Mitarbeiterschutz bei Gewalt

Dieses Thema im Forum "Pflegebereich Psychiatrie/Psychotherapie/Psychosomatik/Sucht/Forensik" wurde erstellt von eunerpan, 31.07.2007.

  1. eunerpan

    eunerpan Senior-Mitglied

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    Hallo zusammen!

    mich würde mal interessieren wieviel Schutz ihr von eurem Haus bekommt, wenn es euch gegenüber zu Bedrohungen oder tätlichen Angriffen gekommen ist ....
    Insbesondere wenn dies als bewusstseinsnah einzuordnen ist ...

    Uns wurde jetzt gesagt, das wir den Patienten als Privatperson anzeigen sollten ....dagegen wehre ich mich aber da dieser Patient mir auch in unserer Innenstadt schonmal begegnet ist und bestimmt auch wieder begegnen wird

    Da habe ich dann keinen Pieper und Kollegen zur Hand und der Patient bekommt ja auch bei der Anzeige meinen Namen ...

    Eine alternativ Lösung konnte uns das Haus bisher nicht anbieten

    Habt ihr Ideen ?

    Schliesslich passiert mir das ja nicht in meiner Freizeit



    Bin auf eure Antworten gespannt


    Lieben Gruss
    :spopkorns:
     
  2. MiChung

    MiChung Gast

    Hallo eunerpan,

    ist wohl ein wirklich schwieriges Thema. Ich kenne auch nur die Variante mit der privaten Anzeige, was - wie ich finde keine wirklich gute Lösung ist.
    Glücklicherweise bin ich nie in die Verlegenheit gekommen, mir darüber Gedanken machen zu müssen...
    Problematisch ist es ja vor Allem dann, wenn man in einer Klinik arbeitet, die eine "Pflichtversorgung" zu erfüllen hat. Ich weiß, dass es bei uns vereinzelt Patienten gab, die ein "Klinikverbot" hatten. Mit denen musste sich dann der Wachdienst und die Alarmgruppe rumschlagen (manchmal im wahrsten Sinne des Wortes) - auf welchem Hintergrung dieses Klinikverbot ausgesprochen wurde, weiß ich allerdings nicht.

    Was bleibt ist meist nur, zu schauen woher die Aggressionen rühren und ob man darauf einen Einfluss haben kann. Die Frage die sich zudem stellt ist noch, inwieweit muss man auch die Mitpatienten schützen können.

    Hast Du mal beim Personalrat nachgefragt (wahrscheinlich )?

    LG
     
    #2 MiChung, 31.07.2007
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 31.07.2007
  3. eunerpan

    eunerpan Senior-Mitglied

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    Hallo MiChung!


    Wir sind so eine Station mit Pflichtversorgung....
    Der Pat, den wir aktuell haben, kommt alle paar Wochen weil er die Med. absetzt und dann per Polizei zur Neueinstellung kommt ....das macht es etwas schwierig und eine geschlossene Einrichtung finden ist auch nicht so einfach

    Anzeigen sollen wir ihn damit er irgendwann in die Forensik kommt

    Aber eine wirkliche Unterstützung vom Haus kann ich grad nicht feststellen


    Ratlose Grüsse

    :spopkorns:
     
  4. MiChung

    MiChung Gast

    ... so einen Fall gab es bei uns auch... hat dann auch geklappt - also das mit der forensischen Unterbringung. Und was bitte bringt das dann? - Problem verlagert - na toll! Können sich jetzt die Kollegen in der Forensik mit rumschlagen....

    Ob es überhaupt eine Unterstützung vom Haus geben kann, weiß ich nicht. Welche rechtliche Handhabe könnte es da geben? Wahrscheinlich keine außer der bereits erwähnten (Privatanzeige und irgendwann Forensik).

    Das Problem ist ja auch, dass einen solche Patienten an die "professionellen Grenzen" bringen. Wie kann/soll ich denn mit einem Patienten umgehen, der vielleicht einen Kollegen/ Kollegin oder mich selbst verletzt hat?!?!

