Mehrarbeit und Einarbeitungsvertrag?

Dieses Thema im Forum "Arbeitsrecht / Gesundheitsrecht / Krankenpflegegesetz" wurde erstellt von Kryziu, 08.01.2016.

  1. Kryziu

    Kryziu Newbie

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    Hallo meine Lieben,

    Anfang Januar begann ich in einer Heilpädagogischen Einrichtung zu Arbeiten, als Teilzeitkraft 34 Std. 129,2 im Monat. Tarifvertrag.: Einarbeitungsvertrag Diakonie Bayern.

    In meinem Dienstplan steht 180 Std. im Monat 5 Tage Frei. Sie meinen die 180 Std. müssen sein, wegen der Einarbeitung. Meine Dienste sind 10 bis über 10 Std. In 5 Tagen habe ich 50 Std. gearbeitet. Überstunden werden nicht Bezahlt sondern mit Freizeitausgleich vergütet.

    Die Hausleitung meinte an meinem ersten Arbeitstag ,, Wir wollen Dich schnell Einarbeiten, du möchtest mit Sicherheit auch deine 2 Tage frei am Stück.''
    Für mich hört es sich so an das ich nur 2 Tage am Stück Frei bekäme, wenn ich Eingearbeitet bin. In der Zeit darf ich mich ruhig Kaputt-Arbeiten.

    Es ist weder beim Vorstellungsgespräch noch beim Probearbeiten erwähnt worden und im Arbeitsvertrag ist nichts vermerkt, die 180 Std. Bei denen hatte ich mich als Vollzeitkraft Beworben aber sie Stellen nur TZ ein. Deswegen hatte ich mir schon ein Minijob genommen, denn ich jetzt mit der Stundenzahl und dem wenigen Frei nicht Antreten konnte.

    Die Einarbeitung ist mehr als nur Katastrophal. Nur einen Tag zugeschaut und nächsten Tag schon im Nachtdienst mitlaufen und die ersten Bewohner machen. Anlernen ist da nicht wirklich drinnen, da mir kurz erklärt wird was zu machen ist, dann bin ich schon alleine.
    Diese Woche habe ich Rufbereitschaft und nächste bin ich Alleine im Nachtdienst.

    In der Einrichtung gibt es keine Vollzeit sondern nur Teilzeitkräfte, es gibt kein Schichtsystem und keine geregelten Arbeitszeiten, da wird man eingeteilt wie man grad benötigt wird.
    Da es nur Teilzeitkräfte gibt mit unterschiedlichen Stundenzahlen und ich täglich 10 bis über 10 Stunden. Heißt es für mich das ich täglich jemand anderes habe, der mich ''Einarbeiten'' soll. Es kann sein das ich an einem Tag 2 bis 3 Kollegen habe, die sich um mich kümmern ''sollen''. Jeder Mitarbeiter hat sein eigenen Rhythmus und Arbeitsweise, dadurch komm ich schon durcheinander. Jeder Mitarbeiter erzählt mir über 1 Sache verschiedene varianten wie es '' RICHTIG'' gemacht wird. Wenn ich sage mir ist es ,, So und So'' gezeigt worden, dann wird sagt ,, Nein, das ist Falsch.'' ,,So und so, wird es gemacht'' usw. usw. usw. Sie versuchen mich Gleichzeit an allen 15 Bewohnern einzuarbeiten Bürotätigkeit, Hauswirtschaft und Küchendienst und das täglich im 10 über 10 Stundendiensten.

    Bei einem Einarbeitung- Vertrag verstehe ich ein gute professionelle Einarbeiten, zu erst zu schauen, dann an lernen und nicht direkt Überstunden schieben und alleine Arbeiten zu lassen.

    Von Mitarbeitern weiß ich das es bei denen Gang und Gebe ist das Katastrophale einarbeiten, deswegen kündigen viele neue Mitarbeiter schon in der ersten Woche. Sie sagten mir auch das sie selbst 1 Jahr brauchten um überhaupt das System hier zu verstehen und sie trotzdem noch Probleme damit haben. Nach 5 Arbeitstagen war ich noch nie so fertig und Müde wie jetzt. Mein Kopf Qualmt von so vielen verschiedenen Informationen das ich mir kaum was Merken kann oder es verwechsle.

    So jetzt komme ich zu meinen Fragen =)

    Fragen.:
    1. Was versteht man unter einem Einarbeitungs-Vertrag, was ist der Sinn ?

