Leiharbeiter in der Pflege und im medizinischen Bereich

Dieses Thema im Forum "Fachliches zu Pflegetätigkeiten" wurde erstellt von CobraCain, 20.03.2009.

  1. CobraCain

    CobraCain Junior-Mitglied

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    Moin,

    Beruflich habe ich eigentlich nicht viel erreicht, sodass ich nach einjähriger Tätigkeit in der Altenpflegehilfe in einer Leiharbeitsfirma beschäftigt war. Zuerst fing es an mit Hilfsarbeiten in der Produktion, an Häfen usw.! Als ich in der Firma angefangen bin, musste ich einen zetel ausfüllen in dem man mich fragte in welchem Bereich ich am liebsten arbeiten möchte und in welchem halt nicht. Als erstes schrieb ich, das ich am liebsten in der Pflege bzw. Medizin arbeiten möchte, doch ich dahcte mir, das da draus eh nichts wird. Ca. fünf Monate nach meiner Anstellung, bekam ich den ersten Einsatz in einem Altenheim zugteilt, fortan waren alle Zeitungen dichtgeknallt mit Anzeigen von zeitarbeitsfirmen für pflegepersonal.

    Als Leiharbeiter kostet man ca. 20 Euro in der Stunde (wenn man viel glück hat sieht man davon 7,50, wobei viele nichtmal 7 euro brutto verdienen) und der vorteil ist halt, das man denleiharbeiter nach bellieben austauschen kann - ein anruf genügt!

    Naja, es werden mittlerweile nicht mehr ausschließlich Pflegehelfer gesucht, sondern auch exam. Personal und sogar Fachärzte für Innere Medizin werden z.T. von Leiharbeitsfirmen gesucht. Auf der Seite von Arbeitsamt z.B. sind von 10 Seiten neuneinhalb seiten voll mit inserate von leiharbeitsfimren.

    In vielen Bereichen der Krnakenpflege kann man qualifizierte Leiharbeiter sicherlich einsetzen, aber ich denke grade in der Altenpflege wo ein gewisser bezug und ein gewisses vertrauen zwischen bewohner und pfleger wichtig ist, sind häufig wechselnde arbeiter ein großes problem - immerhinnist man als pfleger auch eine vertrauens- und bezugsperson. wenn die arbeiter häufig wechseln, fehlt den bewohnern die bindung zu der pflegekraft, was sich verständlicherweise im auch im verhalten einiger bewohner zeigt.

    ich ahbe nun das glück gehbat, das ich von dem altenheim wo mein vorletzter leiharbeitseinsatz war, übernommen wurde nachdem ich eine bewerbung abgegeben habe. ich würde nie wieder in einer leiharbeitsfirma anfangen, schon gar nicht mit abgesclossener ausbildung bzw. jahrelangem studium.

    was habt ihr für erfahrungen mit leiharbeitern?
     
  2. saphena78

    saphena78 Junior-Mitglied

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    Hallo!

    Hm, also ich kann Deine Meinung nicht ganz teilen.
    Ich hoffe ich trete hier jetzt keinem auf den Schlipps, ich möchte keinen persönlich angreifen, aber meine Meinung über Zeit- oder Leiharbeitern ist nicht gerade toll.:angryfire:
    In 9 von 10 Fällen handelt es sich meiner Meinung nach bei Leiharbeitern um Pflegekräfte die woanders keine Stelle gefunden haben, weil sie entweder etwas arbeitsscheu oder fachlich nicht so qualifiziert sind.

    In meinen 10 Jahren Intensiv kamen mir immer wieder die verschiedensten Pflegekräfte unter, und überzeugt haben mich kaum welche.
    Wie gesagt, Arbeitsscheu, fachlich Inkompetent und oft nicht Teamfähig ist mein persönliches Resüme.
    Und gerade auf der Intensivstation sind solche Personen eigentlich nicht tragbar. Was bringt mir ein Leiharbeiter wenn er wirklich schwer kranke Patienten , die es nun mal auf der Intensivstation gibt, nicht guten Gewissens betreuen kann oder ich immer hinter her sein muss und alles nachkontrollieren oder nacharbeiten muss???? :wut:
    Auch auffällig sind die häufigen Krankheitsausfälle der Leiharbeiter. (ohne Worte)

    Welche Erfahrung auf der Normalstation mit Leiharbeitern gemacht wurden kann ich nicht sagen.

