Männeranteil in der Kinderkrankenpflege?

Kalahari

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Hallo zusammen,

ich beginne in Kürze die Ausbildung zum Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger. Offensichtlich sind Männer in der Kinderkrankenpflege nur sehr selten zu finden. Verstehe ich zwar nicht, ist aber wohl Realität?!

Was mich jedoch sehr interessiert ist der prozentuale Männeranteil in den Kinderkliniken bzw. in der Kinderkrankenpflege.

Ich freue mich auf viele Antworten!

Viele Grüße!
 

MichaelH.

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Hallo kalahari, deine Vermutung kann ich nur bestätigen. Ich habe von 2006-2009 die Ausbildung zum Kinderkrankenpfleger gemacht und war da schon die ganze Zeit über der einzige männliche Pflegeschüler in der Kinderklinik, also nicht nur in meinem Kurs, sondern überhaupt in der Kinderkrankenpflegeschule. Dass der Frauenanteil da noch höher ist als in der Erwachsenenpflege hatte ich schon erwartet, dass es aber so krass ist nicht. Als "Hahn im Korb" war ich in der Ausbildung dann meist auch das "Versuchskaninchen" bei etlichen Sachen. Auch bei meiner Arbeit habe ich es bisher nicht erlebt einem weiteren Mann als Kinderkrankenpfleger zu begegnen. Das ist schon erstaunlich. Wie geht es dir inzwischen als "Exot" in diesem Beruf?

VG Michael
 

Kalahari

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Hi Michl,

ich habe die Ausbildung noch nicht begonnen, dehalb kann ich dazu nichts sagen. Soweit ich weiß arbeiten derzeit drei Männer in der Kinderklinik. Zwei examinierte und ein Schüler.

Beim Bewerbungsgespräch war die Begeisterung groß, dass sich ein Mann bewirbt. Diese Meinung ist aber sicher Klinik bzw. Akademie abhängig. Mit der Meinung hatte ich nicht gerechnet.

Ich hatte mich ewig nicht beworben, da ich der Meinung war, dass ich als Mann keine Stelle bekomme. Meine Familie und mein Bekanntenkreis fand die Idee von Anfang an gut. Da wurde ich zweimal sehr positiv überrascht!

Ein Kollege, ebenfalls examinierter Kinderkrankenpfleger (19??) erzählte mir, dass er der erste männliche Schüler nach 12 Jahren war. Du berichtest Ähnliches. Aber warum ist dass denn so? Bewerben sich keine Jungs bzw. Männer? Oder sind die meisten Schulen nicht daran interessiert männliche Kinderkrankenpfleger auszubilden? Lebt in den Köpfen eine altertümliche Denkweise? Oder wollen die Männer in der heutigen Zeit lieber BWL und so komische Sachen machen? Ist es nicht cool genug für den modernen Mann?

Laut Verdi liegt der Männeranteil in der allgemeinen Krankenpflege bei 15%. Bei den Erziehern sind es 4%. Zahlen von den Kinderkrankenpflegern habe ich noch keine gefunden.

Bin ja echt mal gespannt!

VG Hari
 

MichaelH.

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Aber warum ist dass denn so? Bewerben sich keine Jungs bzw. Männer? Oder sind die meisten Schulen nicht daran interessiert männliche Kinderkrankenpfleger auszubilden? Lebt in den Köpfen eine altertümliche Denkweise? Oder wollen die Männer in der heutigen Zeit lieber BWL und so komische Sachen machen? Ist es nicht cool genug für den modernen Mann?
Da ist wohl schon was dran und es bedarf da wohl eine Menge Aufklärung schon in der Schulzeit, was dies für ein verantwortungsvoller Beruf ist. Und es bedarf da wohl ein bedeutendes Maß an Emanzipation des Mannes! Deshalb freue ich mich, dass du diesen Schritt machst. Übrigens habe ich von allen Mitschülerinnen früher und Kolleginnen heute nur Lob bekommen, sie fanden und finden es sehr gut, wenn es mehr Männer in dem Job gäbe. Aber in der Gesellschaft wird nur über eine Frauenquote diskutiert, dass es aber Berufe gibt, in denen Männer auch völlig unterrepresäntiert sind nicht. Aber es liegt wohl auch an dem allgemeinen Bild des Krankenpflegeberufs in der Gesellschaft, der gemeinhin ja oft nur als "Bettpfannenträger"-Beruf verächtlich dargestellt wird (hatte ich nicht sogar vor einiger Zeit mal Ähnliches aus dem Munde unserer Bundeskanzlerin gehört?!). Und aus der Historie war das früher wohl allzuoft die Aufgabe der Frau?! Also ich unterstreiche da deine These des völlig überalteten Denkens! Die Frage ist, wie kann man das ändern?

