Leitfaden zum Einsatz akademischer Pflegekräfte

Dieses Thema im Forum "Studium Pflegewissenschaften" wurde erstellt von Romsen2014, 09.07.2016.

  1. Romsen2014

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    Da ja auch immer wieder die Frage aufkommt, wie die akademischen Pflegekräfte, vor allem in hinblick auf die Absolventen des Dualen Bachelor Studiums in die "Praxis" eingesetzt werden sollen und diese "News" bisher nicht hier im Forum thematisiert wurde, dachte ich mir ich poste das mal.

    So hat Der Verband der Pflegedirektorinnen und Pflegedirektoren der Universitätskliniken und Medizinischen Hochschulen Deutschlands (VPU) einen Leitfaden erstellt wie die akademischen Pflegekräfte in den Krankenhäusern eingegliedert werden können. So war dies ja bisher fraglich bzw. gab es bis dahingehend noch keine klaren Konzepte.

    Die News gibt es hier und aus dem Newsletter des VPU. Der Leitfaden soll voraussichtlich im August erhältlich sein.

    Wie ist das einzuschätzen ?
     
  2. Toolkit

    Toolkit Poweruser

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    Ich glaube, es ist schlichtweg besser studierte Kräfte am Bett zu haben, weil dadurch gewisse Grundqualifikation vorausgesezt sind (siehe Hochschulreife/Fachhoschulreife, Ausnahmen bestätigen die Regel), halte aber den Mehrgewinn durch das Studium an sich für marginal/kaum existent.

    Ganz praktisch bleiben die Fragen über:
    Was bestimmt der studierte Pflegende? Warum verdient er mehr?
    Was macht die ausgebildete Pflegekraft?

    Ich arbeite in einem durchaus HOCH engagierten Krankenhaus, das akademische Pflegekräfte in besonderem Maße beschäftgt, erkenne auch die Bereitschaft, Expertise und den Leistungswillen, aber vermisse am Ende des Tages die Umsetzung. Deswegen geht es m.E.n. nur über die GESAMTHEIT der Pflegenden und nicht über einzelne besser ausgebildete Kräfte. Quantitativ UND qualitativ. Ich säge dabei an meinem eigenen Stuhl, aber anders wird es sich niemand leisten können.
     
  3. Romsen2014

    Romsen2014 Junior-Mitglied

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    Hoch engagiert? Evtl. das UK Essen? :D

    Das was du beschreibst würde ja in Richtung vollakademisierung gehen. Aber davon sind wir ja nun Meilenweit entfernt. Da wäre natürlich auch das von dir angesprochene Problem der traditionell Ausgebildeten Pflegekräfte.

    Ich sehe das in etwa so wie die Pflegedirektorin aus dem UKE Irene Maier: „Dabei gilt, dass die akademisch qualifizierten Pflegenden kein Ersatz für die fachschulisch ausgebildeten Kolleginnen und Kollegen sein sollen. Im Gegenteil: Nur durch das Zusammenwirken aller Beteiligten im therapeutischen Team – der Ärztinnen und Ärzte, der akademisch und der fachschulisch qualifizierten Pflegenden und aller weiteren Berufsgruppen – kann es gelingen, den größtmöglichen Nutzen für unsere Patientinnen und Patienten zu erreichen und gleichzeitig knappe Ressourcen effizient einzusetzen"

    Doch ist klar festzustellen, dass es im Bezug auf akademische Pflegekräfte gespaltene Meinungen gibt. Einige Kollegen finden es super und stehen da total hinter. Andere gehen total auf die Barrikaden. Als Beispiel wäre zum einen der Ausspruch:" Ihr nehmt uns doch nur die Arbeitsplätze weg!"

    Oder auch mein persönliches Highlight:"Wie, du machst dieses Studium? So hätte ich dich nicht eingeschätzt!" Und spricht danach keinen Ton mehr mit dem Azubi/Student, wobei zuvor alles toll und gut war.

    Auch unsere Kollegen die Ärzte poltern dann gerne mit. So gibt es auch hier einige positive Stimmen, aber auch die Worte "Schwachsinn" und "diese neuerliche pseudo Akademisierung" zu hören.

    Anders gesagt, ist es zu der beschriebenen "Vollakademisierung" noch ein weiter Weg und der Schritt der Punktuellen Einsetzung für richtig und wichtig.
     
