Macht es Sinn die Krankenpflegeschule zu wechseln?

Dieses Thema im Forum "Ausbildungsinhalte" wurde erstellt von Marzipankugel, 23.12.2005.

  1. Marzipankugel

    Marzipankugel Newbie

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    Ich bin im Moment stark frustriert, da wir in der Schule kaum was lernen - hauptsächlich pädagogische Spiele spielen, Gruppenarbeiten und Rollenspiele fabrizieren! Immer öfter höre ich von anderen Schulen, dass es dort wohl besser läuft! Meine Frage: ist es sehr riskant die Schule zu wechseln? Wenn ja: ist es machbar und könnte es sich lohnen? Und wie gehe ich es am Besten an??
    Ich wäre für ein paar Denkanstöße dankbar!!
     
  2. youngnurse

    youngnurse Newbie

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    also wenn du echt das gefühl hast du lernst in dieser schule nicht viel, dann ist das ein guter grund sofort die schule zu wechseln. Am besten suchst du dir erstmal eine neue schule aus und schilderst denen dein problem. Die wissen dann bestimmt was du tun kannst oder musst. Ich weiß von einer kollegin das es, mit angabe von gründen, möglich ist mitten unterm schuljahr zu wechseln. Die frage ist nur ob du in einer neuen schule auch gut mitkommst,denn wenn du bis her nicht viel gelernt hast könnte es schwierig werden für dich.

    viel glück
     
  3. sili

    sili Junior-Mitglied

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    Hallo,
    auch mich würde es sehr interessieren ob das möglich ist, in welchen Jahr bist du denn?
    Ich im zweiten auch ich hab das Gefühl das wir nicht viel Lernen und die Lehrer oft garnicht wissen was sie mit uns anfangen sollen, dann geben sie uns wieder einen Arbeitsauftrag und verschwinden.
    Hab mir auch schon Gedanken über einen wechsel gemacht.
    Würde mich sehr interessieren wenn du Neues über die möglichkeit zu wechseln erfährst.

    Danke Viele Grüße
     
  4. Lillebrit

    Lillebrit Bereichsmoderatorin
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    Hallo sili und marzipankugel,
    erstmal ein frohes Neues Jahr.:boozed:
    Wenn Ihr über einen Schulwechesl nachdenkt, dann formuliert doch einmal,wie sie aussieht: "DIE PERFEKTE SCHULE"....

    - Was für Erwartungen habt ihr an den Unterricht, die Lehrer und die Themen?
    - Wozu soll Euch die "neue " Schule qualifizieren?


    Bin gespannt....
     
  5. sili

    sili Junior-Mitglied

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    Hallo,
    welche Erwartungen habe ich an die "perfekte" Schule?

    Das ich eine bestmögliche Ausbildung erhalte, das ich all das Wissen vermittelt bekomme das ich benötige um eine gute Krankenschwester zu sein.
    Das auch Lehrer da sind die einem von ihren Erfahrungen berichten, das sie Unterricht machen und nicht nur einen Arbeitsauftrag austeilen und dann verschwinden.
    Das die Pflege das Thema im Unterricht ist und nicht der Ablauf der Präsentation und die Medien vielfalt!!
    Das wir gut auf das Examen vorbereitet werden und Schulaufgaben in diesem Schwirigkeitsgrad geschrieben werden und uns nicht die guten Noten fast geschenkt werden.
    Das die Lehrer einen Plan haben was sie mit uns machen wenn wir Schule haben und nicht sagen ich hab noch keien Zeit gehabt einen Stundenplan zu erstellen jetzt bekommt ihr solange diesen Auftrag "dann seit ihr beschäftigt".

    Liebe Grüße
    Sili

    Ps. Hat man denn Schanzen die Schule wechseln zu können?
     
  6. Maniac

    Maniac Poweruser

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    Die Chance hat man sicherlich, wie gut diese ist und ob das Ganze ratsam ist, ist ne andere Sache.

