Meinem Herzen Luft machen

Dieses Thema im Forum "Ambulante Pflege / Private Kranken-Altenpflege zu Hause" wurde erstellt von herzfüraltemenschen, 07.02.2011.

  1. herzfüraltemenschen

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    Liebe Forengemeinschaft,

    heute ist mal wieder so ein Tag, wo ich hier sitze und mir wirklich wegen der Arbeit die Tränen laufen.

    Ich möchte mir heute einfach einmal alles, was mich so sehr belastet, von der Seele schreiben.

    Ich arbeite seit über einem Jahr in der ambulanten Pflege. Mein Arbeitgeber ist kirchlich, nicht privat.

    Hätte man mir das vor ein paar Jahren erzählt, dass ich mal in so einen Beruf komme, hätte ich denjenigen ausgelacht, denn rein von der Ausbildung her, habe ich keinerlei Kenntnisse in der Pflege.

    Ich habe einen Verwaltungsberuf erlernt.
    Viele Jahre war ich in der Familienpause. Als meine Ehe dann scheiterte, war ich gezwungen, so schnell wie möglich wieder einen Job zu finden, um mich und meine Kinder ernähren zu können.

    Ich hatte mich für einen Verwaltungsjob bei meinem jetzigen Arbeitgeber beworben. Ich freute mich sehr, als ich zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wurde. Man sagte mir, dass in absehbarer Zeit eine Stelle am Empfang/Telefonzentrale frei werden würde und ich bis dahin doch ein wenig in die Pflege schnuppern könnte.

    Ich fuhr einen Tag mit einer Kollegin mit und fand die Arbeit mit den alten Menschen wirklich sehr interessant.

    Ich konnte mir wirklich sehr gut vorstellen, diesen Beruf, der so vollkommen anders ist als das, was ich bisher gemacht hatte, auszuüben und sagte zu.

    So bekam ich einen Anstellungsvertrag für 19,5 Stunden wöchentlich als Familienpflegerin.

    Die Stelle am Empfang/Telefonzentrale ist nach einem halben Jahr nicht mehr besetzt worden, da man die Stelle intern anders aufgeteilt hatte.

    So arbeite ich also auch heute, nach über einem Jahr, noch als Familienpflegerin.

    Ich habe niemals einen Pflegekurs oder ähnliches besucht. Ich bin ganze zwei Tage mit einer Kollegin mitgefahren und durfte Ihr über die Schulter schauen. Am dritten Tag wurde ich dann einfach ins kalte Wasser geworfen und übernahm eine eigene umfangreiche Patiententour.

    Die Arbeit mit den alten Menschen macht mir unendlich viel Freude. Ich finde den Beruf wirklich wunderschön, es ist für mich fast so, als wäre es ein wenig meine Berufung gewesen.

    Gerne hätte ich allerdings ein wenig mehr Weiterbildung bekommen. In meinem Handeln kann ich oft nur "instinktiv" vorgehen. Letztendlich habe ich aber niemals erlernt oder gezeigt bekommen, wie man jemanden aus dem Rollstuhl hebt. Sicherlich gäbe es sehr viele Kniffe, wie ich meine tägliche Arbeit erleichtern könnte. Vieles geht mit Sicherheit so auf Lasten meines Rückens.

    Manchmal mache ich mir aber auch Sorgen, ob ich wirklich immer alles richtig mache?! Ich bin hier hereingestossen worden, wie ein Metzger, der plötzlich als Friseur arbeiten soll.
    Man hat in einem Pflegeberuf ja irgendwo extrem viel Verantwortung. Was ist, wenn ich gerade in der Verabreichung von Medikamenten etwas falsch mache?

    Die Arbeit an für sich macht mir Spass aber die Rahmenbedingungen finde ich allerdings teilweise wirklich entwürdigend.

