Lesebrille behalten oder Gleitsichtbrille?

Dieses Thema im Forum "Talk, Talk, Talk" wurde erstellt von whiteangel1112, 03.05.2011.

  1. whiteangel1112

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    Huhu,

    ich weiß ganz ehrlich nicht wohin mit dieser Frage.
    Es ist so, ich hab seit einem Jahr eine Lesebrille bei beidseits +0,5 dioptrin. Die Brille trage ich bisher eigentlich nur zu Hause, wenn ich lange/viel am PC arbeite oder mit Papierkrieg, ich bekomme sonst Kopfschmerzen.

    Die Menge an Input von PC/Papier auf Station war bisher ausreichend, dass ich meine Brille nciht auf Station haben musste, allerdings stellen wir demnächst auf die elektronische Patientenakte um, somit ist viel mehr PC-Arbeit von nöten.
    Nun bin ich am überlegen ob ich eine Gleitsichtbrille probiere, die ich immer aufhabe, da ich ganz am Anfang meiner "Brillenzeit" schon mal meine auf der Arbeit verloren hab, da ich sie ja eben nur zum lesen/schreiben aufhab.

    Wie handhabt ihr es? Lohnt sich eine Gleitsichtbrille bei so einer minimalen Stärke?
    Was habt ihr noch für Ideen?

    Lg
    Whiteangel
     
  2. Bluestar

    Bluestar Poweruser

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    Was willst du denn mit einer Gleitsichtbrille wenn du nur eine zum Lesen brauchst ? Soll dann oben Fensterglas ohne Stärke rein ?
     
  3. tictac

    tictac Stammgast

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    Nee, dafür ist das viel zu teuer. Brauchst die doch nur zum Lesen oder Arbeit am PC.

    Am besten wärst du beim Augenarzt oder Optiker beraten.:wink:
     
  4. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Es gibt ganz billige Lesebrillen, beim Optiker, in Drogerien und ich hab sie sogar schon im Buchhandel gesehen. Warum besorgst Du Dir nicht so eine als "Stationsbrille"? Kannst Du im Spind oder Postfach lassen und wenn Du die verlierst, ist es nicht so tragisch. Die kosten wirklich nur ein paar Euro.
     
  5. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Alternativ könntest Du Dir so ein Bändchen kaufen, mit dem Du Dir die Brille um den Hals hängen kannst. Dann verlegst Du sie nicht, oder zumindest nicht ganz so leicht.

    Meine Kollegin hat eine Billig-Lesebrille mit einem stabilen Etui, das kaum dicker ist als ein Füller. Das passt in jede Kitteltasche.
     
  6. Fertiglesebrillen - Bestenfalls ein Kompromiss - Test - Stiftung Warentest

    außer du weißt ganz gewiss, dass du keine Hornhautverkrümmung hast. Sind die Werte auf beiden Augen vom Augenarzt oder Optiker festgestellt?

    Ich bin vor langer Zeit auf Linsen umgestiegen - ich kann meine bis zu 30 Tage ohne Entfernen im Auge belassen, hatte bis heute seit über 4 Jahren keinerlei Probleme.
    Ich würd mich dazu mal vom Optiker beraten lassen :-)


    LG :flowerpower:
     
  7. PS Kopfschmerzen von der Brille müssen nicht von der Glasstärke kommen - manchmal sind Gestelle einfach zu schwer (Gläser übrigens auch ^^) oder der Augenabstand ist nicht vernünftig eingestellt.

    Geh alle Fehlerquellen durch - Augenlicht ist wichtig und sollte besser gepflegt werden, als mit einer Brille aus dem Laden (außer der Optiker stimmt zu *find*)
     
  8. whiteangel1112

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    die Kopfschmerzen kamen vom Sehen ohne Brille, denn seit ich meine Brille habe, sind diese bedeutend weniger geworden.
    Ich war damals beim Augenarzt, der sagte lediglich Sehschwäche von eben + 0,5 bds, letztens hab ich aus "spaß" mal meine Sehstärke beim Optiker überprüfen lassen, der stellte auch eine leichte Hornhautverkrümmung fest, wobei ich mir jetzt noch keine neue Brille hab machen lassen.
    Ich werd nächste Woche mal zu Apollo-Optik fahren (bieten die auch kostenlose Sehtests an wie Fielmann?) und mal die Augen überprüfen lassen.