    Also wenn Du mich frägst, finde ich den Einsatz von Leiharbeitern im Altenheim weniger problematisch als im Krankenhaus.
    Die Bewohner im Heim sind ja nicht akut krank, oder man hat noch keine gesicherte Diagnose und muss den Patienten ganz genau beobachten.
    Auch Notfallsituationen sind im Heim nicht der Regelfall, im Krankenhaus schon. Ein schnelles Handeln setzt aber voraus, sich auf der Station auszukennen, Handlungsabläufe zu wissen und die nötige fachliche Kompetenz zu besitzen.
    Ich verstehe Deine Begründung bezüglich des Einsatzes im Altenheim, aber fehlender Bezug ist nicht lebensgefährlich, sondern kann eigentlich schnell aufgebaut werden, und vielleicht sind manche Bewohner auch froh, mal ein neues Gesicht zu sehen? :mrgreen:

    LG
     
  3. CobraCain

    CobraCain Junior-Mitglied

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    Ich habe schon von Bewohnern gehört, die richtig unter wechselnde Gesichter und bezugspersonen leiden. Das thema ist bei uns auch grade wieder aktuell.

    Da ich selber Leiharbeiter war, kann ich dir deine Fragen sicher beantworten.

    Ganz ehrlich: Ich bekam als Leiharbeiter 7,21 Euro Brutto, was eigentlich noch viel ist für diese Branche, denn andere Firmen zahlen weniger als 7,00 Euro. Für einen Lohn der unter dem mindeststundenlohn liegt, macht sich kaum noch einer den Puckel krumm. Von diversen Leiharbeitern aus verschiedenen Branchen habe ich schon Dinge gehört wie "Für diese paar Piepen mach ich hier keine Akordarbeit", "Für diese paar Euros mache ich keine Überstunden" (die in der regel eh nicht veergütet werden) usw. usw.! Egal wie man als leiharbeiter ist, man hat immer das klischee "Leiharbeiter können nix und wollen nix", deswegen lassen sich viele sicher auch nichts für diese paar Euros zur Sau machen - ich habe mich deswegen auch schon in meiner Leiharbeiterzeit mit vielen mir Weisungsberechtigten Personen angelegt. Als Leiharbeiter wird man vorwiegend als der letzte Dreck angesehen. Ich war ähnlich, ich habe mich nicht stressen lassen, war aber bei meiner arbeit gründlich und gewissenhaft und wenn ich nicht weiter wusste, habe ich mir hilfe geholt bevor ich selber irgendwas probiert hätte was gehöri daneben gehen könnte.

    Also ich würde nie wieder in einer Leiharbeitsfirma anfangen, ich würde lieber Hartz IV kassieren! Es gibt auch Leiharbeitsfirmen die nur auf medizinisches Personal bzw. medizinische Aufträge spezialisiert sind, aber nichtmal da würde ich anfangen. Ich bin froh das ich jetzt im Altenheim angestellt bin!
     
  4. saphena78

    saphena78 Junior-Mitglied

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    Ja klar, bei dieser miesen Bezahlung kann ich schon verstehen, dass man sich nicht überanstrengt.
    Ich weiss von einer ehemaligen Zeitarbeitskraft, dass sie 11 Euro brutto die Stunde bekommen hat. (allerdings mit Intesiverfahrung wenn auch wenig)
    Für dieses Geld würde ich auch nicht arbeiten wollen.

    Allerdings warum müssen darunter dann die anderen Kollegen und die Patienten leiden???

    Hier in München ändert sich hoffentlich bald diese Situation, denn Pflegekräfte mit Fachausbildung (Anästhesie, Intensiv oder Op) werden händeringend gesucht und haben somit auch bald die Möglichkeit bei der Bezahlung was zu ändern.
    Als ich vor 9 Jahren nach München kam war die Situation ähnlich, da haben uns die ganzen Leiharbeiter ausgelacht, weil sie wesentlich mehr verdient haben als die Festangestellten.
    Dann kam die große Sparwelle und keiner benötigte mehr Zeitarbeiter. Jetzt ists wieder andersrum.

    Wie dem auch sei, das System mit den Leiharbeitern funktioniert meiner Meinung nach nicht gut, der Hauptgrund mag die Bezahlung sein.

    Wenn man von einer Leiharbeitsfirma einen Angestellten bucht, dann erwartet man, dass er engagiert und im eingesetzen Fachgebiet kompetent ist bzw. sich falls es nicht sein Fachgebiet ist er sich die nötigen Hintergrundinformationen aneignet. Schließlich bezahlt die Klinik viel Geld für ihn und es ist nicht die Zeit den Leiharbeiter auch noch ewig einzuarbeiten bzw vorhande Wissenslücken zu füllen.
     
