Mit 23 Jahren eine dritte Ausbildung?

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Tascha9988

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Ich bin langsam am verzweifeln...weiß nicht was ich tun soll! Hier mein Problem mal kurz in wenigen Worten (ich versuche es zumindest ;):

Also nach meinem Realschulabschluss habe ich eine Ausbildung im Handwerk gemacht. Wegen doofen Arbeitszeiten und wenig Verdient habe ich eine Kaufmännische Ausbildung angeschlossen. Dann ein 6-monatiges FSJ und jetzt mache ich gerade das 1-jährige Fachabitur.

Ursprünglich wollte ich BWL studieren, dann Soziale Arbeit und jetzt Pflege. Habe mich gut über alles Studiengänge informiert und war mir jedes mal sicher, doch irgendwann kam dann die Unsicherheit.

Jetzt spiele ich mit dem Gedanken eine dritte Ausbildung zur Altenpflegerin zu machen, da mir das FSJ so super viel Spaß gemacht hat. Die Arbeitszeiten wären auch kein Problem für mich. Nur, sollte ich mich für die Ausbildung entscheiden, wozu hab ich dann das Fachabi gemacht? Ein Fernstudium ist leider sehr teuer...

Normal bin ich ein Mensch der sich sicher ist was er tun will, ich kenne diese Unsicherheit nicht von mir und diese Ratlosigkeit, aber seitdem ich das FSJ gemacht habe, welches mir so viel Spaß gemacht habe weiß ich gar nichts mehr! Außerdem weiß ich auch nicht ob das Studium sooooo eine gute Idee ist, da ich eigentlich eher ein praktischer Mensch bin kein theoretiker!
 

-Claudia-

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Arbeitszeiten und Verdienst in einem handwerklichen Beruf sind "doof", aber in der Altenpflege ist zumindest das zweite " kein Problem"? Verwirrend...

Wenn es denn die Pflege sein soll, aber das Fachabi doch nicht umsonst - warum kein dualer Studiengang? Gibt's zumindest in Kranken- und Kinderkrankenpflege in fast jedem Bundesland.
 

Vicodiin

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stimmt, das wäre der sinnvollste schritt eigetnlich. ein pflegestudium. da hast du auch viel praxis und es ist trotzdem nicht 'nur' eine ausbildung.

aber bei der anderen sache gebe ich claudia recht - arbeitszeiten und verdienst sind eigentlich die 2 nachteile an der altenpflege?!

wobei..was ich mich schon länger frage: verdienst man als GKP eigentlich besser wenn man studiert hat und dann nicht als PDL etc tätig ist sondern 'normal' auf station?
 
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Tascha9988

Gast
Ich war damals 16 bei der ersten Ausbildung, damals waren die Arbeitszeiten für mich hart. Aber durch das FSJ (wo ich ja auch in Schichten gearbeitet hatte) war es kein Problem für mich...

Ich würde die Ausbildung gerne in einem speziellen Altenheim machen (dort hab ich acuh mein FSJ gemacht) und wir leben auf dem Land, hier ind er Umgebung gibt es keine Hochschule...die näheste die das anbietet ist 200km weit weg und somit ist es nicht möglich das zu machen, da es keine Kooperation gibt (hatte schon nachgefragt)...
 
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Tascha9988

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Den Verdienst finde ich nicht mal so gering bei der Altenpflege. Würde als augelernte Kraft 2.400€ verdienen, direkt nach der Ausbildung.

Was ist denn GKP?
 

-Claudia-

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Sich auf einen einzigen Ausbildungsbetrieb zu beschränken wäre die falsche Entscheidung - was, wenn die Schule in Deiner Nähe Dich nicht als Azubi akzeptiert? Warum kein Ortswechsel für die Ausbildung?

Euro 2400,- brutto als Frischexaminierte? Welcher Tarifvertrag zahlt so gut?

wobei..was ich mich schon länger frage: verdienst man als GKP eigentlich besser wenn man studiert hat und dann nicht als PDL etc tätig ist sondern 'normal' auf station?
Im Augenblick nicht.
 
