt eine Erklärung dafür und macht mich schlauer?
cobra
 

Gego

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Hallo cobra!

"Rheuma" ist ja ein Sammelbegriff für eine Vielzahl unterschiedlicher Krankheitsbilder (siehe z. B. Rheuma ? Wikipedia ).

Meine Hypothese:

  • die Pat. hat eine Erkrankung des rheumatischen Formenkreises auf autoimmunologischer Basis
  • der Cortisol-Tagesspiegel hat am frühen Morgen seinen niedrigsten Wert (Cortisol ? Wikipedia )
  • da Kortison autoimmunologische Erkrankungen positiv beeinflussen kann, hängen auch die Symptome vom Cortisolspiegel ab
-> Fieber am Morgen möglich

Schönen Gruß, Gego.
 

Elisabeth Dinse

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Die meisten Formen entstehen durch Verstellung des Sollwertes der Thermoregulation auf hypothalamischer Ebene. Bei Infektionskrankheiten, Neoplasien und Autoimmunerkrankungen geschieht dies durch Zytokine (z.B. Interleukin-1, Interleukin-6 und TNF-alpha) und Prostaglandine.
Fieber - DocCheck Flexikon

Meines Erachtens hat Cortisol keinen direkten Einfluss auf die Zytokinbildung- meint Tagesschwankungen machen sich nicht durch morgendliche Fieberschübe bemerkbar.

Wurde der Pat. einem Arzt vorgestellt und wie erklärt dieser die Problematik? Welche antipyretische Therapie erfolgt?

Elisabeth
 

Thomas86

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Im Ohr gemessen? Eventuell Ohropax drinnen gehabt oder auf dem Ohr gelegen? Um mal die banalen Dinge auszuschließen. :mrgreen:
 
U

User 11957

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Also ich fasse meine Antworten auf eure Fragen mal zusammen:

1. Arzt/Ärzte/Oberarzt.....hatten so auf die Schnelle auch keine Erklärung.
2. Definitiv kein Meßfehler.
3. Keine regelmäßige antipyretische Medikation, sodass ich auch einen Anstieg der Temperatur zwischen zwei Gaben ausschließen kann.
4. Wegen dem Cortisolspiegel werde ich mal googeln.......oder neuerdings kann man ja auch "bingsen"
cobra
 

Elisabeth Dinse

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Denkbar wäre, dass die Gabe eines Antipyretikums die abendliche Temperatur drückt. Wie oft messt ihr denn?

Elisabeth
 

Elisabeth Dinse

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Womit wird der "Rheumaschub" behandelt: Antirheumatika oder Zytostatika?

Elisabeth
 

Thomas86

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Coco206

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Hallo,

ich betreue z.Zt. eine Patientin, die jeden Morgen Fieber hat
(zwischen 38,0 - 39,0°C) und dann den gesamten restlichen Tag keinen ernsthaften Temperaturanstieg mehr aufweist. Sie hat z.Zt. einen Rheumaschub. Also es ist mir schon klar, dass der durchaus mit Fieber einhergehen kann. Ich finde nur die Tageszeit dafür seltsam. :gruebel:
Wer kennt eine Erklärung dafür und macht mich schlauer?
cobra
Es gibt körperliche Probleme die dazu führen können und mit dem Schlafen verbunden sind. Miss den Blutsauerstoff und teste für Schlafapnoe. Ein Fall von Tumor an Schilddrüsen sorgte für Schlafapnoe Symptome und der Patient hatte morgens oft erhöhte Körpertemperatur mit Schweißausbrauch. Ebenso epileptische Anfälle am Ende des Schlafrythmus können erhöhte Temperatur auslösen.
 

-Claudia-

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Ich hoffe, für die beschriebene Patientin hat sich innerhalb der letzten 13 Jahre eine Lösung gefunden...
 

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