Lösungen im Stationsablauf

Dieses Thema im Forum "Fachliches zu Pflegetätigkeiten" wurde erstellt von ziska24, 20.05.2012.

  1. ziska24

    ziska24 Newbie

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    Hallo,

    ich arbeite als Krankenschwester auf der Inneren . Und im Moment ist es echt frustrierend. Ich bin neu hier auf Station und komme abends ohne Überstunden nicht aus dem Haus. Die Stationsschwester steht leider nicht hinter den Pflegekräften.
    Die Ärzte machen noch teilweise bis 20 Uhr Visite. Und die Anordnungen sind abends sehr viel , obwohl sie schon morgens bereits Visite gemacht haben. Und dann noch den Abendrundgang zu machen , ist kaum zu schaffen. Plötzliche Entlassungen und sehr viele Aufnahmen mit Belegungen auf dem Flur . Ich habe allein für das Abheften der Befunde über eine 1 h gebraucht . Desweitern ist hier die Aufgabenverteilung nicht klar geregelt. Wer ruft wen an oder wer kopiert Befunde usw . Könnt ihr mir ein paar Tips geben, wie bei euch die Aufgabenverteilung zwischen Ärzten und Pflege ist. Und wie das bei euch mit der Viste ist. Ich möchte auf die Defizite hinweisen , aber auch Lösungen vorschlagen. Vielleicht arbeitet jemand auf einer super Station, wo alles läuft :-)
     
  2. Lillebrit

    Lillebrit Bereichsmoderatorin
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    Hallo,

    ich denke, dass "Lösungen" nur im interdisziplinären Team zustande kommen und Abläufe dringend hinterfragt werden müssen.
    Warum splittet sich die Visite auf mehrere Stunden? Hier ist zu überlegen, entweder eine Kernzeit hierfür einzurichten (und andere Arbeiten der Ärzte umzuorganisieren), oder aber bei der jetzigen Planung Pflegepersonal anders einzusetzen (z.B. eine extra Person, welche die abendliche Stoßzeit von 18-22 Uhr abdeckt). Zu erreichen wäre es auch dadurch, dass eine Person einen "späten Spätdienst macht", der dann z.B. erst um 15 Uhr beginnt.

    Besprecht mit den Ärzten, ob die Visiten in einer Kernzeit von 10-16 Uhr laufen können und Änderungen in den Anordnungen nur im Notfall stattfinden können.
     
  3. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Wie wäre es dies bei einer gemeinsamen Stationsbesprechung zu thematisieren?
    Man kann Visitenzeiten festlegen oder Abläufe besprechen.

    Als Neuling, dürfte es für dich schwer fallen die Organisation zu verändern, wenn nur du einen Veränderungsbedarf siehst, wie ist es mit den Kollegen?
     
  4. Maniac

    Maniac Poweruser

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    Da das Problem hier scheinbar garnicht an der Arbeitsverteilung liegt, sondern irgendwo davor (Ärzte machen morgens und um 20Uhr Visite, d.h., dass sie auch massig Überstunden machen!), bringt hier eine Lösung auf Stationsebene vermutlich garnicht genug.
    Oder läuft auf den anderen Stationen tatsächlich alles so anders und perfekt??

    Imho muss die Problematik ein, zwei STufen höher erkannt und thematisiert werden --> Ebene Pflegedirektion, Chefärzte, inkl St.Leitungen und Oberärzte.

    Dazu muss das ganze aber eure Leitung auch klar erkennen und weitertragen.

    Meine Meinung aus den paar Zeilen, wirklich erkennen um konkrete Vorschläge machen zu können, man es nur vor Ort.
     
  5. amezaliwa

    amezaliwa Poweruser

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    DIE Superstation wo ALLES läuft, die würd ich auch gerne mal besuchen, vielleicht meldet sich mal jemand...

