(Lern-)Struktur bezüglich der Examensvorbereitung während der Praxisphasen

Dieses Thema im Forum "Rund um die Abschlussprüfung (Examen)" wurde erstellt von Jacki_91, 15.01.2014.

  1. Jacki_91

    Jacki_91 Newbie

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    Hallo :-)

    Ich mache nun im Sommer mein Examen, nach meinen beiden letzten kleinen Klausuren nächste Woche in Innere wollte ich mich so langsam auf das Examen vorbereiten. 6 große Ordner und große Examensbücherwälzer machen den Anfang nicht gerade einfach. Ich habe hier schon viel gelesen, dennoch fehlt mir eine Art Struktur, wie man am besten ran geht.

    Positiv für mich ist wohl, dass ich vor jeder Klausur die Thematiken für mich zusammengefasst habe, dadurch fallen die großen Stapel an Blätter teilweise schon weg. Den Rest werde ich noch zusammenfassen, aber dann? Ich dachte es ist eine gute Strategie während den Praxisphasen (nach Früh- oder Nachtschicht lernt doch niemand ernsthaft effektiv für das Examen? Oder bin nur ich so fertig nach den Schichten?!) immer mal wieder den ein oder anderen Ordner durchzulesen, natürlich auch mehrfach. In den Urlaubstagen oder gelegentlich auch an den freien Tag etwas in die Tiefe gehen, und ein paar Woche vor dem Examen alles intensiv durchzupauken. Meine Kursleitung meinte, dass sei viel zu wenig Zeit, die ich mir vorstelle hierein zu investieren.

    Aber während der Praxisphase noch nach einer Frühschicht 2 h lernen? Wie habt ihr das gemanaged, Praxisphasen und gleichzeitig die Examensvorbereitung effektiv zu schaffen? Ist es sinnvoll ein Organ nach dem anderen stur mit Anatomie, Physiologie, Pflege, Krankheitslehre durchzuschuften?

    Liebe Grüße

    Jacki
     
  2. Maniac

    Maniac Poweruser

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  3. Pebbles79

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    Hallo Jacki!
    Prinzipiell muss glaube ich jeder sein eigenes System finden, mit dem er sich am Besten vorbereiten kann. Bei uns im Kurs war das Lernverhalten sehr sehr unterschiedlich und bestanden haben wir letztendlich alle :klatschspring:
    Aber ich kann Dir zumindest mal sagen, wie ich es gemacht habe: Ich hatte letztes Jahr Anfang August schriftliches Examen und angefangen zu lernen habe ich Anfang April. Anfangs hauptsächlich an freien Tagen, mal 1-2 Stunden nach dem Frühdienst. Dabei habe ich hauptsächlich einzelne große Themengebiete durchgearbeitet und zusammen gefasst (z.B. eben Blut und dann das Wichtigste zu Anatomie, Bluterkrankungen und Pflege dazu). Das habe ich nämlich leider im Laufe der Ausbildungszeit nie gemacht. Richtig effektiv angefangen zu lernen habe ich dann 6 Wochen vorher, also Ende Juni. Aber ab diesem Zeitpunkt dann wirklich gnadenlos und ohne große Ausnahmen. Nach dem Frühdienst habe ich 1-1,5 Stunden Pause gemacht, dann aber bis abends um 21/22 Uhr gelernt. Im Spätdienst saß ich morgens um 8 am Schreibtisch. Und von den freien Tagen ganz zu schweigen. Hab auf diese Weise immerhin ne 2 im schriftlichen geschafft (hab damit zwar mein ehrgeizig gesetztes Ziel nicht erreicht, aber ich glaube auch nicht, dass ich besser gewesen wäre, hätte ich noch eher angefangen zu lernen. Irgendwann ist der Kopf einfach so voll...).
    Ach ja: und ich habe schon nach Organen gelernt. Schön eins nach dem anderen komplett durch und am Schluss nochmal auf die Schnelle alles wiederholt.
    Ich wünsch Dir viel Erfolg!!