    Ich arbeite immer 12 Tage am Stück, bis ich mal ein freies Wochenende habe. Wie ich hier im Forum gelesen habe, ist dies aber wohl bei vielen so üblich.
    Meine Arbeitszeit beginnt meist von 6.00 Uhr bis 14.00 Uhr.
    In dieser Zeit werden von mir zuerst Patienten geduscht, Frühstück gemacht, Medikamente gegeben, Kompressionsstrümpfe etc. angezogen. Nach den Pflegepatienten fahre ich zu den Patienten, die auch in der Hauswirtschaft Hilfe brauchen. Dort erledige ich dann Aufgaben wie Fenster putzen, Gardinen abhängen und waschen, bügeln, Schnee wegräumen, Sperrmüll vom Dachboden auf die Strasse räumen etc.
    (Diese Arbeit zusätzlich zu den täglichen Pflegepatienten ist körperlich teilweise wirklich sehr sehr anstrengend)

    Mindestens 1-2 x pro Woche kommt zusätzlich ein Spätdienst hinzu, der von 17.00 Uhr bis 22.00 Uhr geht. Desweiteren habe ich an 2 Mittagen der Woche noch Demenzbetreuungen (jeweils 2 Stunden also weitere 4 Stunden). Überdies findet an einem Mittag der Woche noch eine Teambesprechung statt.

    Es gibt also die gesamte Woche KEINERLEI Tag, wo ich mal nach dem Frühdienst Feierabend habe.
    Ich habe höchstens mal ein wenig Pause und muss dann mittags, abends oder sogar mittags UND abends noch einmal weg.

    Obwohl ich nur 19,5 Stunden pro Woche arbeiten müsste, gebe ich permanent Wochenstunden in Höhe von 30-35 Stunden ab.

    Bezahlt bekomme ich aber nur die 19,5 Stunden und so ist mein Lohn wirklich sehr mager für die vielen Stunden, die ich leiste :(

    In über einem Jahr war es bisher noch nicht möglich, meine Überstunden abfeiern zu dürfen.
    Ich habe eine Kollegin, die hat als Teilzeitkraft 980 Überstunden!!!!! :(

    Es gibt so viel, wo ich Zeit investiere und diese nicht vergütet bekomme.
    Das sind zum Beispiel Dinge wie das Teammeeting, aber auch Dinge wie Tanken oder Winterreifen aufziehen, aber auch Zeit, wenn man von der PDL geschickt wird, Patientenakten oder Patientenschlüssel zu holen etc.

    Ich darf das gestellte Dienstauto nicht privat nutzen, soll mich aber 2 Stunden unvergütet in die Werkstatt setzen, wenn eine Reparatur ansteht und in meiner Freizeit dort warten.

    Mir macht der Beruf wirklich so total Spaß - mir sind meine Patienten so ans Herz gewachsen, ich bekomme von diesen Menschen auch wieder so viel Wärme und Dankbarkeit zurück.
    Die Begleitumstände in diesem Beruf nehmen allerdings inzwischen solche Formen an, dass ich einfach das Gefühl habe: "Ich kann nicht mehr!" :(

    Es hatte ja Gründe, dass ich mir einen Teilzeitjob gesucht habe: ich bin alleinerziehend und habe 2 Kinder.
    Wo habe ich aber noch einen Teilzeitjob, wenn ich teilweise um 6 Uhr Dienstbeginn habe und weit nach 22 Uhr erst wieder nach Hause komme? Wenn ich Früh- und Spätdienst an einem Tag habe, dann sehe ich meine Kinder nicht einmal. Sie schlafen schon, bis ich nach Hause komme.

    Auch die Tatsache, nur jedes 2. Wochenende frei zu haben, finde ich sehr belastend. Ich merke auch, dass es für die Kinder schlimm ist.
    Meine eigene Arbeit zuhause bleibt liegen und es gibt so vieles, was ich dann noch auf die freien Wochenenden kompensieren muss. Dies geht ganz klar auf Kosten der Kinder.

    Ich merke auch irgendwo, dass ich mich durch die viele Wochenendarbeit sozial ausgrenze. Wenn meine Freunde grillen, hab ich so gut wie immer Dienst. Spontanität ist in meinem Leben gar nicht mehr möglich.