Ich jedenfalls wünsche dir Viel Freude und Spaß in der "Frauenwelt" der Kinderkrankenpflege und auch ein "hartes Fell" was man als einziger Mann da auch oft braucht!

VG Michael
 

indy J

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Hallo,
mit nicht cool genug hat das glaub ich nix zu tun. Viele Männer denken vielleicht einfach, dass sie in der Kinderkrankenpflege nicht gut aufgehoben sind, weil Frauen ja eher diejenigen sind, die gut mit Kindern klarkommen. Das dies Quatsch ist, versteht sich von selbst. :-) Bestimmt hat manch ein Mann den Wunsch in der Kinderkrankenpflege oder Kindererziehung zu arbeiten, er traut sich nur einfach nicht. Kann ich mir vorstellen...
 

Kalahari

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Ich habe mit der Bewerbung auch ewig gewartet und auch nie geglaubt, dass ich eine Chance habe. Der Zahn wurde mir schnell gezogen. Die Begeisterung wieder einen Mann mehr in der Kinderklinik zu haben war groß.

Wer besser mit Kindern kann ist meiner Ansicht nach eine Frage des Alter des Kindes und eine Frage wie man mit Kindern allgemein kann. In sehr vielen Situationen sind Mütter bzw. Frauen unschlagbar. Es gibt aber auch viele Situationen in den Männer klar im Vorteil sind.

Auch wenn nur sehr wenige Männer in der Kinderkrankenpflege arbeiten und viele Kliniken bzw. Pflegeschulen eine altertümliche Denkweise haben, muss man ganz klar sagen, dass die Männer und Väter der Gegenwart moderner sind als noch vor 30 Jahren.
 
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WildeSchwester

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Bei uns im Haus werden auch Kinderkrankenpfleger ausgebildet. Im Unterkurs der im April gestartet ist sind 4 männliche Schüler. Wir hatten aber auch schon Kurse wo ausschließlich weibliche oder nur 1 männlicher Schüler war.

Das meistens die Frauen klar in der Überzahl sind liegt m.E nicht an der mittelalterlichen Einstellung der Schulen, sondern am Mangel an männlichen Bewerbern in der Kinderkrankenpflege. In der "Erwachsenenpflege" sind die Frauen zwar auch meist in der Überzahl, aber dort ist man als Mann inzwischen nicht mehr so ein Exot und es gibt auch deutlich mehr männliche Bewerber als in der Kinderkrankenpflege.
 

Kalahari

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Gestern auf einer Fortbildung habe ich eine Kinderärztin kennengelernt. Sie berichtete mir, dass Männer dem Team gut tun würden, es aber an männlichen Bewerbern mangelt.
 
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Bachstelze

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Ich glaube, das junge Männer weniger mit Kindern zu tun haben. Junge Mädchen finden es romantisch Kinderkrankenschwester zu sein. Das hat auch was mit Rollenbildern zu tun. Und mit der Wahrnehmung in der Gesellschaft.

Da war das beim Puppenspielen als Kind schon Thema. Kleine Mädchen fahren auch eher auf jüngere Kinder ab. Ich sehe das auch regelmäßig im Umkreis. Kleine Mädchen finden Babys toll und kümmern sich um jüngere Kinder. Schleppen sie rum, betüddeln sie. Jungs gucken kurz, finden das langweilig und gehen spielen (Ausnahmen bestätigen die Regel). Das war auch im Kindergarten so, als die ersten U3 Kinder kamen. Die größeren Mädchen übernahmen direkt die Betreuung. Die Jungs guckten kurz, fanden die Zwerge untauglich und gingen ihrer Wege.

Krankenpflege ist immer noch ein Frauenberuf, auch wenn der Männeranteil wächst, bei der Kinderkrankenpflege dauert es eben noch länger. Und die wenigsten Jungmänner haben die Gelegenheit ihre Lust am Umgang mit Kindern zu lernen. Zumal in dem Alter, in dem man seine Berufspraktika macht, Männlichkeit eine große Rolle spielt.
 
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Bei uns im Kinderkrankenpflegekurs befindet sich auch nur ein junger Mann. Er tut mir schon ein wenig leid, denn immer wieder wird er gefragt "Wie ist es denn als Hahn im Korb?" :D

Ich habe mich auch schon oft gefragt, wieso sich so wenige Männer für den Beruf bewerben und da fällt mir auch nur ein, dass dieser Beruf immer noch als reiner "Frauenberuf" angesehen wird, was ich aber nicht so sehe.
 