    Hör dich mal ganz genau um wie es woanders ist. Die Schulen hier sind alle im Großen und Ganzen gleich. Wir kriegen von bestimmten Lehreren auch fast nur Arbeitsaufträge damit diese noch einen Kaffee trinken können ;)
    Im Mittelkurs lernt man nicht viel. Ist leider häufig so - muss man privat noch bisschen weiter machen wenns nicht reicht.
     
  7. Lillebrit

    Lillebrit Bereichsmoderatorin
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    Hallo sili,

    zu einer "bestmöglichen Ausbildung" gehört etwas mehr, als nur das direkte- auf die Pflegehandlung bezogene-Wissen und Know-how:

    Ihr müsst in der Lage sein, selbständig nach Literatur zu recherchieren, ein Thema als Refeart odr Kurzvortrag auszuarbeiten und dieses vor einer Gruppe mit geeigneten Medien zu präsentieren. Diese methodischen Kompetenzen lernt ihr nur durch tun.....

    Die Ausbildungen sind jetzt so strukturiert, dass von Frontalunterricht möglichst abgesehen werden soll....initiiert werden begleitete- aber doch weitgehends selbstgesteuerte- Lernprozesse in Kleingruppen. Das ist auch für die Dozenten ungewohnt, da sie nun einen Teil der Verantwortung für das Geschehen abgeben....

    Schüler finden es gut, wenn der Lehrer "von früher" erzählt....*g* aber die Schule hat nunmal den Auftrag, Berufsideale zu vermitteln. Was habt ihr denn von einem Dozenten, der alle halbe Stunde äußert: "Also ich hatte mal nen Patienten, da war das so.....".
    Welchen konkreten Lernzuwachs hast Du davon ? Erfahrungen kann man nicht weiter geben....man muss sie machen.

    Ob die Klausuren bei Euch zu leicht sind, kann ich natürlich nicht feststellen...aber sprecht doch einfach mal mit Euren Lehrern, dass ihr gerne mal eine Art "Probeexamensklausur" schreiben würdet.....

    Stundenpläne nicht zeitgemäß zu erstellen und die Schüler "auflaufen" lassen sollte nicht passieren; da gebe ich Dir vollkommen Recht!

    Die Schulen müssen nun alle die neue Ausbildungsstruktur erstmalig umsetzen und stehen ziemlich unter Druck.....es ist auch für die Lehrer neu, die alten gewohnten Strukturen des in Fächern aufgeteilten Unterrichtes zu verlassen und sich in die neuen Lernfelder einzuarbeiten.
    Berücksichtigt werden muss bei der Planung einer Lerneinheit immer auch der Stellenwert im kompletten Ausbildungsverlauf....(man hat imer die Frage im Hinterkopf, welches Thema genau in welche Einheit gehört....wie man die Themen gut trennen kann..... was von der Reihenfolge her Sinnvoll ist im Gesamtverlauf...wo einzelne Themen nochmal weiter vertieft werden ....wofür man nun noch Gastdozenten braucht und was man selber unterrichtet.....).
    In diesem Prozeß befinden sich alle Schulen!
    Dazu kommt, dass nun 500 Stunden mehr abzudecken sind, dass auch wissenschaftliche Inhalte wie die Pflegethoerien und Grundlagen der Pflegeforschung zu berücksichtigen sind ....etc.

    Häufig können Lehrer diesen Arbeitsaufwand nicht in ihren 40 Stunden Arbeitszeit bewältigen......denn von denen sind etwa 20 Stunden zu unterrichten; die Praxisbesuche zu machen und den ganzen "Verwaltungskram" zu erledigen. Unterrichtsvorbereitung findet also nicht selten mal zu Hause statt....in der Freizeit und unbezahlt !
     
  8. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Einen Aspekt möchte ich noch hinzufügen. Unsere Azubis sind schlecht vorbereitet auf den neuen Ausbildungsstil. 10- 12 Jahre lernen und erfahren sie, dass das Wort des Lehrers Gesetz ist. Frontalunterricht ist das Hauptmerkmal unseres Bildungssystems. Der Lehrer spricht vor, der Schüler wiederholt möglichst genau die Worte des Lehrers um eine entsprechende Note zu erhalten. Vielleicht müßten die Berufsschulen den Azubis erst mal das eigenständige Lernen beibringen... den Azubi also dort abholen, wo er steht.

