Medizinstudium oder doch lieber Ausbildung?

Dieses Thema im Forum "Pflegestudium: Voraussetzungen, Studieninhalte, Studienorte" wurde erstellt von sunny91, 17.04.2010.

  1. sunny91

    sunny91 Senior-Mitglied

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    Hey ihr :-)

    hab mal eine Frage.
    Nächstes Jahr werd ich Abitur machen.
    Angenommen es wäre machbar
    würdet ihr mir empfehlen Medizin zu studieren oder eher eine Ausbildung zur Kinderkrankenschwester zu machen?
    Oder doch eher auf Lehramt für Gesundheit zu studieren?
    Was denkt ihr wäre in der heuitgen und evt. später in der Zukunft besser?
    Bzw. welchen Weg würdet ihr einschlagen?


    Und was denkt ihr eig. darüber,dass der NC für Medizinstudiengänge runtergesetzt oder gar abgeschafft werden soll?(soll ja laut unserem Gesundheitsminister abgeschafft werden damit mehr leute studieren können)
    Auch meine Mutter hat von Ärzten im einen bekannten KH gehört(ja sie redet gern dort mit dem Personal^^),dass die Uni den NC abschaffen ,möchte in absehbarer zeit.

    gut absehbare zeit ist auch ein dehnbarer begriff^^

    gut meine fragen stehen ja oben.Was würdet ihr an meiner stelle tun?

    schönen samstag abend :-)
     
  2. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Die Frage ist ja nicht, was allgemein besser wäre, sondern, wo Du Dich in Zukunft siehst. Willst Du in zehn Jahren Ärztin, GuKKP oder Berufsschullehrerin sein? Davon hängt es ab.

    Die Idee, den NC abzuschaffen, ist nicht so neu. Schon seit Generationen ist den Ärzten bewusst, dass ein Einser-Schüler nicht automatisch ein guter Arzt wird. Bis vor einigen Jahren gab es ja genau deshalb den Medizinertest.
     
  3. sunny91

    sunny91 Senior-Mitglied

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    Wenn ich wüsst wo ich mich genau sehe.
    Mir gefällt alles.Hauptsache es hat was mit Gesundheit zu tun.
    Fürher wollte ich immer Ärztin werden,habs halt nur abgelegt,weil da der hohe NC ist.Trotzdem war es mein Ziel auch später iwann eine eigene Praxis zu eröffnen auf dem Land(ja ich bin erst 18^^)
    Die Ausbildung ist super,aber eben der Schichtdienst und der geringe Lohn auf Dauer.
    Lehramt ist super,weil ich auch gerne andere unterrichte und auch gern erfoge usw usw. sehe.

    ach mensch ich weiß es nicht.es ist so schwierig die richtige entscheidung zu treffen.

    echt es gab nen test?cool.
    naja ich hoffe ja das er echt abgeschafft wird.das wär echt super und find auch fair anderen gegenüber die eben in deutsch im abi schlecht sind aber sonst super.
    vllt schafft es herr rösler ja^^
     
  4. Lillebrit

    Lillebrit Bereichsmoderatorin
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    Hallo,

    an der Uni Witten Herdecke gibt es z.B. keinen NC- da wird nach anderen Kriterien ausgewählt. Man hat dort schon Mitte der 80er erkannt, dass ein Einser-Kandidat nicht zwingend auch ein guter Arzt werden muss und dass reine Frontal-Vorlesungen nicht unbedingt soziale, kommunikative und reflexive Kompetenzen fördern.

    Wer da studieren will, der muss durch ein langes Auswahlverfahren mit schriftlich einzureichenden Aufsätzen sowie mehreren Gesprächen, welche von einer Jury ausgewertet werden.
    Vorausgesetzt werden vor Studienaufnahme auch längere Praktika (min. 6 Monate); am besten schon Ausbildungen oder anderweitige Bildungsgänge im Vorfeld.