  4. WildeSchwester

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    Warum glaubst Du denn dass es besser ist studierte PK am Bett zu haben? Von welchen Grundqualifikationen redest Du?
     
  5. Toolkit

    Toolkit Poweruser

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    Nein, nicht mehr ;) Das UKE zeigt ja aktuell besondere Anwandlungen Akademisierung an einem UK zu implementieren, das ist mir leider alles schleierhaft, bin aber auch zu schlecht implementiert.

    Arbeite im Florence-Nightingale-Krankenhaus in Düsseldorf. Hier wird punktuell bereits auf die Arbeit akademisierter Pflegekräfte auf Master-Niveau (ANP-Konzept) gesetzt, das auch durchaus den Praxisalltag voranbringt.

    Die Implementierung von B.A.-Pflegenden ist noch im Gange, erstmal muss natürlich auch ein Student, wie wir alle, das normale Arbeiten kennenlernen. Es gibt bereits Wege, die dann beschreitbar sind, aber ist alles noch nicht im Vollzug ;)

    Durch die vorausgesetzte Fachhochschulreife disqualifiziert sich automatisch ein Teil der Bewerber. Natürlich sind dadurch manche Qualifikation, z.B. das vernetzte Denken, Gesamtzusammenhänge erkennen, Interpretationsfähigkeit auf einem anderen Niveau. Achja, und der Drei-Satz wird richtig gerechnet.
    Und Ausnahmen bestätigen die Regeln. Habe auch schon "Studierte" kennengelernt, die vor dem Examen nicht wusste, was vor oder nach dem QRS-Komplex kommt ;)
     
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  6. WildeSchwester

    WildeSchwester Poweruser

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    @Toolkit
    Sorry,aber damit ist meine Frage nicht wirklich beantwortet.
    Nochmal anders gefragt: welchen Mehrwert hat der Patient davon dass eine studierte PK am Pflegebett arbeitet? Ist man damit automatisch empathisch(er) ? Kann jemand mit Fachhochschulreife einen Menschen in schwieriger Lebens-/Krankensituation besser unterstützen? Ist eine Pflegekraft mit Haupt-/Realschulabschluss weniger befähigt sich in einen Patienten einzufühlen?
    Vernetztes Denken, evidenzbasierten Arbeiten etc.pp. sind Dinge die man erlernen kann. Professionelles Arbeiten ist nichts was nur Menschen mit Fachhochschulreife erlernen/ausüben können.
    Ich sehe es schon so dass eine gewisse Grundqualifikation vorhanden sein muss, um die Ausbildung machen zu können. Aber generell zu sagen studierte Pflegekräfte am Bett seien besser, wegen der vorausgesetzten Fachhochschulreife, finde ich eine unmögliche Aussage! Es ist toll ein EKG lesen und bewerten zu können.Und z.B auch wichtig auf Stationen wo mit Monitoring gearbeitet wird.Doch bei aller Professionalisierung sollten wir nicht das vergessen um was es eigentlich geht in der Pflege: Den Menschen! Und die Grundsätzlichen menschlichenund charakterlichen Eigenschaften die man braucht um sich in einen Patienten einfühlen zu können etc. sind einem nicht eigen nur weil man die Fachhochschulreife besitzt.
     
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  7. Romsen2014

    Romsen2014 Junior-Mitglied

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    Natürlich hat ein Abschluss nichts mit der Empathiefähigkeit zu tun. Doch die Dinge die du ansprichst (Evidenzbasierte Pflege) kann man erlernen und zwar am besten von Anfang an! Somit sehe ich schon hier einen Mehrwert für den Patienten, da "Studenten" das anwenden neuester Wissenschaftlicher Erkenntnisse beigebracht wird und dies an Hochschulen gelehrt wird. Ob diese Fähigkeit nun angewendet wird oder nicht liegt dann zwar an der PK selbst, aber sie ist vorhanden!
    Und an Hochschulen kommt man nur mit Abitur oder Fachhochschulreife. Ansonsten würde man versuchen Hochschul Inhalte in eine Berufsausbildung zu stecken, was nicht Zielführend wäre.

    Toolkit hat sich da Falsch ausgedrückt. Der Mehrwert entsteht nie durch einen Abschluss. Er entsteht durch die (hoffentlich) mit den Abschluss erworbenen Fähigkeiten und das Können diese einzusetzen.