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Tascha9988

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DIe Schule ist nicht das Problem. Schulen gibt es zwei in unserer Umgebung und generell war es die letzten 5 Jahre kein Problem dort einne Schulplatz zu bekommen, da sie die Klassen ohnehin nicht vollbekommen hatten. Und dass der Betrieb mich als Azubi nehmen würde weiß ich ja auch...

Ich möchte nicht 200km weit weg von meiner Familie und meinen Freunden leben. Wenn ich ein reines Studium machen würde wäre es kein Problem danach wieder zurückzukommen in die Heimat, aber wenn man erstmal in einem Unternehmen gearbeitet hat dann hat man nach einem Dualen Studium ja auch die Pflicht für einen gewissen Zeitraum dort zu bleiben...
 

Eisenbarth

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mach alles - aber nicht ausgerechnet altenpflege...

betrachte, ob dieses sechsmonatige fsj wirklich so repräsentativ für das stehen kann, was dich nachher erwartet.



der vorschlag mit dem dualen studium ist mE wirklich gut.


merke: grundsätzlich arbeiten KP auch überall dort, wo AP arbeiten, jedoch gilt dies nicht in die andere richtung.



verbaue dir nicht deine beruflichen perspektiven durch so eine entscheidung!
 

-Claudia-

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Ich glaube, da verwechselst Du was. Bei einem dualen Studium besteht im Anschluss keine Verpflichtung, beim Arbeitgeber zu bleiben. Du wirst nicht für das Studium bezahlt - du bekommst lediglich die Ausbildungsvergütung. Die Kosten fürs Studium trägst du selbst.

Du machst parallel drei Jahre Ausbildung und Teilzeitstudium. Nach der staatlichen Prüfung, also dem Ausbildungsabschluss, machst Du noch ein bis anderthalb Jahre Vollzeitstudium (kommt auf die Hochschule an) und hast dann zusätzlich einen Bachelor. Wenn Du willst, kannst Du den Master anschließen.

Alternative: Studier drei Jahre grundständig an einer der drei Hochschulen in Hessen, wenn Du Dir das finanziell leisten kannst, und häng ein Jahr Ausbildung plus Prüfung hintendran.
 
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Tascha9988

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@ Eisenbarth: Wieso nicht Altenpflege? Ich weiß definitiv dass ich mit alten Menschen arbeiten möchte...

@ Claudia:Dass man eine Ausbildungsvergütung bekommt ist mir bewusst. Trotzdem kenne ich einige die ducrh ein Duales Studium verpflichtet sind mindestens drei Jahre nach Abschluss der Ausbildung im Unternehmen bleiben müssen.
Das hatte ich usprünglich vor, an der FH Fulda Pflege studieren + die Examensrüfung innerhalb eines Jahres...allerdings bin ich mir da jetzt eben nicht mehr so sicher, da ich in der Altenpflege eben auch mit der -jährigen Ausbildung arbeiten kann und so auch noch die ganzen Jahre über Geld verdiene...
 

-Claudia-

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Wenn Du Dir berufliche Karrierechancen offenhalten willst, würde ich Dir zum dualen Studium raten. Ein Studium nach Ausbildung und möglicherweise noch einigen Jahren Beruf ist schwerer zu verwirklichen als jetzt. Anders wird ein berufliches Vorankommen in der Pflege aber langfristig kaum noch möglich sein.

Du hast schon sechs Jahre Deines Lebens in zwei Ausbildungen verschwendet, die Du nie benutzen willst. Vertrödel nicht noch mehr Zeit.

Ich habe noch von keinen dualen Studium mit Verpflichtung in der Pflege gehört. Ich kannte dies bisher nur aus der Wirtschaft - und da bei berufsbegleitenden Studiengängen, bei denen der Arbeitgeber die Kosten zahlt und den Mitarbeiter frei stellt, da ist das auch angemessen.
 

Eisenbarth

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claudia bringt es auf den punkt.


Wieso nicht Altenpflege? Ich weiß definitiv dass ich mit alten Menschen arbeiten möchte...

naja, geh doch in die altenpflege. aber werde halt nicht altenpflegerin ;)


die gründe wurden genannt.
 
