Massive Hirnblutungen

Dieses Thema im Forum "Pflegebereich Neurologie / Neurochirurgie" wurde erstellt von nightnurseBritta, 28.06.2005.

  1. nightnurseBritta

    nightnurseBritta Junior-Mitglied

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    Hallo allerseits,

    habe schon lange keinen Beitrag mehr geleistet...wende mich aber nun mit etwas gar nicht erfreulichem an euch.
    Kurz zur Vorgeschichte:
    Mein Vater ist seit fast 3jahren Rentner, er ist jetzt 52Jahre alt.Er hat ein Angiom in seinem Kopf, aus dem es vor 4jahren geblutet hat. Eine kleine Blutung, die er mit Ruhe im Krankenhaus auskorieren konnte. danach hat man versucht die Blutungsquelle mit Platin zu verschliessen und das Angiom 1mal bestrahlt.Er hat seitdem ein sehr schlechtes Kurzzeitgedächtnis, Wortfindungsstörungen und darf sich keiner zu großen Anstrengung aussetzten, damit der Blutdruck nicht steigt.
    Das schränkt ihn zwar ein, aber es geht/ging ihm gut...bis Sonntag....
    Naja das ein Riskio von 80 besteht, das es wieder blutet und nicht so gut ausgeht wussten wir....aber das was ich am Sonntag Abend erfahren habe, schockierte mich doch sehr.
    Ich hatte Nachtdienst, aber um 11Uhr rief meine Mutter völlig am Boden zerstört an, das mein Vater auf einer Reagtta ( er ist techn Leiter in duisburg für die Regatta Strecke) noch zum Saniwagen gegangen ist, dort ohnmächtig wurde und ins Koma gefallen ist....er kam gleich mit dem NAW in die Städtischen Kliniken, die nur wenige minuten entfernt sind. Eine Angiografie gab schnell klarheit über das, was die Ärzte schon vermutet hatten....er hat massiv ins Hirn eingeblutet. das Angiom hat ein netzwerk von neuen Gefäßen gebildet mit wer weiss wievielen Aneurismen...serh viele davon haben geblutet. Man hat ihn sediert, muss ihn beatmen und versucht nun mittels zweier Drainagen das Blut aus seinem Hirn zu bekommen. Der Neurochirurg sagt das eine OP absolut unmöglich ist, das das zu entfernende Gewebe viel zu viel und groß ist. Die Prognose ist eher schlecht. Man versucht nun seinen kreislauf auf niedrigem Niveau stabil zu halten. Man muss warten...Wochen.....sagen die Ärzte.Oder es ist schnell vorbei, wenn er weiter blutet.
    Da ich 400km weit weg von zuhause wohne, bin ich gleich los um ihn zu sehen.LAber ich kann nichts tun...bin also wieder in Richtung Stgt und wieder in den nachtdienst gegangen.Ich denke fast pausenlos daran was wird oder nicht.
    Habe schon vile Intensiv Pat gesehen und viel erlebt....aber wenn man seinen eigenen Vater so da liegen sieht, merkt man wie hilflos und machtlos man doch ist....
    Wer arbeitet von euch in der NC und hat Erfahrungen mit sowas?
    Habe eine Biografische Pflegeanamnese( zwecks basaler Stimulation) von meinem vater gemacht und schicke sie heute dem pflegeteam der Intensivstation.
    Ab welchem zeitpunkz kann man versuchen seine Wahrnehmung zu fördern?
    Ich hoffe die nehmen mir das nicht übel...:?:

    hoffe auf ein paar antworten

    nightnurseBritta
     
    #1 nightnurseBritta, 28.06.2005
    Zuletzt bearbeitet: 28.06.2005
  2. sisterNic

    sisterNic Stammgast

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    Wahrnehmung fördern bei Hirnblutungen

    Hallo Britta,

    also, ich arbeite auf einer Neurologie mit intergrierter Stroke Unit und da betreuen wir oft Pat, die eine Hirnblutung haben, oft auch von grösserem Ausmass..

    Bei uns wird trotz des aktuellen Zustandes gleich von Beginn an versucht, die Wahrnehmung zu erhalten und zu fördern..

    Stell dir doch einmal vor, wochenlang passiert nichts..
    Was kann der Pat. am Ende noch wahrnehmen?
    Und auch wenn dein Vater im Koma liegt, so sollte man gerade dann etwas zur Förderung beitragen (atemstimulierende Einreibung mit verschiedenen Ölen etwa,basale Stimulation,Durchbewegen der Gliedmassen) usw.