    Ich bin ehrlich gesagt auch so kein Fan von diesen Billigbrillen aus dem Supermarkt, deswegen hab ich halt an die Variante gedacht, ne Brille immer auf der Nase zu haben...
     
  9. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Hi,

    den kostenlosen Sehtest bekommst überall.
    Ich habe meine Lesebrille, wenn ich sie nicht brauche in den Haaren stecken.
    Ich hatte eine Gleitsichtbrille - der Optiker (ein kleiner) hatte wohl das Dollarzeichen in den Augen und mir eine aufgeschwatzt. Bei + 0,5 kam ich überhaupt nicht mit dem Ding zurecht, ich musste um zu lesen "nach unten schielen".
    Nun war ich bei einem anderen Optiker (namhafte Kette) der meinte, meine Gleitsichtbrille wäre völlig übertrieben und ich habe nun wieder "nur" eine Lesebrille mit der ich super zurecht komme.
    Wenn ich sie nicht brauche steckt sie in den Haaren oder liegt am Schreibtisch.

    lg
    Narde
     
  10. whiteangel gerade Hornhautverkrümmungen kann eine Brille aus der Drogerie nicht korrigieren.

    Ein seriöser Optiker wird dich eingehend beraten - die haben dort ausreichend Gerät, mit dem der Augapfel ausgemessen werden kann. So eine Verkrümmung macht manchmal mehr aus, als die angegebene Sehstärke.

    Ich bin bei 1,25 und 1,75 ohne Verkrümmung. Und hab meine Brille anfangs auch dauernd auf und ab gesetzt. So konnte sich mein Gehirn nicht dran gewöhnen, die Korrektur über die Brille vorzunehmen.

    Sicher kann es sein, dass du tatsächlich nur eine Brille zum Lesen brauchst. Die Möglichkeiten gibt dir der Fachmann aber sicher an die Hand.
    Ich hoffe du gerätst nicht an so einen wie Narde, so einer der nur verkaufen will. Manchmal helfen 2 oder auch 3 Meinungen, um eine Lösung zu finden. Ich würde einen weiteren Optiker zu Rate ziehen, sollte dir das Angebot merkwürdig vorkommen :-)
     
  11. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Ob nun eine Hornhautverkrümmung die Weitsichtigkeit verursacht hat oder andere Ursachen hierfür vorliegen, ist uns net bekannt. Hier sollte auch net der Optiker die Diagnose stellen sondern ein seriöser Augenarzt, der an dem Verkauf von Brillen nix verdient.

    Weitsichtigkeit

    Was aber sicher scheint, dass die Kontaktlinsenvariante net möglich ist. whiteangel1112 hat laut ihren Aussagen lediglich Probs beim Sehen von nahen Gegenstände hat.

    Btw. - auch ein Optiker hat Billigvarianten für Brillen. Sind zwar net so schick... aber wenns nur zum Lesen ist ... .

    Elisabeth
     
  12. Elisabeth es gibt mittlerweile sogar Gleitsichtlinsen :deal:

    für Menschen mit Hornhautverkrümmung werden torische Linsen die Lösung sein. Ich hab normale - und Glück, meine sind nich so teuer, dass ich arm dran werde :-)
     
  13. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Was es heute alles so gibt. Wieder was dazu gelernt. *g*

    Da dies auch für mich interessant wäre, hab ich mal nach Erfahrungen mit dem System gegoogelt... und die Idee wieder verworfen. Es scheint net überzeugende Erfolge aufweisen zu können.
    Ich könnte mir das mit der Breite des "Sehschlauches" erklären. Mir wurde von meinem Augenarzt eine Gleitsichtbrille mit breitem Sehschlauch empfohlen, da ich häufig wechsel zwischen Fern und Nah. Nachdem ich mir die Kosten angesehen haben, bin ich schnell wieder weg von dieser Empfehlung. Die "Billigangebote" von Apollo haben nur einen schmalen "Sehschlauch", der das von Marlene beschriebene Schielen zur Folge hätte.

    Btw. Der Augenarzt sollte feststellen, was die Ursache ist und eine entsprechende Verordnung treffen. Augenkorrektur durch den Optiker ist nach meiner Erfahrung zu sehr am Gewinn orientiert.

