Meine Station soll Notfall-Team stellen

Dieses Thema im Forum "Arbeitsrecht / Gesundheitsrecht / Krankenpflegegesetz" wurde erstellt von weedgirl, 13.11.2010.

  1. weedgirl

    weedgirl Newbie

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    Ich arbeite in einer Klinik, in der es in einigen Gebäuden noch kein Notfall-team gibt. Bisher musste über die Pforte der Rettungsdienst der Stadt gerufen werden.
    Jetzt wurde entschieden, daß meine Station für ein Gebäude mit 6 Stationen das Notfall-Team stellen soll. Wir müssen demnächst alle zu einer Schulung und in 3 Monaten soll es dann losgehen.
    Kann man mich einfach so dazu verdonnern mich schulen zu lassen und Mitglied in einem Notfall-Team zu werden??
     
  2. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Wovor hast du Angst?

    Den öffentlichen Rettungsdienst in eine Klinik zu rufen ist in meinen Augen äusserst peinlich.
     
  3. flexi

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    Ich denke, grundsätzlich schon im Rahmen des Direktionsrechtes des AG.

    Er wird sicher auch die Kosten für die entsprechenden Fortbildungen übernehmen.

    Meinst du mit "meine" Station deine Station, auf der du Stationsleitung bist? Oder bist du nur Mitglied eines Stationsteams?
     
  4. Werner Rathgeber

    Werner Rathgeber Stammgast

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    Hallo weedgirl,

    bei uns und in allen anderen Häusen die ich kenne, stellen die Mitarbeiter (jeweils eine Pflegekraft und ein Arzt) der Intensivstationen ein Reanimationsteam.
    Dieses kann bei Bedarf von den Allgemeinstationen über Piepser oder einem speziellen Notfallknopf, der in jedem Patientenzimmer vorhanden ist, alarmiert werden.
    Die Mitarbeiter der Allgemeinstationen sind verpflichtet, alle 2 Jahre an einem Basisreaninationstraining teilzunehmen.
    Dabei wird in zwei Stunden Dauer das Erkennen und richtige Handeln bei Bewußstlosigkeit und Herzkreislaufstillstand erklärt und die stabile Seitenlagerung, Herzdruckmassage mit Beatmung mittels eines Ambu®-Beutels, sowie die Defibrillation mittels AED geübt.
    Ziel dabei ist, die Hypoxiezeit des Gehirns unter 3 Minuten zu halten und dem Patienten ein überleben zu ermöglichen.

    Liebe Grüße

    Werner

    PS: Auch ich finde es peinlich, wenn der Rettungsdienst in ein Krankenhaus gerufen wird!
     
  5. weedgirl

    weedgirl Newbie

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    Ich bin nur Mitglied in einem Stationsteam.
    Naja komme mir schon irgendwie veräppelt vor. Da heisst es schon seit längerer Zeit, daß es bald ein Notfall-Team geben wird, und dann ist man es plötzlich selber...
     
  6. flexi

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    Dann müsste die Frage eigentlich heissen:

    ICH soll Mitglied eines Notfallteams werden, weiss aber nicht, ob ich es will...

    Wovor hast du Angst? Bereits in deinem nächsten Dienst kannst du auf deiner Station einen solchen Notfall erleben. Was tust du dann? Notarztwagen aus der Stadt rufen??

    Nettes Image für Pflegekräfte....
     
  7. weedgirl

    weedgirl Newbie

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    Auf meiner Station gibt es leider immer wieder Notfälle und ich wollte damit nicht sagen, daß wir nicht dazu in der Lage sind, lebensrettende Sofortmaßnahmen einzuleiten, aber es ist schon beruhigend, wenn dann irgendwann routiniertes Fachpersonal dazukommt, das die weitere Versorgung übernimmt, wenn der Stationsarzt nicht dazu in der Lage ist zu intubieren und Zugänge zu legen. Hausintern war das bisher leider nicht möglich, weil die Intensivstation zu weit entfernt ist und auch bis vor einigen Monaten nur über die Strasse zu erreichen war.
    Aber um auf die Frage zurückzukommen: Wenn ich Mitglied in einem Notfallteam hätte werden wollen, wäre ich wahrscheinlich Rettungssanitäterin oder Intensivschwester geworden....
     