    Lg Pebbles
     
  4. Nani91

    Nani91 Poweruser

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    Hi

    ich habe auch im Sommer Examen. Ich habe mir vorgenommen im Februar anzufangen alles zu ordnen. Z.B. Herz und dann die Krankheitslehre und die Pflege zu einem bestimmten Krankheitsbild. Mehr weiß ich auch noch nicht wie genau ich es machen soll :/
     
  5. Jacki_91

    Jacki_91 Newbie

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    @ Pebbles: Dankesehr, das bestärkt mich etwas in meinem Gedanken, vorerst mich durch die Themen zu lesen und diese immer wieder zu wiederholen und dann einige Wochen vor dem Examen in die Intensivphase zu gehen... Heute hatten wir die erste Stunde Wiederholung in der Chirurgie, war ganz gut zu sehen dass man schon einiges aus dem FF kann, aber natürlich merkt man auch dass viele Lücken da sind, Dinge die einfach vergessen wurden.

    @ Nani: Geordnet habe ich gottseidank schon alles... Auch nach den Organgen, hab alles zum Herz in eins gefasst, dass wirklich alles bündig ist. Die Massen zu sehen macht mir etwas Sorge, aber ich denke wir werden das schon hinbekommen, haben schon so viele geschafft... Ich hoffe dass sich die ersten Ängste lösen, sobald man mitten in der Vorbereitung steckt und ein Ende sieht, momentan sehen wir das wohl beide noch nicht.
     
  6. kräuterfrau

    kräuterfrau Poweruser

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    Darf ich fragen warum Krankheitslehre so einen hohen Stellenwert hat, dass es als Struktur benutzt werden muss?

    Warum nicht Lernfelder wie in der Schule. Wo bleiben dann die ganzen Pflegetheorien, Pflegekonzepte. Sie sind nicht auf ein bestimmtes Krankheitsbild bezogen.

    Pflegetheorien und Pflegekonzepte, Pflegequalität, Pflegetätigkeiten, Krankheitslehre und Anatomie/Physiologie.

    Wenn ihr Euch nur auf bestimmte Organe konzentriert und so Bausteinmäßig lernt entgehen Euch Sachen. In der Schriftlichen gibt es in der Regel mehr als einen Lösungsweg

    Edit: Krankheitslehre nicht so ausführlich, wie ihr das macht.

    Krankheitsname, Definition, Ursachen/Pathophysiologie/Risikofaktoren, Diagnostik, Therapie, Spätfolgen

    Da lohnt es sich Karteikarten zu schreiben und sich wirklich darauf einzuschränken.

    Für Pflegetheorien lohnt sich Quellen auf Ursprungssprache (meistens Englisch) zu lesen und die Fallbeispiele theoriegeleitet zu analysieren. Auch in der Praxis->Pflegeanamnese theoriegeleitet und dann Analyse zu Hause.

    Insgesamt lohnt es sich wärend der Praxisphase versuchen anhand 3-4 Patientenbeispiele eine Klausur zu erstellen und lösen.
     
    #6 kräuterfrau, 16.01.2014
    Zuletzt bearbeitet: 16.01.2014
  7. Jacki_91

    Jacki_91 Newbie

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    Ich glaube der Grund für meine Verbissenheit auch was die Krankheitsbilder angeht kommt daher, dass man bisher in den Examensübungen (Tag 1 und 2) selbst Diagnosen teilweise erstellen musste und demnach alles dadurch herleiten musste, inklsuive Pflege. Natürlich sind Pfelegtheorien und co sehr wichtige Bausteine, die einem nicht entgehen sollten, dennoch sollte ich in der Krankheitslehre doch schon ziemlich fit sein, da beim schriftlichen nicht immer eine Diagnosestellung mit angegeben wird, sondern nur Symptome, eventuell noch "Der Pat. wurde demnach gleich ins Rö-Thorax gebracht - welche Ergebnisse erwarten sie anhand ihrer Verdachtsdiagnose?" Dass die Pflege hierbei natürlich den wichtigsten Baustein ergibt ist klar, doch muss ich mir in meiner Diagnosestellung ja schon ziemlich sicher sein. Hat nun eine Pat. (ein blödes Beispiel auf die Schnelle) einen Pleuraerguss, ich reite dennoch auf einem Asthma bronchiale herum, könnte mich das doch die Prüfung kosten.

