Lernzielkatalog für Pflegeschüler erarbeiten?!

Dieses Thema im Forum "Pflegebereich Psychiatrie/Psychotherapie/Psychosomatik/Sucht/Forensik" wurde erstellt von Akiko82, 24.05.2004.

  1. Akiko82

    Akiko82 Senior-Mitglied

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    Hallo @ all,

    ich brauche unbedingt Eure Hilfe!!!!!

    Ich habe in der letzten Zeit viel darüber nachgedacht, wieviel die bei uns eingesetzten Pflegeschüler aus ihrem Einsatz in der Kinder- und Jugendpsychiatrie lernen...


    Eigentlich geh ich davon aus, daß zumindest die Krankheitsbilder und ein wenig Pädagogik im theoretischen Teil der Ausbildung vermittelt werden.

    Unsere Stationen (Kinderstation, Jugendstation, Tagesklinik) sind seit knapp einem Jahr geöffnet, genauso lange arbeiten die meisten von uns dort.

    Ich arbeite auf der Kinderstation.
    Es gibt zwar "Schülerbeauftragte" (ich nenne sie im Folgenden mal so - es sind Mentoren ohne WB; 2 bei uns auf der Station) aber deren Engagement hält sich auch in Grenzen.
    Gerade so werden Erst- und Zwischengespräche geführt; Zeit zum Einarbeiten bleibt kaum.

    Mich hat eben auch stutzig gemacht, daß von den Schülern kaum Fragen bzgl. Krankheitsbilder, Umgang mit Kindern, kommen...

    Gerade aus den o. g. Gründen frage ich mich: Was lernen die Schüler eigentlich in ihrem 8 - wöchigen Einsatz bei uns?!?!
    Viele wissen wahrscheinlich dann wie man Uno spielt und diverse Dinge bastelt, aber was eine Psychose auszeichnet und was EPS sind wissen wohl die wenigsten.

    Ich bin weder "Schülerbeauftragte" noch in einer Leitungsposition, aber es stört mich doch erheblich wie damit umgegangen wird.

    Auf vielen Stationen in meiner Ausbildung gab es so etwas wie "Lernzielkataloge";
    ich möchte nun auch so etwas für unsere Station erarbeiten.
    Einer der "Schülerbeauftragten" meinte darauf angesprochen nur :"Ja und wann soll man das dann noch machen?"......................................

    Meine ungefähre Vorstellung für den Lernzielkatalog:
    • 1. Erläuterungen zu den häufigsten Krankheitsbilder (ADHS, Ticstrg., Enuresis/Enkopresis,Anorexia n., ....)
      2. Erläuterungen zu den am häufigsten auf der Station verordneten Medikamenten
      3. Pädagogische Grundlagen
      4. Umgang mit Aggression und Gewalt
      5. Checklisten nach dem Motto "zu welchem Krankheitsbild hab ich mir Infos geholt, welche Erkrankung gesehen, habe ich mit Kindern mit der entsprechenden Erkrankung gearbeitet,..."
      6. Erst-, Zwischen- und Abschlußgesprächsprotokolle
      7. Ein Bogen mit Fragen zu bestimmten Themen, den die Schüler am Ende ihres Einsatzes ausfüllen, um zu überprüfen was sie gelernt haben
    Die Checklisten, Gesprächsprotokolle und evtl. auch den Fragebogen würden dann auch mit an die Beurteilung angeheftet werden.
    Damit auch die Schule sieht was in den 8 Wochen passiert ist.

    Was haltet ihr davon? Habt ihr evtl. noch mehr Vorschläge?
    Ich nehme jeden Hinweis gerne an, egal ob negativ oder positiv!!!

    Meint ihr, ich sollte meine Idee gleich der Stationsleitung vorstellen oder doch lieber mit den "Schülerbeauftragten" reden? :weissnix:
    Aber ich muß ehrlich gestehen, daß es mir nicht recht wäre wenn andere mit meinen Ideen die Lorbeeren einheimsen..... 8O

    Danke für`s Lesen und die hoffentlich zahlreichen Antworten!