SteffiKöln

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Wo machst du die Ausbildung?
 

Kalahari

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Dann ist es eben ein Frauenberuf. Mir egal.
Ich freue mich sehr darauf und schon bald geht es los :sdreiertanzs:.
Ebenso freue ich mich darüber, dass es doch einige Kliniken bzw. KP Schulen gibt, die auch Männer einstellen. Die, die sich für diesen Beruf entscheiden wissen genau was sie erwartet und haben es sicher drauf. Die Zeiten sind vorbei in denen nur Frauen mit Kindern konnten.
 
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Joe4

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Hallo, ich lese das jetzt erst. Ich bin ein Mann und habe von 1998 - 2000 meine Ausbildung zum Kinderkrankenpfleger gemacht. Der Kurs vor mir hatte das erste mal 3 Männer dabei. In meinem Kurs waren es auch 3.
In den späteren Kursen bis heute sind jedesmal männliche Schüler dabei.
Ich arbeite in einem großen Krankenhaus u.a. mit KJPP und Kinderklinik. In der Kinderpsychiatrie war ich 5 Jahre und bin jetzt in der allgemeinen Pädiatrie.
Also ungewöhnlich ist es nun nicht, dass Männer in der Kinderkrankenpflege arbeiten. Ehr selten, tatsächlich in der Pädiatrie.
Gruss Joe4
 

KleinerMichi

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Hallo. 2011 habe ich das Examen gemacht, war dann knapp 4 1/2 Jahre auf der Neo Intensiv und bin dann seit Sommer 2016 offiziell in der Notfallambulanz fuer Erwachsene. Bis 2012 waren wir 2 Maenner in der Kinderklinik, seitdem war ich ueber die Jahre der "Hahn in der Kinderklinik" gewesen.
 

Jhonny

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Hey, habe im Oktober ein Pflegestudium begonnen mit Schwerpunkt Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger, bin in meinem Semester der einzige Mann der Kinderkrankenpflege macht. Mal schauen ob ich noch mehr finde. Bin in Herne.

Gruß

Jonas
 

snowkidser

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Also ich bin selbst noch Schülerin und in meinem Kurs sind zu Beginn der Ausbildung 6 Männer gewesen. 3 davon Kinderkrankenpfleger. Einer hat leider mitlerweile aufgehört. Wie viele Männer im anderen Kurs sind weiß ich nicht, aber ein wahrscheinlich in etwa genau so viele. In den anderen Jahrgängen gab es ebenfalls immer ein paar Männer. Auf den Stationen kann man so 1 Mann auf 10 Frauen rechnen. Es gibt schon welche, aber eben nicht viele (bei den Kindern). Bei den Erwachsenen sind es schon verhältnismäßig mehr. Ich denke das hat auch damit zu tun, dass man mit Kindern oft empfindsamer umgehen muss und auch deutlich "zärtlicher". Ein Neugeborenes etwa sollte man nicht grob anfassen und ich kann mir vorstellen dass sich das viele Männer nicht so zutrauen oder den Umgang einfach nicht wollen. Die Männer, die allerdings bei uns auf den Stationen arbeiten machen das wirklich gut und ich fänds auch schön wenn es ein paar mehr geben würde :-)
 

Neuromaus

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Neuropädiatrie mit ganz besonderen Kindern ♥
Das Thema ist zwar schon "etwas" älter, aber prinzipiell ist die Thematik ja immer noch aktuell.

Auch bei uns ist es so, dass es auf den Kinderstationen wesentlich weniger Pfleger gibt als auf den Erwachsenenstationen. Interessanterweise (ist aber natürlich nicht repräsentativ) war bisher überall, wo ich während der Ausbildung (2012 bis 2015) oder jetzt nach dem Examen war, genau ein Pfleger pro Station, alles andere Schwestern; allgemeinpädiatrische Station, Kinderintensivstation, Kinderhospiz und jetzt in der Reha auch auf beiden Kinderstationen jeweils ein Pfleger. Einzige Ausnahme war die Jugendstation der Kinder- und Jugendpsychiatrie. Warum? Weiß ich nicht. Vielleicht, weil da weniger Pflege zu machen war? Die Arbeit dort war mehr pädagogisch orientiert. Pflegemaßnahmen beschränkten sich auf Medikamentengabe und VZ-Kontrollen oder selten mal Wundversorgungen. Und auch in meiner Klasse in der Ausbildung war von 13 Auszubildenden nur ein Mann.