    Daher bin ich relativ unsicher, da diese Diagnosestellungen ziemlich heavy teilweise sind meines Erachtens, je nachdem wie eindeutig die Symptome gekennzeichnet sind. In der mündlichen Prüfung kann man ja noch eine ABC-Struktur durchfließen lassen, könnte dies und aber auch jenes sein, aber beim schirftlichen? Sollte man schon recht fit sein. Ob da Karteikarten reichen? Vielleicht klappt es bei der Inneren, was mir persönlich ohnehin tausendmal mehr liegt wie das chirurgische, aber hat man ein stark chirugisches Examen (wie bei uns die letzten Examensleute) dann sollte man sicherlich auch mit OP Techniken und co punkten können. Oder sehe ich das alles etwas zu eng??
     
  8. kräuterfrau

    kräuterfrau Poweruser

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    Und das ist finde ich eben die Herangehensweise die ich nicht verstehe. Dir ist die medizinische Diagnose nur so weit wichtig um zu erkennen ob es hier eine hochakute Situation handelt und ob die Erkrankung eventuell Spätfolgen haben könnte an die man denken sollte. Wenn ich Klausuren korrigieren würde, würde ich Diagnosestellung durch Schüler als Falsch bewerten.

    Du wirst immer genug Informationen bekommen um Pflege richtig zu gestalten. Bist du in Baden Württemberg?

    Du punktest nicht mit medizinischen Wissen sondern mit dem Herstellen der Zusammenhänge. Es ist unwichtig den OP Ablauf zu wissen, wenn du nicht instrumentieren möchtest. Es ist aber wichtig, was danach schief gehen kann, worauf du in Krankenbeobachtung achten solltest und welche Verhaltensweisen sind für Patienten wichtig.

    Beispiel: Hüft-Tep. Es ist unwichtig für dich zu wissen mit wie vielen Schrauben es befestigt wurde, es ist aber wichtig ob es zementiert oder nicht zementiert. Darf Patient auftreten oder nicht auftreten? Welche Gefahren bei der Verletzung? Wie mobilisierst du Patienten? Welche Bewegungen sind No-Go?

    Nochmal ich finde es sinnvoll in der Praxisphase die Situation von 4-5 Patienten Examensmäßig zu lösen

    Pflegeanamnese-Pflegeplanung- Beschreibung der Durchführung einzelner Maßnahmen-Begründung.

    Natürlich sind sehr gute Kenntnise in der Anatomie/Physiologie wichtig. Aber viel wichtiger ist es da Zusammenhänge herstellen zu können. Da Examensklausuren Landessache sind, kann es passieren, dass ein sehr seltenes Krankheitsbild vorkommt oder eines was man nicht hatte. Auch OP Verfahren, was man nicht gelernt hat. Dafür ist es wichtig Anatomie/Physiologie zu beherrschen.
     
  9. kräuterfrau

    kräuterfrau Poweruser

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    Wenn du gerade in der Praxisphase bist, dann kannst du es probieren.

    Einmal theorie geleitete Analyse nach Orem, einmal nach RLT, einmal nach Krohwinkel. Daraus eine Pflegeplanung erstellen und dann einzelne Maßnahmen tabelarisch beschreiben. Dann mit einer Bezugswissenschaft(da kannst du deine Krankheitslehre wunderbar üben) und mit Pflegewissenschaft erklären.

    Bist du gerade in der Praxisphase?
     
  10. Jacki_91

    Jacki_91 Newbie

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    Ich verstehe auf jeden Fall was du meinst, Fallbeispiele werde ich auch sicherlich noch genügend bearbeiten in der Zukunft, sobald die letzte reguläre Klausur am Dienstag vom Tisch ist. Dafür habe ich mir auch ein Examensbuch mit Augaben, Lösungen und KOmmentaren gekauft, um auch etwas mehr in den Pflegealltag reinzukommen.

    Momentan habe ich Schule, nächste Woche noch, eine Woche Urlaub (in der ich mich intensiv mit Kardio und Pulmo auf meine nächste Station vorbereite, da ich aufgrund einer Knie OP lange ausgefallen bin und nun schon insgesamt durch Krankenstand und Schule 3,5 Monate nicht mehr in der Praxis war :/ ) Mit der Wechselschicht bin ich gespannt wie viel Muse ich noch zum lernen habe, ich brauche meine Auszeiten.