  5. CobraCain

    CobraCain Junior-Mitglied

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    Woher soll ein Leiharbeiter die stationsinternen Gegebenheiten und Abläufe kennen? Selbst hochqualifiziertes personal hat in den ersten Tagen Probleme.

    Wie gesagt, ich bekam 7,21 €. Bei uns ist z.Zt. eine exam. Altenpflegerin, die irgendwas bei 9,50€ kriegt, und über der Zeitarbeitsfirma (in de rich vorher auch war) auch nur als Pflegehelferin auf 400€ beschäftigt ist.

    Das mitarbeiter und Patienten/Bewohner unter der Arbeitsmoral leiden, ist halt die logische Konsequenz. Zwar bin ich auch der Meinung das zumindest im Altenheim schon fast jeder bewohner einen eigenen Pfleger verdient hat, bei den Preisen die sie monatlich zahlen - soll heißen das sie für ihr Geld die bestmöglichste Pflege verdient haben - nur leider wird überall gesparrt.Bei uns sind Leiharbeiter nur Notlösungen, wenn es Probleme mit der Besetzung gibt, das ist aber leider nicht überall so.
     
  6. Fearn

    Fearn Poweruser

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    Bei uns werden zunehmends Leiharbeiter eingesetzt. Es ist zum Gruseln. Nicht selten hat man eine ganze Abteilung damit, und wenn dann ein Patient zb. irgendwo hin muß, hört man zunächst die berechtigte Frage: " Wo ist das denn? Wie macht Ihr das?" Leider ist so wenig Zeit, daß diese "Hilfe" dann in der Realität überhaupt kaum Hilfe ist. Die Situation auf der Abteilung dekompensiert immer mehr. Liebe Grüße Fearn
     
  7. Costacalma

    Costacalma Newbie

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    Unüberlegt und unverschämt und total :knockin:einige Kommentare hier.
    Versucht mal immer die Dinge von beiden Seiten zu sehen.
    Ist doch wohl logisch, wenn man neu auf eine Station kommt, dass man dann fragt: Wie macht ihr das? Wo ist das denn? Mir selbst geht es als Leiharbeiterin auch so. Anstatt die Nase darüber zu rümpfen, sollte man sich- wenns auch schwer fällt- Neue einzuarbeiten, dann fühlen sich die Zeitarbeitskräfte wohl und können ihre Qualifikation unter Beweis stellen und das Team tatkräftig unterstützen.Nur so habt ihr was von der neuen Kraft. Leute, die ihr gut einarbeitet, fühlen sich motiviert und werden ganz im Sinne der Zeitarbeitsfirma bestimmt auf dieser Station bleiben. Nur- gebt ihnen eine faire Chance.
    Dann werdet ihr sehen, sie sind nicht dumm oder "arbeitsscheu". Ob ihr wollt oder nicht, die Zukunft wird nicht weniger Zeitarbeitskräfte bereitstellen!
     
  8. Inti38

    Inti38 Stammgast

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    Hallöchen!

    In 9 von 10 Fällen handelt es sich meiner Meinung nach bei Leiharbeitern um Pflegekräfte die woanders keine Stelle gefunden haben, weil sie entweder etwas arbeitsscheu oder fachlich nicht so qualifiziert sind.

    Da muss ich dir wiedersprechen.... bin sleber weitergebildete FSK Int/A und arbeite 100% auf einer chir. Int. an einer Uniklinik und seit vielen Jahren (8 in etwa) nebenbei für eine Zeitarbeitsfirma. Immer wenn ich kann melde ich mich und dann werde ich halt hier hin und mal dorthin geschickt, was super klappt. Einsätze von Ambulanter Pflege, Senioren Pflegeheime, alle möglichen Stationen die es gibt, bis hin zur Anästhesie und Intensiv! Mein Motto "schlimmer geht nimmer" (wie auf meiner "Heimstation") hat sich bislang bestätigt und ich wurde mit nix konfrontiert was ich nicht hätte lösen können.:-)
    Und auch auf meiner Heimstation sind und waren viele Leihkräfte über kürzere oder längere Zeit und es lief zu 95% immer gut ab, da sie motiviert, und ausserdem hochbezahlt waren! Sie verdienen mehr wie die Festangestellten :eek1:!
    Oft waren wir megafroh, daß wir wenigstens Leihkräfte bekommen haben!
    Klar schwarze Schafe gibts immer, aber wenn ich daran denke wieviele man jahrelang mitschleift, mit ihrem krank, unfähig, faul, etc. ist das keine Geschichte die nur die Leihkräfte inne haben!
    LG Inti38
     