    Eure Aki :wavey:
     
  2. Ingo Tschinke

    Ingo Tschinke Poweruser

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    Hallo Akiko,

    Hier das Curriculium für unseren Einsatz der Schüler in der Erwachsenpsychiatrie. Dies beinhaltet alleine die pflegerischen Tätigkeiten, den medizinischen Teil - Diagnosen, Psychopathologie und Pharmakologie kriegen sie noch nebenbei beigebracht. Die unten gelisteten Tätigkeiten orientieren sich an den Tätigkeiten der Psychiatrie Personalverordnung.

    Curriculum für den Einsatz in der Psychiatrie

    Während ihres sechs- respektive achtwöchigen Einsatzes soll der Schüler die Grundkenntnisse über die Psychiatrie erlangen. Das folgende Lehrangebot soll den Mentoren und Schülern ein Leitfaden für die praktische und theoretische Ausbildung sein. Hierbei ist es von besonderer Wichtigkeit, den Schülern grundlegendes Theoriewissen und dessen Umsetzung in der psychiatrischen Pflege zu vermitteln. Der Lernzielkatalog ist an die Psychiatriepersonalverordnung angelehnt und enthält die darin angegebenen Tätigkeiten in der Psychiatrie, modifiziert nach den Gegebenheiten in der Klinik.

    Lernkatalog Psychiatrie:
    a. Allgemeine Pflege

    - Psychiatrische Pflegeanamnese und individuelle Pflegeplanung im Rahmen der Prozesspflege:
    Dem Schüler soll vermittelt werden, inwieweit sich die psychiatrische Pflegeanamnese und Pflegeplanung von der Somatik unterscheidet und was die Besonderheiten und Schwierigkeiten ausmacht.
    Lernziel: Der Schüler soll in der Lage sein eine psychiatrische Anamnese und Planung unter Anleitung des Mentors zu erstellen, diese durchführen und anschließend auf ihre Umsetzbarkeit evaluieren.

    - Pflegedokumentation in der Psychiatrie
    Der Schüler soll die Besonderheiten der psychiatrischen Pflegedokumentation kennen lernen und einschätzen können, wie, was und in welchem Umfang zu dokumentieren ist. Hierbei ist in der Patientenbeobachtung ein besonderes Augenmerk auf die Wahrnehmung von psychischen Auffälligkeiten und deren Dokumentation zu richten.
    Lernziel: Der Schüler soll in der Lage sein, Wahrgenommenes zu dokumentieren. Aufnahmegespräche, Anamnesen, Visiten und Familiengespräche müssen umfassend, aber prägnant dokumentiert werden.

    - Sicherheitsverständnis in der Psychiatrie
    Der Schüler soll mit der notwendigen Sorgfalt mit Psychopharmaka umgehen, im Sinne der Suchtgefahr, die diese Medikamente beinhalten. Er soll verantwortungsvoll mit dem ihm zur Verfügung gestellten Schlüssel umgehen. Außerdem soll er erlernen mit der Schweigepflicht in der Psychiatrie besonders vorsichtig zu verfahren und erkennen, warum dies von besonderer Wichtigkeit ist.
    Lernziel: Der Schüler soll den Umgang mit Psychopharmaka erlernen und auf die besondere Suchtgefahr hingewiesen werden. Es ist notwendig, dass der Schüler den Umgang mit der Schließanlage und die Wichtigkeit der Schweigepflicht in der Psychiatrie kennen lernt.

    - Vitalzeichenkontrolle in der Psychiatrie
    Der Schüler soll die Wichtigkeit der Vitalzeichenkontrolle in der Psychiatrie kennen lernen, insbesondere in Bezug auf Suchterkrankungen, das maligne neuroleptische Syndrom und andere durch Vitalzeichenkontrollen aufgezeigte Symptome und Erkrankungen.
    Lernziel: Der Schüler soll die Vitalzeichenkontrollen selbständig durchführen können und daraus angezeigte Konsequenzen folgen lassen.

    - Prophylaktische Maßnahmen in der Psychiatrie
    Der Schüler soll den Umgang mit prophylaktischen Maßnahmen in der Psychiatrie kennen lernen, sofern diese Anwendung finden.
    Lernziel: Der Schüler soll prophylaktische Maßnahmen, insbesondere in Bezug auf besondere psychiatrische Krankheitsbilder einschätzen und durchführen können, wie z.B. Thromboseprophylaxe bei schwerst depressiven Patienten etc.