    2. Was ist Erlaubt und was Nicht, bei einem Einarbeitungs-Vertrag ?

    3. Ist es zulässig eine Teilzeitkraft geplant 180 Std. arbeiten zu lassen ?
    4. Wie viel Mehrarbeit ist Zulässig bei Teilzeit ?

    5. Ist Rufbereitschaft während der Einarbeitungsphase erlaubt ?

    6. 10 bis über 10 Std. Dienste, wie viel Frei steht mir zu

    7. 10 bis über 10 Std. Wie lange Ruhephase bis zum nächsten Dienst ?

    Hab wirklich kein Problem mit Überstunden , wenn es nicht anders geht zum Beispiel bei Krankheit und Urlaub. Aber jemanden wegen einer Einarbeitung, deswegen Überstunden an Haufen zu lassen ist für mich Unverständlich. Die Einrichtung, die Bewohner sind KEINE HÄRTEFÄLLE. Davor war ich 3 Jahre in einer anderen Heilpädagogischen Einrichtung, die Bewohner waren körperlich stärker eingeschränkt als die jetzigen. Dort musste ich keine Überstunden arbeiten. Nach 3 Wochen war ich perfekt angelernt, dass ich mir selbst zutraute Selbstständig zu Arbeiten.

    Liebe Grüße Kryziu
     
  2. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Tarifvertrag: "Einarbeitungsvertrag Diakonie Bayern"? Kenn ich nicht. Meinst Du den AVR? Den findste hier: **Hier stand ein Link... diese Verlinkung war defekt und wurde vorübergehend entfernt**

    1. Ein Vertrag ist ein mindestens zweiseitiges Rechtsgeschäft und muss nicht zwangsläufig schriftlich erfolgen. Ich hab noch nie von einem Einarbeitungs-Vertrag gehört, aber theoretisch wäre es natürlich möglich, die Modalitäten der Einarbeitung vertraglich zu vereinbaren. (Natürlich ist schon eine mündliche Vereinbarung über Besonderheiten während der Einarbeitungszeit ein "Vertrag", aber es existieren keine Rechtsvorschriften darüber, was genau während eine Einarbeitungsphase erlaubt ist und was nicht.)
    2. Was nicht verboten ist, ist erlaubt; solange also nicht gegen das Arbeitszeitgesetz o.ä. verstoßen wird...
    3. Das Arbeitszeitgesetz spricht einer durchschnittlichen Höchstarbeitszeit von 48 Wochenstunden, verteilt übers ganze Kalenderjahr, also ist ein einzelner solcher Monat noch kein Gesetzesverstoß.
    4. Siehe 3.
    5. Dagegen gibt es mit Sicherheit kein Gesetz.
    6. Siehe 3. Der Freizeitausgleich kann bei Teilzeitkräften übers ganze Kalenderjahr erfolgen. Mehrarbeitsstunden werden im AVR nicht vergütet (im TVÖD auch nicht).
    7. Wieder Arbeitszeitgesetz: Zehn Stunden, im AVR durch Sonderregelung meines Wissens sogar nur neun. "Ruhephase" bezieht sich auf Arbeitsende bis Arbeitsbeginn, nicht Betreten bis Verlassen der eigenen Wohnung. Der Arbeitsweg ist Deine Sache.

    Eine Arbeitszeit über zehn Stunden verstößt gegen das Arbeitszeitgesetz. Die Pause gilt jedoch nicht als Arbeitszeit.

    Mal ganz abgesehen von der sehr hohen Arbeitszeit verläuft Deine Einarbeitung ja bisher recht chaotisch. Das würde ich an Deiner Stelle ansprechen. Wende Dich an die zuständige Leitung und bitte um eine vernünftigere Organisation.
     
    #2 -Claudia-, 08.01.2016
    Zuletzt bearbeitet: 08.01.2016
  3. Kryziu

    Kryziu Newbie

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    Hallo,

    ja, es ist der AVR -> Diakonischen Werkes Bayern. Auf dem Vertrag stand Einarbeitungsvertrag und er hatte nur 3/4 Seiten, dies ist für mich selbst ganz Neu.

    Eine Freundin erklärte das man mit einem Einarbeitungsvertrag schlechter bezahlt wird, da man nicht Volleinsatzfähig ist.
    Wenn die Einarbeitungsphase von 6 Monaten vorbei ist, erhält man eine neue Entgeldgruppe.
    Daher fühle ich mich *********, da keine ordentliche Einarbeitung statt findet und ich schlechter bezahlt werde wobei ich Volleingesetzt werde. In dem Vertrag stand nichts wie ich Eingearbeitet werde nur was man von mir alles Verlangt, da aber auf dem Vertrag Einarbeitungsvertrag stand, ging ich einfach davon aus das ich ordentlich, Professionell in meiner vereinbarten Stundenzahl eingearbeitet werde.

