Mit fast 30 Ausbildung zur Krankenpflegehelferin?

Dieses Thema im Forum "Ausbildungsvoraussetzungen" wurde erstellt von fräulein wundersam, 20.02.2009.

  1. fräulein wundersam

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    hallo, liebes forum!

    ich bin derzeit noch 28 jahre alt, habe auf lehramt studiert, das referendariat angefangen und abgebrochen, dann noch etwas in der erwachsenbildung gearbeitet (deutschkurse für migranten). jetzt möchte ich beruflich noch mal neue wege einschlagen. auf jeden fall soll es in den sozialen bereich gehen und zwar dort, wo ich menschen individuell betreuen kann. ich interessiere mich kurz und knapp für die krankenpflege, in der auch schon meine mutter gearbeitet hat (intensivmedizin in der UK) und sämtliche weibliche verwandte von mir, sodass ich nicht blauäugig daran gehe.

    ich habe allerdings vor, nur die krankenpflegehelferinnen-ausbildung zu machen, da ich ja schon etwas älter bin und mir damit einen weiteren berufsbereich erschließen möchte. vor ort bin ich auch bestens mit einer schule und einer psychiatrischen klinik versorgt, die diese ausbildung (einjährig) in kooperation anbieten.

    nun meine frage an euch:

    was haltet ihr von meiner idee? inbes. vor dem hintergrund meines alters?
    (und bitte: keine vorschläge von wegen "mach das referendariat zu ende..." oder "mach ein nachhilfeinstitut auf. da verdienst du besser als in der krankenpflege". -nein, ich möchte definitiv nicht mehr in die schule zurück. die erwachsenenbildung möchte ich mir hingegen weiter offen halten. nur arbeite ich da freiberuflich und das kann ich mir momentan nicht mehr leisten -->private krankenversicherung, keine lohnfortzahlung im krankheitsfall etc. :( ). außerdem sehne ich mich nach einer tätigkeit, "die näher am menschen dran ist":

    vielleicht kann mir auch jemand was zu der ausbildung sagen (fächer, praxiseinsätze etc.)

    ich würde mich sehr freuen!:-)danke!:-)
     
  2. AndreaT

    AndreaT Gesperrt

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    Hi

    in unserer Familie haben wir einen vom Alter her ähnlichen Fall. Sie, 27 Jahre alt hat vor kurzem eine Ausbildung zur GuK begonnen.

    Warum Du die Ausbildung zur Helferin nicht machen solltest:
    - verdienst nichts
    - darfst nichts außer waschen, lagern und füttern und last but not least Bettpfannen wechseln
    - geringeres Ansehen

    Wenn dann nur GuK - alles andere wäre pardon Quatsch.
    Liebe Grüße
    Andrea
     
  3. Lillebrit

    Lillebrit Bereichsmoderatorin
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    Hallo,

    auch ich empfehle Dir die 3 -Jährige Ausbildung zur GuKP, wenn es geht auch als duales Studium in Kooperation mit einer Hochschule.
    Für die KPH bist Du nicht zu alt...aber hast einen ungewöhnlich hohen (Hoch)-Schulabschluss.
    Später bleiben Dir viele Wege verschlossen, Fort - un dWeiterbildungsmöglichkeiten sind rar, Du findest schlecht einen Job und wenn dann nur gering vergütet (wenn Du Pech hast in der ambulanten Pflege für 1200,- Brutto!!!).
    Da Du eben schon einen langen Bildungsweg hinter Dir hast, benötigst Du einen Job, in welchem Du auch zumindest annähernd an den Durchschnittsverdienst in DE herankommst....Du holst sonst das Defizit bei der Rente nie wieder auf!
    Wennn Du GuKP bist, eventuell sogar Bachelor, dann hast Du andere Möglichkeiten. Nach entsprechender Erfahrung im Beruf auch im mittleren Management.
    Eventuell kannst Du Dir auch Teile des jetzigen Studiums auf einen Master of Education anrechnen lassen und über ein erneutes Referendariat (nicht schlagen....*ggg*) an eine Berufsschule für Gesundheit gehen.
    Dann wärst Du fest angestellt als Dozent und arbeitest mit Erwachsenen...alternativ könntest Du ein Bildungsinstitut im Gesundheitssektor leiten.
     