  9. Sr.Sandra

    Sr.Sandra Stammgast

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    Ich habe selber 2 Jahre in einer Zeitarbeitsfirma gearbeitet und finde solche Aussagen echt unmöglich. Ich denke die arbeit die wir leisten ist mit keiner anderen zu vergleichen, da wir uns jeden tag neu eingewöhnen müssen und trotz mangelndem Wissen über die Strukturen auch gelegentlich alleine eine Station im SD oder ND managen mussen. Das finde ich ist oft sehr schwer aber man kann wenn man es will auch dies schaffen.
    Gruß Sandra
     
  10. Lin

    Lin Poweruser

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    Naja, dass ist ja das Problem. Die Einlernzeit beträgt ca. 3 Monate und wie lange sind meist bei uns: 3 Monate. Da ist das Ganze für das Stammpersonal schon etwas frustrierend. Es ist ja nicht so, wie bei Praktikannten oder Schülern, dass sie zurätzlich eingeplant sind, sondern sie werden als volle Kraft gerechnet (irgendwie verständlich - sie "kosten" dem Betrieb ja auch).
    Ich denke, als Leihschwester sollte man schon die Fähigkeit mitbringen, eine schnelle Auffassungsgabe zu haben, lernbereit zu sein und in den verschiedenen Fachgebieten ein gutes Grundwissen zu haben. Das vermisste ich leider sehr oft. Ich muss ehrlich sagen, ich könnte das nicht. Immer wieder neu lernen - oft ein komplett neues Fachgebiet und das in kurzer Zeit. Mir würden schon alleine die verschiedenen Abkürzungen zu schaffen machen. Mir macht es sicher nichts aus, wenn jemand mal fragt, wo dieses oder jenes zu finden ist, aber wenn diese Person nach einigen Wochen noch immer nicht bereit war, die Örtlichkeiten mal selbst zu erkunden, dann reißt mir auch der Geduldsfaden. Ich habe auch am Beginn öfters einen längeren Umweg zur Umkleide gemacht, um mir anzusehen, wo sich die Ambulanzen genau befinden. Was ist da dabei?

    Mittlerweile stellen wir keine Leiharbeiter mehr ein, weil wir zu viele negative Erfahrungen machen mussten. Ich habe selbst 5 Leiharbeiter miterlebt. Nr. 1 war wirklich auf zack, konnte in kurzer Zeit selbstständig arbeiten und Patientengruppen übernehmen, Nr. 2 lief uns den ganzen Tag hinterher und führte nur Grundpflege durch, Nr. 3 war Alkoholiker (das wusste seine Firma, nur uns haben sie nichts davon gesagt), kam am 3. Tag nicht mehr und wurde irgendwo aufgefunden - wieder rückfällig, Nr. 4 mussten wir nach kurzer Zeit zurückschicken, da sie gefährliche Pflege leistete (sturzgefährdete Pat. alleine in der Dusche stehen gelassen, um eine rauchen zu gehen, Rufglocke nicht in Reichweite gegeben, Pat. die nicht aufstehen konnten, das Essen auf den Tisch gestellt, usw.) und Nr. 5 sagte mir gleich am 1. Tag, dass sie das Arbeiten hier, sowieso nicht interessiert. Sorry, aber wie soll man sich nach diesen Erfahrungen noch über Leiharbeiter freuen?