    Da merke ich richtig wie gut ich es in der ehemaligen Einrichtung hatte. Dort hatte ich TVÖD bekam bis 35 Überstunden bezahlt, der Rest war Freizeitausgleich. Bin professionell eingearbeitet worden und Rufbereitschaft erst nach paar Monaten.

    An die Leitung wollte ich mich eh wenden, der hatte auch den Dienstplan geschrieben. Der ist aber so überarbeitet und gereizt, dass ich gar nicht weiß, wann ein guter Zeitpunkt ist -.- Es ist einfach wie IMMER Beim Vorstellungsgespräch wird alles super toll beschrieben, bei Probearbeiten wird nur positiv geredet, wenn man dort Anfängt denkt man sich ,,Wo bin ich nur hier gelandet''.
     
  4. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Okay: Was hast Du da unterschrieben? Vereinbarte Wochenarbeitszeit, Entgeltgruppe etc. sind genauso Bestandteil eines Arbeitsvertrags wie Modalitäten zur Einarbeitung (ich kenne auch Einrichtungen, die Teilzeitkräfte während der Einarbeitung Vollzeit arbeiten lassen, aber dann werden sie für diesen Zeitraum auch als Vollzeitkräfte eingestellt und bezahlt). Hast Du den Vertrag nicht gelesen?

    Bitte die Leitung um einen Gesprächstermin, wann sie Zeit für Dich hat, wird sie Dir schon mitteilen.
     
  5. Kryziu

    Kryziu Newbie

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    Im Vertrag steht Teilzeitkraft wöchentliche Stunden 34 im gesamten Monat 129,2 Std und Entgeldgruppe.
    Dort stand nichts von Vollzeit und 180 Stunden.

    Es waren Hausregeln, Krankheit-Urlaub ,Mehrarbeit-Überstunden-Freizeitausgleich, eine Liste was ich Brutto erhalte. Dann das ich außerhalb meiner Arbeitszeit, in der Freizeit verpflichtet bin Seminare und Kurse über christliche Werte zu absolvieren hab auch wenn es außerhalb von meiner Stadt ist. Christliche Werte einzuhalten und zu Erhalten.
    Dann das ich innerhalb der 6 Monate zum Christentum konvertieren muss und es Vorweisen.

    Die Hausleitung hat einen Plan wo unsere,, Wochen und Monatsstunden SOLL und IST-SOLL, Überstunden, Krankheit und Urlaub, da hatte ich mal ein Blickriskiert. Da sah ich ,, Januar SOLL 129,2 und bei IST-SOLL 180 Std. Überstunden 50,4. Dadurch bin ich erst aufmerksam geworden das ich gar keine 129,2 diesen Monat arbeiten werde sondern 180. Die Hausleitung hat mich nie in Kenntnis gesetzt , weder beim Vorstellungsgespräch, noch beim Probearbeiten und auch nicht bei meinem ersten Arbeitstag. Als ich mein Dienstplan bekam, habe ich direkt alles selbst ausgerechnet und tatsächlich 180 Std. wobei im Vertrag 129 Std. Mir hatten Kollegen erzählt das es bei Ihnen genau so war und alles nur wegen der ''Einarbeitung.''
     
  6. einer

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    VORSICHT !!!!
    An dem Laden ist was faul !!!
    Ein Arbeitsvertrag, der das Konvertieren zu einer Religion vorschreibt ist sittenwidrig und somit nichtig.
    Ich arbeite seit Jahren in einem Haus, das zu einem Nonnenkloster gehört. Hier arbeiten Christen, Muslime, Juden und viele mehr. Jemand nicht einstellen, weil er keinen Glauben hat ist möglich. Aber jemand vertraglich zum Konvertieren zwingen…UNVORSTELLBAR !!!:angryfire:

    Mein ehrlicher Tip: Verlasse den Laden am besten noch heute.

