Liquorpunktion bei Demenz/Alzheimer wirklich sinnvoll?

Dieses Thema im Forum "Pflegebereich Psychiatrie/Psychotherapie/Psychosomatik/Sucht/Forensik" wurde erstellt von weltretterin, 10.03.2014.

  1. weltretterin

    weltretterin Newbie

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    Hallo. Da ich schon seit fast 24 Jahren als chirug.Schwester tätig bin, ist mein Wissen betr. Alzheimer-Diagnostik nicht mehr das Aktuellste. Bitte Euch deswegen unbedingt um Hilfe, da meine Mutter vor 3 Jahren an Alzheimer erkrankt ist. Anfangs ging es noch, aber nun kann den körperlichen und geistigen Verfall nicht mehr übersehen. Die Diagnose wurde bislang über CT, diverse Tests etc. untermauert.Nun meint die Neurologin aber, dass sie gern eine Liquorpunktion machen würde, um die Diagnose endgültig zu machen und die Tabletten besser einstellen zu können. Bin sehr skeptisch, ob das alles noch effektiv ist. Möchte für meine Mutter nur das Beste und sie auf gar keinen Fall zum Versuchskaninchen machen.Bitte teilt mir Eure Erfahrungen mit. Danke.
     
  2. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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  4. amezaliwa

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    @weltretterin
    Inwieweit eine LP, ggfs. auch mit Liqurodruckmessung hilfreich, sinnvoll gewesen ist, lässt sich - hinterher feststellen.
    Ich weiß jetzt nicht inwieweit die Punktion an sich für Deine Mutter ein Problem darstellt, ist sie sehr ängstlich, würde sie sie machen lassen, wenn jemand vertrautes dabei ist - oder geht das schon weit drüber hinaus?
    Weißt selbst in etwa wie ein LP gemacht wird, oder hast konkrete Vorstellungen.
    Angenehm ist sicher was anders, wie z.B. bei einer Blutentnahme, wo man wenn man möchte, zuschauen kann.
    So findet das am unteren Rücken statt, außer Sichtweite.
    Es tut auch weh, inwiefern - lässt sich vorab auch nicht 100% sagen. Der Erfahrungswert meinerseits: grad die ganz jungen Patientinnen sind sehr schmerzempfindlich. Was aber - contra - eine individuelle Sache ist, das Schmerzempfinden. Wie schätzt Du das bei Deiner Mutter ein.
    Eine zeitlang (Punktionsort bestimmen, Desinfektion, Punktion, Liquorentnahme, ggfs. Liquordruckmessung, entfernen der Nadel) - muss Deine Mutter eine bestimmte Haltung einnehmen, in der Klinik ist es so, dass wir vor dem Patienten stehen und ihn in der Position halten, die der Arzt vorgibt.
    Auch darüber sollte vorab gesprochen werden: Je nach Erfahrung des ausführenden Arztes und der Beschaffenheit des knöchernen Rückens Deiner Mutter (grob vereinfacht) ist bereits die 1. Punktion erfolgreich, aber es kann auch sein, dass mehrere Versuche notwendig sind.

    Ich schreib das alles nicht um Dich zu ängstigen, sondern dass Du Eventualitäten vorab einschätzen kannst
    und solltest Du Deine Ansicht ändern, das mit Deiner Mutter besprechen kannst.

    Du hast Elisabeths link - schau mal S. 92, eine Übersicht zur Diagnosefindung - vielleicht hilft Dir das auch.
    Was Dir selbstverständlich auch offen steht, bei Skepsis - lass Dir alle Unterlagen geben und bitte um eine ärztliche Zweitmeinung.

    Ich kann nicht ganz Deine Meinung teilen, aber Du willst und sollst Dir Deine eigene Meinung bilden.

    Falls Dir die bisherigen Informationen (auch die hier) nicht ausreichen, schreib halt alles auf - und rede mit der Ärztin, soviel Zeit muss sein.
    In der Klinik gibt es ein DIN A4 Aufklärungsblatt mit Bild zur Erläuterung, dazu bedarf es eines schriftlichen Einverständnisses.
     
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