    Wenn mich meine Freundin am Mittwoch anruft und mich fragt, ob wir am Montag einen "Frauenabend" machen wollen oder mal ins Kino gehen, kann ich nicht zusagen, weil ich noch nicht weiss, wie ich die darauffolgende Woche arbeite.

    Dienstpläne für die kommende Woche erhalten wir immer erst am späten Mittag freitags zuvor.

    Ich bin dadurch nicht mal in der Lage, mir einen Arzttermin auszumachen.

    Pflegeberufe sind so extrem wichtig!!!!!
    Wie traurig ist es da, dass die Rahmenbedingungen für die Angestellten so unattraktiv sind :(

    Eigentlich würde ich den Beruf total gerne weiter ausüben, aber ich möchte eben auch noch irgendwo Mutter sein können und das Recht auf ein wenig Freizeit bzw. Privatleben haben.

    Ich danke allen, die sich die Mühe gemacht haben, meine Zeilen zu lesen.

    Es ist einfach ein Klos in meinem Herzen, den ich mir mal von der Seele schreiben wollte.
     
  2. midsommer

    midsommer Senior-Mitglied

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    Oh Gott, warum tut man sich sowas an? Würdest du dir diese Arbeitsbedingungen denn gefallen lassen, wenn du in der Verwaltung angestellt worden wärest? Pflege ist ein schöner Beruf, aber es ist eben ein Beruf, der wie jeder andere auch mal Feierabend hat. Das mit der Berufung finde ich immer etwas melodramatisch. Man ist für einen Job geeignet oder eben nicht. Berufung ist ein sehr großes Wort. Auf alle Fälle bist du für eine bestimmte Stundenanzahl eingestellt worden. Warum du das mit dir machen lässt, ist mir ein Rätsel. Zum Ausnutzen gehören immer zwei und in deiner Firma bist du offensichtlich der eine Teil davon....
     
  3. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
    Mitarbeiter

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    Mein Tipp: Such Dir einen besseren AG, oder, noch besser (aber selten) eine Teilzeitausbildung in der Pflege.

    Oder könntest Du Dir eine Ausbildung als Krankenpflegehelferin oder Altenpflegehelferin vorstellen? Geht in Vollzeit gerade mal ein Jahr, und im Prinzip arbeitest Du ja jetzt Vollzeit, Du wirst nur Halbzeit bezahlt!

    Du muss ja auch an Deine Zukunft denken. Deine Kinder sind irgendwann groß und verlassen das Haus, aber Du bist dann immer noch auf Dein Gehalt angewiesen, und für Dich muss Dein Exmann nicht mehr zahlen, sobald die Kinder nicht mehr auf Dich angewiesen sind. Ergo wäre es nicht schlecht, eine zweite Berufsausbildung zu haben.
     
  4. Jutta13

    Jutta13 Newbie

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    Du tust mir ehrlichgesagt sehr leid.
    Ich denke, du lässt dir das nur gefallen, weil du Angst hast, ohne Stelle da zu stehen.
    Aber auf Dauer kann das ja nicht weiter gehen, da wirst du ja komplett ausgenutzt. Dein Chef macht das sicher mit voller Absicht.
    Kann dein Dilemma natürlich verstehen, wenn du verlangst, das dein Chef dir die ÜS ausbezahlt oder frei bekommst dafür, wird er sicher sagen-das wars für dich.
    Versuch trotzdem mit Ihm zu reden, oder such dir was neues, aber lass dir das nicht länger gefallen.Vielleicht hast du jetzt gar nicht mehr so schlechte Chancen, da du schliesslich inzwischen schon einige Erfahrung hast, oder bekommst da wenigstens eine richtige Schulung.
     