    Elisabeth
     
  14. Fearn

    Fearn Poweruser

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    Ich fand das damals auch sehr anstrengend immer wieder die Brille auf und abzusetzen.
    Also hab ich mir ein Gleitsichtglas machen lassen, daß nur auf dem rechten Auge eine minimale Korrektur im Fernteil benötigte.
    Das hat sich nicht gelohnt, weil ich mit dieser Brille den Kopf zu oft in den Nacken legen muß um zu lesen.
    Die Planetten auf dem Pflegewagen haben einen Abstand beim Lesen, der nicht dem Schärfepunkt der Brille entspricht und auch bei der Computerarbeit muß ich so oft den Kopf anheben, daß ich mit der Zeit einen steifen Nacken bekomme.

    Das Glas, daß ich habe anfertigen lassen kostete zusammen mit der Brille über 1000€. Es handelt sich also nicht um das billigste Gleitsichtglas, daß angeboten wurde.
    Ich denke, das waren damals Zeiss oder Rodenstockgläser. So genau kann ich mich leider nicht mehr erinnern.

    Die Tunnel der Gleitsichtgläser, durch die man lesen muß sind entweder weich oder hart im Übergang und sie sind verschieden breit.
    Der Kopf muß in ständiger Bewegung sein zum Schauen, und ein Gleitsichtglas daß einen Durchmesser von unter 2, cm hat hat überhaupt keinen guten Effekt.
    Je größer das Glas ist, desto besser läßt sich dadurch sehen.
    Nun sind die großen Brillengläser leider nicht modern.

    Wenn Du für die Ferne keine Brille benötigst, dann würde ich eine halbe Lesebrille vorziehen, die aber genau angepaßt werden muß.
    Ein Tipp: laß bitte nicht vom Augenarzt ausmessen, sondern vom Optiker.
    Die nehmen sich A. mehr Zeit ( nehmen im Durchschnitt 16,50€) für die Ausmessung und da wartet bei dem Termin auch nicht schon der nächste Patient.

    Der Optiker sollte ausgebildet sein und die Brillenanpassung gelernt haben. Also bitte nachfragen und schauen ob ein Diplom an der Wand hängt. Das könnte leider bei den biligeren Anbietern nicht immer der Fall sein.
    Der ausgebildetet Optiker hat nur die Brillenanpassungen usw. ausführlich gelernt.
    Der Augenarzt erhält dazu in seiner Ausbildung nur kürzere Kurse, Weiterbildungen usw.

    Für die Brillenanpassung lohnt sich ein ordentlich ausgebildeter Optiker wirklich.
    Bei meiner Mom, die 88 Jahre alt ist, hatte der Augenarzt zb. Brillen verordnet, für die Mutter zum lesen zusätzlich eine Lupe brauchte. Deer Optiker hat eine Brille gefertigt mit der sie einen Visus in der Nähe und in der Ferne von 90 % auf jedem Auge erreichte. Das war die Leitung die wir nach der Untersuchung Ihrer Netzhaut auch hätte erbringen können. Aber nicht mit den Brillen, die der Augenarzt ausgemessen hatte.
    Mama ist begeistert.

    Ich lasse also entweder vom Optiker oder von einem Orthoptisten in der Klinik ausmessen. Das macht dann auch Spaß die Brille zu tragen.

    Zurück zum Gleitsichtglas!
    Der harte Übergang ist zb. für einen Fernfahrer und beim Autofahren super, weil diese ja beim Seitenblick einen sehr scharfen Visus im Gesichtsfeld benötigen.
    Der weiche Übergang ist für das Auge allerdings angenehmer. Manchen wird dabei sogar schwindelig und wenn der Brillenträger nicht gewöhnt ist den Kopf statt der Augen zu bewegen, dann wird diesem Menschen anfangs mit der Gleitsichtbrille übel. Mancher ist auch schon dir Treppe damit heruntergestürzt. So fein die Teile sind.
    Das Auge muß sich an die verschiedenen Tunnel gewöhnen um durchsehen zu können.
    Ein Gleitsichtglas trägt überigens eine kleine eingravierte Ziffer, die die meißten bei ihrer Brille noch gar nicht wahrgenommen haben und die Auskunft über das Brillenglas gibt: CLICK

    Ich mag sie für die Arbeit nicht.

    Noch besser, wenn man sich das leisten kann ,läßt man sich für das lesen und das Arbeiten am Rechner und für den Sport jeweils eine Extra Brille anfertigen.
    Manche Musiker haben zb. eine Brille die Exakt auf den Brennpunkt beim Notenlesen ausgemessen wurde.

