Meningitis

Dieses Thema im Forum "Hygiene im Krankenhaus / Infektionskrankheiten" wurde erstellt von narde2003, 11.10.2006.

  1. narde2003

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    Hallo liebe Kolleginnen und Kollegen,

    mit dem Herbst und Winter steigen die Meningitserkrankungen wieder an.
    Wer den Fulminanten Verlauf einer Meningokokken Meningitis einmal gesehen hat wird in sicher so schnell nicht mehr vergessen.
    Interessantes über die unterschiedlichen Meningitisformen könnt ihr auch hier nachlesen.

    Meningitis - Wikipedia
    RKI Infektionskrankheiten A bis Z

    Es muss übrigens nicht jede Form der Meninigitis isoliert werden. Auch Meninigokokkenerkrankungen werden nur 24 Stunden nach der ersten Antibiose isoliert.

    Sonnige Grüsse
    Narde
     
  2. Skuld

    Skuld Junior-Mitglied

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    Zu Meningitis :
    Leider ist bei uns letztes Jahr ein junger Patient an unerkannter Meningitis verstorben, Symptome waren eher diffus da von Zosterschmerzen überlagert.
    Horror!!
    Die Witwe ließ den Vorfall natürlich prüfen, uns war nichts anzulasten, trotzdem ein schreckliches Gefühl, man überlegte dauernd hätte ich doch ...

    MFG Skuld:(
     
  3. Steffi1984

    Steffi1984 Poweruser

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    HI @Skuld,

    bei diesen Anzeichen brauchst du dir wirklich keine "Vorwürfe" zu machen...
     
  4. Skuld

    Skuld Junior-Mitglied

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    @steffi1984

    Danke, kannte den Patienten auch nur kurz, war ein ganz lieber Mensch.

    MFG SKuld
     
  5. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Hallo,

    durch meine Tätigkeit in der Infektiologie, habe ich schon einige Patienten erlebt, die trotz der zeitigen Diagnosestellung der Meningokokken-Meningits sehr schnell verstorben sind.
    Leider wurden die Symptome nicht rechtzeitig vom Hausarzt erkannt, bzw. nimmt diese einen sehr raschen Verlauf.
    Die Symptome der Meningits sind auch eher diffus, wie die meisten Infektionskrankheiten. Kopf- und Gliederschmerzen sowie hohes Fieber.
    Zeigen sich dann die typischen Symptome mit Nackensteifigkeit, die auch nicht immer vorhanden ist oder ein Waterhouse-Friedrichsen-Syndrom ist höchste Eile geboten.

    Liebe Grüsse
    Narde
     
  6. Blümchen1985

    Blümchen1985 Poweruser

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    Hallo!

    Was muss bei ungeschütztem Kontakt zu einem Erkrankten an bakt. Meningitis (wie es ja vor Diagnosestellung der Fall ist) beachtet werden?
    Muss jede Kontaktperson mit Antibiotika versorgt werden?
    Kenn sich da jemand genauer aus?

    VG Blümchen
     
  7. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Hallo Blümchen,

    in der Regel werden Kontaktpersonen mit Postexpositionsprophylaxe versorgt.

    Abhängig auch davon wie dicht der Kontakt war. Bin ich mit dem Kranken in dem gleichen U-Bahnabteil gefahren, brauche ich sicher keine, habe ich ihn reanimiert oder betreut, werde ich eine brauchen.

    Sonnige Grüsse
    Narde
     
  8. Blümchen1985

    Blümchen1985 Poweruser

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    Wie würdest du, ohne Diagnose zu stellen die Gefahr einschätzen?

    Normale Unterhaltung und Infusionstherapie verabreicht?
     
  9. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Hallo Blümchen,

    auf die Ferne lässt es sich immer schlecht bestimmen.
    Es gibt verschiedene Faktoren - wie ging es dem Patienten? Wielange war ich bei dem Patienten? Hustete der Patient stark? Welche Meninigits war es?

    Bei einem kurzen Kontakt würde ich keine Prophylaxe nehmen - ICH!
    Wenn ich nur die Infusion angehangen habe auch nicht - ICH!
    Bei einem kurzem Gespräch auch nicht - ICH!

    Ansonsten bekommst du als Prophylaxe, sollte es eine Meninigokokkenmeningits gewesen Ciprofloxacin Tabletten.
    Kein grosser Akt.
    Wir hatten in unserer Abteilung einen Arzt der meinte immer: Prophylaxe empfehle ich nur Menschen mit kleinen Kindern und Ängstlichen Menschen.

    Wenn du sehr beunruhigt bist, nimm die Prophylaxe, dann bist du auf der sicheren Seite.

    Ich arbeite jetzt schon seit mehr als 10 Jahren im Bereich der Infektiologie und habe noch nie Prophylaxe genommen, weil ich sonst den ganzen Winter über diese schlucken würde, aber ich kann nur für mich sprechen. Ich kann dir nur offiziell empfehlen dich an den Rat des Arztes bzw. des Gesundheitsamtes zu halten. Das IFSG empfielt die Prophylaxe.

    Liebe Grüsse
    Narde
     
  10. libelle5401

    libelle5401 Newbie

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    Hallo Leute.
    Wir haben vor kurzen einen jungen 19jährigen Meningitispatienten in der Rettungsstelle versorgt. Zur Diagnosestellung kam es erst, als eine Kollegin und ich starkes Fieber und diverse andere Symptome relativ rasch entwickelten.
    Mitlterweile ist der junge Mann verstorben und wir immernoch in "Isohaft".:knockin:
    Nun ist für mich die eigentliche Frage, ob dies als BG Fall zu melden ist, dies ist ja doch für spätere evtl. Ansprüche nicht ganz unwichtig.
    LG Conny
     
  11. flexi

    flexi Administrator
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    In solchen Fällen gilt:
    Lieber einmal zu viel melden als wegen Nichtmeldung die Konsequenzen tragen zu müssen!
    Eigentlich müsste euch auch der behandelnde Arzt darauf hinweisen!
     
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