  4. karola1

    karola1 Stammgast

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    ...da war lillebritt schneller:-)
    Alles was sie gesagt hat, kann ich unterstreichen!
    Zwei Zusätze noch:
    mich nervt immer wieder dieser Hinweis auf das ach so hohe Alter:knockin: (mit 28! das ich nicht lache...), welches einem angeblich Wege versperrt oder Lernen unmöglich macht oder die anderen im Kurs gucken schief usw.usf.
    Was denkt ihr denn, wie Männer ihren Berufsweg planen??? Mit 26 Studium fertig und dann nie wieder irgendeine Weiterbildung oder so?
    Aufwachen!, sag ich da nur, und nicht immer in dieses Spielchen verfallen "hach, mein Alter steht mir im Wege"

    ...und dann: vergiss das mit der tollen individuellen Pflege (und erst recht als Pflegehelferin). Das Spektrum deiner erlaubten Tätigkeiten haben die oberen Beiträge schon beschrieben und je nach dem, wo und als was du arbeitest, machst du alles andere als tolle individuelle Pflege. Es gibt Ausnahme-Stationen/Kliniken, aber die suchen sicher keine Helferinnen, sondern sehr gut vorqualifiziertes Personal.

    Ansonsten kenne ich auch einige, die nach ihrem (abgeschlossenen) Studium eine Pflegeausbildung gemacht haben, auch nicht bereut haben.
    Aber mach die kompletten drei Jahre, sonst bereust du es im wirklichen "Alter":-)
     
  5. stormrider

    stormrider Poweruser

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    Mein Gott zu alt. Da hat jemand gerade mal vielleicht 10 Jahre lang gearbeitet (Studium, Ausbildung hab ich mitgezählt) und noch über 30 Jahre Arbeitszeit vor sich und will dann nur noch eine Helferinnenausbildung machen?

    Du hast noch den Hauptteil deiner Arbeitszeit vor dir, willst du dir das wirklich antun, den nicht gerade geringen Anteil deines restlichen Lebens im Helfermodus zu absolvieren mit all den schon genannten negativen Begleiterscheinungen?
     
  6. RubenFitz

    RubenFitz Newbie

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    Hallo,

    also ich habe die Ausbildung mit 26 Jahren begonnen und fühle mich pudelwohl. Das Lernen macht großen Spaß und tagtäglich wird man mit neuen Situationen konfrontiert. Was meine Vorredner bereits gesagt haben würde ich ebenfalls so unterstreichen. Einen weiteren Punkt hätte ich aber noch hinzuzufügen:

    Du bist in der einjährigen Ausbildung wahrscheinlich völlig unterfordert. Klingt so jetzt erstmal blöd, aber ich für meinen Teil brauche auch eine Herausforderung. Du kannst dein Examen in der Krankenpflege ohne weiteres schaffen ohne dabei mit dem Job zu verschmelzen. Du kannst aber genauso gut eine ganze Menge über das Erwartete hinaus lernen. Viele Erfahrungen im krankenhaus will ich heute nicht mehr missen.

    Ist vielleicht blöd ausgedrückt, aber worauf ich hinaus will: Es gibt schon in der Krankenpflegeschule Leute, die Dienst nach Vorschrift schieben. Und es gibt welche die mit vollem Engagement und Herzblut dabei sind. Letzlich liegt es an dir was du aus den drei jahren Ausbildung mitnimmst. Und genau das motiviert mich immer wieder auf's Neue.

    Du wirst kaum jemanden finden der dir die einjährige empfiehlt und du wirst dich wundern wie schnell die drei Jahre um sind.
     