  8. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Von Pflegepersonal kann man mehr erwarten als lebensrettende Sofortmassnahmen und von einem Stationsarzt kann man auch mehr erwarten als den Notruf.

    Der Umgang mit Beatmungsbeutel und AED ist keine Hexerei und hat nichts mit der Fachweiterbildung Anästhesie und Intensiv zu tun und ein Rettungssanitäter hat gerade mal einige Wochen Ausbildung.

    Ich arbeite in einem sehr verzweigtem Haus, das in Pavillionbauweise entstanden ist, der Weg zu den entfernten Häusern geht quer über das Gelände und über die Strasse, dennoch schaffen wir es von Intensiv dies zu laufen. Allerdings haben Patienten kaum eine Chance den Notfall zu überleben, wenn vor Ort nichts passiert, das muss allerdings vom Personal der Station passieren und nicht vom Rettungsdienst, auch der Rettungsdienst kann bis zu 12 Minuten zum Einsatz brauchen.
    Unser Team schafft es meist innerhalb von 5 Minuten vor Ort zu sein.
     
  9. Feli

    Feli Poweruser

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    Zu dem routinierten Fachpersonal wirst eben Du gehören! Das Wissen, das Du dafür brauchst, wirst Du ja in den nötigen Fortbildungen lernen.

    Das muss und wird er genauso lernen müssen wie ihr euren Teil.

    Und das ist so eine Haltung, die ich einfach nicht verstehe. Als Krankenschwester hat man mit Kranken zu tun, und da kann schnell mal ein Notfall draus werden. Wo bzw in welcher Stellenbeschreibung bzw Ausbildungsverordnung steht, dass nur Personen aus dem Rettungsdienst oder Intensivpersonal Notfälle versorgen muss??
     
  10. Maniac

    Maniac Poweruser

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    Unglaublich!


    DU BIST für Notfälle verantwortlich! Jetzt, früher, immer!

    Nur dann hast du auch Fachwissen um adäquater reagieren zu können. Du musst dies auch jetzt schon durchziehen können.

    ich kanns wirklich nicht nachvollziehen. Und wie du siehst: Auch sonst niemand!

    Wovor hast du ******?

    - Verantwortung?
    - Bewegung?


    Sonst fallen mir keine Unterschieder zu vorher ein. Zum Thema Verantwortung: Die hattest du auch vorher, nur zeitlich mehr begrenzt als jetzt...
     
  11. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Nochmal die Frage: Wovor hast du konkret Angst?

    Momentan klingt das nach einer "Trotzreaktion".
     
  12. the fatalist

    the fatalist Junior-Mitglied

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    Erhöhte Arbeitsbelastung ist als ein Punkt zu nennen, der auf die Station zukommen wird, wenn sie plötzlich für alle sechs Stationen im Haus zuständig ist, anstatt nur für die eigenen Patienten.

    Je nach Schichtbesetzung/ Frequenz der Notfälle kann ich eine "Empörung" darüber durchaus nachvollziehen.
     
  13. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Dem könnte man ja mit einer Stellenerhöhung begegnen. Wahrscheinlich nicht sofort, aber dann, wenn ein Bedarf nachzuweisen ist. Kommt sicher auf die Häufigkeit der Einsätze an.

    Aber den Aspekt hat weedgirl ja gar nicht angesprochen, warum auch. Die Frage: Darf der AG neue Aufgaben an mich delegieren? stellt sich ja gar nicht. Das darf er, und hier wird er auch für die nötige Unterweisung des Personals sorgen.

    Intensivler und Rettungssanitäter sind auch nicht schlauer als andere Menschen, ohne ihnen auf den Schlips treten zu wollen. Wenn die lernen können, mit einer Notfallsituation umzugehen, warum dann nicht auch weedgirl und ihre Kollegen?
     
  14. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Wenn ich ehrlich bin, unter diesen Umständen...
    möchte ich auch net im Rettungsteam sein. Denn in Gegensatz zu den ausgebildeten Rettungsassis und den erfahrenen Intensivpflegekräften fehlt einem auf einer peripheren Station einfach die Routine.
    Das, was den intensiverfahrenen Kollegen, mit ev. sogar Spezialisierung in Richtung Rettung, banal erscheint, kann bei solchen Zuständen dann schon zu einem Problem werden..