    Studiert wird da dann auch "ein bischen anders"... Problemorientiertes Lernen anhand von Fällen, Praxiseinsätze in Hausarztpraxen ab dem 1. Semester, Gespräche etc. mit Simulationspatienten....einmal wöchentlich findet das Studium Fundamentale statt, wo Du Dich Inhalten aus der Kunst, Philosopie etc. widmest.
    Die Semestergröße liegt übrigens bei 42!

    Wenn die an staatlichen Unis den NC abschaffen, dann gäbe es zwei Varianten: entweder total überfüllte Hochschulen oder aber eben auch ein Auswahlverfahren, welches auf andere Kriterien ausgerichtet ist.
     
  5. vikii

    vikii Junior-Mitglied

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    heyy,

    ich würd mich fürs medizinstudium entscheiden. ärzte sin die zukunft, auch deswegen, da es in 10 jahren viiiel weniger ärzte gibt. ist zwar ein hartes studium aber man kann echt stolz sein wenn man damit fertig ist :-)

    lg
     
  6. Lillebrit

    Lillebrit Bereichsmoderatorin
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    Das ist für mich kein Argument, da es in 10 Jahren auch viel zu wenig Pflegepersonal geben wird. Stolz sein kann man nach Ausbildunsgende irgendwie auch :lol1:

    @sunny:
    Du könntest aber auch zwei Deiner Berufswünsche verwirklichen. Warum nicht erstmal eine Ausbildung machen und sich dann entscheiden, ob Du noch ein Studium Richtung Medizin oder Lehramt dran hängst?
    Solltest Du Dein Studium abbrechen, so hast Du immer noch einen Berufsabschluss. Die gesammelten Erfahrungen kannst Du sowohl als Arzt als auch als Lehrkraft gebrauchen, so dass diese 3 Jahr eben nicht "umsonst" sind.

    Ausserdem: Du wirst im Laufe der Zeit selber merken, was Dir liegt und eine Entscheidung treffen können. Vielleicht weisst Du auch schon während der Ausbildung, dass Dich eigentlich was ganz anderes interessiert und Du eine völlig neue Richtung im Pflegebereich einschlägst.
    Dieses ist einfach meine Erfahrung ....es ergeben sich spannende Themen, neue Möglichkeiten und wichtige Impulse und man folgt plötzlich einer ganz anderen Spur als ursprünglich geplant.
     
  7. kräuterfrau

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    Ich würde sagen, du solltest ein Praktikum machen und einen Blick in die beiden Berufszweigen erschaffen. Pfleger und Arzt haben unterschiedliche Aufgabenbereiche und ich hoffe sind auch gleichberechtigt.
    Ich habe mein Abi mit 1.6 geschafft, trotzdem bin ich in der Pflege zuhause. Ich strebe jetzt mein Examen an, dann vielleicht ein Studium (Bachelor of Arts) in der Pflege.
    Was sind deine Interessen? Wie lernst du?
    In welchem Bereich bist du besser? In Natur- oder Sozialwissenschaften?
     
  8. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Ist zwar off-topic, aber außerdem muss er über sehr viel mehr Geld verfügen, als eine staatliche Uni, auch die mit Studiengebühren, verlangt.

    Ich weiß nicht, ob das auch beim Medizinstudium der Fall ist, aber für den Master in Pflegewissenschaft möchte Witten-Herdecke 100,-Euro, nur um sich meine Bewerbung anzusehen (weshalb sie sie auch nicht bekommen werden).
     
  9. Lillebrit

    Lillebrit Bereichsmoderatorin
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    Hallo,

    die UWH hat aber auch das Modell des "umgekehrten Generationenvertrages"!
    Ein Mediziner kann also erstmal studieren und hinterher- wenn er im berufsleben steht- über 10 Jahre 16 % seines Gehaltes an die Hochschule zurückzahlen. Man muss die 45 TSD nicht sofort haben!