    Da dein Beitrag nun schon 2 Monate alt ist, würde es mich sehr interessieren, wie es mit deinem Vater weiterging..

    Vielleicht findest du ja irgendwann noch einmal die Zeit, darauf zu antworten..

    LG, Nic
     
  3. nightnurseBritta

    nightnurseBritta Junior-Mitglied

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    Hallo,


    ja nun ist mein beitrag schon sehr lange her und ich möchte tatsächlich berichten wie es weiterging.
    Mein Vater war vom 26.6 bis Anfang August kontrolliert beatmet. Dann hat man ihn aufwachen lassen. Er hatte in der Beatmungszeit ziemlcih hohes Fieber und die Organe haben schlapp gemacht. Glücklicherweise hat sich das ganze dann stabilisiert. Einen MRSA hat er auch noch bekommen. Nachdem man ihn hat wach werden lassen, hat sich sein zustand nur langsam verbessert. Er war in den ersten Tagen kaum ansprechbar, hat nur an die Wand gestarrt. Dann kamen langsam Worte.Knapp eine Woche später verlegte man ihn auf die IMC.Ich hatte zuvor einen ziemlichen beschwerdebrief an den prof der Abteilung geschrieben, denn von basaler Stimmulation wollte man dort nicht soviel wissen...sie sagten dazu wäre keine Zeit.
    Naja auf der IMC war die pflege für meine Begriffe auch nicht wirklich toll. Da mein vater langsam wacher wurde und merkte wo er überall katheter hatte, störten diese ihn und er zupfte daran herum.Daraufhin wurde er im bett an armen udn Händen fixiert....:cry: Das hat mich sehr geärgert und ich habe mich ziemlich angelegt mit dem pflegepersonal..wie auch immer. Nun ist mein vater seit 2Wochen tatsächlich in der REA.Und mittlerweile kann er sogar laufen.
    Sein gedächtnis ist serh schlecht, das Kutzzeitgedächtnis noch schlechter. Er erkennt die leute, weiss aber nicht wie alt er ist usw. Wenn man ihn besucht hat, weiss er am nächsten tag nicht ob und wer da war. Er macht Fortschritte und das freut mich.Nur ist er nicht mehr annähernd derselbe wie zuvor.Urin und Stuhlgang kann er noch nicht halten.
    Wenn er aus der REA kommt müssen die Ärzte sehen wie es im Kopf aussieht...es ist und bleibt weiterhin ein zeitbombe....und kann wieder und überall bluten...
    Das ist schlimm für mich mit dem Wissen und ich wünsche mir das ihm diese ganze Procedur ein zweites mal erspart bleibt und das die ärzte sich im fall eines Falles an die Pat Verfügung halten.

    Britta:nurse:
     
  4. narde2003

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    Hallo Britta,

    die Geschichte deines Vaters ist wirklich dramatisch.
    Schade, dass die Station wohl noch wenig von basaler Stimulation gehört hat.
    Aber, in der Reha kann noch sehr viel wiederkommen, du brauchst halt viel Geduld.

    Bezüglich der Patientenverfügung, hat dein Vater eine aktuelle?

    Das ist oft sehr entscheidend, da wenn diese nicht aktuell ist, also älter als ein Jahr, dann auch nicht gültig.

    Weiterhin viel Glück
    Narde
     
  5. sisterNic

    sisterNic Stammgast

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    Hallo Britta,

    es freut mich zu hören, dass es deinem Vater so langsam besser geht.

    Ich drücke auch ganz fest die Daumen,dass er das nur einmal durchmachen muss.

    Und apropo Pat.verfügung.
    Die Ärzte sind verpflichtet, sich daran zu halten. Tun sie es nicht, können sie verklagt werden, und ob sie des wollen,bezweifle ich.
    Siehst du in irgendeinem Punkt eine Verletzung der Verfügung (hoffe,sie ist einigermassen aktuell), dann weise konkret darauf hin..

    Ich drück auch weiterhin die Daumen,dass es weiter vor-und auch aufwärts geht.