  7. sueann

    sueann Junior-Mitglied

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    Hallo,
    auch ich kann dir die drei jährige Ausbildung nur empfehlen! Ich habe vor meiner Ausbildung zur GUK auch einen ganz anderen Beruf gelernt und habe noch mal komplett das Betätigunsfeld gewechslt. ICh wollt damals auch erst die Pflegehelfer Ausbildung machen aber das ist nichts halbes und nichts ganzes!! Zudem profitiere ich auch sehr von dem was ich in den drei JAhren gelernt habe die sehr schnell vergingen!
    Meine Schwester ist jetzt 41 sie macht dieses Jahr Examen und bereut es auch nicht. Sie hat vorher auch 6 Jahre in der ambulanten Pflege gearbeitet irgendwann war es ihr einfach zu eintönig! Die Herausforderungen fehlen!
    Gruss Sueann
     
  8. fräulein wundersam

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    danke erst mal für die antworten und vielseitigen meinungen! :-)

    ihr habt vollkommen recht mit diesen einwänden. meine mutter, die ja ex. krankenschwester ist, hat mir dieselbe standpauke gehalten.

    mit dem alter.. zu alt find ich mich persönlich nicht, habe nur angst, dass die schulen lieber frische schulabgänger nehmen.. meine chemie-, bio- etc. kenntnisse liegen ja doch schon ein eckchen hinter mir. habe vor kurzem aber auch jmd. kennengelernt, der mit 30 (nach abgebrochem studium) die ausbildung zum GuK gemacht hat.

    ja, warum will ich eigentlich (erst mal) nur die helferinnen-ausbildung machen??

    folgende gründe sprechen für mich dafür:
    - ich komme ja aus einem ganz anderen berufsbereich und möchte mich erst mal orientieren. es könnte ja durchaus sein, dass ich der krankenpflege aus welchen gründen auch immer nicht gewachsen bin. wenn ich das nach einem jahr in der ausbildung zur GuK merke und dann abbreche, dann hab ich nichts in der tasche (außer neue erfahrungen, die natürlich auch nicht zu verachten sind..-klar :-)). nach der einjährigen ausbildung zur KPH bzw. GuKA hätte ich hingegen wenigstens eine kleine qualifikation in der tasche. und wenn ich darüber hinaus feststelle, dass mir der job richtig spaß macht und ich gute leistungen bringe, dann würde ich die GuK- oder AP-ausbildung anhängen, hätte wahrscheinlich auch bessere chancen einen platz an einer schule zu bekommen.

    -der zweite grund: ich find das ausbildungs-KH für die helferinnen-ausbildung und die anlagen einfach super klasse und schön. allein das (auch wenn das naiv klingt) reizt mich, die ausbildung dort zu machen

    -dritter punkt: verantwortung im helferinnen-job ist erst mal geringer. ich war in meinem vorigen beruf als (angehende) lehrerin mit dem riesigen berg an verantwortung für manchmal über 30 kinder auf einmal im klassenraum oder draußen innerlich total gestresst. mir würds momentan eher besser gehen, wenn ich erst mal "klein" anfinge und zunächst nicht so viel verantwortung tragen müsste

    -->zum letzten punkt hätte ich auch noch mal eine frage:
    wie hoch empfindet ihr die verantwortung, die in eurem job auf euren schultern lastet? wie unterscheidet sich dies von station und fach? -ich muss dazu sagen, dass meine mutter auf der intensiv gearbeitet hat und eine cousine von mir in der dialyse. vor allem meine mutter hat ihren job als ganz schön an die nerven gehend erlebt.


    ich les hier auch noch was von schlechten job-aussichten in der krankenpflege. stimmt dies? im altenpflege-bereich gibt es doch eher einen fachkräftemangel, oder nicht? (mich würde nach der ausbildung vor nallem der AP-bereich interessieren).
     
  9. novitafranka

    novitafranka Newbie

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    also ich glaube eher du würdest dich nach deinem studiem etc. eher unterfordert fühlen, wenn du die ausbildung zur pflegehelferin machen würdest.
    irgendwann würde es dich vielleicht nerven, dass dir gar keine verantwortung überlassen wird...
     
  10. fräulein wundersam

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    ich hab ja kein medizinstudium hinter mir ;)

    die krankenpflege wäre für mich fachlich totales neuland.:nurse:

    kann aber auch sein, dass mein selbstwertgefühl noch total angekratzt ist und ich mich zu wenig zutraue. im referendariat steht man ja pausenlos unter beobachtung und unter kritik, wobei die negative kritik immer im vorgergrund steht (die nachbesprechungen nach den unterrichtsproben fingen dann immer so an "x haben sie gut gemacht.darüber brauchen wir nicht zu reden. jetzt zu den negativen punkten..." (wobei die letzten drei punkte eine gesprächsdauer von bis zu 100 minuten repräsentieren).

    naja, .. bin ja zum glück da raus.. :-)
     
  11. AndreaT

    AndreaT Gesperrt

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    Lange Rede kurzer Sinn - die Helferinnen Ausbildung ist unterm Strich NICHTS wert.