  5. monika26

    monika26 Newbie

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    Hilfe, das hält doch kein Mensch aus!!!
    Ich wünsche Dir möglichst schnell einen anderen Arbeitgeber und wieder Zeit für dich und dein Leben!
    Alles Gute,
    Monika
     
  6. josie16

    josie16 Junior-Mitglied

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    Hallo Herzfüraltemenschen!
    Dein Herz ist eindeutig zu groß!!!!!
    Leider ist es immer wieder das gleiche Spiel, AG wissen einfach, von wem sie das fordern können und wer dann nicht nein sagt! Da gehören tatsächlich immer 2 dazu.
    Ich habe auch eine zeitlang in der ambulanten Pflege gearbeitet, aber Mehrarbeitsstunden wurden dort wie im KH aufgeschrieben, das steht dir doch genauso zu, wie z.B. deiner Kollegin.
    Außerdem bist Du nicht verpflichtet mit deinem Auto in der Werkstatt zu warten und das auch noch in deiner Freizeit, aber da hättest Du eben auch Nein sagen müßen.
    Bei uns haben solche Sachen immer die Zivis gemacht und sicher nicht in ihrer Freizeit!
    Ich würde dir auch den Rat geben, eine Ausbildung zu machen, am besten informierst Du dich auf dem ARbeitsamt, es gibt ja auch die Möglichkeit einer 1jährigen Ausbildung.
    Laß dich nicht so unterbuttern!!!
     
  7. herzfüraltemenschen

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    Vielen Dank für Eure Antworten.

    Warum macht man das so mit?!
    Warum fällt es so schwer, sich zu wehren oder "nein" zu sagen?

    Naja, ganz klar, weil man eben höllische Angst hat, den Job zu verlieren - und damit wirklich üble Existenzängste aufkommen.

    Ich habe schreckliche Angst, total abzustürzen, wenn ich die Arbeit verliere.


    Ich weiss leider, was es heisst, keine Arbeit zu finden.

    Bevor ich diesen Job erhalten habe, habe ich 120 Bewerbungen geschrieben.
    Ich komme aus einer Kleinstadt und es ist nicht einfach, Arbeit zu finden.

    Ich hatte mich inzwischen schon mal beim Arbeitsamt über eine Weiterbildung informiert. Da ich aber bereits in der ambulanten Pflege tätig bin, hat man mir keinerlei Aussichten darauf gemacht, da mein Arbeitgeber das übernehmen müsste.

    Ich selber könnte die Ausbildung leider nicht bezahlen.
     
  8. DerStudent

    DerStudent Stammgast

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    Hi.

    Noch zwei Fragen:
    Was bekommst Du raus an Gehalt im Monat?
    Bist Du in irgendeiner Form Berufshaftpflichtversichert?

    DS
     
  9. herzfüraltemenschen

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    Ich habe die Sozialleistungen des öffentl. Dienstes.

    Ich verdiene 754 Euro netto
     
  10. sternchen73

    sternchen73 Newbie

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    Hallo,
    du tust mir wirklich leid.:(So etwas muß keiner mitmachen. Suche Dir bitte,bitte einen anderen Job.!!!!!!!! Tu dir und deinen Kindern dies nicht an.
    Daß ist Ausbeuterei. Gibt es bei dir keinen Personalrat????
    liebe Grüße
     
  11. DerStudent

    DerStudent Stammgast

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    Inklusive Kindergeld?

    Und ich meine nicht die Sozialleistungen, sondern eine Versicherung, die Dich während der Ausübung Deiner Tätigkeit versichert...
    Denn wenn ich das richtig verstehe, hast Du KEINERLEI Form von Aus-, oder Fortbildung, die Dich für Deine Arbeit qualifiziert. (Und damit meine ich jetzt ausdrücklich nicht, dass Du diese Arbeit schlecht machst! Im Gegenteil...aber ich mein jetzt rein formal betrachtet.)

    DS
     
  12. herzfüraltemenschen

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    Ja, es ist richtig, dass ich keinerlei Aus- oder Weiterbildung in einem Pflegeberuf habe.

