Missstände im Betrieb

Dieses Thema im Forum "Ambulante Pflege / Private Kranken-Altenpflege zu Hause" wurde erstellt von kattinka, 30.09.2005.

  1. kattinka

    kattinka Newbie

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    Misstände im Betrieb

    Hallöchen,
    wollte nur mal schaun, ob es nur mir so geht oder euch auch.
    Habe im Monat max. fünf Tage frei. Die Überstunden schiebe ich dabei endlos vor mir her. Wir sind hoffnungslos unterbesetzt. Dagegen wird auch nicht wirklich was unternommen, so nach dem Motto: "So lange der Laden irgendwie läuft..." Auf meine wenigen freien Tage kann ich mich nie verlassen, das kann ganz kurzfristig gecancelt werden. Und auch wenn man 'frei' hat, muss man gelegentlich für 10min oder auch eine Stunde mal rausfahren. D.h. ich kann mir nicht mal an meinen wenigen freien Tagen was vornehmen. Unser Einsatz wird dann einfach vorausgesetzt. Man kann auch gar nicht 'nein' sagen, weil sonst das ganze Gefüge auseinanderbrechen würde. Das Gehalt ist auch erbärmlich. Die Kollegen mobben sich gegenseitig. Jedes bisschen hält man sich gegenseitig vor und Gerüchte werden breit getreten. Und die Arbeit wächst einem über den Kopf und die massenhafte Büroarbeit (die man ja so nebenbei macht) fällt grösstenteils in die Freizeit, wird also auch nicht bezahlt.
    Habe ich hier Leidensgenossen gefunden oder könnt ihr mich eines Besseren bei euch belehren??? Ich arbeite übrigens in einem privaten Pflegedienst.
    Danke fürs Lesen! :nurse:
     
    #1 kattinka, 30.09.2005
    Zuletzt bearbeitet: 30.09.2005
  2. Toni

    Toni Gesperrt

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    die unterbesetzung ist wahrscheinlich über all ein problem,aber du arbeitest in so einem typischen betrieb wo keiner sich über den nächsten gedanken macht. kenn ich von anderen stationen in unserem krankenhaus auch so.

    eins sei dir gesagt. denke dabei an dich.
    es zeugt (bei ständigem auftreten) von unfähigkeit eine station zu führen und deren ablauf zu organisieren wenn ständig jemand aus seinem frei geholt werden muss.
    wenn du frei hast hast du frei. dir kann es niemand anrechnen wenn du nicht erreichbar oder weg bist.
    wenn du nicht offiziell ein bereitschaftsdienst hast dann kann dir das egal sein. (im interesse deiner person). wenn du bereitschaft hast musst du es doch auf jeden fall bezahlt bekommen (zuschlag).
     
  3. JaninaLG

    JaninaLG Gast

    Hi du! Hab ich mir ja schon gedacht das du aus dem ambulanten Bereich kommst...Bei mir war das genauso. Ich hatte eigentlich auch meistens nicht dann frei, wie es eigentlich geplant war, Termine konnte ich also meistens absagen, "nein" konnte ich auch nie sagen, sonst hing der haussegen schief, naja, Gehalt konnte ich nicht meckern, aber trotzdem war mir meine Freizeit immer sehr wichtig.
    Ich habe mir eine zweite Handynr. zugelegt (so eine Aufladekarte), hab meine festnetznr. geändert und somit war mein Handy grundsätzlich aus, sobald ich frei hatte und meine neue Festnetznr. habe ich garnicht erst angegeben. hatte zu meinem AG gesagt, ich bin sowieso nie zuhause, von daher brauch ich da auch kein Telefon mehr. Gab auch nie ärger deswegen.
    Also, Kopf hoch, liebe grüße Janina :knockin:
     
  4. Saiphy

    Saiphy Newbie

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    Auch ich bin eine Leidensgenossin, oder besser gesagt war eine. Nachdem eine Kollegin gekündigt hatte, haben wir nur noch zu zweit uns die 12 Stunden Nachtdienst geteilt(4 Tage die eine, 4 Tage die andere), d.h. keine durfte Urlaub nehmen oder krank werden. Da der Pflegedienst gesehen hat, dass es auch zu zweit ging, wurde die dritte Stelle einfach gestrichen. Leider ging das ganze dann noch so weit, dass ich in der Familie bedroht wurde und mein Arbeitgeber das bis heute nicht glaubt. Unter solchen Umständen war für mich das Arbeiten bei diesem Pflegedienst nimmer möglich und ich habe gekündigt. Also, du siehst, du bist nicht alleine.
    Gruß Saiphy
     