    Eine Möglichkeit wäre, den Patienten "rotierend" zu behandlen, heißt im Wechsel auf verschiedenen Stationen wenn möglich - habt Ihr denn mehrere Aufnahmestationen? Problem dabei ist noch - den will keiner...

    Aber ich denke, wenn sonst keine andere Möglichkeit besteht, müsste die Klinikleitung wenigstens bei Kompromisslösungen helfen.

    LG
     
  5. eunerpan

    eunerpan Senior-Mitglied

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    Hallo MiChung!


    Ein Problem ist tatsächlich das ihn ja auch keiner haben will..... Systemsprenger sind eben nicht wirklich beliebt :weissnix:

    Was mich aber grade am meisten wurmt ist der Satz unseres CA als ich meinte das ich den aus oben genannten Gründen nicht anzeigen möchte, der sagte nämlich " na der kann ihnen auch ohne Anzeige begegnen " ...
    Als ob ich das nicht wüsste aber schön das wir so empathisch sind :motzen:

    Nett wäre ja sowas gewesen wie " ja, kann ihre Sorge verstehen...."

    Der muss sich ja auch nicht mit dem Pat. auseinandersetzen

    und irgendwie versuch ich eine gute Lösung zu finden .... mir fällt aber keine ein :gruebel:




    Lieben Gruss

    :spopkorns:
     
  6. MiChung

    MiChung Gast

    Hi,

    manchmal ist das leider so... war nicht sogar Dein eigener Ausspruch in einem anderen Thread, dass es manchmal keine wirkliche Lösung gibt ;)

    Ich denke wichtig ist, dass ihr innerhalb Eures Teams gegenseitige Unterstützung erfahrt - nach dem Motto "...ich kann den heut´nicht versorgen, ich mach Botendienst, oder sowas.. " - mit der Empathiefähigkeit mancher "therapeutischer Mitarbeiter" hat man auch allerorts so sein Problem.... die sind eben auch nicht so nah am Geschehen... wie Du schon sagst.

    Manchmal geht wirklich bloß "aus****en" (...nur zu...) und für Ausgleich sorgen, und hören, lesen oder sonstwas dass es wohl viele KollegInnen gibt, denen es auch nicht anders geht ;)

    LG
     
  7. Brady

    Brady Gast

    Hallo Eunerpan,

    wir haben zur Zeit das gleiche Problem. Dieser Patient wechselt zwischen unseren beiden geschlossenen Stationen hin und her. Wir sind ja nur eine kleine psychiatrische Abteilung. Wobei er war auch schon für paar Wochen in eurer Klinik, das war sehr nett von euch.

    Nur ist mittlerweile die Stimmung von den Kollegen bis zum Nullpunkt angelangt. Es wird für alle gefährlich.

    Wir haben auch die Aussage unseres Chefarztes ihn persönlich anzuzeigen, damit es eine Handhabe gibt, ihn in eine forensische Klinik unterbringen zu können.

    Nur tut es bis jetzt keiner, aus den gleichen Gründen oder Bedenken die du anbringst.

    Denke aber, dass es wohl wirklich die einzigste Möglichkeit ist mit der Privatanzeige.

    Liebe Grüße Brady
     
  8. eunerpan

    eunerpan Senior-Mitglied

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    Huhu MiChung


    Naja, manchmal gibt es auch keine Lösung ....
    aber grad hätt ich gern eine ;)

    Zumindest wär es schön, wenn die Leitungsebene einem nicht das Gefühl geben würde, dass das alles halb so schlimm sei.



    Lieben Gruss
    :spopkorns:
     
  9. eunerpan

    eunerpan Senior-Mitglied

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    Hallo Brady!