Die Tatsache, dass generell weniger Männer in der Pflege (oder anderen Sozialberufen wie z.B. Erzieher) arbeiten als Frauen, könnte evtl. auch (es gibt mit Sicherheit viele Gründe) an der Bezahlung liegen. Ich bekomme von Kollegen, die Kinder haben mit, dass es da manchmal finanziell knapp wird. Und es ist immer noch ein weit verbreitetes Rollenbild, dass der Mann das Geld nach Hause bringen muss, um die Familie zu ernähren. Aber das erklärt nicht, warum es in der Kinderkrankenpflege noch weniger Männer gibt als in der Erwachsenenpflege. Dafür sind die obenstehenden Erklärungen definitiv bessere Theorien.
 

SchokoBonBon

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Ich möchte mal meine persönlichen Erfahrungen schildern, denn ich habe mich als Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger beworben, bin älter als die übliche Altersgruppe, die sich zumeist für einen solchen Beruf bewirbt und wurde am selben Tag in den Mülleimer sortiert, an dem ich meine Bewerbung an die Personalabteilung übersandt hatte, obwohl ich mich bemüht habe, ein gut formuliertes Bewerbungsgschreiben auszuarbeiten, aus dem meine Motivation glaubwürdig ersichtlich wird.

Man hat mir nicht einmal die Möglichkeit eingeräumt, mich in einem Vorstellungsgespräch zu äußern, offene Fragen gegebenenfalls abzuklären und mögliche Vorbehalte auszuräumen.

Persönlich habe ich den Eindruck, dass sehr wenige Männer in diesem Beruf arbeiten, weil diejenigen, die sich bewerben, zumeist abgelehnt werden, weil es einfach - zumindest aus der Perspektive der Personalverwaltung - nicht erwünscht ist, dass Männer in diesem Beruf Fuß fassen. Ich denke, dass Männern weniger Sozialkompetenzen und ein unzureichendes Einfühlungsvermögen andichtet werden und denjenigen, die sich bewerben, deshalb überhaupt keine Chance gegeben wird, Erfahrungen zu sammeln.
Das ist jedenfalls mein Eindruck, den ich im Verlauf meiner Bewerbung gewonnen habe.

Es macht mich auch wütend, wenn man mit einer nichtssagenden Floskel aussortiert wird. Ich tendiere deshalb inzwischen eher dazu, das Anschreiben auf den Hinweis zu beschränken, dass man seine Motivation in einem persönlichen Gespräch schildern möchte. Dann hat man wenigstens nicht so viel Zeit mit einer Bewerbung verschwendet, die mit einer in 2 Minuten dahin geschriebenen Floskel entwertet und auf diese Weise zum Ausdruck gebracht wird, dass eine Wertschätzung bezüglich des Aufwandes, den der Bewerbende betreibt, diesem nicht entgegenzubringen ist.
 

Romsen2014

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KMT
Meiner Erfahrung (bin selber Männlich, aber kein Kinderkrankenpfleger) nach, sind Männer meist in spezialisierten Bereichen zu finden. U.a. in der ZNA, Intensivstationen oder eben auch überproportional in der Psychiatrie. Warum ? Genau kann ich das nicht beantworten, aber es könnte schon an der Bezahlung liegen. EG 8/9 ist eben besser als 7 u. an manchen Stellen gibt es noch besondere Zuschläge. Ansonsten muss ich auch sagen, dass nicht wenige meiner Kolleginnen (welche VZ arbeiten !!!!) mit ihren Zuschlägen mehr verdienen als ihre Ehemänner. Natürlich muss man dies differenziert betrachten, aber ich bin kein Freund davon schon vorweg zukunfts- und existenzängste zu schüren, was in den meisten Fällen nicht berechtigt ist. Meist liegt es bei dem "dauerhaft knappen Geld" eher an anderen Faktoren.

Auch ich arbeite in einem solch speziellen Bereich der KMT. Und auch hier haben wir einen überproportional hohen Männer anteil. Dieser liegt bei ca. 32 Mitarbeitern (kenne die genaue Zahl wirklich nicht auswendig :D und darunter sind einige 25%) bei immerhin 8 Männer. Also pi mal Daumen ein Viertel. Wenn wir Glück haben bekommen wir unsere 2 Azubis, dann sind es schon 10 Männer und man ist fast bei nem drittel :D
 

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