  5. kattinka

    kattinka Newbie

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    Und ich habe so gehofft, dass das bei uns ne Ausnahme ist. Ich denke mal, dass in einem privaten Betrieb mehr Chaos herrscht als zum Beispiel beim Roten Kreuz oder bei der VS. Bereitschaftsgeld bekomme ich nicht. Ist doch schliesslich selbstverständlich, dass man an seinen freien Tagen kurz rausfährt. ;) Müsst ihr euch um Pflegeplanungen u.s. auch selber kümmern (am besten zuhause schreiben) oder habt ihr dafür richtige Bürozeiten im Dienstplan? Schenke dem Betrieb wöchentlich ca. fünf Stunden, die nirgends festgehalten werden. Da kommt einiges zusammen. Ja, an unser Führung hapert es gewaltig. Und über die Sache mit der zweiten Handynummer hab ich schon nachgedacht, trau es mir aber nicht. Ausserdem kriegen die mich eh irgendwie in die Finger. Wenn man doch nur vorher wüsste, dass man bei einem evtl. Stellenwechsel nicht vom Regen in die Traufe kommt. :cry: So macht das Arbeiten echt keinen Spass mehr und man hat ja auch noch ein eigenes Leben.
    LG, Kattinka
     
  6. Trisha

    Trisha Poweruser

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    Liebe kattinka,

    ein ambulanter Pflegedienst hat manchmal einen Berg an Dienstleistung zu erbringen, der je nach Anzahl der Patienten und Höhe des Versorgungsaufwands mal wächst, aber auch mal wieder kleiner wird.
    Wenn Euer Klientel einschliesslich der zu erbringenden Leistungen recht konstant ist und voraussichtlich auch so bleiben wird, dann wäre es seitens der Geschäftsführung angebracht, zumindest Aushilfen zu beschäftigen.

    Du arbeitest in einem privaten Pflegedienst. Um so mehr Leistung mit wenig oder gleich bleibender Anzahl an Beschäftigten geleistet wird, desto mehr Geld wandert dem Geschäftsführer in die Tasche. Heutzutage ist das Betreiben eines Heimes und/oder Pflegedienstes ein lukratives Geschäft - auf Kosten der dort Beschäftigten - aber eben nur solange die mitmachen.

    Solange ihr aber nur meckert und klagt, dennoch nie NEIN sagt und brav zur Stelle seid, wird sich an der Situation nichts ändern. Arbeitgeber haben es in der heutigen schlechten wirtschaftlichen Lage sehr einfach, Panik um den Arbeitsplatz auszulösen. So leicht verliert man seinen Job aber nicht - jedenfalls nicht, wenn ihr Euch im Team zusammen setzt und ein Gespräch mit dem Geschäftsführer und der PDL initiiert.
    Sammelt konkrete Fakten und Tatsachen und "Einzelschicksale" (z.B. Kollege A musste dann und dann arbeiten obwohl frei, Kollegin B ging es dann und dann genau so..., oder aber Patientenbeispele, z.B. weil eine adäquate Pflege nicht gewährleistet ist), anhand dieser ihr aufzeigen könnt, warum es so nicht weiter gehen kann. Denn schließlich wollt ihr doch alle nur eines: dem Patienten eine gute, kompetente Pflege anbieten. Das will sicher auch Euer Chef, denn nur durch die Patienten verdient er das Geld.

    Ich lerne sehr viele Pflegekräfte aus dem gesamten Bundesgebiet kennen, und dieses Problem wie Du haben die meisten zu beklagen.
    Dennoch, so habe ich es in meiner damaligen Arbeitsstätte erfahren, wird sich daran nichts ändern, wenn man sich gegenseitig im Team mobbt und hinter dem Rücken des Chefs sich über die Situation beklagt und jammert.

    Ich möchte damit ausdrücken, dass viele Pflegekräfte offenbar was zu meckern brauchen - denn wenn sich die Situation zum positiven wendet, gäbe es ja nichts mehr zum meckern...
    Ergo: nur Ihr gemeinsam im Team könnt was ändern. Meckere nicht hier im Forum sondern dort wo es angbracht ist.