    Fachliche Theorie fürs Bettpfannen wechseln? Ich denke, dass deine praktische Fähigkeiten eher gefordert werden. Sich nach einem Jahr mit dem Helferinnentitel zu schmücken würde ich nicht mal freiwillig machen. Schlag Dir das einfach aus dem Kopf.

    Worauf wartest Du noch, bewerbe Dich so schnell es geht :nurse:
     
  12. Krotob

    Krotob Stammgast

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    Hallo,
    also als NICHTS wert empfinde ich es nicht ! Es ist eine andere Ausbildung, für einen anderen Einsatzbereich. Ich würde es selbst nicht machen wollen, aber es kann eine gute Möglichkeit sein. Für viele (z.B. Mütter) wäre eine 3jährige Ausbildung vielleicht ein zu großer Aufwand.

    Ich selbst würde Dir Frl. Wundersam :-), auch zur 3jährigen Ausbildung raten, selbst wenn Du nach einem Jahr merkst, dass es nicht das richtige ist (hast Du, wie Du selbst gesagt hast, bestimmt viele neue Erfahrungen gemacht; zwar keinen Abschluss, aber was würde er Dir auch helfen ?). Das Alter ist wirklich kein Grund ! Wichtig ist, dass Du noch lernen magst.
    Verantwortung ...; natürlich hat man Verantwortung, ich in meinen Bereich relativ viel. Aber ...; man wächst mit der Verantwortung, bei uns wird man langsam an die Verantwortung herangeführt. Außerdem (wenn Du in einer Klinik arbeitetst) bist Du in einen Team, Du kannst Dich absprechen und eine weitere Meinung dazu holen.

    Also ich wünsche Dir alles Gute für Deine Entscheidung !!!!

    Gruß aus dem Süden
    :mrgreen:
     
  13. ***IKE***

    ***IKE*** Gast

    Also ich habe die Helferin Ausbildung gemacht! Und ich bin sehr froh darüber:
    So kann und könnte ich auf vielen Vorerfahrungen aufbauen!
    Aber deiner Stelle Fräulein Wundersam würde ich wenn du dir so unsicher bist ein Praktium empfehlen!
    Aber schicke eine Bewerbung für eine Ausbildungstelle für GuK ruhig ab!!!
    Schaden kann es doch nicht und wer weiß vielleicht fängst du deine Ausbildung schon nächstes Jahr im Frühling an! :nurse:
     
  14. Lin

    Lin Poweruser

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    Ehrlich gesagt, bevor ich ein FSJ machen würde, ziehe ich die KPF-Ausbildung vor. Warum soll diese Ausbildung wertlos sein? Ich habe sie selber bei meiner Mutter miterlebt und kann sagen, dass die theoretische Ausbildung sehr gut ist.

    Ich kann zwar nur aus Ö berichten, aber ich finde das Berufsbild der KPH's nicht schlecht. Der Verdienst ist nicht viel weniger als bei den Diplomierten, sie können sich an ihre Rechten und Pflichten halten (da jederzeit eine Dipl. da ist, an die sie Tätigkeiten, die sie nicht machen können abgeben können, wohingegen es bei den Dipl. "von oben" verlangt wird), sie haben jederzeit jemanden, an den sie die Verantwortung abgeben können und ehrlich gesagt, machen die Dipl. auch nicht wirklich andere Arbeit als die KPH (außer der kleinen mitverantwortliche Bereich). Denn die primären Aufgaben einer Dipl., werden auf einer Station sowieso nicht verlangt oder sind durch Zeitmangel nicht durchführbar (aber dazu gibts andere Threads).

    By the way: Ich finde es etwas überheblich, sich mit einem Berufstitel schmücken zu müssen oder andere als "wertlos" darzustellen.

    Gruß,
    Lin
     
  15. Julien

    Julien Poweruser
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    Hey, ich war auch 28 bei Ausbildungsbeginn, habe auch ein abgebrochenes Studium hinter mir... Wenn du dich unterhalten magst, kannst du dich gerne an mich wenden.