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Tascha9988

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Naja...also verschwendete Zeit würde ich meine vorangegangenen Ausbildungen nicht nennen, aber egal.

Ein Duales Studium in der Pflege geht ja meistens 9 Semester, oder? Das wären 4,5 Jahre. Ich denke ich werde da dann eher das Studium an der FH Fulda bevorzugen...weißt du zufällig ob man auch als Altenpflegerin arbeiten kann direkt nach dem Studium, ohne das 1-järhige Examen zu machen?
 

-Claudia-

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Ein Duales Studium in der Pflege geht ja meistens 9 Semester, oder? Das wären 4,5 Jahre. Ich denke ich werde da dann eher das Studium an der FH Fulda bevorzugen...weißt du zufällig ob man auch als Altenpflegerin arbeiten kann direkt nach dem Studium, ohne das 1-järhige Examen zu machen?

Nein, das kann man nicht. Der Bachelor allein berechtigt nicht zur Führung dieser Berufsbezeichnung; dir fehlen die meisten Praxisstunden und die staatliche Abschlussprüfung.

Dir ist klar, dass Hochschulen nicht jeden Interessenten zum Studium zulassen (können)? Du kannst gern einen Favoriten haben - aber bewerben musst Du Dich an mehreren Einrichtungen!

Erkundige Dich, ob die Kombination grundständiges Studium plus Altenpflegeausbildung überhaupt möglich ist. Du musst nämlich einen Betrieb und eine Schule finden, die Dich fürs letzte Ausbildungsjahr akzeptiert. Sonst häng die Krankenpflege hintendran - das ist zumindest in Fulda leicht möglich; die machen einen eigenen Kurs aus den Bachelor-Absolventen, die daran interessiert sind.

Die geteilten Ausbildungen sind sowieso nicht mehr von Dauer, die generalistische Ausbildung ist in Planung. Und Altenpflege hat so viel mehr Nachteile, was die Anerkennung angeht, schon durch die Kostenträger im eigenen Land, von den Arbeitsmöglichkeiten im Ausland ganz zu schweigen. Eisenbarth hat Recht - die Krankenpflege bietet da weit mehr Möglichkeiten und hindert Dich nicht daran, mit alten Menschen zu arbeiten.
 
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Tascha9988

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Das ist mir schon klar dass ich mich an mehrern Hochschule bewerben muss...würde es auch gerne an der FH Fulda machen, gerade weil es da "einfach" ist die Krankenpflegerausbildung dran zu hängen!
 

-Claudia-

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Also geht es nur um die Frage: Starte ich Laufbahn Nummer drei oder bleibe ich bei einem der beiden eingeschlagenen Wege?

Tut mir leid, aber die werden wir hier im Forum nicht lösen können. Da sollte Dich jemand beraten, der Dich persönlich kennt und Deine Fähigkeiten einschätzen kann.
 
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Tascha9988

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die frage ist mache ich eine altenpflegerausbildung oder mache ich das pflegestudium plus examen! ich weiß das mir die entscheidung niemand abnehmen kann aber ich dachte ein paar meinungen zu hören ist vielleicht nicht schlecht! allerdings hab ich grad das gefühl gar nix mehr zu wissen!
 

Eisenbarth

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warum eine altenpflegeausbildung keine so gute idee sein könnte, weißt du ja nun schonmal.


schlaf mal drüber ;)
 

-Claudia-

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Dann mach das zweite - das würde ich jedem Interessenten mit Abitur raten!

Du kannst (und solltest) Dich aber für beides bewerben. Die Bachelor-Studienplätze sind begehrt. In Darmstadt z.B. können nur ca. die Hälfte der Bewerber berücksichtigt werden, an anderen Hochschulen dürfte es ähnlich aussehen. Sollte es also mit dem Studienplatz nicht klappen, kannst Du ja immer noch die Ausbildung machen.

Und jetzt mach erstmal ein gutes Fachabi - die Zulassung an den Hochschulen hängt nämlich u.a. vom Abiturdurchschnitt ab.
 

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