    Und zu deiner frage zwischendurch, ich mache in BaWü mein Examen, ja :-) Leider auf einer chirurgischen Station mein Praktisches *seufz*



    *EDIT: Mit den Diagnosestellungen sehe ich es wie du, ich habe mich nach meiner Neurologieklausur etwas aufgeregt, 4 Fallbeispiele, ein paar minimale Sypmtome beschrieben und wir sollen Diagnose, Diagnostik und co beschreiben. Ich verstehe, dass ich Situationen einschätzen muss, akut, Notfall? Was könnte es sein? Aber eine explizite Diagnosestellung obligt dem Arzt... Leider zeigt es sich in unseren Klausuren teilweise anders.
     
  11. Pebbles79

    Pebbles79 Junior-Mitglied

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    Vielleicht sollte ich noch ergänzend hinzufügen, dass ich in Bayern Examen gemacht habe und wir ja einen ganz anderen Examensaufbau haben als beispielsweise Baden-Württemberg. Bei uns liegt der Schwerpunkt nicht auf den Pflegetheorien, die werden u.a. gesondert am dritten Tag abgefragt. Die ersten zwei Tagen stehen Anatomie, Krankheitslehre und die entsprechende Pflege im Vordergrund - für mich hat das vom Lernen her daher so gut gepasst!
     
  12. Krankenschwesterazubi92

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    Hallo, ich habe mein schriftliches Examen gerade hinter mir. Die letzen 3 Tage haben mich auch meine letzen Nerven gekostet. Mache meine Ausbildung auch in Baden -Württemberg. Ich hatte zum Schluß nur noch 3 Ordner
    1. Krankheitsbilder mit kompletten zusammenfassungen aller Organe
    2. Pflegetheorien, Konzepte, Modelle (also quasi alles was an Tag 1&2 im D-Teil drankommen kann)
    3. Ordner für den 3. Tag mit PDCA, Fehlermanagement, Beschwerdemanagement, Gesetzte ...
    Angefangen mit dem lernen habe ich Ende November auf das Probeexamen, dass Anfang Dezember stattfand. Dann habe ich nochmals eine Pause bis nach Weihnachten gemacht und dann nochmal für den Endspurt gelernt. Ich hab ein gutes Gefühl, allerdings würde ich raten etwas mehr Zeit zum lernen zu investieren.
     
  13. kräuterfrau

    kräuterfrau Poweruser

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    Noch einmal. Ich würde Krankheitslehre kurz halten. Was nützt es zu wissen, welche Diagnostikmethoden was ergeben müssen um eine Diagnose zu stellen, wenn die Auswirkungen der Erkankung ganz unterschiedlich ausgeprägt sein können und auch unterschiedliche Menschen unterschiedliche Arten haben wie sie mit einer Erkrankung oder Beeinträchtigung umgehen.


    Daher ist es gut Anatomie und Physiologie zu lernen und versuchen daraus die Schlüsse zu ziehen.

    Warum organisiert ihr nicht hier eine "Forumslerngruppe" und postet hier ein anonymisiertes Fallbeispiel und versucht es zu lösen?
     
  14. NOVA27

    NOVA27 Junior-Mitglied

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    Es kommt wirklich stark drauf an in welchem Bundesland Ihr seit in dem wie Ihr lernt!!! Ich geb Kräuterfrau recht, in BaWü ist es sinnlos zuviel in die Krankheitslehre/Diagnostik zugehen.
    Zumindest an grossen Kliniken sieht man so ziemlich alle Krankheitsbilder mind einmal während der Ausbildung und kann sich einen Pat im Kopf "herrufen" wenn es um die Fallarbeit geht.