    Ja wir sind eben nett ...

    und das ist ja der nächste Patient der in unser Einzugsgebiet zieht ....seufz

    Aber generell dauert das ja eine halbe Ewigkeit bis andere Kliniken miteinbezogen werden und der Patient rotiert....
    Da muss schon viel vorfallen bis dem so ist

    und euer Patient hat ja auch einen Beschluss über 2 Jahre, da waren 6 Wochen bei uns nur ein Tropfen auf den heissen Stein

    Finde sowas sollte öfter in Anspruch genommen werden


    Lieben Gruss
    :spopkorns:
     
  10. MiChung

    MiChung Gast

    @ eunerpan,

    ... wen meinst Du denn mit Leitungsebene? Deine Stationsleitung? - Und schlimm ist natürlich auch subjektiv, aber gerade in der psychiatrischen Behandlung ist es doch wichtig auch auf die eigenen Grenzen zu achten - das was wir den Patienten versuchen zu vermitteln (auf ihre Grenzen zu achten) kriegen wir oft selbst nicht hin....
    Als Leitung (welcher Art auch immer) habe ich doch auch eine Verantwortung meinen Mitarbeitern gegenüber!!! grml.... und sicher sind es doch auch mehrere Mitarbeiter, die Probleme mit dem Patienten haben, oder?

    LG
     
  11. eunerpan

    eunerpan Senior-Mitglied

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    @MiChung:

    Ich bin ein Teil der Stationsleitung und gebe mir die grösste Mühe für die Kollegen da zu sein und auch für sie eine gute Lösung zu finden ....

    Ich meinte damit eher die Therapeuten, die Pdl zeigt sich ja auch eher bemüht ...

    Aber ich habe das Gefühl, das die Therapeuten das zwar sehen aber keinen dringenden Handlungsbedarf sehen, da sie ja auch nicht 7,5 Std mit dem Pat verbringen
    oder sich dauernd die Ängste der Mitpatienten anhören müssen
    Die Distanz ist bei ihnen wohl zu gross


    Lieben Gruss
    :spopkorns:
     
  12. MiChung

    MiChung Gast

    eunerpan,

    kriegt man an Deinen Beiträgen schon mit, dass Dir sehr daran liegt, gute Lösungen zu finden,
    habt Ihr denn keine Supervisionen oder "Balint - Gruppen" in denen solche Situationen thematisiert werden können?
    Es ist wirklich scheußlich, wenn man die therapeutischen Mitarbeiter noch überzeugen muss, dass etwas schräg läuft - kann ich ein Lied von singen....

    LG
     
  13. eunerpan

    eunerpan Senior-Mitglied

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    @MiChung:

    Klar haben wir Supervisionen... aber das Team ist leider nicht so reif diese auch sinnvoll zu nutzen ...sofern ich überhaupt momentan von einem Team sprechen kann aber das wäre off-topic ;)

    Also müssen wir schauen inwiefern uns zumindest soviel Unterstützung vom Haus zukommt, das wir uns ernstgenommen und nicht völlig hilflos fühlen


    Lg
    :spopkorns:
     
  14. MiChung

    MiChung Gast

    @ eunerpan,

    na dann hoffe ich für Euch, dass sich noch möglichst viele Kollegen hier und anderswo konstruktiv zu diesem Thema äußern werden - vielleicht gibt es ja die ein oder andere unkonventionelle Lösung, auf die man nicht kommt vor lauter Stress und Ärger.... muss jetzt leider weg, werd aber sicher mal schauen, wie es sich hier im thread noch entwickelt.

    Wir haben auch häufig Patienten, die zwar nicht immer aggressiv sind, aber sehr viel Unruhe und Chaos verbreiten und "auf der Stelle" treten.
    Zwei von denen behandeln wir gerade wechselnd mit der "Akutaufnahme" , entspannt alle ein wenig.

    LG
     
  15. Brady

    Brady Gast

    Hallo Eunerpan,

    bei uns ist es vor kurzem eskaliert. Die Polizei wurde gerufen und diese teilte uns mit, dass sie erst in einer halben Stunde bei uns sein kann.


