Werbung Menschenwürdiger und gesetzeskonformer Umgang mit Pflegebedürftigen, Kranken und Pflegekräften

Dieses Thema im Forum "Werbung und interessante Links" wurde erstellt von Annemarie83, 13.09.2012.

  1. Annemarie83

    Annemarie83 Newbie

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  2. squaw

    squaw Poweruser

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    Ist interessant, vor allem auch die Debatte darüber...

    Das ist daraus mein Lieblingssatz: Zitat: "Dass ostdeutsche Pflegekräfte nicht fliessend und aktzentfrei deutsch können ist logisch." Ich erspare mir dazu jeglichen Kommentar.
     
  3. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    *lol* Freudsche Versprecher/ Verschreiber zeigen net selten, wes Geistes Kind der Ersteller ist. *g*

    Ansonsten wirkt die Petition eher wie ein Brainstorming á la was stört mich alles in der Pflege und was soll geändert werden damit es meiner Seele gut geht. Bis dahin unterstütze ich das system indem ich unter den bedingungen weiter arbeite. Der Patient/Bewohner muss es eben aushalten. Andere wollen es ja so.

    Elisabeth
     
  4. squaw

    squaw Poweruser

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    Was ein Freudscher Versprecher so alles ausplaudert... Und Brainstorming: ja. das wirkt so. Möchte wissen, wer das ist, der die Petition eingestellt hat. Kommt mir auch vor wie "wünsch dir was"

    Auch eine schöne Formulierung: der Titel des threads: Menschenwürdiger und gesetzeskonformer Umgang mit Pflegebedürftigen, Kranken und Pflegekräften. Letzteres ist sicherlich gut gemeint. Es zeigt aber wieder, wo man uns sieht.
     
  5. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Musst nur den Initiator googeln. Da wird dir geholfen.

    Elisabeth
     
  6. KVie

    KVie Newbie

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    Hallo Squaw, Hallo Elisabeth Dinse

    ich lese Eure Beiträge und Diskussionen wirklich gern. Verstehe jetzt aber Euer Problem nicht????

    LG KVie
     
  7. squaw

    squaw Poweruser

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    Ich habe kein Problem. Elisabeth, hast Du eins? Ich geh jetzt googeln...
     
  8. squaw

    squaw Poweruser

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    Hab gegoogelt. Aha, ein Kollege also, ein Pflegeaktivist. Sein Ansinnen ist aller Ehren wert, aber ob dieser Weg der richtige ist? Uns allesamt in einen Topf zu werfen, wie der Thread- Titel auch sagt, sehe ich sehr kritisch. Nach meiner Ansicht sind die Probleme der dort aufgezählten Gruppierungen eher unterschiedlich. Und eines mag ich gar nicht: Wenn jemand sagt :"Wenn Du Dich nicht traust, dann mache ich das eben für Dich!" siehe Claus Fussek, der ja auch für die vielen armen, schwachen und feigen Pflegekräfte reden muß und als der "Pflegeexperte" der Neuzeit gilt.
     
  9. KVie

    KVie Newbie

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    Ah, ja- also ihr meint den gesetzeskonformen Umgang von Pflegekräften und den Pflege“bedürftigen“ in einen Satz gewürfelt und dass alles bezogen auf die Pflegecharta!!!???

    Ich würde schon gern den Grundsätzen der Pflegecharta folgen, dafür bedarf es aber mehr Zeit, also mehr Geld.

    Ich denke (kommt manchmal vor), dass viele von den „schwachen“ Pflegekräften (mit oder ohne Fach) einfach zu müde sind, resigniert haben oder einfach abgestumpft ihre Arbeit verrichten. Eigentlich hätte schon viel früher etwas passieren müssen.