    Doch eigentlich wollte ich mich zu dieser Diskussion nicht äußern, da ich ja nun einmal Student bin und daher meine Meinung eher wenig verwundert. Doch kommt es mir so vor, dass man anscheinend generell gegen eine Akademisierung ist.

    Was ich sehr Schade finde.
     
  8. WildeSchwester

    WildeSchwester Poweruser

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    Ich bin ganz und gar nicht generell gegen eine Akademisierung.Zumindest nicht prinzipiell.
    Aber ich denke die Pflege hat momentan andere Probleme, als eine fehlende Akademisierung! Meiner Meinung nach müsste erstmal was getan werden um mehr Fachpflegekräfte auszubilden,wieder mehr junge Menschen für den Beruf zu begeistern.Durch die Arbeitsbedingungen,Sparpolitik und auch das fehlende Ansehen entschließen sich immer weniger eine Ausbildung in der Pflege zu machen.Und ich denke eine Akademisierung wird nur für noch weniger Bewerberzahlen sorgen,da viele dann(erstmal) nicht mehr die Zugangsvoraussetzungen erfüllen.Und in der derzeitigen Situation ist das fatal.
    Davon abgesehen:ausnahmslos alle Studenten, mit denen ich bisher gesprochen habe, wollen definitiv nicht am Bett arbeiten! Und deswegen studieren Sie.Was also bringen uns studierte Pflegekräfte, die nicht am Bett arbeiten wollen?
    Was möchtest Du nach dem Studium machen? Normal am Bett arbeiten, kaum die Zeit haben jeden Patienten auch nur einigermaßen pflegen zu können aber Hauptsache das wenige was du tun kannst ist evidenzbasiert!? Wie stellst du dir deine Arbeit vor,nach dem Studium?
     
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  9. Romsen2014

    Romsen2014 Junior-Mitglied

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    Zu den oben genannten Problemen gebe ich dir uneingeschränkt recht. Die Pflege hat viele Probleme die endlich mal angepackt werden müssen. Und eines davon ist auch der Stand (von dir Ansehen genannt)

    Zu deiner Frage: Wie ich mir das arbeiten später vorstelle. Klar werde ich weiter in der Pflege arbeiten. Sogar am Bett. Schade, dass du negative Erfahrungen gemacht hast. In meinem Kurs sieht es dagegen zum Beispiel anders aus. Der großteil will weiterhin am Bett arbeiten und genau unter den Bedingungen.

    Wenn wir über die akademisierung in Deutschland reden, dann Reden wir nicht über eine Vollakademisierung sondern über eine Teilaka.

    Du hast mich gefragt welchen Mehrwert diese "Studierten" bieten. Und ich gebe dir in einem Recht und stehe da mit Toolkit im Einklang. Unter den derzeitigen Rahmenbedingungen relativ wenig außer das von dir angesprochene "wenige". Daher diese Thread. Hier wird ein Leitfaden "vorgestellt" der die Bedingungen verbessern soll, damit diese "Studierten"Pflegekräfte auch "wirksam" sind.

    Ich glaube, dieser Thread hat durch eine falsche Bemerkung eine komplett falsche Richtung eingeschlagen.

    Ich sprach von einem punktuellen Einsetzen in der Praxis. Und man mag es kaum glauben... Es geht... sogar sehr gut.

    Ein tolles Beispiel hierfür: Willkommen am UniversitätsSpital Zürich

    Toll vor alllem , dass es durchlässig ist. Das USZ ist ein sogenanntes Magnetspital. Überdurchschnittliche Patienten- und Mitarbeiter Zufriedenheit. Wenig Fluktation.

    Vor allem bieten sie die Möglichkeiten für den Einsatz dieser "Studierten" Pflegekräfte und bieten einen Anreiz dies zu studieren. Und diese "Studierten" arbeiten in der Praxis! Das ist dem USZ sogar sehr wichtig. Ein ähnliches Modell gibt es auch in den Niederlanden.

    Darum ging es eigentlich in dem Thread. Ein Modell über den "sinnvollen" Einsatz.

    Zusammenfassend: Punktuelle, sinnvolles Einsetzen dieser "Studierten Pflegekräfte" können/ werden einen Mehrwert und einen Anreiz für die Pflege darstellen. Wenn ihnen denn auch die Möglichkeiten dazu gegeben werden.
     