    Gruß,
    Lin
     
  11. Fearn

    Fearn Poweruser

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    Wenn Ihr mal Monat für Monat etliche Aushilfen und Mitarbeiter angelernt habt, obwohl dafür keine Zeit ist und damit ein paar Jahre umgegangen seid, können wir uns über dieses Thema sachlich unterhalten.
    Den normalen Stationsablauf eines jeden Krankenhauses, kann jede examinierte Kraft aufrecht erhalten. Das ist weniger das Problem, denn das gehört zum Grundwissen der Krankenpflegeausbildung und setze ich als "gekonnt" vorraus. Leider werden die Arbeiten, die spezieller sind nicht gesehen, bzw. können auch gar nicht gesehen werden, dh. nicht, daß sie nicht gemacht werden müssen. Es sieht in der Praxis leider so aus, daß mein Arbeitspensum mit einem Leiharbeiter als Kollege in der Schicht, ja nicht geringer wird, und das ist tatsächlich so kalkuliert, daß kaum Zeit bleibt. Natürlich ist es anstrengender einen Mitarbeiter auf der Abteilung zu haben, der spezielle Dinge nicht wissen kann. ( ein Bsp. Ziehst Du eine Pupille bei einer IOL weit oder stellst du sie eng? usw, usw ). Arbeitet man mit einem eingearbeiteten Kollegen so ist dieser ein " Selbstläufer " auf diesen Gebieten, von denen es hunderte Beispiele gibt. Das heißt nicht, daß ein Leiharbeiter sich dieses Wissen nicht aneignen kann. Es ist ja keine Geheimwissenschaft. Aber wenn er es denn hat, geht er fort und der nächste ist an der Reihe. Das ist wie Morastlaufen. Allerliebste Grüße Fearn
     
  12. Ravensoul

    Ravensoul Senior-Mitglied

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    Hallo,

    sein wir mal ehrlich, wenn man sich die ganzen Stellenbörsen im Internet anguckt, sieht man zunehmend das die ganzen Kliniken über Zeitarbeitsfirmen Personal suchen.

    Hab bis vor kurzem auch in einer Leihfirma gearbeitet, bin zu meiner Arbeit 52 km einfache Stercke gefahren, im Prinzip für einen Hungerlohn.

    ABER

    die Arbeit hat mir Spaß gemacht, weil ich vom Team her akzeptiert wurde, und wenn jetzt nicht was Gesundheitliches dazwischen gekommen wäre, hätte ich laut Gespräch mit PDL eine 2 Jahres Stelle bekommen.

    Einfach weil ich dort hin wollte und weil das Team mich ebenfalls wollte.

    Zeitarbeit hat einen schlechten Ruf, als Seelenfänger und Ausbeuter, aber es kann auch ein Sprungbrett sein, wenn man einen guten Eindruck hinterlässt und vorallem hinterlassen WILL.

    LG
     
  13. Fearn

    Fearn Poweruser

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    Click

    Ich denke, daß auch hier der Ast abgesägt wird, auf den die Arbeitnehmer sitzen.

    Wenn man darauf stolz sein möchte und meint daß man das System unterstützen muß, dann bitte..... nur zu !
    Bieten wir unsere Arbeitskraft zu Dumpinglöhnen an, an denen noch etliche mitverdienen. So ein Leiharbeiter verdient
    zwar weniger. Es ist aber blauäugig zu denken, daß die Firmen nur ein paar Euro Stundenlohn an die Leihfirmen bezahlen.
    Es besteht überhaupt kein Grund, warum eine Firma einen Leiharbeiter festeinstellen sollte, wenn man den auch billiger haben kann.- Von Milchmädchenrechnungen halte ich nicht viel.
    Ich kann mir allerdings auch nicht vorstellen, daß es SO traumhaft und erstrebenswert sein soll für dieselbe Arbeit die andere leisten weniger Lohn zu bekommen, wenn dafür kein zwingender Grund vorliegt.
    Wir können uns nun hier einen Wolf darüber diskutieren,WER der bessere Arbeitnehmer ist,- das könnte ich nicht einmal wiederlegen. Aber ich weiß wer der Dumme ist.....

    Allerliebste Grüße Fearn
     
  14. Ravensoul

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    Mein Statement bezog sich darauf, das es nicht nur "kein Bock Arbeitnehmer" bei diesen Firmen gibt.

    Die Häuser selber sollten auch umdenken, was Zeitarbeit angeht, man macht die gleiche Arbeit für weniger Lohn, und viele sind mit sicherheit dann unmotiviert.

    Ich selber möchte auch lieber einen Vertrag eines Hauses bekommen und dort fest beschäftigt sein.

    Wie geschrieben, guck die ganzen Stellenbörsen an, die meisten Häuser suchen eben über die Zeitarbeitfirmen, Jobvermittlung, Leiharbeit wie immer man das nennen möchte.
     
  15. Fearn

    Fearn Poweruser

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    Mit dem Einsatz von Pflegepersonen als Leiharbeiter sabbotierst Du im Grunde genommen die eigene Chance auf eine Festanstellung in den Kliniken.
    Die Tendenz geht langfristig dahin, daß noch 30 % der Kliniken privatisiert werden. Den großen Konzernen die dahinter stehen ist es egal, ob Sr. Erna oder Sr. Agnes da arbeitet. Hauptsache es bringt genug Profit und Dividende für die Aktionäre, die vom Sessel aus ihr Geld verdienen.