    LG Einer

    P.S. Und mit dem Vertrag solltest du zu einem Anwalt gehen. Wie gesagt: Meiner Meinung nach Sittenwidrig
    Vielleicht hat einer hier besserer Verbindungen zu Gewerkschaft oder Arbeitsrechtlern und kann dazu was schreiben.
     
    mary_jane und ludmilla gefällt das.
  7. Kryziu

    Kryziu Newbie

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    Während dem Vorstellungsgespräch und Probearbeiten, war es kein Thema welche Konfession oder Religionslos. Beim Stellenangebot stand davon auch nichts. Bei einigen Einrichtungen weiß ich das ich es da gar nicht versuchen brauch , weil da "Katholisch" Pflicht ist. Mir war sofort klar, da bleib ich "NICHT". Zum Glück hab ich noch Bewerbungen am Laufen.

    Sie hatten mir zwei Arbeitsverträge zugeschickt. Einen für mich , denn anderen für Arbeitgeber. Beide sollte ich zurück schicken an die Zentrale, dann wollten Sie mir meinem , wenn alles klar ist mir zurück schicken. Dies war im Dez. und die Kollegen sagten das es dauern wird, bis ich ihn zurück bekomme.
     
  8. ludmilla

    ludmilla Poweruser

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    Egal ob der Vertrag sittenwidrig ist oder nicht, da wäre ich schnell wieder weg.
    Schnell was anderes suchen, kündigen, Überstunden und Urlaub ausgleichen lassen und gehen.
    Zum Christentum konvertieren und Kurse über christliche Werte in der Freizeit, das ist rechtlich wahrscheinlich nicht haltbar. Wenn du das nicht tust, werden sie dich wahrscheinlich in der Probezeit kündigen! Ehrlich, wer sich heute in der Pflege so behandeln lässt, dem kann man nicht mehr helfen!
    Ich warte auf den Tag, wo die ganzen christlichen Häuser kein Personal mehr finden. Vor 25 Jahren haben die noch keinen Andersgläubigen eingestellt, in Katholischen Häuser noch nicht mal jemand evangelischer Konfession. Da sind sie bereits offener geworden, mal sehen wann man als konfessionsloser Mensch dort arbeiten darf!
    Ludmilla
     
  9. Kryziu

    Kryziu Newbie

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    Hätte man mir das beim Vorstellungsgespräch erzählt, hätte ich dort nie Angefangen.

    Beim Vorstellungsgespräch ist sehr viel gelogen worden und das in einer christlichen Einrichtung... ^^ Dafür wird von mir verlangt, die christlichen Werte Einzuhalten und zu Erhalten.
    Grad bei dem Personalmangel in der Pflege noch Forderungen stellen.

    Eine ehemalige Kollegin von mir musste damals bei der Caritas von Taoismus zum Christentum konvertieren sonst hätte sie dort nicht Arbeiten dürfen. Eine Freundin von mir war im Büro bei der Caritas tätig, da hat sie mir auch unglaubliches erzählt.
     
  10. einer

    einer Stammgast

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    @ludmilla
    Ich habe in meiner Abteilung in einem Katholischen KH eine konfessionslose Kollegin arbeiten. Ist auch nicht ausgetreten, war noch nie Angehörige irgendeiner Glaubensrichtung. Gibt es also schon.:daumen:
    Um so schlimmer empfinde ich die Aussagen von Kryzlu. Wie schon hier gesagt: Schnell weg von so einem Laden.:angryfire:

    LG Einer
     
  11. ludmilla

    ludmilla Poweruser

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    Ja man kann, wenn man von Geburt an ein Heidenkind gewesen ist, mittlerweile in den meisten christlichen Häusern arbeiten. Du darfst nur nicht aus der Kirche ausgetreten sein!

    @Kryziu: Man muss nicht konvertieren, wenn man nicht glaubt! Dann kriegt man zwar den Job nicht, aber es gibt genügend andere Arbeitgeber mit freien Stellen! Wenn sich alle diesen Regeln der kirchlichen Häuser beugen, dann müssen die sich ändern. Das passiert erst, wenn sie keine gläubigen Menschen mehr als Angestellte finden und das wird passieren, da bin ich mir sicher!
     
  12. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Erstens stimmt dieser Satz nicht in jeder Region, zweitens arbeitet Kryziu (laut anderen Beiträge) als ungelernte Pflegehelferin. Da sind die freien Stellen nicht unbedingt so üppig. Trotz Pflegenotstand hätte sie z.B. in meinem Haus kaum eine Chance. Eventuell käme sie als Servicekraft oder im Patiententransport unter.

    (In ihrem erlernten Beruf als OTA hätte sie sicher eine Chance, aber in diesen Bereich will sie ja wohl nicht.)
     