    Möglichkeiten es etwas besser zu machen
    feste Visitenrahmenzeiten, das muss aber von den Chefärzten mitgetragen werden, sonst wird das nix
    ad hoc Verlegungen sind nicht erwünscht, auch das wurde mal thematisiert.
    Warum früh nicht festgelegt werden kann wer dann am gleichen bzw. Folgetag entlassen wird - ? Was meinst woran das liegt?
    Dass es trotzdem einzelne Schnellentlassungen gibt - o.k.
    Lieg ich ganz falsch, dass ihr regelmäßig nachmittags zulauft und dann noch schnell entlassen werden muss (les das so raus)
    Bei uns heißt es: Entlassung ist ab 10 Uhr. Egal ob Normalstation oder VIP's.
    Heißt AUCH: Bis 10 Uhr sollten Unterlagen/ Briefe fertig sein, Transporte/ Angehörige zum abholen entsprechend bestellt werden........
    Ohne Planung - Chaos.

    Abheften tue ich gar nicht, macht die MFA. Der "Haufen" Blätter wird bei Entlassung lose eingelegt, somit iss dann wurscht, wenn's erst am Folgetag feinsäuberlich gelocht und richtig abgeheftet wird.
    Nebenwirkung MFA's - weniger exam. Pflegefachkräfte. Alles hat seinen Preis.

    Verordnungen - da vielleicht noch was dazu. Labor, Diagnostik... kommt auf ein extra Blatt und wird von der MFA ausgearbeitet.
    Da sie um 15 Uhr Feierabend haben - wird fast alles was danach angeordnet wurde am nächsten morgen ausgearbeitet, nicht von mir.
    Reicht ja auch aus, MFA beginnt ihren Arbeitstag um 7 Uhr.
    Da am Montag früh häufig ein Berg Zettel vorliegt, wird ein Teil bereits am Sonntag ausgearbeitet, nach dem "Rundgang" mit Blutentnahmen und legen von Braunülen.

    PDL UND CÄ gemeinsam haben sich dem Problem Koordination, Organisation angenommen.
    Steigende Patientenzahlen, kürzere Liegedauer, man muss sich mit Schnittstellenproblematik befassen, hei da gibt's so viel, wenn man die Probleme denn sieht.
    Die CÄ (und paar andere auch) mussten die Vereinbarungen zur Visite mit ihrer Unterschrift bestätigen.
    In den Zimmern hängen Blätter, da steht drauf - wann gibt's Essen, wann ist reguläre tägliche, wann die Oberarzt, wann Chefvisite.
    Ist auch Orientierungshilfe für die Patienten/ Angehörigen.

    Wieder vom Tisch, weitgehend. Kurze Dienste, die ggfs. verlängert werden konnten.
    Früh 8-12 Uhr, Spät 16-20 Uhr. Fand das eigentlich ganz nett.
     
  6. hypurg

    hypurg Poweruser

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    Visitenrahmen-Vereinbarung nur auf oberster Ebene... sonst ist das gleich zum Scheitern verurteilt. Es wird sonst immer Assistenz- und Oberärzte geben, die sich nicht daran halten wollen und meinen, eine Pflegekraft muß immer "visitenbereit" sein. Die Visitenvereinbarungen lösen das Problem zwar nicht in jedem Fall, man hat als Pflegekraft aber schon etwas in der Hand. Es soll auch Pflegekräfte geben, die ihre Arbeit planen.

    Es ist ganz schön viel Arbeit, alle Abläufe auf einer Station mal zu sammeln, gemeinsam zu bearbeiten und daraus ein Gesamtkonzept zu stricken - v.a. wird man heute merken, wie viele Schnittstellen da mit drinhängen, die man einbeziehen muß. Hier braucht es Erfahrung in Projekt- und Prozeßmanagement. Viele Stationsleitungen dürfte die Aufgabe überfordern. Wer hat denn als herkömmliche Stationsleitung gelernt, wie man so etwas strukturiert anpackt, damit dabei auch was gutes rauskommt?

    .... da haben sich welche wirklich Gedanken gemacht. Wenn es jetzt alle Ebenen auch Umsetzen bzw. die Umsetzung einfordern, dann seid Ihr ganz nahe an "perfekt" geregelt.
     
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