Mobbing auf Station - wie gehts weiter?

Dieses Thema im Forum "Arbeitsrecht / Gesundheitsrecht / Krankenpflegegesetz" wurde erstellt von Lucimausi, 17.01.2008.

  1. Lucimausi

    Lucimausi Gast

    Hallo, ich fühle mich bei mir auf Station nicht mehr wohl. Ich habe Angst vor der Arbeit, kann nachts nicht schlafen und weine rund um die Uhr. Werde in der Arbeit von den beiden Stationsleitungen gemobbt.

    Viele aus dem Team haben sich schon beschwert, aber es ist nichts passiert.

    Bin erst seit drei Monaten auf der Station und möchte nun einen Versetzungsantrag stellen.

    Wie sieht das aus? Muss ich bei Mobbing versetzt werden oder kann es auch sein, dass die sagen, ich muss auf der Station bleiben? Lieber kündige ich, als dass ich länger auf dieser Station bleibe.
     
  2. Helen

    Helen Senior-Mitglied

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    Hallo Lucimausi,

    das klingt ja gar nicht gut und tut mir echt leid für Dich.

    Bist Du noch in der Ausbildung? Falls ja, könntest Du Dich an die Schule wenden und dafür sorgen, dass Du auf eine andere Station kommst.

    Als examinierte Schwester könntest Du ein Gespräch mit dem Personalrat oder der Pflegedienstleitung führen.

    Ich wünsche Dir viel Erfolg!

    MfG,
    Helen

    PS: Laß den Kopf nicht hängen!
     
  3. Lucimausi

    Lucimausi Gast

    Nein ich bin seit drei Monaten examiniert.

    Es gibt eine andere Station, die möchte mich unbedingt haben. Mit der Stat.leitung habe ich auch geredet, die war heute gleich bei der Pflegedienstlietung und hat ihm meine Situation geschildert. Er meinte, wenn das wirklich so ist, dann steht einer Versetzung nichts im Wege.

    Sie war dann auch gleich beim Personalrat, und die haben auch gemeint, eine Versetzung ist bei sowas eigentlich kein Problem.

    Aber hab Angst, dass es nicht klappt... :(
     
  4. Helen

    Helen Senior-Mitglied

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    Hallo Lucimausi,

    das hört sich doch bisher ganz gut an und ich drück Dir ganz fest die Daumen, dass es klappt!:wink1:


    MfG,
    Helen
     
  5. Lucimausi

    Lucimausi Gast

    Weiß jemand, wie es rechtlich aussieht? Ist der Arbeitgeber denn verpflichtet, mich bei sowas zu versetzen?
     
  6. tochter46

    tochter46 Junior-Mitglied

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    Hallo Lucimaus,

    zuerst einmal wünsche ich dir, das es mit der Versetzung schnellst möglich klappt, und hoffe, das es dir dann auch wieder besser geht.

    Der Arbeitgeber hat eine gesetzlich vorgeschriebene Fürsorgepflicht, die eigentlich das Mobbing mit einschließen müßte.

    Du kannst dich aber auch noch an den Betriebsarzt wenden, der das ganze dann auch med. untermauern und somit unterstützen könnte.

    Ich drück dir alle Daumen, und wünsch dir gute Besserung

    lg tochter46
     
  7. Brady

    Brady Gast

    Hallo Lucimausi,

    hast du es denn vom Psychiater bestätigt, dass es sich um Mobbing handelt?
    Warst Du schon irgendwo, wo Dir das bestätigt wurde? Oder hast Du andere Anlaufstellen/Hilfen diesbezüglich genutzt?

    Siehe auch hierzu:

    Mobbing - Wikipedia

    Liebe Grüße Brady
     
  8. Lucimausi

    Lucimausi Gast

    Ich war noch bei keinem Psychiater.

    Wenn das der Arbeitgeber verlang tdann werde ich dort gerne hingehen.
     
  9. Brady

    Brady Gast

    Hallo Lucimaus,

    Du musst für Dich sorgen. Nicht erst wenn der Arbeitgeber es von Dir verlangt. Wenn es Dir dort schlecht geht, gibt es einen Betriebsrat, es gibt eine Mitarbeitervertretung.

    Was auch manche Kollegen machen ist, eine Einzelsupervision oder ein Coaching um Klarheit zu bekommen, wie gehe ich damit um?