  13. Kryziu

    Kryziu Newbie

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    Nach Vorstellungsgespräch und Probearbeiten musste ich ein Personalbogen ausfüllen, da kam die Frage ,, welche Konfession ?" Natürlich hab ich ehrlich geantwortet, da dachte ich ,, Na gut , die werden Absagen." Weil dort stand das es Pflicht ist Katholisch. 3 Wochen später kam der Arbeitsvertrag per Post. hatte mich sehr überrascht aber als ich mir den Vertrag durchlas, war meine Reaktion,, Nie im Leben." An meinem ersten Arbeitstag , war mir dann wirklich klar, da bleib ich nicht.

    Ich weiß wirklich nicht wie ich den Monat überstehe, die langen Dienste und kaum Frei, wenn ich auf mein Dienstplan schau, will ich nur noch weinen :(
     
  14. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Gut, das ist nicht verboten, das erfährt der AG sowieso durch den Vermerk auf der Lohnsteuerkarte; er muss ja wissen, ob und wohin Kirchensteuer abgeführt wird.

    Warum unterschreibst Du dann? Du kannst auch absagen, ist Dir schon klar, oder? Hattest Du Druck von der ARGE?
     
  15. Bachstelze

    Bachstelze Poweruser

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    Die Probezeit gilt für beide Seiten.
    Du kannst jederzeit kündigen.
    Und so, wie es zur Zeit aussieht, hast Du morgen einen neuen Job.
     
  16. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Kündigungsfrist im AVR, § 14: einen Monat zum Monatsschluss. Januar und Februar muss sie also, ob sie will oder nicht. AVR Allgemeiner Teil (AT)
     
  17. Bachstelze

    Bachstelze Poweruser

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    Ja und? Das ist doch überschaubar. Wenn sie dann noch, falls dokumentiert, ihre Mehrarbeit abfeiert und ihren anteiligen Urlaub, dann ist der Drops doch schnell gelutscht.


    Und wenn man nicht jedes Wort auf die Goldwaage legt, weiß man auch, wie man den Satz "Und wie es zur Zeit aussieht, hast Du morgen einen neuen Job." Zu werten hat.
    Das man nicht am nächsten Montag eine neue Stelle antreten kann, wenn man noch in einem ordentlichen Arbeitsverhältnis steht, setze ich hier mal als bekannt voraus.
     
  18. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Wie vorhin erwähnt: Sie ist ungelernte Pflegehelferin. Ich bin nicht sicher, ob die Jobs da wirklich in jedem Landstrich zuhauf zu finden sind. (Wäre in meinen Augen ein Grund, solch ein Arbeitsverhältnis mit Zwangs-Konvertierung etc. überhaupt erst anzutreten.)
     
  19. Kryziu

    Kryziu Newbie

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    Auf meiner ehemaligen Arbeit als persönliche Assistenz, wo ich nur noch weg wollte, da hatte ich eine Kündigungsfrist. Da mir nachdem Probearbeiten direkt gesagt ist ,, Wir nehmen Sie , jetzt benötigen Sie nur noch ein Termin in der Zentrale zum Vertrag unterschreiben."Am gleichen Tag holte ich mir ein Termin aber der lag außerhalb meiner Kündigungsfrist. Deswegen hatte ich vor ich den Arbeitsvertrag überhaupt hatte gekündigt. Als ich beim Termin war und dann nur den Personalbogen bekam und das alles gelesen hatte, dachte ich ,, Die nehmen mich niemals." Hätte ich dies nicht Angenommen, hätte ich vom Arbeitslosenamt kein Cent erhalten, da ich meinen Job selbst gekündigt hatte. Mir ist die Religion egal, was mich stört ist das sie sich nicht an die Vereinbarten Arbeitsstunden halten und es rechtfertigen mit ,, Das muss so sein, wegen Einarbeitung." Mir sind zwei tage frei in der Woche versprochen worden , dann Arbeite ich mehr als im Vertrag steht. Mehrarbeit und kein Anständiges frei.Das finde ich schlimmer als die Religion.
     
  20. -Claudia-

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    Okay, wenn Du kein Problem damit hast, in die Kirche einzutreten (klang aber bei Deiner Reaktion auf den Vertrag nicht so), dann sprich mit der Leitung und versucht, den Dienstplan zu ändern. Dein AG verstößt nicht gegen das Arbeitszeitgesetz: Die vereinbarte Wochenarbeitszeit muss nur im Durchschnitt übers ganze Kalenderjahr erbracht werden. 15 freie Sonntage im Jahr sind auch noch locker erreichbar.

    Ergo geht's nur über Good will. Sonst wird Dein Januar-Dienstplan so bleiben, wie er ist.
     
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