    Wenn sich jetzt nun jemand angagiert und einsetzt, und nicht die richtigen Worte findet und/ oder Ursachen unserer Misere erkennt, wird er/ sie aus den eigenen Reihen beschossen?????
    Wäre es nicht besser Vorschläge zu unterbreiten, wertfreie Anmerkungen zu tätigen und/ oder versuchen ins Gespräch zu kommen?????
    Es gibt so wenige die etwas auf die Beine stellen und diese haben meinen Respekt, auch wenn die eine oder andere Aussage verbessert werden könnte.
     
  10. squaw

    squaw Poweruser

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    Die Grundsätze der Pflegecharta sind gut und richtig. Da gehen wir absolut konform. Dafür braucht es eben wirklich Zeit und viel Geld. Im großen Topf Sozialversicherung ist auch genug davon. Aber jetzt kommts: das Problem ist die Verteilung der Pfründe. Die, die am lautesten schreien, bekommen das meiste ab und in diesem Zusammenhang sind die Lobbygruppen, die ja ihre Büros z.T. in den Ministerien aufschlagen dürfen, wie ich mal hörte, auch nicht zu unterschätzen. In erster Linie kommt es jedoch auf die Gesellschaft an. Was ist ihr gute Pflege wert? Was ich so mitkriege, ist eine riesengroße Anspruchshaltung, in der wir als Berufsgruppe zerrissen werden. Anspruchshaltung Verschiedener... Mir persönlich ist die Petition zu ungenau und diffus; ich weiß auch nicht, ob dieser Weg der Richtige ist. Mir wäre immer noch ein starker und schlagkräftiger Berufsverband wie die Pilotenvereiniging Cockpit lieber, die sich auch was traut und nachhaltig auf ihre Bedeutung hinweist. Und noch einmal: die Probleme der Kranken, Pflegebürftigen und die des Pflegepersonals sind unterschiedlich!
    Ach so, noch eines: Die Pflegecharta wird von der Politik herausgegeben und verbal voll unterstützt. Gleichzeitig sorgt die Politik aber auch dafür, daß die gar nicht umgesetzt werden kann. Ja wie nun?
     
  11. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Ich kann es nicht mehr hören, geschweige denn lesen, dieses: die anderen sollen was machen. Warum soll sich was an der Situation ändern. Das system funktioniert auch und gerade weil es die Jammerer jeden Tag aufs neue unterstützen. Und solche Petitionen sind auch nix anderes als Rumjammern. Auch hier wird wieder erwartet, dass da jemand von da oben die Probleme lösen soll. Oder irre ich und die Initiatoren der Petition haben ganz konkrete (bezahlbare) Vorstellungen für die Entwicklung der Pflege welche sie auch betreibswirtschaftlich belegen können? Das wäre dann wirklich mal ein großer Wurf und das Ende des Jammerns.

    Ich verweise gerne auf die Aktion in Finnland vor einigen Jahren: Arbeitskampf extrem: Tausende Krankenschwestern drohen mit Massenkündigung - SPIEGEL ONLINE . In D undenkbar. Das fängts schon damit an, dass immer neue Grüppchen und Vereine gegründte werden die versuchen sich gegenseitig die Mitglieder abzujagen indem sie die jeweils anderen Verbände schlecht reden.

    Ein großes Problem dieser Gruppierungen ist die konsequente Schwarz-Weß-Malerei der Pflegelandschaft. Da springt man auf den Zug der Medien auf, die mit immer neuen Horrorgeschichten vermitteln, wie furchtbar es doch ist. Dumm nur, dass die Extreme eben auch extrem selten zu finden sind. Es gibt net wenige Kollegen, die zufrieden sidn mit ihrem Arbeitsplatz. Sidn häufig dei Kollegen, die das Wörtchen NEIN problemlos über die Lippen bekommen und eben net bereit sich ausbeuten zu lassen.

    Den Jammerern sei ins Poesiealbum geschrieben: es gibt immer zwei. Einer der andere ausbeutet und einen der sich ausbeuten lässt. Vielleicht mal nachdenkenswert: was gibt es mir, wenn ich mich ausbeuten lasse und dabei sogar das Wohl der mir anvertrauten Menschen mit Füßen trete?