    - Mobilisation
    Der Schüler soll die Wichtigkeit der Mobilisation bei besonderen Krankheitsbildern, wie schwerste Depressionen, Dementielle Erkrankungen in Form der Vertikotherapie kennen lernen und deren Nutzen vermittelt bekommen.
    Lernziel: Der Schüler soll in der Lage sein, Patienten mit oben genannten Erkrankungen im Sinne der psychiatrischen Pflege zu mobilisieren.

    - Anleitung bei der Eigenhygiene
    Der Schüler soll in Zusammenhang mit bestimmten psychischen Pflegephänomenen die Anleitung zur Eigenhygiene des Patienten kennen lernen. Hierbei ist es von besonderer Wichtigkeit dem Schüler das Gefühl zu vermitteln, wann eine pflegerische Intervention von Nöten ist (Leben in Gemeinschaft, grenzüberschreitendes Verhalten durch Verwahrlosung etc.). Dem Schüler sollen die Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt werden.
    Lernziel: Der Schüler soll in der Lage sein, bei Patienten mit Verwahrlosungstendenzen und mangelnden Fertigkeiten zur Eigenhygiene anleitend und ressourcenorientiert die Selbstpflegeerfordernisse des Patienten auf ein für ihn erträgliches Maß zu erweitern.

    - Sicherstellen der Nahrungsaufnahme
    Der Schüler soll erlernen, was für eine Bedeutung die Nahrungsaufnahme in der Psychiatrie hat, insbesondere in Bezug auf besondere psychiatrische Krankheitsbilder, wie der Anorexie, Bulimie, schweren Depressionen etc. Des weiteren sind dem Schüler die Fähigkeiten zum Vorbereiten und Verteilen von Mahlzeiten sowie Anleitung und Hilfestellungen bei der Nahrungsaufnahme zu vermitteln. Auch der besondere Blickwinkel der Nahrungsaufnahme als gesellschaftliches Phänomen soll dem Schüler vermittelt werden (Essen als Gemeinschaftserlebnis, Eßgeschwindigkeit und Suchtverhalten im Umgang mit Nahrungsmitteln etc.).
    Lernziel: Der Schüler soll in der Lage sein, die Wertigkeit der Nahrungsaufnahme in der Psychiatrie einzuschätzen. Er soll in der Lage sein, die Mahlzeiten zu verteilen und Anleitung und Hilfestellung bei der Nahrungsaufnahme gewährleisten können.

    - Gestaltung der Lebenswelt und Ordnung im Patientenzimmer
    Der Schüler soll erlernen, wie die Ordnung im Patientenzimmer einzuschätzen ist und wann eine pflegerische Intervention von Nöten ist. Ihm soll das Wissen vermittelt werden, wie er Patienten zur Eigengestaltung seiner Lebensumwelt auf der Station anleiten und zu der dazu notwendigen Ordnung anhalten kann. Hierzu gehört es auch, den Patienten anzuleiten, wie er und in welchem Turnus er sein Bett beziehen soll.
    Lernziel: Der Schüler soll die Lebensumwelt und die Ordnung im Patientenzimmer einschätzen können und pflegerische Interventionen sinnvoll einsetzen können.

    b. Spezielle Pflege in der Psychiatrie
    1. Somatische Pflege in der Psychiatrie

    - Mitwirkung bei Blutentnahmen, Injektionen und Infusionen, Durchführung von Einläufen, Katheterismus und andere medizinische Versorgungen
    Der Schüler soll die Mitwirkung bei den oben genannten Tätigkeiten erlernen, unter besonderer Berücksichtigung von Injektionen mit Depotmedikamenten, Durchführung von Einläufen bei depressiv Erkrankten etc.
    Lernziel: Der Schüler soll Blutentnahmen, Injektionen und Infusionen vorbereiten können, Injektionen von Depotmedikamenten durchführen bzw. um deren Wirkungsweise wissen (entsprechend dem Ausbildungsstand). Außerdem soll er die Durchführung von Einläufen, Katheterismus und anderen medizinischen Versorgungen erlernen.