    Zur KPH - ich will da niemandem zu nahe treten, aber jemand mit Abitur hat da echt nichts verloren. Wenn du dich noch orientieren mußt, mach ein Praktikum über ein paar Wochen, um zu sehen, ob dir der Bereich liegt. Und dann bewirb dich für die Dreijärige oder den Bachelor-Studiengang....
     
  16. AndreaT

    AndreaT Gesperrt

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    Als wertlos ist die Ausbildung zu bezeichnen was ich nochmals bestätige. Jemanden als wertlos zu bezeichnen fiele mir im Traum nicht ein.

    Gruß
    Andrea
     
  17. narde2003

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    Hallo Andrea,

    so gehen die Meinungen auseinander, wir hier in Bayern sehen diese Ausbildung nicht als wertlos an, sondern bilden weiterhin aus und die Absolventen der Schule kommen alle gut unter.

    Ich weiss ja nicht was du unterrichtest, aber in der Krankenpflege sicher nicht, sonst solltest du dies wissen. Ich empfinde deine Ausdrucksweise für eine Lehrerin sehr befremdlich, auf mich wirkt es so, als würde es dir etwas an sozialer Kompetenz fehlen.

    Wobei ich zugeben muss, für Frl. Wundersam würde es schwierig werden einen Platz in der Krankenpflegehilfe zu bekommen, da sie hierfür überqualifiziert ist.

    Ein schönes Wochenende
    Narde
     
  18. Lin

    Lin Poweruser

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    Sorry, dann hab ich dich missverstanden. Ich halte dennoch die Ausbildung auch nicht für wertlos, da meiner Erfahrung nach die Grundlagen gut vermittelt werden. Es kann natürlich sein, dass es zwischen der Ausbildung in D und Ö Unterschiede gibt. Ich denke, dass die deutsche Krankenpflegehelfer mit dem österreichischen Pflegehelfer vergleichbar ist.
    Einerseits verstehe ich die TE, wenn sie sagt, sie möchte weniger Verantwortung übernehmen. Dann halte ich diese Ausbildung schon für geeignet. Anderseits ist sie mit dem Abi überqualifiziert.

    @fräulein wundersam: Hast du schon ein Praktikum gemacht? Ich denke Intensiv oder Dialyse kann man nicht sehr mit einer "Normalstation" vergleichen. Außerdem gibt es auch für DGKS Bereiche, in denen man wenig Verantwortung tragen muss.

    Gruß,
    Lin
     
  19. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Auch eine Krankenpflegehelferin hat eine Durchführungsverantwortung für das, was sie tut. Wenn sie Mist baut, muss sie sich dafür genauso wie eine GuKP verantworten. (Gilt ab einem gewissen Ausbildungsstand auch für Schüler).

    Ich fände ein Praktikum zur Berufsorientierung für fräulein wundersam auch besser als eine Ausbildung, in der sie mit hoher Wahrscheinlichkeit zu wenig gefordert wird.

    @Lin: Welche Pflegebereiche mit geringer Verantwortung kennst Du?
     
  20. AndreaT

    AndreaT Gesperrt

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    Hallo Narde,
    praktisch gesehen ist die Ausbildung für die Katze sofern ich die Anforderungen für eine Ausbildung zur GuK erfülle. Es darf nicht verschwiegen oder schön geredet werden, dass die Ausbildung zur Helferin "ach so sinnvoll" sei. Das ist meiner Meinung nach Augenwischerei. Wenn ich keinen verantwortungsvollen Job habe möchte, dann bin ich im KH sowieso am falschen Platz. Abgesehen davon kenne ich auch keinen Job mit 0 Verantwortung. Die Durchführungsverantwortung wurde ja schon erwähnt. Sich anhand seiner Ausbildung als Helferin "verstecken" zu können wird zum Glück nicht klappen.

    Warum wird meine soziale Kompetenz angezweifelt? Spreche das aus was ich denke und umschreibe es nicht mit tausenden von Blumen.

    Lin: Um Grundlagen zu erlernen reicht ein gutes Buch + ein Praktikum völlig aus.

    Gruß
    Andrea
     
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