    LG,Nic
     
  6. nightnurseBritta

    nightnurseBritta Junior-Mitglied

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    Guten Morgen,


    schön, das es nun doch noch einige Antworten gibt.
    Bezüglich der Pat Verfügung...mein vater hat eine Verfügung, die relativ aktuell ist.Leider habe ich sie nie gelesen. Doch da er als Notfall in die Klinik kam, sagten die Ärzte, müssten sie sein leben retten, naja und als der Schnorchel drin war....musste man alles so hinnehmen. Ich denke jetzt würde das nicht mehr so passieren.
    Am Sonntag fahren wir ihn besuchen, dann kann ich neues berichten!

    eine schöne Restwoche allen...


    Britta:lol:
     
  7. daddysgirl

    daddysgirl Newbie

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    hallo,

    erstmal wollt ich euch sagen, dass ich keinen pflegeberuf habe, bin zufällig duchs googeln auf eure seite aufmerksam geworden und habe das bedürfnis mit anderen über meine sorge zu reden.

    mein vater (55) ist vor 2 tagen mit einer großen hirnblutung ins krankenhaus eingeliefert worden und sofort notaoperiert worden, weil es um leben und tod ging. keiner weiß genau wie lange er da schon lang. weil ich mit 25 die älteste in unserer familie bin, habe ich die verantwortung für alles weitere übernommen. ich hab eine 2 jährige tochter und diese situation macht mich total fertig. ich komm von 0 auf 100. und könnte jeden moment losheulen.
    mein daddy kann allein atmen, wird aber trozdem zusätzlich künstlich beatmet. Sein Herz schlägt auch allein. was für mich ein riesentrost ist. leider kann er seine augen noch nicht öffnen und sich auch nicht bewegen. die ärztin konnte mir auch nicht sagen, wie lang dieser zustand noch andauern wird. aber sie hat mir gesagt, dass ich mich darauf anstellen solle, dass es monate oder sogar für den rest seines lebens so bleiben könne, da er wie schon gesagt, eine sehr große blutung hatte, die große teile der stammganglien wie sagt man..getroffen hat?
    ich bin so fertig, kann mir jemand hoffnung machen? mir von wundern erzählen, damit ich den glauben daran nicht verliere?
    das wär so nett.

    ich versuch jetzt zu schlafen, muss morgen früh raus und brauche neue kraft.

    liebe grüße

    daddysgirl
     
  8. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Hallo Daddysgirl,

    das outcome bei Hirnblutungen kann dir keiner vorhersagen.
    In meiner langen Zeit in der Klinik, habe ich die unterschiedlichsten Erfahrungen bei Patienten mit Hirnblutungen machen können.

    Es gab Patienten, deren Prognose sehr schlecht war, die diese aber gut überstanden haben und auch anders herum.

    Alles was hier machen können sind Mutmassungen und die helfen dir nicht weiter, als besprich dich mit den Ärzten in der Klinik, die können noch die besten Prognosen abgeben.

    Ich wünsche deinem Vater viel Glück und berichte uns gerne weiter.

    Liebe Grüsse
    Narde
     
  9. sisterNic

    sisterNic Stammgast

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    @daddysgirl

    Ich kann narde nur zustimmen..

    Keiner von uns kann sagen, wann was besser oder schlechter wird oder wie sich der allgemeine Verlauf gestaltet.

    Wie schon erwähnt, ist es das Beste, wenn du dich mit den Ärzten besprichst.

    Lass deinen Vater spüren, dass du da bist, red mit ihm, lies im aus der Tageszeitung vor.. was auch immer.
    Er wird irgendwann zeigen,ob er kämpfen oder lieber von dieser Welt gehen möchte.
    Dann ist es vielleicht ein Trost, dass du alles für ihn getan hast.
    Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.. also, gib ihn nicht vorschnell auf..

    Ich wünsche dir weiterhin alles alles Gute und dass du die Situation so gut wie möglich meisterst.

    LG,Nic
     
  10. daddysgirl

    daddysgirl Newbie

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    hallo,
    danke für das schnelle feedback. mein daddy hat heute einen luftröhrenschnitt bekommen, damit er besser atmen und schneller von den geräten kommen kann. heute hat mir der behandelnde arzt gesagt, dass die blutung so groß wie eine halbe männerfaust war und die blutung nicht nur auf die stammganglien sondern auch auf andere teile des hirns und drumherum gedrückt hat. ich habe angst davor, dass mein vater. wenn er wieder wach werden würde in .....ach ich weiß gar nichts. ich hoffe, dass mein vater wieder aufwacht und mir selbst sagen kann, was er will. ich habe mich heute dazu entschieden mich in zukunft um meine brüder zu kümmern( 14/17). es kommt also noch ne menge auf uns zu. umzug etc. vorausgesetzt die ämter trauen mir das auch zu.

    gruß
    daddysgirl
     
  11. sisterNic

    sisterNic Stammgast

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    Hallo daddysgirl...

    ich drücke dir und deinen Brüdern (und natürlich auch deinem Dad) ganz feste die Daumen.

