Mediainfarkt - Prognose der ausgefallenen Bereiche

Dieses Thema im Forum "Pflegebereich Neurologie / Neurochirurgie" wurde erstellt von narde2003, 06.02.2007.

  1. narde2003

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    Liebe Neurofreak's,

    nachdem die Neurologie und Neurochirurgie nicht zu meinem bevorzugten Fachgebiet gehört, muss ich auf euch zurück greifen.
    Ich schildere euch mal einen Fall und möchte gerne wissen, wie die Ärzte bereits 2 Tage nach dem Auftreten sicher sagen können welche Körperteile betroffen sein werden.

    Patient, 59 Jahre, AP-Beschwerden, Vorhofflimmern.
    Der Patient wurde vom Cardiologen in die Klinik zum Herzkatheter und PTCA eingewiesen.
    Beim Herzkatheter wurde unter anderem eine 90%ige Hauptstammstenose diagnostiziert, die nicht mittels PTCA behandelbar ist.
    Am nächsten Tag wird ein 3fach ACVB gemacht.
    Der Patient kann problemlos am Abend extubiert werden, wird am nächsten Tag mobilisiert und hat keinerlei Beschwerden.
    Am Abend als der Nachtdienst kommt und sich dem Patienten vorstellt, ist dieser nicht erweckbar. Pupillendifferenz und Herdblick.
    Im CCT wird ein grosser Mediainfarkt diagnostiziert, der über ca. 50% der Media cerebri verläuft.
    Kontroll CCT am nächsten Tag - geringes Hirnödem, keine Shift.
    Beim Aufwachversuch reagiert der Patient orientiert und beantwortet die Fragen mit Kopfnicken oder Kopfschütteln adequat.
    Extubation auf Grund der Blutdruckentgleisung ist jedoch nicht möglich.
    Gestern wurde dann ein erneutes Kontroll CCT gemacht, ein massives Hirnödem und ein Shift wurde festgestellt.
    Die Neurochirurgen entscheiden sich zum entdeckeln des Gehirns und es wird eine Ventrikeldrainage gelegt.
    Das Hirnödem ist heute rückläufig.

    Die Neurologen teilten dann mit, vor der OP, dass der linke Arm und die linke Gesichtshälfte ausgefallen sind, aber das linke Bein weiterhin intakt ist.

    Wie können sie das so genau sagen?

    Mediainfarkte treten übrigens auf 100 ACVB's einmal auf.

    Liebe Grüsse
    Narde
     
  2. su81

    su81 Junior-Mitglied

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    das kann man aufgrund von bestimmten unersuchungsmethoden feststellen.

    einiges kann man vielleicht leicht rückläufig machen, aber vieles nicht!
     
  3. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Hallo Su81,

    das habe ich mir schon fast gedacht, aber um welche Untersuchungsmethoden handelt es sich hierbei, das würde mich interessieren.

    Danke
    Narde
     
  4. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Hallo,
    sollte es jemanden interessieren, die Prognose der Neurochirurgen und Neurologen war dann doch nicht so genau wie sie es erst dargestellt haben.

    Der Patient bewegt jetzt einzelne Finger der linken Hand, das Linke Bein wird derzeit nicht bewegt. Desweiteren hat er noch eine Schluckstörung.
    Mittlerweile ist der Patient tracheotomiert und mit PEG und PUFI versorgt.

    Kommunikation mit einfachen Fragen ist möglich (ja/nein) mittels abgesprochener Handzeichen.

    Nächste Woche soll der Patient zur neurologischen Frühreha.
    Dort soll ein Gehroboter eingesetzt werden, das Teil sagt mir wiederum gar nichts und ich kann mir auch nicht vorstellen was es für Vorteile hat.

    Schönen Tag
    Narde
     
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