    In dieser Situation war es heftig, da auch der Arzt aus Angst wohl die Station verließ, da er mit dieser Sache vollkommen überfordert war. Gut, wenn der Arzt der Fokus ist, der vom Patienten ausgehend wahrgenommen wird, sehe ich dieses noch ein. War in dem Fall aber nicht so.

    Es entstand beim gesamten Pflegeteam der Eindruck wir werden von allen Seiten alleine gelassen.
    Selbst die Polizei, die aus Gründen eines Einsatzes erst später kommen konnte wurde hinterfragt.

    Oft kommen Äußerungen von Polizeibeamten "Das ist garnicht unsere Aufgabe". Andere Polizeibeamte sind verständnisvoller und es läuft eine gute Kooperation.

    Hoffen wir mal, dass noch der ein oder andere Kollege noch gute Vorschläge hat.

    Liebe Grüße Brady
     
  16. monaluna

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    Hallo und guten Abend,
    bevor ich vor fünf Jahren in die Intensivpflege geweschelt habe, war ich zwei Jahre auf einer geschlossen, psychiatrischen Station tätig! Die Arbeit an sich hat mir viel Freude gemacht, aber bei uns waren die Betten eigentlich immer doppelt belget, wenig schwestern, überforderte nicht deutsch sprechende Ärzte. Das Agrressionspotenzial bei uns auf der station wuchs von Tag zu Tag quasi. Übergriffe auf s Personal kamen häufiger vor. Der bis dahin schlimmste endete auf der Intensivstation, ein bekannter agressiver Pat., wo toleriert wurde, das er seine Medis nicht nimmt, hat mich mit einem andkantenschlag bewusstlos geschlagen, ich habe danach zwei tage auf Intensiv mit einer verlegten A.carotis gelegen! Die DR. die das gesehn hat, ist übrigens an mir vorbei gegangenund hat mir nicht geholfen, wie später eine Pat. berichtete. Sie sagte in einem späteren Gespräch, sie dachte das müsste so sein. Ich war nicht die erste Mitarbeiterin, die seine Wut abbekam, vorher hat er eine Schülerin den Unterarm aufgeschnitten und einer Kollegn auf der Nachbarstation den Arm gebrochen.
    Ich habe danach Strafanzeige gegen den Patienten gestellt und eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen das Haus und die behandelnde Ärztin! siehe da und auf einmal wurden sie alle wach.
    Unser PDL aht danach diverse Seminare gegen Agresionen, und zur Selbstverteidigung angeboten, es wurden Supervisionen gemacht, etc. ie Sahce ging zwar vor Gericht, aber es geschah nichts weiter.
    Aber an unserm Hauptproblem der Überfüllung hat sich nichts geändert, auch das die Pat. nicht vernüftig behandelt worden sind.
    Unsere Polizei ist spitze gewesen, die sind immer gekommen, wenn was war. Auch die kolegen sind bei uns sehr liebe gewesen.
    Nach diesem vorfall habe ich mir aber einen anderen Job gesucht, sprich die Intensivmedezin! mit mir haben noch vier weitere junge hochmotivierte Kollegen gekündigt , eigentlich schade, oder!?
    LG
     
  17. Brady

    Brady Gast

    Hallo Monaluna,

    wirklich eine schlimme Geschichte. Bei uns wurde auch das Personal immer weniger, jetzt hat die schlechte Besetzung einen Stand erreicht, die noch die Routinearbeit ermöglicht.

    Da ich schon sehr lange in der Psychiatrie arbeite, kenne ich auch andere Zeiten. Wir brauchten damals fast nie die Polizei zu rufen um der Lage Herr zu werden. Es reichten die Kollegen, die durch das Alarmsystem gerufen wurden. Diese Präsenz reichte oftmals aus und die Situation entspannte sich meist dadurch von alleine.

    Heutzutage sieht die Sache schon anders aus, zuwenig Personal auf den Stationen, egal ob offen oder auch geschlossen. Überbelegungen sind die Regel. Bei einem Patienten, wie in den Beiträgen oben erwähnt machen wir nur noch einen Spagat. Noch ein Patient zusätzlich, der auch in dem Maße aggressiv ist, dann müssen wir schauen, dass diese beiden nicht ausgerechnet zusammen auf einer Station liegen.

