Mitarbeiter pro Dienst

Lehmchen

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22.05.2005
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Beruf
Gesundheits- und Krankenpflegerin
Akt. Einsatzbereich
Akutpsychiatrie
Ich arbeite jetzt seid meinem Examen im Oktober 05 auf einer Akupsychiatrie und es hat mir bisher auch immer recht gut gefallen. Seid einiger Zeit (eigentlich seid ich da bin, aber jetzt extrem) häufen sich die Krankheitsfälle, die Einsätze von Zeitarbeitskräften etc.
So ist es oftmals so, dass wie im Dienst nur zu zweit sind (manchmal als zweites ne Zeitarbeit) und das für 30 Patienten wovon einige ja auch aggressiv werden können, bzw. viel Zuwendung brauchen.

Wie sieht es bei euch aus? Ist es ähnlich?

Das sind doch keine tragbaren Zustände mehr!! Oder??:streit:
 

eunerpan

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NRW
Beruf
Krankenschwester
Akt. Einsatzbereich
fakultativ geschlossene sozialpsychiatrische Sektorstation
Funktion
stellvertretende Leitung
Hallo!!!!

Kann das gut verstehen. Arbeite auf einer Akutstation, allerdings nur fakultativ geschlossen .... also weniger Personal als auf einer geschlossenen.

Am Freitag hatte ich einen Dienst, der absolut furchtbar war......


Wir waren zu zweit im Dienst hatten zwei 1:1 Betreuungen und zwei Fixierungen kamen noch hinzu und ein super angspannter Patient........

Da kann ich im Dienst nur ne Schadensbegrenzung machen und hoffen das alle das überleben ....

Wir haben 19 Planbetten, das kann aber schon mal bis 24 hochgehen

Laut Pdl sind bei uns alle Stellen besetzt :gruebel:

Das mit den Zeitarbeitlern war auch ne Idee, die bei uns im Haus aufkam, wie laüft das denn bei euch??


Lieben Gruss
 

lovelyn

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:up: Bei uns ist es schon lange so,das es Luxus ist zu zweit im Dienst zu sein,an den Wochenenden gibt es einen F und einen S dazu einen Zwischendienst,der dann mit den Pat spazieren geht.Also,Kopf hoch es geht vielen so!
 

Imhotep

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Aufgewacht in der bundesrepublikanischen Wirklichkeit:

So ist das in der BRD, Qualitätsmanagement propagierende Funktionäre und politisch besetzte mittlere und höhere Entscheidungspositionen. Die Minderbesetzung ist politisch gewollt, die Veranstaltung darf nichts kosten und damit es keiner merkt wird eine irrsinnige Evaluationsbürokratie installiert. Je weniger man für's Pflegepersonal ausgeben muß umso mehr Kohle kann man für privatwirtschaftliche Rationalisierungsgutachter, Stabs- und Verwaltungsstellen rausschmeißen.

Die PsychPV ist nicht das Papier wert auf dem sie gedruckt ist, Oberpfleger, Pflegedirektoren, Bereichsleiter usw. werden immer sagen, "...alle Stellen sind besetzt", nachprüfen kann es keiner, es wird ausgelegt wie es gerade paßt.

Ich wünsche allen Kollegen, dass sie die Dienste heil überstehen und empfehle dringend den Abschluß einer Rechtschutzversicherung.

Gruß Imhotep
 

Polamidon

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Beiträge
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Ort
Düsseldorf
Beruf
Krankenpfleger (Psychiatrie / Sucht)
Funktion
Praxisanleiter, stellv. MAV-Vorsitzender
Hallo,

ich kenne Euer Problem sehr gut, nach einer langen Phase mit vielen krankheitsbedingten Ausfällen, bei denen wir auf dem Zahnfleisch liefen, können wir uns jetzt kaum noch vor Personal retten...:wut: , während z.B. unsere Akutstationen leer laufen. Leider überlegte sich unsere Klinikleitung vor einer Zeit, die Bereiche zu trennen. D.h. das Personal nur selten aushilft, weil es aus "politischen" Gründen nicht erwünscht ist. Ich arbeite auf einer Entgiftungs- u. Motivationsstation mit 21 Betten. Es kommt nicht selten vor, dass zur Kernzeit bis zu 6 Leute im Dienst sind und sich gegeseitig auf die Füße treten...

Da wünscht man sich ne PDL die mal vergisst, ihre Scheuklappen anzuziehen...
 

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