    Darf ich mal fragen, welche Ausrichtung deine Station hat? Wie oft habt ihr monatlich einen Notfall auf eurer Station? Wie oft ist mit einem Notfall auf den anderen Stationen zu rechnen? Wie hoch ist die Besetzung pro Schicht? Ist die Versorgung der eigenen Pat. gesichert? ...
    Wie ist eigentlich das weitere Prozedere gedacht? Rettungsteam erfolgreich gearbeitet, Pat. erst mal stabilisiert... und dann? Wie kommt er auf die Intensiv? oder verbleibt er in eurem Bereich?

    Fragen über Fragen.

    Elisabeth
     
  15. flexi

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    Hallo Elisabeth,

    du willst doch nicht allen Ernstes dem Arbitgeber die Möglichkeit absprechen, für Qualtätsverbesserung im Erstzugriff bei Notfallsituationen Sorge zu tragen, indem du nun hier den Teufel an die Wand malst....und ausgesprochen destruktiv motivierst.

    Verstehen würde ich dich, wenn du weetgirl motivieren könntest, solche Bedingungen unbedingt einzufordern, damit es mit ihr (und den anderen vom geplanten Notfallteam) tatsächlich eine Qualitätsverbesserung wird.
     
  16. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Es geht net um das Absprechen des Direktionsrechtes. Aber möchtest du Pat. in einem Haus sein, bei dem das Rettungsteam zwar Rettungsteam heißt... aber net ansatzweise die fachliche Voraussetzung dafür bietet?

    Ergo: Rettungsteam muss ausgebildet werden und zwar net nur theoretisch mit ein paar FoBi-Stunden und Üben an der Puppe. Wenns dem AG net nur um Kostenreduzierung gehen sollte, dann müsste ihm eigentlich klar sein, dass hier erst mal kräftig investiert werden muss.

    Elisabeth
     
  17. flexi

    flexi Administrator
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    Hättest dies gelesen, hättest du es gewusst, was geplant ist:
    Und ich komm noch mal auf die Frage zurück:
    Ja, kann der AG im Rahmen seines Direktionsrechtes, nämlich dir eine Arbeit zuweisen, für die weedgirl qualifiziert ist oder auf Kosten des Arbeitgebers qualifiziert wird.
    Wie er den späteren Realeinsatz umsetzt, wird er bis zu dem Zeitpunkt auch zu deklarieren haben.
    Also die Fragen von Elisabeth mal als konstruktive Kritik ergänzend in der Diskussion mit dem AG einbringen.
     
  18. Phoenix79

    Phoenix79 Gast

    Warum bist du nochmal Krankenschwester geworden ... ?
    Hätte ich jemanden in meinem Team mit so einer Einstellung oder würde er mir gegenüber sowas äußern, bräuchte er zum nächsten Dienst nicht mehr erscheinen. Wir sind Krankenschwestern/-pfleger und für sowas ausgebildet, nicht nur um mit Bettpfannen oder Spritzen zu jonglieren ect.
    Da jammert Pflege immer das ihr die Kompetenzen abhanden gehen, dass wir einen schlechten Ruf als bloßer "Handlangerberuf" haben, das man uns nur mit unwichtigen Aufgaben betraut,dass wir zum größten teil Aufgaben erledigen die jeder halbwegs intelligente Mensch nach ein paar Wochen Schulung auch könnte ... und dann kommt jemand wie du und beschwert sich, weil man dir nach einer ausführlichen Schulung die auch noch der AG bezahlt, mehr Verantwortung übertragen will ...
    Ich kanns einfach nicht fassen.
    Und um auf das Eingangsposting zuantworten. Ja der AG kann dich dazu verdonnern, weil es 1. zu deinem Aufgabenbereich gehört und er 2. Das Weisungsrecht hat.
     
  19. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Vielleicht sollten mal net nur User antworten für die Rettung zum Tagesgeschaäft gehört/gehörte sondern auch mal Leute, die net im Intensiv-, Anästhesie- und Rettungsbereich arbeiten.
    Was für uns Intensivler selbstverständlich ist muss für Nichtintensivler noch lange net selbstverständlich sein.