  10. Toolkit

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    -> Sichereres Handeln, ggf. Früheres Erkennen von Komplikationen, vorausschauenderes Handeln, bessere Argumentation vor anderen Berufsgruppen, vor den Patienten selbst.

    Nein, habe ich auch nicht behauptet und das ist m.E.n. ohnehin eine Charakterfrage.

    Meinst du "ihm Beiseite stehen" oder "Pflege"/"Therapie" besser durchführen? Das Curriculum des B.A.-Studiengang ist ja komplett an das der "normalen" GuKp angelehnt, deswegen glaube ich, dass dahingegehend keine "Neuerungen" auftreten. Aber die Umsetzung könnte besser sein, ja.

    Nein, s.o.

    Man kann viele Dinge lernen. Am besten lernt man diese Dinge aber in jungen Jahren, von daher halte ich, wie bereits erwähnt, die Zugangsvoraussetzung als eine Aufwertung.

    Und ich finde es unmöglich zu sagen, dass nicht-studierte Pflegekräfte am Bett "besser" sein.
    Aiken et al. (2003) haben doch statistisch sogar festgehalten, dass (wenn auch angloamerikanisch) Pflegende auf Bachelor-Niveau die Mortalität und Komplikationsraten senken.
    Auf der anderen Seite fühlen sich viele geprellt, wenn Hauptschüler in die Pflege gehen. Außerdem will man ja noch mehr verdienen, weil die Vergütung so schlecht ist. Das beißt sich alles.

    @WildeSchwester
    Hoffe das war ausführlich genug ^^ Will den Rahmen hier nicht sprengen, sonst schreib gern per PN!

    Grüße,
    Tool[/USER]
     
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  11. Romsen2014

    Romsen2014 Junior-Mitglied

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    Einen Überblick über solche Untersuchungen hat auch Darmann- Finck (2012), die diese These sogar bestätigt.
     
  12. WildeSchwester

    WildeSchwester Poweruser

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    @Toolkit
    Ich habe nie gesagt nicht studierte PK wären besser am Bett. Ich gehe jedoch so gar nicht konform mit deinen Aussagen, dass studierte PK schneller Komplikationen erkennen können, vorausschauender und/ oder sicherer Handeln etc.pp.Das sind Dinge die nichts mit evidenzbasierten arbeiten zu tun haben, sondern doch viel mehr mit einem vernünftigem Wissen was Krankheiten etc. betrifft und einer aufmerksamen Patientenbeobachtung. Was die Statistik betrifft, so ging es doch dort nicht nur um die Qualifikation sondern um Qualifikation und Arbeitsbelastung/Personalschlüssel. In wie weit sich nun die Statistik auf Deutschland übertragen lässt ist nochmal eine andere Sache... .
    Wenn ein Hauptschüler also z.B. eine Ausbildung macht,sich somit qualifiziert dann die GuK-Ausbildung zu machen, hat dieser Hauptschüler also nicht das Recht entsprechendes Gehalt für die Verantwortungsvolle Tätigkeit zu fordern, nach erfolgreichem Examen!? Und ältere Azubis können schlechter lernen und sind daher weniger geeignet für die anspruchsvollen,hoch verantwortungsvollen Aufgaben einer Fachpflegekraft!? Eben weil sie keine Fachhochschulreife haben?
    Sorry,aber bei deiner Argumentation kommt letztendlich immer die Diskriminierung irgendwelcher Personengruppen raus.

    @Romsen2014
    Die Idee durch zusätzliche Pflegekräfte, die studiert haben, sowohl die Patientenversorgung als auch die Arbeitsbedingungen zu verbessern(weil wäre dann ja mehr Pflegepersonal) finde ich gut. Ob sich das in Deutschland großflächig durchsetzt werden die verschiedenen Pilotprojekte zeigen müssen.In Deutschland ist die Entwicklung(gerade in der Pflege) ja leider immer etwas träge;) Ich werde es gespannt weiter verfolgen.
     
  13. WildeSchwester

    WildeSchwester Poweruser

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    Hast du zufällig einen Link parat wo man die Untersuchung online lesen kann? Ich habe nur Verweise auf eine Publikation in einer Zeitschrift gefunden .

    Edit:Hab eine Zusammenfassung gefunden.Da steht u.a. dass die Studienlage nicht eindeutig sei, was die Kompetenz der Pflegekräfte betrifft...
     