    - Wundversorgung
    Der Schüler soll die Versorgung von Wunden bei besonderen psychiatrischen Erkrankungen kennen lernen (Wundversorgung nach Suizidversuchen und bei autoaggressivem Verhalten bei Borderline-Erkrankten etc.) und das dafür notwendige Wissen vermittelt bekommen.
    Lernziel: Der Schüler soll die Wundversorgung nach hygienischen Notwendigkeiten durchführen können. Im weiteren soll dem Schüler das Wissen zum Umgang mit autoaggressivem Verhalten vermittelt werden.

    - Richten und Ausgaben von Medikamenten
    Der Schüler soll die auf der Station durchgeführte Ausgabe von Medikamenten kennen lernen und in die Lage versetzt werden, diese unter Anleitung zu richten und auszugeben.
    Lernziel: Der Schüler soll in der Lage sein, Psychopharmaka einzuschätzen, diese zu richten und ausgeben können.

    - Begleitung zu diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen
    Vermittlung des Grundwissen bei Begleitungsaufgaben des Schülers von Patienten zu Konsilarärzten, zur Ergotherapie etc.
    Lernziel: Der Schüler soll den Umgang mit den Patienten bei Begleitungen einschätzen und diese adäquat durchführen können.

    - Mitwirkung bei der Notfallversorgung und Durchführen von Maßnahmen der Ersten Hilfe
    Der Schüler soll das Grundwissen über das suizidale Verhalten in der Psychiatrie erhalten und den Umgang mit akut und latent suizidalen Patienten kennen lernen. Er soll darauf hingewiesen werden, welche Wichtigkeit das Verbalisieren von Suizidgedanken im Umgang mit psychisch Kranken hat. Hierbei ist es besonders von Nöten, die Schüler auf die Gefahren der Selbst- und Fremdgefährdung hinzuweisen und es sind ihm die Umgangsweisen nach dem PsychKG zu erläutern. Dem Schüler ist das notwendige Wissen für Akutsituationen in der Psychiatrie zu vermitteln.
    Lernziel: Der Schüler soll erlernen, wie er mit Suizidäußerungen von psychisch Kranken umzugehen hat und wie diese im Rahmen der psychiatrischen Pflege thematisiert werden können.

    2. Psychiatrische Pflege

    - Betreuung und Beobachtung von psychisch Kranken
    Dem Schüler soll der allgemeine Umgang in der Betreuung von psychisch Kranken vermittelt werden. Hierzu ist sowohl der Umgang mit Nähe und Distanz in der Psychiatrie zu beachten, als auch die Wahrnehmung für besondere Auffälligkeiten bei psychisch Kranken zu schärfen.
    Lernziel: Der Schüler soll ein adäquates Nähe- und Distanzverhältnis zu den Patienten einnehmen und Auffälligkeiten wahrnehmen können.

    - Gesprächskontakte
    Der Schüler soll den Sinn und Zweck der Gesprächsführung und des gesprochenen Wortes als pflegerisches Mittel in der Psychiatrie kennen lernen. Es soll der Inhalt und die Gesprächsführung zur Entlastung und für orientierungsgebende Gespräche vermittelt werden. Die Kontaktfähigkeit des Schülers im Beziehungskontakt mit den Patienten muss erläutert und eingeschätzt werden, um dem Schüler seine Möglichkeiten aufzuzeigen. Dem Schüler sollen kommunikative Fähigkeiten in der Gesprächsführung, kongruentes Verhalten und Empathiefähigkeit erläutert und vermittelt werden.
    Lernziel: Der Schüler soll die oben genannten Mittel zur Gesprächsführung kennen lernen und sie unter Anleitung anwenden.

    - Trainingsmaßnahmen Aktivitäten in der Milieugestaltung
    Der Schüler soll Trainingsmaßnahmen im Rahmen des Pflegeprozesses erlernen und Mithilfe bei der Bewältigung des Tagesablaufes leisten können. Außerdem muss dem Schüler die Mitwirkung an speziellen pflegetherapeutischen Maßnahmen zur Verstärkung der Ressourcen der Patienten in den Aktivitäten der Milieugestaltung erläutert und gezeigt werden.
    Lernziel: Der Schüler soll unter Anleitung an den Trainingsmaßnahmen teilnehmen und evt. unter Anleitung ressourcenfördernde Maßnahmen durchführen.