    Der Krankenstand der Kollegen ist recht hoch auf diesen Stationen, was natürlich auch nicht verwunderlich ist.

    Liebe Grüße Brady
     
  18. monaluna

    monaluna Poweruser

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    Hallo nochmal
    ...und wer will es den Patienten da auch noch verübeln, wenn ich denke in was für kleinen Zimmer die bei uns lagen, und dann stand immer noch zusätzlich ein Bett mit drin, aufgrund des geringen Personals waren Ausgänge halt auch nur sehr gering möglich......
    Für mich gab es damals halt nur die Flucht, wir sind auf Intensiv auch knapp bemessen, aber das ist anderer stress! und voralledingen nicht so gefährlich!
    unddort versteht das ja ein wahcer Pat. deutlich besser!8ich hoffe wie ihr wisst wie ich das meine !)
    ich bewundere die Kollegen, die jeden Tag wieder zurück in die Psychiatrie gehen! und hoffe sehr, das bald andere Zeiten in der Pflege kommen.
    Ich gehe auch zur Zeit nur noch hin, weil ich ja nix anderes kann. Aber das was ich mir vorher mal vorgstellt habe, mache ich heute schon lange nicht mehr!
    Sorry etwas offtopic!
     
  19. eunerpan

    eunerpan Senior-Mitglied

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    Hallo zusammen!



    Das was dir passiert ist monaluna ist ja wirklich furchtbar ....das tut mir leid!

    Hat man dir denn hinterher irgendwas zukommenlassen ? Gespräche oder ähnliches? Was hättest du dir hinterher gewünscht?


    Lieben Gruss

    :spopkorns:
     
  20. MiChung

    MiChung Gast

    Hi,

    nach so einer Erfahrung kann ich gut verstehen, dass man an einem "Scheideweg" steht und überlegen muss, ob man unter diesen Umständen weiter arbeiten kann oder wie Du "monaluna" in einen anderen Bereich wechselt.
    Das Tragische ist, dass man leider oft erst überlegt was man tun könnte, wenn etwas Schlimmes passiert ist.

    Ich denke dass es wichtig ist, offiziell bekannte Ansprechpartner/ Anlaufstellen innerhalb der Klinik zu haben, an die ich mich nach belastenden Situationen wenden kann (sei es nach tätlich aggressiven Ausbrüchen von Patienten, Drohungen oder aber auch sonstige belastende Situationen wie Suizid/ Suizidversuch auf der Station)
    Der Arbeitgeber hat meines Wissens auch eine "Fürsorgepflicht" für seine Mitarbeiter (oder ist das antiquiertes Denken?)

    Hier ist wohl unser eigener Einsatz gefragt, für entsprechende Anlaufstellen zu sorgen und diese auch publik zu machen. ( ....und aus dem Gedanken: "man müsste mal ...." auch Taten folgen lassen und sich diesbezüglich engagieren, schließe mich da selbst ein...)

    Vorbeugend gibt es wohl nur die Forderung nach "Deeskalationstrainings" für alle Mitarbeiter - und immer wieder deutlich zu machen, wo und wann es anfängt gefährlich zu werden. Wir haben in unserer Abteilung glücklicherweise eine Chefärztin, die in jeder Situation "hinter" den Mitarbeitern steht und auf die wir uns verlassen können, wenn´s brenzlig wird.

    Wenn auf der Akutaufnahme die Situation selbst mit einer "normalen" pflegerischen Besetzung schwierig ist (Überbelegungen, Aggressive Patienten) werden auch schon mal von den anderen Stationen des Bereichs Mitarbeiter dorthin abkommandiert - was bei den betreffenden Mitarbeitern und Stationen zwar für Unmut sorgt - letztlich aber ein sinnvoller Kompromiss sein kann, wenn es nicht zur Dauerlösung mutiert.

    LG
     
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