    Elisabeth
     
  9. Lillebrit

    Lillebrit Bereichsmoderatorin
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    Hallo,
    das Problem liegt auf beiden Seiten: auch die Dozenten sind so sozialisiert worden, wie Du es beschrieben hast! Das Umdenken und neu lernen findet also auch im Lager der Lehrer statt.
    Im NRW -Curriculum gibt es z:b. eine Einheit "Lernen lernen"....in welcher eben das methodische Wissen vermittelt werden soll.
    Ich glaube schon, dass die neue Ausbildungsstruktur gut ist.....es müssen sich im ersten Durchlauf (2004-2007) eben alle daran gewöhnen.
     
  10. sili

    sili Junior-Mitglied

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    Hallo,
    ja ich möchte auch nicht behaupten dass an der neuen Unterrichtsform alles schlecht ist aber ich hab trotzdem meinen zweifel ob diese Form genausoviel Wissen vermittlelt wie die alte.
    Man lehrnt natürlich wie man Wissen vermittelt und Vorträge hält, aber ich will kein Lehrer werden sondern eine gute Krankenschwester.
    Ich hätte nichts dagegen in einen sechs wöchigen Block z.B. zwei Wochen Gruppenarbeit zu machen aber nicht 5 einhalb Wochen davon.
    Ich finde es geht vielzuviel Zeit für "unwichtiges" verloren.

    Dass, es wir sich ja zeigen was die neue Ausbildungsform bringt hab ich x- mal gehört und ich finde es schreklich das genau ich da drunter falle. So in der Art jezt probieren wir es halt mal ein paar Jahre aus und dann sehen wir es schon.
    Ich will einen gute Ausbildung und ein fundiertes Wissen nicht Teil einen Modells sein, das erst erprobt wird.
    Obwohl mir klar ist das alles einmal begonnen werden muß.
    Krankenpflege ist mein Traumberuf, schon solange ich denken kann aber diese Unterrichtsform hat mich schon öfters daran zweifeln lassen.

    Sili
     
  11. Lillebrit

    Lillebrit Bereichsmoderatorin
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    Hallo sili,

    als GuKP musst Du schon wissen, wie Du Wissen vermittelst! Du wirst nach Deinem Examen Schüler anleiten; Du wirst Patienten und deren Angehörige beraten ....eventuell wirst Du auch mal innerhalb der IBF eine kurze Lernsequenz zu einem bestimmten Thema- in welchem Du Dich gut auskennst- gestalten.
    Es geht in der Ausbildung nicht mehr um bloße Wissensvermittlung! Der Wissensbestand ist so groß, dass man die Schüler problemlos 5 Jahre ausbilden könnte......
    Man trifft also eine gezielte Auswahl. Diese Themen werden nicht mehr frontal vermittelt, sondern ihr müsst lernen, Euch Wissen ( alleine oder in Gruppen) anzueignen. Wenn ihr diese Kompetenz erworben habt, dann könnt ihr Euren Wissensstand ein ganzes Leben lang aktualisieren. Und genau DAS erfordet der Beruf !!!!
    Nach der Ausbildung habt Ihr noch lange nicht ausgelernt...ihr müsst Euer weiteres Lernen planen/steuern.
    Genau daran gewöhnt man Euch in der Ausbildung: mal selber in die Bib zu gehen und nach geeigneten Büchern zu recherchieren. Sich ein Thema selbständig auszuarbeiten und nicht nur das "wiederkäuen", was der Dozent von sich gibt.

    Diese Idee, nicht mehr bloßes Wissen weiter zu geben sondern Kompetenzen zu vermitteln- die dazu befähigen, den Berufsalltag zu bewältigen - ist nicht neu!
    Das Prinzip der Schlüsselkompetenzen wurde bereits 1974 (!) von D. Mertens gefordert. Man erkannte schon damals, dass sich Wissen immer schneller neu entwickelt und immer eher "überholt" ist. Um die Leute berufsfähig zu machen, musste man sie also dafür ausbilden, sich diesen veränderten Bedingungen immer neu anpassen zu können!
     
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