    Pflegekräfte sollten sich in jedem Fachbereich reflektieren und schauen, wo ihre Grenzen sind. Und wenn man seine Grenzen erkannt hat diese auch akzeptieren.

    Die TE hat niemals ausgedrückt, dass sie jegliche Reamaßnahmen verweigert. Es geht ihr um die erweiterten Maßnahmen die sie sich offenbar net zutraut. Und es scheint, als würde sie befürchten, dass diese Einwände nach einer FoBi net akzeptiert werden würden.
    Wenn ich das Post von Phoenix79 lese, scheint diese Befürchtung net unberechtigt zu sein.

    Nicht jeder ist zum "Retten" geboren, nicht in jedem schlummert eine Intensivschwester... genauso wenig wie net jeder die Geduld mitbringt, sich z.B. mit verhaltensauffälligen Pat. konstruktiv auseinanderzusetzen, wie net jeder in jedem Fachgebiet arbeiten möchte.

    Der TE bleiben eigentlich nur zwei Wege wenns um die Verweigerung geht. Versuchen, ihre Bedenken dem AG zu verdeutlichen.... mit allen Konsequenzen, die sich ggf. daraus ergeben. Oder gleich den Hut zu nehmen.

    Man kann natürlich auch clever sein und die FoBi mitnehmen und erst dann entscheiden, was man machen will.

    Zwingen kann mich niemand zu etwas, wofür ich mich net in der Lage fühle die Veranwtortung zu übernehmen. Das geht auch net per Direktionsrecht. Ein schlauer AG wird dies auch net tun. Das Risiko, dass da was falsch läuft ist einfach zu groß.

    Elisabeth
     
  20. weedgirl

    weedgirl Newbie

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    Genau das ist der Punkt, es fehlt die Routine und ich kann mir zum jetzigen Zeitpunkt nicht vorstellen, daß durch eine Schulung und regelmäßigen Probealarm die gleiche Qualität einer Erstversorgung erreicht werden kann, wie durch Personal, für das Notfallsituationen zum Tagesgeschehen gehören.
    Wir sind eine neurologische Station, auf der schwer hirngeschädigte Patienten liegen, die nicht mehr intensivpflichtig sind. Da kann es immer wieder mal vorkommen, daß einer instabil wird.
    Im restlichen Gebäude sind nur psychiatrische Stationen untergebracht, auf denen wahrscheinlich nicht oft mit Notfällen zu rechnen ist.
    Alleine die Tatsache, daß schwerstkranke Patienten in der hintersten Ecke der Klinik untergebracht werden, in einem Gebäude ohne jegliche diagnostische Einrichtung vor Ort, halte ich schon für unverantwortlich.
    Aber das wir bald noch nichtmal mehr den Notdienst rufen dürfen, sondern als Arzt ein diensthabender Neurologe dazugerufen wird, der unter Umständen auch noch Psychiater ist, der sein neurologisches Anerkennungsjahr macht, halte ich schon für sehr fragwürdig, Schulung hin oder her...
    Wenn es hoch kommt, haben wir vielleicht alle 3 Monate mal einen Notfall und ich wage zu behaupten, daß wir von der Pflege in solchen Situationen weitaus fitter sind, als unsere Ärzte, die meistens nur daneben stehen, bis der Notdienst eintrifft. Und ja, wir haben auch Beatmungsbeutel und AED-Geräte auf dem Notfallwagen und neuerdings auch I-gel Masken und nutzen diese auch.
    Wie das weitere Prozedere nach erfolgreicher Reanimation aussehen soll, frage ich mich auch noch. Bisher wurde der Pat. vom Rettungsdienst direkt mitgenommen und ins Nachbarhaus auf Intensiv verlegt. Aber der kommt ja jetzt nicht mehr... Wahrscheinlich müssen wir dann selber die 15 Min. durch den neuen Vebindungstunnel laufen und hoffen, daß der Patient so lange stabil bleibt.
    Naja, vielleicht sollte ich nicht alles so schwarz sehen und erstmal die Schulungen abwarten, aber ich kann mir wie gesagt kaum vorstellen, daß man durch regelmäßigen Probealarm mit einer Übungspuppe die gleiche Routine bekommt, wie jemand, der den ganzen Tag nichts anderes macht als echte Patienten zu reanimieren...
     
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