    Auf dich kommt viel Verantwortung zu, bzw. sei dir dessen bewusst,was da auf dich zukommt.
    Es wird nicht leicht, aber ich wünsche euch viel Kraft für die Zeit..

    LG,Nicole
     
  12. daddysgirl

    daddysgirl Newbie

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    Hallo ihr Lieben,

    mein Vater ist gestern früh gegen 7 Uhr verstorben.
    Danke nochmal für eure Antworten.

    Liebe Grüße

    Daddysgirl
     
  13. angie85

    angie85 Stammgast

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    mein herzliches beileid!!

    :(
     
  14. Aloha

    Aloha Poweruser

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    Auch von mir mein herzliches Beileid!

    Ich wünsche Dir viel Kraft, die neue Situation zu bewältigen.

    LG Aloha
     
  15. sisterNic

    sisterNic Stammgast

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    Hallo daddysgirl..

    ich kann nicht sagen, wie leid mir das tut.

    Ich wünsch euch ganz ganz viel Kraft, dass ihr die schwere Situation meistert.

    LG,Nicole
     
  16. Kiwie

    Kiwie Newbie

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    intracerebrale Blutung

    hallo zusammen!
    dies ist mein erster beitrag und ich hoffe, dass ich bei euch richtig gelandet bin und ihr mir vielleicht etwas weiterhelfen könnt.Dazu muß ich sagen, dass ich zwar auch in der Pflege arbeite, von Neurologie aber keinen Plan habe.
    Es geht um meinen Opa(78Jahre)Er ist vor 3 Tagen einfach umgefallen und liegt jetzt auf einer stroke unit. Diagnose intracerebrale Blutung. Er ist zwar ansprechbar und sein AZ einigermaßen stabil, es wurde aber gesagt, dass die nächsten Tage entscheidend sind,wegen evt nachblutungen, aber sein RR ist inzwischen wieder ziemlich im Rahmen. Er war vorher recht fit für sein Alter,abgesehen von seiner leichten demenz und Diabetes u hypertonie.Nun liegt er da mit ner hemiparese und erkennt zwar meine oma, die restliche familie allerdings nicht. Ich kann leider erst ende der woche zu ihm, da ich 500km weit weg wohne und arbeiten muß.Der Arzt meint, wenn sich sein Zustand weiter stabilisiert, könnte er bereits ende nächster woche in die früh-reha, die Reha insgesamt würde wohl mehrere monate dauern, da er alles neu lernen muss.Meine Frage wäre, ob ihr vielleicht erfahrungen habt mit dem Krankheitsbild in diesem Alter-ich kann mir einfach nicht vorstellen wie man mit fast 80Jahren nochmal laufen lernen soll..und zu dieser Amnesie-meint ihr das könnte sich wieder geben??kann sich die raumforderung die durch die blutung entstanden ist, wieder zurückbilden??wie lange besteht die gefahr der nachblutung?kann es passieren, dass sich auch noch ein hirnödem bildet?sorry für die vielen fragen, aber ich mache mir echt total sorgen und es ist ein sch... gefühl so weit weg zu sein und nichts tun zu können. es wäre echt total nett,wenn mir jemand antwortet.
    liebe grüße
    kiwie
     