    Elisabeth
     
  12. KVie

    KVie Newbie

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    Du hast recht Squaw, aber warum fühlen wir uns in dieser Anspruchshaltung so zerrissen? Weil ein Großteil der Bevölkerung unsere Tätigkeit gar nicht kennt. Es ist nicht bekannt, was zu unseren Tätigkeitsfeldern gehört. Es ist nicht bekannt, wie anspruchsvoll unsere Arbeit ist, wie viel Wissen nötig ist (vor allem wie viel unterschiedliches Wissen, für verschiedene Bereiche).
    Die Petition ist vielleicht ungenau, aber wenigstens ein Schrei, besser als weiter Leise zu sein.

    Übrigens hat mal ein User geschrieben: „Wer wenn nicht wir, kann den Pflegebereich erklären.“ Er meinte kleine Artikel in Zeitungen, um zu erklären welche Inhalte, Anspruch und derzeitigen Möglichkeiten unser Beruf aufzeigt. In unserer Gesellschaft ist es leider so, dass Krankheit, Pflegebedürftigkeit oder gar der Tod, weit in die Ferne gerückt werden- ich nicht- mir nicht…...


    Letzte Woche Montag war wieder eine Demo, seitens der ambulanten Pflege, in Berlin. Leider waren nur ca. 1000 Pflegefachkräfte vor Ort, außer einem kurzen Bericht bei einem lokalen Fernsehsenders, war nirgends etwas zu hören noch zu lesen.
     
    #12 KVie, 13.09.2012
    Zuletzt bearbeitet: 13.09.2012
  13. lusche

    lusche Poweruser

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    Was ich nicht mehr lesen kann ist das ewige:
    "Pflege" wehrt sich nicht... "Pflege" gefällt sich in der Opferrolle... "Pflege" jammert nur und unterstützt trotzdem das System... "Pflege" will dass die Probleme von jemand anders gelöst werden.

    Kommt aber jemand mit einem Vorschlag, wird er gleich aus den eigenen Reihen beschossen und niedergemacht. Dabei spielt es für mich jetzt mal keine Rolle, ob diese oder jene Petition vielleicht noch der Ausbesserung bedarf. Aber statt endlich auch mal konkrete Vorschläge zu machen, wird das Vorgelegte angegriffen und zusätzlich in bewährter Manier in einem pauschalen Rundumschlag auf alle PK ausgeteilt.

    Die oben zitierte finnische Aktion von 2007, hört sich toll an mit ihren Forderungen von mindestens 430 € mehr Lohn. Und die rege Beteiligung der Berufsgruppe ist bespielhaft, wenn auch ein gut kalkulierbares Risiko für die KollegInnen, am Ende wirklich ohne Arbeit dazustehen.
    Allerdings finde ich keine einzige Forderung, die z.B. Arbeitsbedingungen verbessern sollte/könnte, es geht nur um´s Geld. In derartigen Diskussionen wird hier wird doch immer so viel Wert darauf gelegt, dass nicht nur das Gehalt angepasst werden sollte, vor allem die Arbeitsbedingungen sollten bearbeitet werden, wobei Aktionen von Einzelnen "ja eh nichts bringen" und man sich organisieren soll.

    Das nicht als Link eingestellte Ergebnis habe ich recherchiert und fand dabei:
    Die PK haben nicht gekündigt, sie bekamen 20 % mehr Lohn, was ca 280 € sind und somit deutlich weniger als die Minimalforderung.
    Selbst mit dieser Gehaltserhöhung lagen die finnischen PK erst bei 83% dessen, was im Durchschnitt in anderen Ländern der OSZE für diese Arbeit gezahlt wurde.
    Hand auf´s Herz....Ein solches Ergebnis wäre von den Kritikern in unseren Reihen als Versagen bei den Verhandlungen bezeichnet worden.
    VG lusche
     
  14. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Schauen wir zu anderen Berufsgruppen. Kürzlich hat UFO bewiesen, dass man net nur jammern muss sondern das mit einem sehr hohen Organsiationsgrad eine Menge zu erreichen ist.