    LG
    Trisha
     
  7. kattinka

    kattinka Newbie

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    Hallo Trisha, nur leider stosse ich bei uns auf taube Ohren. Aushilfen haben wir auch, aber deren Potenzial haben wir schon mehr als ausgereizt. Und ich fühle mich ausgebrannt und renne ständig gegen die Wand. Wenn ich ein Problem anspreche, wird es gleich abgewürgt. Die Leitung verschliesst die Augen und die anderen schweigen aus Angst um ihren Arbeitsplatz. Es ist eine Sackgasse.
     
  8. Trisha

    Trisha Poweruser

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    Ein eindeutiges Kommunikationsproblem...



    Dann nutzt doch deren Potential, das sich daraus ergibt, setzt sie mit ran einen runden Tisch.



    Wird es durch Dein Jammern denn anders?



    ...und geniesst Euren Eifer und Euer Engagement - vor allem die enormen Einsparungen, die sich daraus ergeben, damit der Geschäftsführer sich später eine bessere Pflege leisten kann, als er sie mit seinem Pflegedienst bietet.


    Wundert es Dich? Bewegen kann man nur etwas, wenn man was bewegen möchte. Angst um Arbeitsplatz ist keine Begründung. Was passiert denn, wenn ihr Euch gemeinsam hinsetzt und ein konstruktives Gespräch mit der Leitung ersucht? Bekommt ihr alle gekündigt? Euer Chef weiß doch, was er an Euch hat!

    Solange nur gejammert wird, wie schlecht doch alles ist, kann man auch nichts zum Guten bewegen.

    LG
    Trisha
     
  9. griesuh

    griesuh Gesperrt

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    Überstunden, geht es euch

    Na, das scheint mir aber ein absolutes kaos zu herschen bei Euch!
    Da ist aber auch nichts, rein garnichts organisiert u. geplant.
    Euer Boss sollte mal ne Fortbildung im Personalmanagement machen.
    Überstunden können schon mal vorkommen ( Krankheit, Urlaub, kurzfristige mehr Belasstung) diese sollten keine Regel, sondern die Ausnahme sein.
    Wie sieht denn Dein Arbeitsvertrag inhaltlich aus?
    Wieviele Stunden arbeitest Du? hast Du 1/4; halbe oder 3/4 Stelle oder biste Vollzeit angestellt.? Habt ihr eine 5 oder 6 Tage Woche? Wie hoch ist die Tägliche Arbeitszeit?.
    Grundsätzlich gilt: Alle Samstage, Sonntage, Feiertage sind arbeitsfreie Tage.
    Da das in der Pflege nicht möglich ist und auch an diesen Tagen gearbeitet werden muss, werden solche Tage mit Freizeit ausgeglichen. Grundsätzlich sollte jedes 2. Wochenende frei sein. Ist es aus betrieblichen Gründen nicht möglich, muss in den darauf folgenden Woche ein Freizeitausgleich gewährt werden. Es sei denn Du hast mit der PDL/Geschäftsleitung eine Geldauszahlung für diese Tage / Zeiten / Mehrstunden vereinbart.
    Jedenfalls sollte euer Boss auch mal Teamentwicklung im Auge behalten. Etwas läuft bei Euch absolut quer. Mir erscheint es so, dass keiner weis worum es geht, aber alle machen mit.
    Euer Laden muss von Grundauf saniert werden. Gibt es bei Euch ein Qualitätsmanagement? In den §§ 80 SGB XI werden solche Sachen auch geregelt. Agesehen vom Arbeitsrecht.
    Grüße
    Von einer PDL und Geschäftsführer eines Kleinen PD
     
  10. Trisha

    Trisha Poweruser

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    Hallo,

    aus welchen Gründen sollte der Geschäftsführer eine Fortbildung wie "Personalmanagement" besuchen?
    Meines Erachtens hat er alles im Griff! Werden Mitarbeiter gebraucht, sind sie zur Stelle, Büroarbeiten und Pflegeplanungen werden in der Freizeit erledigt - da kann man ordentlich einsparen.
    Die Mitarbeiter spüren diese Sparmassnahmen am eigenen Leib, aber solange diese nur jammern, lässt es sich ganz gut davon leben.
    Warum muss der Laden von Grund auf saniert werden? Kann es denn nicht besser laufen? Hochengagiertes Personal wie in diesem Pflegedienst kann man sich nur wünschen.
    Organisation, Arbeitsrecht und Qualitätsmanagement? Wo kein Kläger da auch kein Richter.
    Es wird häufig nur gejammert und gemeckert. Kein Personal, so viel Arbeit, ausgebrannt, der Chef ist gemein und alle anderen sind doof.
    Aber mit Meckern und Jammern hat noch keiner Berge versetzen können. Im Gegenteil, der Berg wird immer grösser, härter und unüberwindbarer, und wundert sich, wenn man auf taube Ohren stösst wenn man sein Leid klagt.