    Ich bin versichert, falls ich mit dem Dienstwagen einen Unfall verursache, falls mir bei Patienten etwas passiert bzw. wenn mir mit Patienten etwas geschieht. Es gibt für mich schon eine Haftpflichtversicherung. Allerdings weiss ich nicht, in welcher Höhe ich da versichert bin.

    Was meinst Du mit Kindergeld?
    Das bekomme ich doch nicht vom Arbeitgeber.

    Mein Bruttogehalt ist 992 Euro
     
  13. Feli

    Feli Poweruser

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    Immer das Gleiche: Kleinstadt, viele Arbeitslose, dann noch ungelernt in der Pflege, und schon weiß ein AG, dass er am längeren Hebel sitzt.

    Du tust mir einerseits leid, andererseits lässt Du es ja auch mit Dir machen.

    Such Dir etwas anderes, und kündige dann - und dann kansst Du Deinem AG ja sagen, dass die Sklaverei schon vor längerem abgeschafft wurde...:twisted:

    Ich wünsch Dir viel Glück bei der Jobsuche!
     
  14. aquarius2

    aquarius2 Poweruser

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    Such dir einen anderen Job, aber bestehe darauf, deine Überstunden Abzufeiern, dann hast du fast ein Jahr Zeit, dur was neues zu suchen...
    Im Ernst, sowas darf man sich nicht gefallen lassen, demnächst führen sie die Leibeigenschaft wieder ein!
     
  15. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Da zeigt der christliche Arbeitgeber wieder seine ganze Nächstenliebe gegenüber seiner Angestellten - Gottes Lohn wird ihr im Himmel sicher sein...:x


    Auch von mir der Tipp - suche dir einen anderen Arbeitgeber und lass dich nicht ausnutzen, qualifiziere dich.
     
  16. Markus23KP

    Markus23KP Stammgast

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    Hallo HerzfüralteMenschen...! Aus welchem Bundesland kommst du?! Wirklich so schwer eine andere Selle zu finden?! An unserer Uniklinik werden eigentlich immer ungelernte Arbeitskräfte für die Pflege eingestellt - und du hast ja jetzt immerhin schon "Berufserfahrung" - als Sitzwachen oder als 4te Arbeitskraft im Spätdienst werden gerne mal ungelernte bestellt (wenn wir wieder mal überbelegt sind und in Verbandszimmer und Lager extra betten stehen) um beispielsweise die Glocken abzudecken etc. Lohn sind 8,50 die Stunde und du hast keine Verantwortung - die haben die Festangestellten Fachkräfte! Es gibt auch gute Stellen auf dem Arbeitsmarkt, auch mit eingeschränkten Qualifikationen! Also Augen auf und weg von deinem Sklaventreiber!
     
  17. midsommer

    midsommer Senior-Mitglied

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    Darf ich fragen, wie alt du bist? Versuch doch einen Ausbildungsplatz zu finden, entweder als Pflegehelfer oder als GuK. Dann verdienst du nicht viel weniger als jetzt, bist aber nach 1 bzw. 3 Jahren eine Fachkraft und findest 100% eine Stelle wo immer es dich hinzieht. Nur Mut, andere schaffen das auch...warum also nicht du?:rocken:
     
  18. herzfüraltemenschen

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    Ganz jung bin ich leider nicht mehr - ich werde 42 Jahre alt.
    Ich komme aus dem Bundesland Hessen.

    Mit dem Gedanken, noch mal eine Ausbildung zu machen, könnte ich mich aber gut anfreunden.

    Aufgrund meines Alters würde ich mich aber lieber für eine 1jährige Ausbildung entscheiden.

    Die Erschwernis bei mir wird sein, dass ich keinen Ausbildungsplatz "um die Ecke" finden werde, was bei einer Alleinerziehenden nicht so ganz einfach ist.

    Im Moment komme ich mit meinem Gehalt, dem Kindergeld und dem Unterhalt der Kinder so zurecht, dass ich auf eigenen Beinen stehen kann und keine Hilfe vom Staat annehmen muss.
    Da der Großteil für unsere Miete anfällt, sind wir schon zu einem sehr sparsamen Leben angehalten.