  14. Romsen2014

    Romsen2014 Junior-Mitglied

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    Der Artikel geht auf der Basis einer Literaturrecherche in zwei internationalen Fachdatenbanken der Frage nach, welche Zugewinne von einer Erstausbildung von Pflegenden auf Bachelorniveau für die Kompetenzen von Pflegenden einerseits und das Patienten – outcome andererseits zu erwar ten sind. Auch wenn die gefundenen Studien nicht geeignet sind, kausale Zusammenhänge festzustellen, kann aber als gesicher t gelten, dass ein signifikanter positiver Zusammenhang zwischen dem Anteil von Pflegenden mit einer Bachelorqualifikation und dem Patientenoutcome besteht. Bezogen auf die Kompetenz bzw. Per formanz der Bachelorpflegenden ist die Studienlage nicht eindeutig. In der Diskussion wird auf methodische Limitierungen ebenso hingewiesen wie auf Konsequenzen für die Konzeption von primärqualifizierenden Studiengängen.

    Schlüsselwörter Erstausbildung auf Bachelorniveau, Patientenoutcome, Pflegekompetenz


    Link: Artikel Pflege und Gesellschaft 2012 | Deutsche Gesellschaft für Pflegewissenschaft e.V.

    Dabei etwas runterscrolen und da findest du die PDF Datei ;)

    Wie gesagt, ein Positiver Zusammenhang bezüglich Outcome ( Mortalität) besteht. Ich glaube es gibt aber auch neuere Untersuchungen, aber auch halt im Angloamerikanischen Raum. Wenn ich sie in den Untiefen meines PC wiederfinden sollte, kann ich sie gerne Posten ;)
     
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  15. ludmilla

    ludmilla Poweruser

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    Meiner Meinung fehlt da noch was, und das ist praktische Erfahrung!
     
  16. WildeSchwester

    WildeSchwester Poweruser

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    Klar,da hast Du total recht @ludmilla
     
  17. Romsen2014

    Romsen2014 Junior-Mitglied

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    Dies stand ja wohl außer Frage. Kein Studium der Welt kann Erfahrung ersetzen! Daher gefällt mir das Modell des USZ eigentlich sehr gut, da dort Erfahrung ein Elementarer Teil ist
     
  18. WildeSchwester

    WildeSchwester Poweruser

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    Das ist richtig,das Modell des USZ basiert ja letztendlich auf Erfahrung...je mehr Erfahrung und damit Verantwortungsübernahme desto weiter geht es.Sehr löblicher Ansatz.
    Aber ich denke Ludmilla meint damit ,ebenso wie ich, eher @Toolkit 's Beitrag.
     
  19. ludmilla

    ludmilla Poweruser

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    Ich meine, dass einem das Ganze theoretische Wissen nur wenig nutzt, wenn ich es nicht in die Praxis umsetzen kann.
    Beispiel: Als junge Kinderkrankenschwester habe ich mich immer gefragt, was die "alten Hasen" so alles sehen, wenn sie ein Kind im Inkubator angeschaut haben. Die haben oft anhand geringster kaum beschreibbarer Veränderungen erkannt , wann sich eine Infektion anbahnte und aufgrund dieses Wissens so manche Sepsis frühzeitig erkannt und den Kindern das Leben gerettet, indem man Diagnostik und Therapie früh einleiten konnte. Das lernt man weder in der Uni, noch in irgendwelchen Krankenpflegeschulen, sondern nur wenn solche Veränderungen auch life erlebt....
     
  20. -Claudia-

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    Du beschreibst einen pflegerischen Experten nach dem Bennerschen Stufenmodell. Diese Art des intuitiven Wissens lernst Du nur über berufliche Erfahrung. Du greifst unbewusst auf bereits erlebte Situationen zurück und handelst entsprechend.

    Weder ein traditionell noch ein akademisch Ausgebildeter kann so eine Stufe direkt nach dem Abschluss erreichen, dazu braucht es Jahre. Die Pflegestudenten werden jedoch genau wie die Krankenpflegeschüler sowohl in der Theorie als auch in der Praxis ausgebildet. Und auch Pflegeakademiker sammeln nach dem Abschluss Berufserfahrung. Ergo können auch sie im Laufe der Zeit zu Experten aufsteigen.
     
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