    Pflege will niet wirklich was an den Zuständen verändern. Jedwede Übernahme an Verantwortung für die eigene Situation wird abgewehrt. In Finnland haben die Kollegen nix riskiert weil sie wussten, dass ALLE hinter dem Beschluss stehen. Deenen wird wahrscheinlich noch net mal eingefallen sein, dass man sich auch hinstellen könnte und lauthals auf das Elend hinweisen könnte. Ist halt ein anderes Selbstverständnis.

    Obwohl-auch in Deutschland gibt es durchaus Kollegen, die sich zusammen tun, um was zu erreichen- siehe 2009 Spernau. Leider bleiben solche Aktionen immer begrenzt auf die entsprechende Einrichtung. Siehe auch die Aktionen in MV. Solidarität- das kennen Pflegekräfte scheinbar nicht.

    Elisabeth
     
  15. ludmilla

    ludmilla Poweruser

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    Hoher Organisationsgrad ist nicht der alleinige Grund für deren Erfolge. Es ist war bei den Flugbegleitern das Gleiche wie bei Berufsgruppen wie Piloten, Lokführern usw. Sie haben Berufe, mit denen sie bei Streik ihren AG hohen finanziellen Schaden zuführen und der Bevölkerung viel Ärger und Unmut bereiten. Ich halte viel von Gewerkschaften und Durchsetzen tariflicher Forderungen, aber das Abkoppeln einzelner Berufsgruppen sehe ich kritisch. Einen vergleichbaren Streik wäre in der Pflege nicht möglich. Und das hat nicht nur mit dem Organisationsgrad zutun, den ich durchaus auch mit jämmerlich beschreiben würde.

    Das viele Pflegende eigentlich nur jammern und nichts dafür tun wollen, damit sich was ändert sehe ich genau so wie du.
     
  16. KVie

    KVie Newbie

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    Elisabeth, warum nur Meck.- pomm? Die letzte Demo waren Meck.- pomm, Brandenburg und Berlin
     
  17. squaw

    squaw Poweruser

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    Weil wir es wirklich sind!!! Einmal sind da die Patienten / Bewohner, für die wir gerne so viel wie möglich oder auch nur das Notwendige (n Arbeitsüberlastungszeiten) tun wollen. Manchmal ist es aber auch so, daß einige von ihnen dann denken, sie seien allein auf der Welt und entwickeln eine Anspruchshaltung, die man einfach nicht erfüllen kann. Dann kommen die Ansprüche des Arbeitgebers hinzu. Egal, wieviele Leute da sind, es wird immer die Erfüllung des gesamten Arbeitspensums erwartet, selbst wenn das gar nicht zu leisten ist. Siehe das, was Elisabeth sagt. Nicht zu vergessen die Ansprüche, die die Angehörigen unter Umständen auch haben können. Vor Jahren haben wir mal aus Frust das Bild einer "idealen" Krankenschwester entwickelt: Sie hat Rollschuhe an den Füßen, riesengroße Taschen (damit sie immer alles bei sich hat, was sie unter Umständen brauchen könnte; einen Blasenkatheter, damit sie selbst nie auf die Toilette gehen muß, als "Marschverpflegung" je nach Wunsch Zwieback oder Fresubin einschließlich einer kleinen Wasserflasche immer dabei. Außerdem einen Piepser oder ein Handy, daß sie ständig und überall erreichbar ist.
    Und weil das so viele mitmachen, sind wir da, wo wir eben sind. Und da hilft keine Pflegekammer, sondern da würde nur eine schlagkräftige Organisation helfen.
     