    Ich hatte im Sommer13 in BaWü Examen gemacht. Zum Glück hatte ich mir für die mündliche Zwischenprüfung viele Krankheitsbilder/Pflege zusammen gefasst. So hab ich nur alle noch einmal überarbeitet, ausgedruckt, laminiert und immer welche dabei gehabt.
    * Schriftlich: Wir wussten im Frühling welcher Lehrer welchen Tag beim Schriftlichen prüft. So hab ich jedem Lehrer 1-2 ausgearbeitete Fälle (von den letzten Jahren) gegeben und mit ihnen durch gesprochen. Hat mir sehr viel geholfen, da ich so wusste wie jeder Lehrer ungefähr korrigiert bzw auf was er/sie achtet.
    * Praktisch: Krankheitsbilder nur von der Station gelernt (hatten zum Glück von der Station ein tolles Ausbildungskonzept erhalten), Augen und Ohren offen gehabt wie alles so dort läuft und worauf geachtet wird. Dann immer bei möglichen Examensverbänden hier gerufen, bei Dingen wo ich noch nicht hatte hier gerufen....ganz wichtig, nimmt euch raus zu sagen ich mach hier mein Examen, ich kann nicht richtig eingesetzt werden und 5 Pat pro Schicht übernehmen, welche keine "Examensrelevanz" haben (z.B. ein fast sst Pat welcher nur über den Rücken gewaschen bekommt, wartet auf weiteren Ablauf oder so, brauch ich nicht).
    Dann die Tage vor dem Auswahltag, Augen offen halten, welche Pat möglich sind. Bei mir war schnell klar, dass nur zwei in Frage kommen als Hauptpatienten. Also dort vermehrt einsetzen lassen.
    * Mündlich: Wir haben eine Liste mit den möglichen Krankheitsbildern bekommen. Hier hab ich die fehlenden auch zusammen gefasst und dann versucht auswendig zu lernen. Wichtig ist in fast alle Teilen, dass man Zusammenhänge sieht und ausserhalb der Box denken kann. Bei uns haben die Lehrer auch einem gut geleitet wenn man total daneben lag bzw sie es nicht hören wollten.

    Alles in allem sind die Monate vor der Prüfung extrem stressig (vom Kopf her), aber wenn man nicht unbedingt eine 1 oder 2 möchte, dann geht es auch ohne täglich stundenlang hinsitzen und lernen. Ich bin eine totale Theorieniete, habe versucht ein Lernschema zumachen, aber am Ende mir viel Relaxzeit rein gemacht, da reinhaun bei mir eh nichts bringt :-)

    Fall´s BaWü Leute sich zusammen schliessen wollen und eine virtuelle Lerngruppe bilden möchten, könnt Ihr gerne bescheid geben. Ich hab die meisten von meinen Dingen zusammen gefasst und in Dropbox gestellt. Kann den Link gerne verschicken.
     
  15. Jacki_91

    Jacki_91 Newbie

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    Danke für eure Antworten :-)
    Das mit den virtuellen Lerngruppen finde ich auch eine sehr gute Idee, ist doch nochmal anders als in der Gruppe zusammenzusitzen, das bringt mir üersönlich immer relativ wenig, aber im schriftlichen diskutieren stelle ich mir sehr produktiv vor. Dein Angebot NOVA nehmen sicher dann auch gerne mehr als nur ich wahr :-)
     
  16. Nani91

    Nani91 Poweruser

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    Natürlich lernen wir auch die ganzen Pflegetheorien, Qualitätsmanagement..., dass ist aber leicht zu strukturieren deswegen habe ich es nicht erwähnt. Bei der Krankheitslehre gehört so vieles noch dazu, Anatomie Medikamente Pflege. Da muss man erst mal seine ganzen unterlagen auf den Kopf stellen.
     
  17. kräuterfrau

    kräuterfrau Poweruser

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  18. Nani91

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    Wie intensiv lernt ihr Psychiatrische Erkrankungen? In der Vergangenheit kamen ja noch nie psychische Erkrankungen in den Prüfungen vor
     
  19. NOVA27

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    Hatte letztes Jahr Schizophrenie, Manie, Borderline und Depression grob gelernt, aber nicht viel Zeit drauf verschwendet. Bei uns wurde gleich gesagt, zumindest für´s Mündliche braucht Ihrs nicht
     
  20. Nani91

    Nani91 Poweruser

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    ok gut, zu uns wurde das auch gesagt für das Schriftliche und mündliche. Werde mir alles nur grob anschauen
     
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