    Hier helfen ein Zusammenhalten im Team und ein konstruktives Krisengespräch mit der Geschäftsführung.
    Aber eben wirklich konstruktiv, mit Tatsachen und Fakten, nicht mit Jammern und Vorwürfen.
    Ich sehe in diesem Betrieb ein Kommunikationsproblem, und die Leitung profitiert davon.
    Wenn jemand was ändern kann, dann nur das Team, das betroffen ist.

    Ich kann die Erwartungshaltung, dass nur andere aber nicht man selbst was ändern kann, nicht nachvollziehen. Hauptsache, es gibt was zu meckern.

    LG
    Trisha
     
  11. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Diese Grundeinstellung findest du in allen Pflegebereichen. Warum sollte die ambulante Pflege da eine Ausnahme machen.

    Elisabeth
     
  12. kattinka

    kattinka Newbie

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    Es wird darauf hinauslaufen, dass ich wohl kündigen werde. Mehr, als die Leitung immer wieder auf die Misstände aufmerksam zu machen, kann ich auch nicht machen. Ausserdem ist die Pflege bei manchen schon gemeingefährlich. Sicherlich herrscht überall mehr oder weniger Chaos, aber ich habe erkannt, dass bei uns 'der Kahn am untergehen ist'. Vielen Dank für eure Antworten. :-)

    @griesuh: 35Std.-Woche, ca. 5 Tage im Monat frei (solange keiner krank wird). Der Rest wird in Form von Überstunden (ewig) gesammelt. Ein freies zusammenhängendes Wochenende ist ein reines Fest.
     
  13. eiseule

    eiseule Stammgast

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    Hallo Kattinka, kann mich Trisha nur anschliessen: so lange ihr das in dieser Form mittragt wird sich gar nichts ändern. Bin selbst Geschäftsführerin eines Pflegedienstes und kann Sorry- dieses ewige rumgemeckere echt nicht mehr hören. Bitte jetzt nicht persönlich nehmen, geht nicht an deine Adresse: unsere MA haben eine 5,5 Tage Woche und drei Tage am Stück frei. Tauschen jederzeit machbar solange die Patienten adäquat versorgt werden. Unzufrieden sind die Leute trotzdem, wenn der dritte Tag z.B. nicht am Wocheende hängt, sondern in der Woche frei ist. Wird ein Tag Überstundenfrei gewährt geht das Gemecker los, dass die betreffende Person es nicht schon drei Wochen vorher gewusst hat. Hallo???? Leider für mich auch nicht immer planbar.

    Versuche dich mit deinen Kollegen zusammen zu setzen und eine Liste zu erstellen die über die Misstände informiert. Es geht nicht darum, irgendjemanden anzumachen oder Kritik um die Ohren zu hauen und im allgemeinen Unzufriedenheitsgemurmel mitzumischen. Es geht darum, optimalere Arbeitsbedingungen zu schaffen. Auf meine Frage nach Verbesserungen kriege ich immer stummes Achselzucken. Es geht dann ja auch nicht nur um das was geändert werden soll sondern auch um das wie. Ich fände es schade, wenn eine so engaierte Mitarbeiterin einfach kündigen würde. Du hast Recht: die Garantie, dass du nicht vom Regen in die Traufe kommst gibt dir keiner. Weglaufen hat noch nie Probleme gelöst. Nutz die Gelgenheit und frag doch mal jeden einzeln, womit er nicht klar kommt und was er dafür tun würde um Verbesserungen reinzubringen und wie das ganze umgesetzt werden könnte.
     
