Mobile Scanner in der häuslichen Pflege

Dieses Thema im Forum "Ambulante Pflege / Private Kranken-Altenpflege zu Hause" wurde erstellt von Walburga, 19.12.2013.

  1. Walburga

    Walburga Newbie

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    Hallo,

    dem nächst sollen wir mobile Scanner bekommen . Ich bin nicht gerade begeistert davon . 1. Ist es die totale Überwachung . 2. wird alles dadurch noch komplizierter . Einscannen wenn man ins Büro kommt, dann beim Patienten Ankunft, die Arbeiten, Arbeitsende . Was ist wenn den Patienten noch was einfällt und wir haben schon Arbeitsende eingescannt, dann Tanken, Autopflege, Apotheke, Arztbesuche u.s .w. .
    Ich bin nicht gegen neue Sachen aber das halte ich für eine Komplizierung der Arbeit . Die Schreibarbeit soll dadurch weniger werden, na ich lasse mich mal überraschen .
    Wer hat Erfahrungen damit ?
    Befreundete Kollegen in anderen Pflegediensten meinten diese Teile gehen sehr schnell kaputt und es ist nicht zuverlässig . Zum Teil wurden sie schon wieder abgeschafft .
    Können dann die Krankenkassen eigentlich auch sehen wie oft eine Mitarbeiter kurzen Wechsel hat und wie lange man ohne Frei durcharbeitet ?

    LG
     
  2. stormrider

    stormrider Poweruser

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    Was haben die Krankenkassen mit den mobilen teilen zu tun? Geht doch hier um die Erfassung der daten innerhalb einer Tour.
    Ich finde die dinger schon arbeitserleichternd.
    Warum sollte alles komplizierter werden? ist für mich nur eine Ausrede von den leuten, die sich mit solcher Technik nicht befassen wollen.
    Tanken, Autopflege usw. konnten wir auch einlesen. Abgesehen davon wird normalerweise auch das Ende einer Tour mit den Geräten festgelegt und das ist nunmal eben erst dann, wenn wir im Büro sind und alles fertig haben.
    Wer das nicht macht und seine Tour schon vor Beendigung der eigentlichen Arbeit abklickt ist doch selbst schuld. Und meinem Ag würde ich etwas anderes erzählen, wenn plötzlich Arbeitsleistungen von mir nicht mehr erfasst werden und ich somit Zusatzarbeit leiste, die nicht bezahlt wird.
     
  3. Bachstelze

    Bachstelze Poweruser

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    Naja - es mag ja praktisch sein, aber ich kann das Unbehagen dabei schon nachvollziehen. Lückenlose Überwachung gibt einen faden Beigeschmack. In der heutigen Zeit mehr denn je.



    Was die Krankenkassen angeht - denen ist doch wurstegal wie viel und wie lange jemand arbeitet und ob er sein frei bekommt oder nicht.
     
  4. schwäbin

    schwäbin Senior-Mitglied

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    Als ich noch ambulant gearbeitet habe wollte mein damaliger AG auch auf die mobile Erfassung umsteigen, weil praktischer, weniger Papier und Zeitsparender in der Verwaltung. Nach einigem hin und her von uns Pflegekräften mit den Argumenten die du oben auch angeführt hast, ist er davon abgerückt, als ihm aufging, dass er dann ja die tatsächliche Arbeitszeit im PC erfasst hat und sich nicht mit dem Satz: "auf dem Tourenplan ist das aber anders geplant, was machen sie denn da noch alles" rausreden kann. So wurde auf einmal der aufwändige Patient und die Wegestrecke inklusive 7 Ampeln dokumentiert und er musste sich was überlegen. :-)
    Letztendlich war er dann froh, als die Probephase von 4 Wochen rum war und er wieder zum alten System mit ausgedruckten Tourenplänen zurück konnte, denn wir haben wirklich alles was zur Arbeit gehörte abgeklickt und nicht manches auf dem Nachhauseweg oder nebenbei erledigt.
     
  5. Maniac

    Maniac Poweruser

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    Im stationären Bereich kann ich auch jederzeit erfassen, wie lange meine Pflegekraft für Patient X benötigt oder für eine Aufnahme oÄ.

    "Lückenlose Überwachung" der bezahlten Tätigkeiten? Why not...
     
  6. Walburga

    Walburga Newbie

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    Uns wurde gesagt das diese Scanner die Krankenkassen verlangen und es dem nächst bald Pflicht wird für alle Pflegedienste . Davon hatte ich noch nie was gehört .
    Sicher hätte man sinnvollere Dinge für dieses Geld anschaffen können, wie zum Beispiel Winterreifen .
     
  7. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Warum ist es verwerflich, nachzuweisen, wo die Zeit bleibt. Das Argument Totalüberwachung bekommt bei mir so einen faden Beigeschmack... hat man da was zu verbergen? Wenn der AG die genaue Angabe haben will, dann bekommt er sie- mit allem drum und dran.

    Eliabeth
     
  8. Bachstelze

    Bachstelze Poweruser

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    Mit der Argumentation dulden auch alle die Überwachung der NSA oder Kameras wo man geht und steht usw.

    Bei uns wollten sie mal Kameras an den Arbeitsplätzen installieren. Auch das fanden manche Kollegen vollkommen in Ordnung und haben gesagt, sie hätten nichts zu verbergen.

    Ich behaupte ja nicht, die Geschichte wäre generell von der Hand zu weisen. Jede Minute kann, auch vom Personal, abgerechnet werden. "Mal eben" was in der Freizeit erledigen kommt dann eher selten vor.
    Das hat ganz sicher Vorteile, auch abrechnungstechnisch.

    Trotzdem ist es doch wohl legitim, misstrauisch zu sein und sich dabei nicht wohl zu fühlen. Ob das jetzt logisch ist oder nicht.
     
  9. stormrider

    stormrider Poweruser

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    Solche Geräte sind schon eine Erleichterung, denn die "Ergebnisse" einer Tour müssen nicht manuell erfasst werden. Ich sehe das Gerät nicht als Überwachung an, zumal ich immer noch entscheide, was ich wie eingebe in meiner Tour.
    Wenn du wirklich Freizeit meinst, ist das doch kein Problem. Dieser Zeitraum wird im Gerät doch ebenfalls festgehalten und was du damit machst ist doch deine Sache.
    Man sollte aber auch darauf achten, dass die Arbeitszeiten korrekt erfasst werden und sich nicht auf das Gerät verlassen. Ich habe es z.B. nie akzeptiert, nur 10 Min., Dokumentationszeit zu akzeptieren, wenn ich mehr Zeit benötigt habe.

    Das System hat auch Vorteile, Vor allem ist so ein System ehrlicher, weil damit auch die realen Anfahrtszeiten dokumentiert werden, die man uns ja oft genug nicht zugestehen will.
     
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