    Die Situation auf dem Arbeitsmarkt wird ausgenutzt und das in einem Bereich in dem es keine Arbeitslosigkeit geben müßte.
    Wenn wir immer nur bis zur Nasenspitze denken, müssen wir uns nicht wundern, wenn wir eines Tages eine platte Nase haben wie ein Mops.

    Ich würde eher eine Putzstelle oder als Klofrau annehmen, als dieses System zu unterstützen.

    Wie einige Leiharbeitsfirmen arbeiten, habe ich mi angesehen, als meine Tochter ihre Wartezeit vom Abitur bis zum Beginn ihrer Ausbildung überbrückte. Es ist zum Haare raufen gewesen, sodaß ich sagte: " Da gehst Du auf keinen Fall mehr hin." Sie war in verschiedenen Betrieben eingesetzt. Als sie einen Arbeitsunfall hatte, weil ein Band anlief, daß gar nicht hätte anlaufen dürfen, geriet sie mit der Hand dazwischen. Sie wurde zwar zur Klinik gefahren. Ihre Hand sah aus wie ein Ballon. Anstatt sie nachhause zu bringen, ( sie war von der Klinik aus krankgeschrieben,) brachte man sie zurück zum Betrieb, wo sie mit der anderen Hand ja noch gut Kartons zerreißen konnte, trotz ihrer Schmerzen. Am nächsten Tag, hat sich der Leiter im Büro ihre Hand angeschaut, und meinte sie solle den Verband mal abnehmen, er wolle sehen, ob sie die Finger nicht doch zum Arbeiten bewegen könne. ( die vermitteln nicht nur Arbeit, sondern erstellen auch schon Diagnosen.)
    Wenn keine Arbeit da war, dann erhielt sie nicht etwa den vereinbahrten Ausgleich, sondern ein Kündigungsschreiben, daß aber immer wieder revidiert wurde, wenn dann doch ein Auftraggeber gefunden war. Die zahlen nicht etwa den Lohn vertragsgemäß weiter. - Ich würde jedem raten, dem soetwas angeboten wird: " Nichts wie weg !"
    Oder wir schaffen so unnütze Institutionen wie Gewerkschaften, Betriebsräte usw. ab. Die sind überflüssig, denn die Arbeitnehmer brauchen diese Schutzmechanismen nicht, sie verzichten gerne. Irgendwann stellen die dann noch diese Aufseher mit Peitschen ein, damit die Arbeitnehmer sich an die Schlagzahl halten wie Galerensklaven. Mal sehen, was mit denen noch alles machbar ist und wie leidensfähig und schmerzunempfindlich das Volk ist.
    Leiharbeit vernichtet Arbeitsplätze und Tariflöhne werden elegant umgangen und unterlaufen.
    Allerliebste Grüße Fearn
     
  16. Ravensoul

    Ravensoul Senior-Mitglied

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    Hallo,

    wie ich oben schrieb bin ich ja nicht mehr bei dieser Firma aus krankheisgründen, sie haben erst gesagt, "Du hast ja keinen schnupfen oder so, das wär unmenschlich dich zu kündigen" und Freitag hatte ich das schreiben im Briefkasten.

    Ich habe diese Erfahrung gemacht und möchte auch nicht mehr zurück in die Jobvermitllung.

    LG
     
  17. Sr.Sandra

    Sr.Sandra Stammgast

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    Ich habe den Sprung in eine Festanstellung geschafft aber nicht wegen der Zeitarbeit. 2x hatte ich aufgrund meiner arbeitsweis das Angebot in der Klinik in der ich durch meine Zeitarbeit eingesetzt war, 1x einen 1 Jahresvertrag zu bekommen und einmal leider nur als krankeheitsvertretung für 6Monate welche ich nicht angenommen hatte da klar war das es keine Verlängerung geben wird. Das zeigt mir man bekommt schon Chancen durch die Arbeit in einer Zeitarbeitsfirma wenn man sich nur wirklich anstrengt und zeigt wie gut man ist. Ich würde jetzt auch nie wieder in der Zeitarbeit anfangen, da etwas schlechter bezahlt (Stundenlohn) dafür gab es aber Weihnachts und Urlaubsgeld wird. Aber ich habe lieber mein festes team auf dass ich mich verlassen kann als regelmäßig ein anderes bei denen ich auch teilweise auf ablehnung traf.
    Gruß Sandra
     