  14. griesuh

    griesuh Gesperrt

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    Kattinka,
    da irrst Du Dich gewaltig. Gerade bei den so genannten "Großen" besteht mehr kaos wie bei einem kleinen oder mittel großen privaten PD.
    Das problem welches beschrieben wurde liegt wahrscheinlich in der mangelnden komuniktaion unter dem TEAM und der Leitung. Ebnso erscheint mir die Leitung des PD etwas unorganisiert zu sein.
    Es hilft nichts, wenn nur gemeckert wird. Es müssen auch konstrucktive Vorschläge unterbreitet werden. Von beiden Seiten.
    Vorschläge hier, zur Lösung des Problems, zu benennen wird fehlschlagen, da die genauen Internas nicht bekannt sind.
    Es gibt sehr gute Weiterbildungsmöglichkeiten im Bereich Personalmanagement, Komunikation und Teamentwicklung. versucht doch mal auf dieser Schiene was zu erreichen ( Meine persönliche meinung: Euer Boss sollte so wat mal besuchen)
     
    #14 griesuh, 04.10.2005
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 04.10.2005
  15. Trisha

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    Hallo griesuh,

    so gut wie die Vorschläge und Tipps gemeint sind:
    Als Angestellter wäre ich hier sehr, sehr vorsichtig, meinem Vorgesetzten auch nur "durch die Blumen" darauf hinzuweisen, dass es Fortbildungen gibt und diese auch mal zu besuchen. Ich teile ihm somit unterschwellig mit, dass er unfähig ist, einen Betrieb zu führen. Man gewinnt sein Gegenüber immer mit Lob und Anerkennung - und man kann innerhalb eines Gesprächs mit guten Gesprächstechniken jemand dazu bringen, selbst auf Ideen zu kommen und zu überlegen. Das ist nicht einfach. Aber wenn man vermeidet, dem Chef Tipps zu geben, wie es besser läuft, hat man schon halb gewonnen und steht kurz vorm Ziel. Wenn man von vorn herein auf taube Ohren stösst, lässt man es besser vorerst sein, setzt einen Brief auf oder versucht es ein anderes Mal.

    Wichtig jedoch ist, um ein konstruktives Gespräch herbeizuführen:
    - nicht jammern
    - nicht meckern
    - keine Vorwürfe
    - keine Beleidigungen oder Drohungen (z.B. mit Kündigung)
    - den Chef als solchen anerkennen
    - Fakten und Tatsachen offen darlegen und sachlich argumentieren
    - keine Ratschläge oder Tipps (das klappt bei Kindern, aber nicht bei Erwachsenen)

    Und kattinka: kündigen ist zwar eine Möglichkeit, aber ob Du und die anderen mit der "Lösung" zufrieden sind ist äußerst fraglich. Ich wünsche Dir natürlich eine aussichtsreichere Zukunft.

    LG
    Trisha
     
  16. griesuh

    griesuh Gesperrt

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    Hallo trisha, leider hast du meinen Beitrag nicht in meinem Sinn verstanden. Das Personal soll solche Kurse besuchen, wenn der Boss schon unfähig in der Leitung u. Organisation des PD ist.
    Klar ist, dass keiner mit Drohungen, welcher Art auch immer weiterkommen wird.
    Hier besteht schon ein gewaltiger Konflikt, der auf emotionaler Ebene gelandet ist. Mir scheint dennoch ein gewaltiges Problem der Komunikation unter dem Team und besonders von der PDL/Geschäftsfühung zum und mit dem Team zu bestehen.
    Um dieses Problem zu lösen hilft nur noch die sachliche Ebene. Dazu gehören auch kenntnisse der Teamfähigkeit und der komunikation unter einander.
    Meist liegt der Hasse dort im Pfeffer wo nix gesagt wird, nur vermutet oder angenommener Maßen was sein könnte. Legt sachlch die Fakten klar, ohne persönliche Angriffe. Bringt konstruktive Vorschläge ein, das hat ein Bos gerne.
    Grüße
     
    #16 griesuh, 05.10.2005
    Zuletzt bearbeitet: 05.10.2005
  17. Janina

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    Manchmal gibt es aber nur den einen Ausweg zu gehen. Ich war in einer ähnlichen Situation. Alleine kommt man da leider nicht weiter und es ist das beste sich dann einen anderen Arbeitgeber zu suchen. Ob es dort dann besser läuft ist die andere Frage.
    Konstuktive Kritik anbringen ist die eine Sache. Aber ich als "einfache Pflegekraft" bin nicht bereit mir großartig Gedanken über Lösungen von Problemen zu machen, die eigentlich in den Bereich der PDL gehören. So gut werden wir dann doch nicht bezahlt, daß wir die Arbeit von anderen noch mit machen.
    Ich will hier um gotteswillen niemanden verurteilen aber ich habe da leider schon so einige Erfahrungen gemacht.