  18. squaw

    squaw Poweruser

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    Nachtrag: Ärztestreik trotz guter Honorare, die Apotheker wollen mehr, die Hebammen kämpfen- und wir????????????????????????
    Immerhin, eine Petition, (= Eingabe, Ersuchen) , gibt es schon....
    :angryfire:
     
  19. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Pflegebezogene Petitionen gab es und gibt es en masse. Sie scheitern grundsätzlich an der Beteiligung der Pflegekräfte. Mit 4500 Unterschriften kannst nix bewegen. Petitionen brauchen schon ein paar mehr.

    Hoher finanzieller Schaden- den kannst auch erreichen, wenn du eine Klinik lahm legst. Nur eine Klinik (siehe Charité) reicht nicht aus um flächendeckend etwas zu verändern. Wie schon geschrieben: jede Pflegeeinrichtung denkt zuerst an sich.

    Warum MeckPom als Beispiel? Ganz einfach, weil die Erfolg hatten mit ihren Aktionen. Zeigt mal wieder- wenn es wirklich eng wird, dann geht mehr als man denkt. Ergo: der Pflege im allgemeinen geht es net schlecht. Es gibt nur Ausnahmen.

    Ob Kammer oder sonst was- Pflege will keine Organisation- es sei denn, es geht um ihre Firma. Wenn es darum geht, trotz eigener guter Bedingungen, sich für andere, denen es schlecht geht, mit einzusetzen... vergiß es. Man kann doch net die eigene Firma unter dem Elend anderer leiden lassen.
    Ergo: man muss abwarten bis das Maß voll ist- bei allen. Und das kann noch einige Jahrzehnte dauern. Ist also noch genug Zeit vorhanden für die Pflege das Jammern mit zum Ausbildungsinhalt zu machen. Oder ist es das vielleicht schon? Würde erklären, warum die Jungen genauso handeln wie die Alten. Jammern und still halten.

    Elisabeth
     
  20. HHS

    HHS Poweruser

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    Petitionen wirken momentan als die einzige Möglichkeit irgendetwas zu erreichen. Aber wie Du selber sagst: sie gehen unter dem ganzen Wust an Petitionen unter. Außerdem werden diese kaum pubiliziert und Werbung dafür gemacht. Kaum eine Pflegekraft schaut nach, welche Petition heute eröffnet wurde. Und außer in diesem Forum wird soetwas auch kaum mitgeteilt. Es erreicht einfach die Betroffnenen nicht. Es wundert mich daher nicht, das die Petitionen gar keinen Erfolg haben.

    Trotzdem sollte man diesen Versuch nicht verübeln. Im Gegenteil. Auch wenn es ein stiller Protest ist, es ist immerhin einer.
    Es war ja ausgerechnet ein gewisser Sozialarbeiter, der vor der UNO die Zustände in deutschen Pflegeheimen beschrieb und erstmals laut aufmerksam machte, wo es krankt. Eigentlich hätten wir Pflegekräfte das sein sollen- damit sind die ganzen Petitionen heutzutage zumindest ein Schritt in die richtige Richtung.

    Ich bezweifle aber, das irgendwann einmal das Maß voll ist- die Pflege in Deutschland passt sich viel zu sehr an.

    Wenn wir mit unserer Arbeit, unseren Protesten, unserer Weiterentwicklung durch die Pflegewissentschaft und Co. tatsächlich etwas bewirken, dann in nur sehr kleinen Schritten. Denn was sich über Jahrzehnte in Deutschland entwickelt hat, unter den Augen der Pflege, lässt sich nicht von heute auf morgen ändern.
    Ich halte es für wahrscheinlicher, das die EU bzw. der Druck der anderen europäischen Länder Deutschland zu einer Änderung zwingt, als das wir selber etwas bewirken. Spricht nicht für uns, aber ist die momentane Realität.
     

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