  18. sueann

    sueann Junior-Mitglied

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    Hallo,
    ich würde auch gerne mal von meinen Erfahrungen mit Leiharbeitern berichten. Im ALtenheim wo ich vorher gearbeitet habe gab es einige wenige sehr gut Mitarbeiter aus Verleihfirmen die das auch schon jahrelang machen und mit Leib und Seele dabei sind. Bew. waren auch zufrieden.
    Dann gab es noch ein paar Mitarbeiter die zwar gute Arbeit ablieferten aber teilweise unverschämt zu Bew waren und sich auch abfällig geäussert haben über diese. ZB. Ich hatte meinen Hund immer mit auf der Arbeit und einen Käfig mit KAnarienvögeln. Da meinte doch eine Mitarbeiterin aus der Verleihfirma zu mir (ICh werde es nie vergessen!!!!!)

    ,, Die Pat. hier kriegen doch eh nichts mehr mit die sind eh kaputt im Kopf!
    Als ich ihr dann heftig meine Meinung geigte blieb sie auf ihrem Standpunkt ! Die hat die Bew wie Objekte behandelt und nicht wie Menschen!
    DAnn gab es auch einige Mitarbeiter die halb auf der Arbeit einschliefen weil sie Doppelschichten gearbeitet haben und das oft über Wochen!
    Da brauch man sich natürlich nicht wundern wenn die irgendwann keine Kraft mehr haben.

    Jetzt arbeite ich im Krankenhaus und die Kraft die wir zur Zeit aus der Verleihfirma haben ist eine KAtrastrophe faul unmotiviert hat sehr wenig Wissen und geht auch teilweise unmöglich mit Pat. um. Teamfähig ist sie auch nicht. HAt sich aber über die ganze Station beschwert bei unserer Bereichsleitung. Wir müssten alle gekündigt werden hat sie gesagt... beschwert sich über Schüler die ihre Arbeit mitmachen und behauptet die sind faul. Selber bekommt sie nichts auf die Reihe aber hauptsache man kann andere anschwärzen!

    Aber ich denke das sie eine absolute Ausnahme ist. Die letzte Mitarbeiterin aus der Zeitarbeitsfirma war sehr gut.
    SOrry aber ich musste mir mal meinen Frust von der SEele schreiben. IMmer wenn man mit der letzten Angestellten arbeitet ist man länger da. Sie geht immer pünktlich macht weniger oder gar keine Pause...
    Gruss Sueann
     
  19. Trinella

    Trinella Newbie

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    @Fearn,
    wenn ich deine Postings lese, habe ich den Eindruck, du leidest unter gewissen Verlustängsten.
    NIcht du oder deine Stationsleitung stellt Leiharbeiter ein sondern die Abteilungsleitung. Warum stellen die ein, sicher weil der Krankenstand hoch ist oder diverse im Urlaub sind. Wenn du gegen Leiharbeiter bist und die Meinung vertritts, diese leisten nur minderwertige Arbeit, dann arbeite doch einfach ein wenig schneller, verzichte ruhig mal auf einige freie Tage im Monat und schiebe auch mal einige Doppelschichten, Früh- und Spätdienst oder Spät-und Nachtdienst, ist zu schaffen, weiss ich aus eigener Erfahrung, nicht nur als Krankenschwester sondern auch als Stationsleitung.
    Setzt euch im Team zusammen und diskutiert was ihr verändern könnt um die 2arbeitsscheuen und dummen" Leiharbeiter nicht mehr anlernen zu müssen. Erkältung, Magen-u.Darmverstimmung, Rückenproblematik, Zahn- u. Kopfschmerzen sind kein Grund nicht zu arbeiten, die Mittelchen dagegen finden sich doch sicher auch in eurem Medikamentenschrank. Und auf einige Tage Urlaub oder Frei kann auch locker verzichtet werden, kostet sowie so nur Geld.
    Und wenn deine Kollegen ebenso denken, dann müsst ihr auch nicht entlastet werden.


    Ich selber habe viele Jahre in den unterschiedlichsten Fachbereichen als festangestellte KS gearbeitet. Letztendlich hatte ich keine Lust, unzufriedene und überlastete Kollegen, wo eine Stelle frei wurde, wurde nicht nachbesetzt, viele Ausfälle durch Krankheit, was logisch ist, wenn Doppeldienst gefahren werden müssen auch wenn es nicht lustig ist.