    Ist in merfacher Hinsicht gerecht:

    • Wer durch die gute Ausbildung profitiert und danach viel Geld verdient, der finanziert sie sich auch selber. Nicht der Steuerzahler kommt dafür auf, sondern der "Nutzniesser".
    • Eine Aufnahme des Studiums ist nicht an den Geldbeutel der Eltern gebunden.
    • Durch die kleinen Studiengruppen ist die Ausbildung hervorragend.
    Die Bewerbungsgebühr finde ich in Anbetracht der Tatsache, dass man aufgrund des aufwändigen Verfahrens mehrere personen für eine gwisse Zeit beschäftigen muss, gerechtfertigt.
    2- oder 3 Personen müssen sich Deine schriftlichen Ausarbeitungen durchlesen und auch ein Gespräch mit Dir führen.

    Die Bewerbungsgebühren werden übrigens von der Stiftung Pflege gesponsort und unabhängig von der Studienaufnahme zurück erstattet.
    An den 100,- Euro soll es also nicht scheitern :roll:
     
  10. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Da, wo Forschung und Lehre das Motto sein sollten, gehört es meiner Meinung nach mit zum Auftrag, sich mit den (potentiellen) Studenten zu befassen. Die zwei bis drei Personen werden u.a. dafür bezahlt, sich meine Bewerbung durchzulesen. (Ich hab auch noch nie eine PDL dafür bezahlt, sich meine Bewerbung anzusehen.)

    Ich bin sicher, dass der gute Ruf Witten-Herdeckes gerechtfertigt ist, aber Bewerbungsgebühren finde ich trotzdem frech.

    Danke für die Info, das wusste ich noch nicht.
     
  11. Lillebrit

    Lillebrit Bereichsmoderatorin
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    Das mit "Zusatzgebühren" machen aber auch andere Hochschulen...diese heissen dann Beratungsgebühr (macht die HFH) oder aber werden als Kosten für eine Einstufungfsprüfung veranschlagt.
    :lol1:
     
  12. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    An anderen Hochschulen mag ich Gebühren für die Bewerbung auch nicht :lol1:

    Studiengebühren an sich leuchten mir ein. Mir stößt nur sauer auf, wenn ich - überspitzt gesagt - jemanden dafür bezahlen soll, damit er sich gnäderweiße dazu herablässt, sich meine Bewerbung zu Gemüte zu führen. Studenten zu unterrichten ist eine der Aufgaben einer Hochschule, und eine Auswahl unter den Bewerbern zu treffen ist damit verknüpft. Extrakosten wirken auf mich, als würde sich die Uni am liebsten gar nicht mit den Studenten befassen (was wahrscheinlich zutrifft).
     
  13. SkYSkYSkY

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    Auch an einigen anderen Uni's gibt es mittlerweile Auswahlgespräche, um auch mit einem "nur" guten Abi reinzukommen. Beispielsweise in Greifswald hast du da mit entsprechenden Praktika im medizinischen Bereich und sozialem Engagement bis zu einer Note von ca. 2,3 eine realistische Chance. Auch das problemorientierte Lernen (POL) wird dort praktiziert. Einen Medizinertest gibt es übrigens auch wieder (TMS). Dieser wird jedoch nicht bundesweit an allen Uni's berücksichtigt.
    Letztendlich kann dir hier niemand raten, was dich evtl. mal glücklich machen wird oder nicht. Ich denke aber, wenn du sagst es war schon immer dein Wunsch war Ärztin zu werden, du dich immer fragen wirst, warum du es nie versucht hast, wenn du dich nur wegen dem NC dagegen entscheidest.
    Mach auf jeden Fall vorher ein Praktikum!!! Viele haben auch einfach falsche Vorstellungen vom ärztlichen Beruf. Solltest du dich dann doch für die Medizin entscheiden und für dich nur eine Zulassung über Wartezeit in Frage kommen, wäre die Ausbildung dennoch eine gute Option.

    Bei weiteren Fragen, immer raus damit.
    Greetz,

    der SkY
     
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