Mit Antidepressiva arbeiten gehen?

Lindarina

Senior-Mitglied
Mitglied seit
02.05.2004
Beiträge
154
Alter
34
Ort
Nähe Magdeburg
Beruf
Gesundheits- und Krankenpflegerin
Akt. Einsatzbereich
Häuslicher Intensivbereich
Hi @all.
Habe da mal eine Frage. Meine Freundin (im meinen Kurz) ist an einer Depression erkrankt. Nun geht sie zur Psychotherapie und muss auch Tab. nehmen. Unter anderem auch Remergil. Ihre Ärztin hatte ihr geraten 14 Tage zu Hause zu bleiben zur Einstellung der Med. Dies lehnte sie aber ab und so geht sie weiterhin zur Arbeit.
Ich habe leider keine Ahnung von den Tab. so welche haben wir nicht auf Station. Würde meiner Freundin gerne einen Rat geben. Weiß jemand von euch ob es OK ist mit diesen Tab. arbeiten zu gehen?
 
F

fear

Gast
Ich hab bisher auch keine Schwierigkeiten gehabt mit meinen
Psychopharmaka. Sie helfen mir eher, besser zu arbeiten, mich besser zu
konzentrieren und ausgeglichener zu sein.

Allerdings war Remergil bei mir der absoluter overkill und ich habs gar nicht
vertragen, war zwar am nach 2 Tagen Einnahme oder so auf einer Fortbildung,
aber hab alles kilometerweit entfernt gehört und gar nix kapiert.

Das muss aber nicht bei jedem so sein.
Wie gesagt, ich merke bei meinen Medis ansonsten gar nichts/außer der
positiven Wirkung ;)

Letztlich muss das jeder für sich entscheiden.
Grad diese Medis haben sehr unterschiedliche Wirkungen auf verschiedene Menschen.
 
B

Brady

Gast
Hallo,

ich arbeite in einer psychiatrischen-psychotherapeutischen Tagesklinik u. wir haben gute Erfahrungen mit Remergil gemacht. Dieses Präparat hat weniger Nebenwirkungen als manche anderen.

Es macht zwar am Anfang müde, dies legt sich aber. Wie bei den meisten greift es auch erst nach 3-4 Wochen.
Es erfordert immer eine gewisse Geduld um die Wirkung beurteilen zu können.

In den ersten Wochen sollte es auch klar sein auf das Führen von Fahrzeugen zu verzichten, besser auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen.

Wenn man auf der sicheren Seite sein will, wäre es auch ratsam einen Reaktionstest z.B. bei einer Fahrschule zu machen. Oder man fragt den Psychiater, dieser kann diesen Test auch eventuell machen oder einem raten, wo man ihn machen kann. Frage des Geldes.....

Denn egal welche Medikamente man nimmt, man hat bei einem Unfall immer eine Mitschuld.

Liebe Grüße Brady
 

eunerpan

Senior-Mitglied
Mitglied seit
07.06.2006
Beiträge
153
Alter
40
Ort
NRW
Beruf
Krankenschwester
Akt. Einsatzbereich
fakultativ geschlossene sozialpsychiatrische Sektorstation
Funktion
stellvertretende Leitung
Hallo !!!

Kann mich Brady nur anschliessen....
auch bei uns auf der akut wird das gern gegeben .... Regeldosis liegt bei 30-45mg .... Höchstdosis is bei uns 60 mg.....
als einzige Nw hab ich bis jetzt von nem brennen auf der Zunge(.... da Schmelztablette....) gehört, dagegen helfen Panthenollutschtabletten.....
Anfangs schlafanstossende Wirkung, welche aber nachlässt......

:gruebel:

Lieben Gruss euch allen
 

Manu5959

Senior-Mitglied
Mitglied seit
01.10.2005
Beiträge
198
Beruf
Krankenschwester
Funktion
Praxisanleitung/ PN
Hallo Linderina,

da alle Antidepressiva nicht sofort wirken, sondern frühestens nach 2 Wochen( meist ist ein Rahmen von 3-6 Wochen festgelegt), wäre es für deine Freundin eher ratsam, wenn sie sich die vorgeschlagene Ruhephase zu Herzen nimmt.

Grüßle Manu
 
B

Brady

Gast
Hallo,

noch vergessen. Wird bei depressiver Syndrome (meist mit Schlafstörungen) gegeben. Daher Applikation vorzugsweise abends, bzw. spätabends.

Wirkstoff: Mirtazepin


Liebe Grüße Brady
 

Lindarina

Senior-Mitglied
Mitglied seit
02.05.2004
Beiträge
154
Alter
34
Ort
Nähe Magdeburg
Beruf
Gesundheits- und Krankenpflegerin
Akt. Einsatzbereich
Häuslicher Intensivbereich
Hi @all.
Danke für die Antworten. Ist ja nicht so einfach, wenn man solche Medis nehmen muss. Wenn ich mir hier so die Nebenwirkungen ansehe. Müde, kein Auto fahren. Da kann ich meine Freundin auch verstehen, dass sie sich überwinden muss, die Tab. auch regelmäßig zu nehmen.
 

Julius

Junior-Mitglied
Mitglied seit
28.02.2006
Beiträge
67
Ort
Unterfranken
Beruf
Azubi 2. Jahr
Akt. Einsatzbereich
OP
Na ja, du hast die Nebenwirkungen ja meist nur am Anfang. Ich war die ersten Wochen auch müde und hatte diese und jene Problemchen. Meist legen sie sich aber im Laufe der Zeit.
Ich wäre auch dafür, dass sich deine Freundin anden Rat hält. Denn schließlich ist es nicht damit getan, die Tabs einzuwerfen und dann weiterzumachen wie bisher.
 

Ähnliche Threads

Über uns

  • Unsere Online Community für Pflegeberufe ist eine der ältesten im deutschsprachigen Raum (D/A/CH) und wir sind stolz darauf, dass wir allen an der Pflege Interessierten seit mehr als 15 Jahren eine Plattform für unvoreingenommene, kritische Diskussionen unter Benutzern unterschiedlicher Herkunft und Ansichten anbieten können. Wir arbeiten jeden Tag mit Euch gemeinsam daran, um diesen Austausch auch weiterhin in einer hohen Qualität sicherzustellen. Mach mit!

Unterstützt uns!

  • Unser Team von www.krankenschwester.de arbeitet jeden Tag daran, dass einerseits die Qualität sichergestellt wird, um kritische und informative Diskussionen zuzulassen, andererseits die technische Basis (optimale Software, intuitive Designs) anwenderorientiert zur Verfügung gestellt wird. Das alles kostet viel Zeit und Geld, deshalb freuen wir uns über jede kleine Spende!