    Wenn ich nun noch mal eine Ausbildung mache, wüsste ich nicht, ob ich das so noch weiterführen bzw. bezahlen könnte.

    Ich hatte mir vor einem halben Jahr schon mal einen Termin beim Arbeitsamt geholt, um mich nach Weiter- bzw. Ausbildung zu erkundigen. Dieser Termin war sehr ernüchternd. Man fragte mich, was ich denn eigentlich hier wolle, ich würde doch in einem ungekündigten Beschäftigungsverhältnis stehen und man könne nur helfen, wenn ich arbeitslos wäre. Ich müsste mich von meinem Arbeitgeber weiterbilden lassen.

    Mein Problem ist überdies, dass ich wirklich gar nichts habe, mit dem ich in einer Bewerbung für einen Pflegeberuf glänzen könnte.
    Ich habe nichts, dass meine bereits mehr als 1jährige Arbeit in der Pflege dokumentiert. Das einzige was ich machen könnte, wäre, mir ein Zwischenzeugnis zu beantragen um mich überhaupt irgendwo zu bewerben.
     
  19. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Ganz ernsthaft: 42 ist kein Alter, das gegen eine dreijährige Ausbildung in der Pflege spricht. Viele machen die Ausbildung über den zweiten Bildungsweg. Ich kann verstehen, wenn Du die einjährige wegen ihrer kürzeren Dauer bevorzugst - andererseits hast Du als Gesundheits- und Krankenpflegerin oder auch Altenpflegerin mehr Kompetenzen und ein höheres Gehalt.

    Warum stellst Du Dein Licht unter den Scheffel? Du hast ein Jahr Berufserfahrung in der ambulanten Pflege, das ist mehr, als die meisten mitbringen!

    Du benötigst für eine Bewerbung keinen Nachweis über Deine bisherige Tätigkeit. Deine jetzige Anstellung gehört selbstverständlich in den Lebenslauf, aber niemand wird Deinen Arbeitsvertrag sehen wollen.

    Hättest Du bei einem niedrigeren Ausbildungsgehalt nicht Anspruch auf Fördermittel, wie z.B. Wohngeld? Es ist doch keine Schande, Hilfe vom Staat anzunehmen, das Kindergeld lehnst Du doch auch nicht ab.

    Oder müsste Dein Exmann Euch nicht besser unterstützen, wenn Dein Verdienst sinkt?
     
  20. ellie

    ellie Junior-Mitglied

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    Hallo du Ärmste,

    das klingt ja sehr nach Sklavenhaltung.
    Da du völlig ungelernt in der Pflege arbeitest und Medikamente verteilst, stehst du nicht grade gut da - das ist dir hoffentlich klar.
    Da du auch hauswirtschaftliche Tätigkeiten übernimmst, erkundige dich doch mal bei anderen Pflegediensten. Es gibt ja einige die zusätzlich eine hauswirtschafts Tour anbieten.
    An deiner Stelle würde ich mich einfach unverbindlich mal bei anderen PD erkundigen oder Bewerbungen schreiben.
    Nach einem Jahr Berufserfahrung findest du bestimmt was neues, besseres.
    Denk an deine Kinder, die Zeit die du mit irgendwelchen Autos in Werkstätten verbringst geht deinen Kindern verloren und die bekommst du nicht zurück!
    Eine Ausbildung anzufangen klingt doch auch gut. Du bekommst ein Ausbildungsgeld und hast geregelte Arbeitszeiten und mit 42 bist du überhaupt nicht zu alt.
    Vergiss das Arbeitsamt......die wollen oder können dir nicht helfen. Habe damit sehr schlechte Erfahrungen gemacht.
    Selbst ist die Frau.....
    Nimm dir mal die gelben Seiten und telefoniere die PD ab, dann weisst du schon mehr.
    Wünsche dir viel Glück und Erfolg.
    LG Ellie
     
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