    Zum Bücher lesen ist das nix.
    Herzlichst Fearn
     
  15. Elisabeth, ich war auch ganz erstaunt - meine Ma kam übrigens nicht so top damit zurecht wie mit ihren alten Linsen. Wie bei den torischen auch sind "Gewichte" in den Linsen, die diese in Position halten, um die Achse zu korrigieren - auf dem Kopf stehen und gucken dauerte bei meinem Mann ein bisschen (der hat torische) - ist Gewöhnungssache.

    Preislich sind die Sachen alle nix für den kleinen Geldbeutel :( wenn ich lese, dass für eine Brille 1000 Euro über den Tisch gehen, dann wird mir ganz übel. Meine Brille hat damals bereits 400 gekostet (zwar auch superentspiegelt und Ultraleichtgläser) aber das ist ne echte Investition.

    Fearn die Erfahrung Optiker > Augenarzt habe ich auch gemacht. Der Hinweis ist wirklich hilfreich :bussis:

    Ich glaube die Ulitmativlösung kann keiner von uns hier anbieten - ABER - @whiteangel ich würd gern wissen, was dabei rumgekommen ist, wenn du beim Optiker warst :-) bin ja neugierig :emba:
     
  16. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Wie unterschiedlcih die Erfahrungen sein können. Meine Optikerbrille hat net überzeugt. Erst die Anordnung durch den Augenarzt brachte den erwünschten Erfolg. Vielleicht hatte ich Glück mit meinen Augenärzten. *grübel* Wobei- bei einem hats der Doc net selbst gemacht. Vielleicht war das auch ne... wie hießen die gleich?

    Elisabeth
     
  17. Fearn

    Fearn Poweruser

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    Liebe Elisabeth!
    Wenn die Brille nicht paßt, dann muß der Optiker solange nachbessern, bis das Ergebnis okay ist.
    ( das machen die nicht so gerne, weil das natürlich ein finanzieller Verlust ist, wenn man neuarbeiten muß)
    Ich glaube, daß die meißten Menschen zwar merken, daß etwas nicht okay ist, aber daß diese Probleme haben das mit der Brille in Zusammenhang zu bringen.
    Oftmals wird dem Brillebträger auch nahegelegt: "Man müsse sich nur daran gewöhnen und wäre beim gewöhnen nicht fleißig genug."

    Nicht jeder der in einem Geschäft Brillen ausmißt ist auch Optiker. Darunter wird es sicherlich auch gute und weniger gute geben.
    Aber die Gefahr, daß man keine gute Sehhilfe beim Arzt bekommt, ist wegen des Patientenandrangs schon sehr hoch.
    Es gibt 2 Ärzte in der Klinik von 20, von denen ich mir eine Brille anpassen lassen würde. Und ich habe da schon etliche mitbekommen in den 15 Jahren Augenklinik, die bei uns ausgebildet wurden.
    ( da müßte schon nach der Facharztprüfung schon sehr viel passiert sein, daß sich das ausmessen verbessert hätte. Das Brillenanpassen ist nicht obligatorisch in der Ausbildung der Augenärzte, bevor die sich niederlassen. Hoffentlich hab ich mir jetzt damit keinen Ärger eingehandelt. Das sind sonst gute Ärzte, aber für die Brillenanpassung eignet sich leider nicht jeder.)
    Teilweise sagen die Dir das aber auch wenn Du als Personal mal eben nach einer Brillenanpassung fragst, daß das kein " Steckenpferd" des betreffenden Arztes ist.
    Nun sind die zwar noch in der Facharztausbildung. Die Brillenanpassung geschieht aber in der Klinik nicht. Also muß man sich darauf verlassen, daß die Initiative und die Interessen sehr hoch sind, um dieses Teilgebiet der Augenklinik in das Repertoire aufzunehmen.

    Der Zeitdruck ( man wartet beim Augenarzt ja Monate auf einen Termin - bishin zu einem Jahr), der mag sicherlich auch eine Rolle spielen.
    Oftmals wird das Auge zu Untersuchungszwecken auch noch mit Tropfen betäubt oder aber weitgetropft und ich hab auch schon erlebt, daß man mir damit eine
    Brille ausmessen wollte.
    ( leider)

    Ich habe zb. auch schon gesehen, daß es Anbieter gibt, bei dem die Verkäufer nur geschult werden, die keine fundierte Ausbildung haben, Brillen anzupassen.
    Das ist wirklich nicht sehr schön für die Menschen, die evtl. besser sehen könnten, wenn sie die richtige Sehhilfe hätten.
    Oftmals werden die Meßdaten genommen und der Mensch tolleriert diese Werte, die das Gerät vorgibt nicht.
    Dann muß man damit der Kunde entspannt sehen kann, unter den Meßwerten der Geräte bleiben, auch wenn man als Meßergebnis einen viel höhere
    Dioptrienzahl erhält.
    Meißtens sind das die Kunden, die zu hören bekommen, daß sie sich an die Sehhilfe erst gewöhnen müßten und daß die sich einfach nur anstrengen müssen.