    Dann gibt es auch den eigenen Hausarzt, der einem auch raten kann, wenn es schon körperliche Auswirkungen auf dich hat. Der kann dich auch beraten.

    Unternehme selber was und zeige dass Du in der Lage bist deine Situation zu verändern, bzw. dass Du es auch willst.
    Der Arbeitgeber, sollte nicht derjenige sein, der Dir das vorschlägt.

    Liebe Grüße und Mut ...pack es an, es tut kein anderer für Dich.

    Brady
     
  10. flexi

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    Ich denke, wenn der "kurze Dienstweg" wie beschrieben zum Ziel führt, muss man den Weg über fachärztliche Gutachten nicht nehmen. Scheinbar kennen sich die Beteiligten in der örtlichen Situation bestens aus, es klingt sehr erfolgversprechend.

    Ich drücke dir den Daumen, das es unverzüglich klappt!
     
  11. Lucimausi

    Lucimausi Gast

    War heute bei der Personalvertretung, ich habe deren vollste Unterstützung.

    Montag reiche ich den Versetzungsantrag ein - drückt mir die Daumen!!
     
  12. Oldtimer

    Oldtimer Gast

    Hallo Lucimausi,

    ich wünsche dir viel Glück! Toi Toi Toi !

    Das du Selbstbewußtsein hast, dass hast du mit diesem Schritt bewiesen!

    Der Mensch hat nicht nur Pflichten, er hat auch Rechte!


    Liebe Grüße Oldtimer
     
  13. RonjaR.

    RonjaR. Junior-Mitglied

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    ich finde, das machst du richtig. Meine erste Stelle nach dem Examen war auch gruselig, ich hab dort nach 4 Monaten gekündigt, da drauf, daß man sich auch versetzen lassen kann, bin ich gar nicht gekommen. :verwirrt:
     
  14. Lucimausi

    Lucimausi Gast

    Hab heute den Versetzungsantrag eingereicht. War dann noch bei der Personalvertretung. Und bei meiner jetztigen Leitung (wollte ihr es persönlich sagen, nicht dass sie es von anderen erfährt - hat mich viel Mut gekostet)...

    Sie hat gelassen reagiert, aber innerlich hat sie gekocht. Ich denke sie wird alles tun, damit ich nicht gehe (hat mich schon gefragt, was ich mache, wenn der Antrag abgelehnt wird)

    Drückt mir die Daumen! BITTE!
     
  15. RonjaR.

    RonjaR. Junior-Mitglied

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    ach das glaube ich nicht, daß das abgelehnt wird, wenn die andere Station Dich ja auch noch will.

    Hast Du denn auch mit der PDL gesprochen?
     
  16. Lucimausi

    Lucimausi Gast

    Nein, mit der PDL hab ich noch nicht gesprochen. Die werden sich die nächsten Tage bei mir melden...

    Bin ja gespannt, wie das alles endet...

    Ich hoffe positiv...
     
  17. anke-christiane

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    Eigentlich ist für so was auch die MAV zuständig!
     
  18. Joerg

    Joerg Poweruser

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    Betriebsrat
    Funktion:
    stellv. Betriebsratsvorsitzender, Sprecher der ver.di-Vertrauensleute
    Warum eigentlich net? Schaden tut ein persönliches Gespräch mit der PDL sich nichts! Im Gegenteil, da kannst Du der PDL versuchen klar zu machen, wie Du auf der Station behandelt wurdest. Das ist für sie sicher auch nicht uninteressant.
     
  19. Lucimausi

    Lucimausi Gast

    Ich wollte ja ein Gespräch mit der PDL, aber im Haus ist das so üblich, dass man den Antrag abgibt und die PDL kommt dann auf einen zu.

    Wird sich zuerst schlau machen über den Antragsteller etc... Sonst hätte ich gerne gleich mit ihnen gesprochen und ihnen alles erzählt...

    Aber ich hoffe, ich habe bald die Gelegenheit dazu...
     
  20. stifler

    stifler Newbie

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    Ich wurde auch böse gemobbt und hab mich versetzten lassen.... da gehts jetzt genauso weiter. Mir gehts auch richtig schlecht. Meine Erfahrung ist, das die PDL oder Heimleiter nichts unternehmen. Sie wissen zwar Bescheid und ärgern sich auch über die mobbenden Kollegen, aber wirklich was unternehmen tun sie nicht.

    Ich bin mittlerweile so weit das ich meinen Job aufgeben will und was anderes suche.
     
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