    - Bezugspflege bzw. Beziehungsarbeit in der Psychiatrie
    Dem Schüler sollen Kenntnisse der psychiatrischen Bezugspflege und der Beziehungsarbeit vermittelt werden. Es sind ihm Möglichkeiten bei der Mithilfe bei der Bezugspflege zu eröffnen.
    Lernziel: Der Schüler soll die Wichtigkeit von Beziehungsarbeit beim Umgang mit psychisch Kranken kennen lernen und einschätzen können.

    - Begleitung bei Hausbesuchen und Vorstellungsterminen in sonstigen Einrichtungen und Institutionen
    Dem Schüler ist das Wissen um das psychiatrische Netzwerk im Lande Bremen zu vermitteln (Betreutes Wohnen, ambulante psychiatrische Pflege etc.). Wenn möglich, soll der Schüler die Möglichkeit haben, diese Einrichtungen bei Begleitungen aufzusuchen.
    Lernziel: Der Schüler soll das psychiatrische Netzwerk im Lande Bremen kennen lernen.

    - Maßnahmen im Zusammenhang mit Aufnahme, Verlegung und Entlassung
    Dem Schüler sind die Aufnahmerichtlinien mitzuteilen und deren Sinn und Zweck zu erläutern. Im weiteren soll der Schüler an Aufnahmengesprächen teilnehmen können und am Ende seines Einsatzes die Möglichkeit erhalten eine Aufnahmesituation alleine durchzuführen. Bei der Entlassungsvorbereitung sind dem Schüler die notwendigen Kenntnisse zur vermitteln (Entlassungsrichtlinien, Erläuterung der Übergangspflege etc.)
    Lernziel: Der Schüler soll am Ende seines Einsatzes die Aufnahme und Entlassung eines Patienten selbständig durchführen können.

    - Gruppenbezogenes Training lebenspraktischer Fertigkeiten
    Dem Schüler sind die Notwendigkeiten des Sozialtrainings zu erläutern und es sind ihm Möglichkeiten zu eröffnen, an Aktivitätsgruppen im Rahmen des therapeutischen Stationsmilieus teilzunehmen. Es solln im des weiteren die Planung, Gestaltung und Durchführung von Aktivitäten außerhalb und innerhalb der Station (z.B. Spaziergänge, Ausflüge, Freizeitangebote, Spiele etc.) erläutert werden.
    Lernziel: Der Schüler soll Stationsaktivitäten unter Anleitung planen, gestalten und durchführen können.

    - Mitwirkung in speziellen Therapiegruppen
    Dem Schüler ist die Möglichkeit zu eröffnen, an speziellen Therapiegruppen teilzunehmen (Gartengruppe, Kochgruppe, Ergotherapie etc.).
    Lernziel: Der Schüler soll den Sinn und Zweck solcher Therapiegruppen erkennen.

    - Vermittlung von Fachwissen im Theorie-Praxis-Transfer
    Dem Schüler sind die für die Praxis notwendigen Kenntnisse vom Mentor zu vermitteln, so dass ein Theorie-Praxis-Transfer möglich ist, in Bezug auf Psychopathologie und Psychopharmaka. Es solln praxisbezogene Lernprojekte in der Psychiatrie durchgeführt werden.
    Lernziel: Der Schüler soll die notwendigen theoretischen Kenntnisse erlangen, die ihm die Arbeit in der Psychiatrie ermöglichen.

    b. Mittelbar patientenbezogene Tätigkeiten

    - Teamarbeit und Sozialverhalten in der Psychiatrie
    Der Schüler soll an Dienstübergaben, Therapiekonferenzen, Fallbesprechungen sowie Teamgesprächen teilnehmen und die Möglichkeit erhalten, diese aktiv mit zu gestalten. Dem Schüler ist die Notwendigkeit von Teamarbeit in der Psychiatrie zu erläutern.
    Lernziel: Der Schüler soll sich in das Team integrieren können und aktiv die Teamarbeit mitgestalten können.


    Cheers

    Ingo :wink:
     
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