    Ganz wichtig ist, daß beim Ausmessen dem Patienten der sich konzentriert die Gelegenheit gibt, das Auge zb. durch Blinzeln zu befeuchten und zu entspannen.
    Das verfälscht das Ergebnis sehr häufig.
    Der Patient traut sich nicht zu blinzeln und konzentriert sich auf das vorgegebene " besser? " oder "schlechter?", und das Ergebnis ist dann nicht gut.
    Manchmal nimmt das Auge auch einen nötigen Zylinder nicht an, der eigentlich zum Ausgleich nötig wäre. Dh. die Meßwerte stimmen zwar für das Auge.
    Der Patient sieht trotzdem nicht problemlos. Sicherlich gewöhnen sich wirklich einige im Laufe der Zeit dann daran. Aber glücklich wird der Kunde mit
    dieser Brille erstmal nicht.

    Den Augenarztbesuch sollte das Ausmessen beim Optiker auf keinen Fall ersparen, denn die Werte könnten auch unterschiedlich ausfallen, wenn
    man einen schwankenden oder zu hohen Augendruck hat.
    Der MUß beim Augenarzt kontrolliert werden.

    herzlichst Fearn
     
  18. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Danke für deinen interessanten Einblick. Im Moment passts ja... aber da ich ja zu den eher älteren in diesem Forum zähle, sind deine Tipps für mich sehr hilfreich.

    Ich hab bisher auf gut Glück einen niedergelassenen Augenarzt aufgesucht und dabei wohl zweimal Glück gehabt, was ich von den Fielmann-MA leider net sagen konnte. Wahrscheinlich ist das bei selbständigen Optikern auch nich anders. Aber die übersteigen leider meinen Geldbeutel.

    Werd also zukünftig net nach kurzer Wartezeit auswählen sondern gezielt schauen. Auch das mit dem Nachbessern werd ich mir merken.

    Elisabeth
     
  19. narde2003

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    Meine Gleitsichtbrille war von einem ausgebildeten Optiker, aber der hat halt mehr das $-Zeichen in den Augen gesehen.

    Meine jetzige Lesebrille ist von Apollo und hat nur einen einzigen Nachteil - sie putzt sich nicht von selbst.
    Apollo hat mich nach 4 Wochen angeschrieben und mich "einbestellt" um die Brille ggf. nachzupassen, da bekam ich auch einen Brillenpass.

    Vielleicht war es Glück, aber ich bin mit meiner jetzigen Brille etxtrem zufrieden und trage sie auch viel mehr als mein "Gleitsichtnachuntenschielmodell", das auch nicht wirklich billig war.
     
  20. Fearn

    Fearn Poweruser

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    Der Optiker kann einem die Brille auch ersteinmal zusammenstecken und den Kunden mit der Brille eine Stunde spazieren schicken um diese auszuprobieren.
    Das ist allerdings obwohl vielleicht etwas peinlich wenn man mit dem Teil herumspaziert, eine sehr gute Lösung um die gemessenen Werte zu testen. Dazu hat er
    zb. den Meßglaskasten und die Meßglasbrille zur Verfügung-

    Für eine Lesebrille benötigt man zb. meist keine doppelt entpiegelten Gläser und kann hier recht gut sparen in dem man sich Gläser von verschiedenen Firmen beim Optiker
    vorlegen läßt. Sehr oft sucht der Optiker einfach ein Glas aus. Das muß nicht das günstigste sein und der Kunde denkt, es gäbe nur Gläser zu diesem speziellen Preis.
    Das ist nicht so.
    Auch ein sehr renomierter Optiker, hat durchaus Brillengestelle und Gläser im Angebot, die bedeutend billiger sind, als man das annimmt.
    Leider aber zeigt der diese nicht immer sofort, sondern nur auf Anfrage des Kunden.
    Schimmert die Brille grünlich, so ist sie überigens doppelt entpiegelt. Eine einfach entspiegelte Brille schimmert orange.

    Liebste Grüße Fearn
     
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