  17. ernie

    ernie Senior-Mitglied

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    Hallo liebe Kiwie,
    erstmal wünsche ich Dir und Deiner Familie alles Gute und viel Kraft für die Situation , in der Ihr Euch befindet.
    Ferndiagnosen sind immer etwas heikel , da man nun nicht genau über den Verlauf Bescheid weiß. Sprich am besten offen mit den behandelnden Ärzten...
    Aber ich versuch mal ein paar Erfahrungswerte zu schildern.
    Also , wenn die Blutung immens groß wäre , so daß auch eine starke Zunahme des intrakraniellen Druckes zu befürchten wäre , so hätte man das Hämatom entlasten können , natürlich spielen da aber auch Alter und Konstitution eine Rolle. Sprich , würde der Patient die OP verkraften...Allerdings auch wo die Blutung lokalisiert ist , nicht alle Blutungen können bedenkenlos in einer OP ausgeräumt werden.
    Generell können sich Blutungen zurückbilden...
    Hirnödem ist als Folge durchaus möglich , als weitere Komplikationen fürchtet man Vasospasmen , die zu einer Durchblutungsminderung und somit einer Unterversorgung führen können , aber auch erneute Blutungen ,die leider jederzeit auftreten können.Daher muß man versuchen zu klären , woher die Blutung rührt. Hypertone Krise , Gerinnungsstörung , Tumorblutung etc.? Bei Vasospasmen fürchtet man vor allem die ersten zehn Tage nach dem Primärereignis.
    Aber ich fand , es klang doch , zumindest laut der Prognose des Arztes , schon ganz positiv , wenn Dein Opa in der nächsten Zeit in die Reha soll.
    Und man scheint ihm doch gute Chancen einzuräumen.
    Natürlich ist das ein langwieriger Prozeß und was er letztendlich zurückbehält , kann man jetzt einfach nicht absehen.
    Aber es gibt genug Erfolgsfälle , auch in höherem Alter , die vom Apoplex nichts oder nur wenig Folgeschäden davontragen.
    Ich drücke Euch die Daumen.
    LG Ernie
     
  18. Kiwie

    Kiwie Newbie

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    Liebe Ernie!
    danke erstmal für deine schnelle antwort und die guten wünsche.
    der Zustand meines opas hat sich leider wieder verschlechtert, er hatte eine kleine Nachblutung, seine BZ-Werte sind sind scheinbar nicht in den griff zu bekommen und jetzt hat er seit gestern auch noch Fieber entwickelt, hat ne magensonde bekommen und ist nicht wirklich mehr ansprechbar.
    Der Arzt meinte,der intrakranielle druck sei sehr stark und die situation weiterhin kritisch.ich hoffe das er sich jetzt nicht auch noch ne pneumonie eingefangen hat. werde heute morgen nach meinem nachtdienst sofort hinfahren, hab ein komisches gefühl. ich hoffe einfach, dass es alles so kommt, wie es für ihn am besten ist, wie auch immer das aussehen mag, keine ahnung...
    danke nochmal und liebe grüße
    kiwie
     
  19. ernie

    ernie Senior-Mitglied

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    Liebe Kiwie ,
    drücke Deinem Opa und Dir bzw Deiner Familie ganz fest die Daumen.
    Tut mir leid , das sich die Situation verschlechtert hat.
    Kann Dir zwar nicht wirklich helfen , aber bin in Gedanken bei Euch...
    LG Ernie
     
  20. sisifus

    sisifus Newbie

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    Hallo
    Ich bin zwar selber Krankenschwester, aber im Moment weiß ich einfach nicht mehr weiter!
    Bei meiner Mama (50) ist am Sonntag morgen ein Aneurysma im Schädel geplatzt! Von dem Aneurysma war natürlich vorher nix bekannt. Es hatte sich in kurzer Zeit eine Blutung von ca 6cm gebildet! Sie wurde sofort mit dem Heli ins Clemens nach Münster geflogen u direkt eine Not- OP durchgeführt. (Trepernation) Sie liegt seitdem im künstlichen Koma mit allem Drum u Dran. Sie hatte direkt nach dem platzen des Aneurisma eine Hemiparese re mit Aphasie. Meinen Daddy hat sie wahrscheinlich nicht erkannt, aber man weiß es nicht.
    Die Ärzte im Clemens sind guter Dinge in sachen Leben aber in wieweit die Hemiparese zurückgeht bzw sie eine Pflegepatientin bleibt kann uns natürlich keiner sagen.
    Man wollte eigentlich heute ein Schädel CT machen um zu schauen in wie weit das hirn betroffen ist u ob man evtl die sedierungsmittel zurück setzen kann, aber dass haben sie jetzt alles auf Montag verschoben. Ihre Vitalwerte u der Hirndruck sind normal!
    Vielleicht hat ja irgendjemand in dieser Hinsicht erfahrung u kann mir sagen wie lang es evtl noch dauern könnte u was für Folgen bleiben!!!! Ich weiß man kann nie genau etwas sagen u jeder Mensch ist verschieden, aber auch evtl Lichtblicke können mir schon weiter helfen!!!
    Danke
     
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