    Lieben Gruß

    Janina:flowerpower:
     
  18. eiseule

    eiseule Stammgast

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    [
    Tja, dass ist genau die Einstellung die Teamarbeit nicht unbedingt fördert. Es geht doch nicht darum die Arbeit der anderen zu machen sondern gemeinsam ans Ziel zu kommen.
     
    #18 eiseule, 11.10.2005
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 11.10.2005
  19. Janina

    Janina Senior-Mitglied

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    Hallo
    Kommt ja auch darauf an wie eventuelle Vorschlägen begegnet wird. Folgendes Beispiel. Die Patiententouren sind total kaotisch wir können die vereinbarten Zeiten nicht einhalten und fahren total unnötig in der Stadt umher. Ich habe dann mit einer Kolegin die Tour umgestellt, nachdem es ständig Knatsch mit den Pat. gab und unsere PDL ständig behauptete es ginge nicht anders. Und siehe da es ging anders. Wir haben also eigentlich ein Problem der PDL gelöst und haben dafür nicht mal einen anerkenenden Blick bekommen geschweige denn ein Dank oder sonst irgend etwas. Ich bin ja bereit über alles zu reden und gerade bei der Tourenplanung sind die Leute im Büro auf Hinweise von uns angewiesen aber wenn immer nur behauptet wird es ginge nicht anders und sich offensichtlich nicht einmal im Ansatz darüber Gedanken gemacht werden und wir zu zweit in einer knappen Stunde das Problem lösen können bin ich eigentlich nicht bereit die Aufgaben unsere PDL zu erledigen. Sie hat ihren Job und ich meinen. Sie fährt ja auch nicht zusätzlich meine Tour. Und das hat nichts damit zu tun, daß ich gegen Teamarbeit bin. Ohne Teamarbeit geht es nicht und man muß auch miteinander reden aber grundsätzlich hat jeder seine Aufgaben die er zu erledigen hat und nicht auf ander abzuwälzen.

    Lieben Gruß

    Janina:nurse:
     
  20. Trisha

    Trisha Poweruser

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    Ich kann hier den Sinn erst recht nicht verstehen, dass die Mitarbeiter eines Pflegedienstes einen solchen Kurs belegen sollen - wer bezahlt dies und wer stellt sie dafür frei? Die PDL und die Geschäftsführung möglicherweise noch :rofl: ?
    Wenn ein Team noch nicht mal die Fähigkeit und die Breitschaft besitzt, sich gemeinsam an einen Tisch zu setzen, wo soll bitteschön die Bereitschaft herkommen, einen Kurs zu belegen??? Und vor allem: nur weil die Leitung ihrer Funktion unfähig ist? Sollen das dann zukünftig die Mitarbeiter übernehmen, nachdem sie diesen Kurs absolviert haben? Da wird sich die Leitung aber erst recht freuen!
    Wenn schon Kurs, dann nicht gleich mit Kanonen auf Spatzen schiessen: Rhetorik-Kurse bringen auch im privaten Bereich sehr viel.

    Janinas Einstellung ist auch nicht gerade einem Miteinander förderlich. Erwartest Du tatsächlich, dass Dir sich die PDL bei Dir bedankt, indem Du ihre eigenen Unzulänglichkeiten bereinigt hast?
    Die Arme zu verschränken und seine Mäuerchen um sich herum zu ziehen nach dem Motto: "Ich mach mein´s und Du machst Dein"s" ist keine Teamarbeit. Vor allem, wenn man noch Anerkennung für "große" Taten erwartet.
    Was erwartest Du eigentlich konkret von der PDL? Dass sie alles, was für einzelne Mitarbeiter schief läuft, ins Reine bringt? Und was spricht dagegen, wenn Du Aufgaben übernimmst, die Deiner Meinung nach nicht zu den Deinigen gehören? Welche Aufgaben hat die PDL und welche hast Du? Es gibt nur in wenigen Dingen eine klare Abtrennung.
    Du hast selbst gesehen, dass Du etwas vollbracht hast - Anerkennung erhältst Du durch zufriedenes Klientel.

    LG
    Trisha
     
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