    Heute hab ich ein kleines Stundenkontingent bei einer Zeitarbeit und bin auch freiberuflich unterwegs und damit sehr viel zufriedener.
    Ich sehe und lerne viel, sich auf neue Stationen und Fremdkollegen einstellen ist immer wieder eine Herausforderung, die mir aber sehr viel Spaß macht.

    Das ich gute Arbeit leiste, erfahre ich dadurch, das ich von einigen Stationen persönlich angefordert werde. Da gibt es aber auch Stationen, wo das Stammpersonal schon der Meinung ist, mit dem Leasingpersonal rumzicken zu können und dann passiert folgendes, ich rede mit ihr/ihm und wir können zusammen arbeiten oder aber ich verlasse umgehend die Station. Dies kommt allerdings sehr selten vor.

    Ein weiterer Vorteil ist, ich muss keine Nachtdienst leisten, alle großen Feiertage im Jahr arbeite ich nicht und ich gehöre keinem Stationsteam an, wie gut oder schlecht es denen geht kann mir egal sein. Ich höre mir zwar ihre Probleme an und habe ja auch dafür Verständnis und sehe ja auch wohin die ganze Personalpolitik führt, ich selber bin aber sehr viel zufriedener und so soll es auch bleiben.
     
  20. Fearn

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    Krankenschwester /PA
    Liebe Trinella!

    Schön daß Du so leicht mit Diagnosen herumwirfst. Verlustängste? Liebe Trinella ich bin unkündbar. Da liegst Du falsch. Das letzte was ich haben müßte wären Verlustängste. Aber ich habe mitbekommen wie eine Leiharbeiterfirma mit meiner Tochter umgegangen ist und auch mit unserem Freund und ich habe diese Leiharbeiter zu Genüge am eigenen Leib in der Klinik erfahren. In 34 Berufsjahren habe ich genügend Doppelschichten gefahren und auch auf genügend freie Tage verzichtet und verzichte noch immer (wenn mein Terminplan das zuläßt. was mit dem Krankenhaus abgesprochen ist, weil mein 2. Beruf bekannt und offziell genehmigt wurde vom Dienstherren. Die längste Nachtwachenphase ohne Frei dauerte bei mir 35 Schichten lang als ich noch vollzeitbeschäftigt war.) MIR kann selbst wenn die NUR noch Leiharbeiter einstellen überhaupt nichts passieren. ( Ich bin zu 50 % selbstständig, und arbeite neben meiner Berufstätigkeit im Krankenhaus noch als freie Dozentin und könnte mein Leben auch aus meiner Selbstständigkeit heraus finanzieren. Zudem bin ich in der Position, daß mein Sohn selbst PDL ist wie mein Bruder und daß die beiden ganz sicherlich einen Job für mich hätten wenn ich den denn wollte.) Ist es nicht eher SO daß Du ein Problem mit festangestellten Mitarbeitern hast, weil Du denkst Du seist die einzige Pflegekraft die fleißig arbeitet und nur bei schweren Erkrankungen fehlst ? Es sind einzelne Mitarbeiter und die Minderheit, die damit auffallen, oder mit der Abteilung stimmt etwas nicht.- So eine Aussage ist absolut nicht valide.
    Fein für die festangestellten Mitarbeiter mit denen Du zusammenarbeitest. Mir würde das auf den Keks gehen und es würde mich total nerven mir solche Schnellschüsse und Vermutungen aus der Hüfte heraus anzuhören, wenn man sich die Indizien aus den Fingern saugt um seine Meinung kundzutun, oder zu argumentieren? Ich finde daß eine solche Argumentation ungebührlich über das Ziel hinausgeht. Auch Dein Bericht über angebliche Krankheiten des Pflegepersonals ist eigentlich pauschal unverschämt und für eine sachliche Diskusion nicht zu verwenden. Ich gehöre auf keinen Fall zu den von Dir aufgezählten Mitarbeitern, die mit einem Schnupfen zuhause bleiben, falls solche sich überhaupt jahrelang auf einer Abteilung halten können. - Das ist leicht unverschämt, was Du hier so lapidar unterstellst und nicht das Niveau auf dem ich diskutieren möchte. Wenn Du in der Position bist, daß Du alle paar Tage jemanden einarbeiten sollst, neben einem Stationsablauf, der früher von der 4 fachen Personalanzahl bewältigt werden mußte. Dann haben wir eine Basis, auf der man über so ein Thema reden kann, denn dann würdest Du wissen, daß man irgendwann Fuseln am Mund hat und sich fühlt wie ausgewrungen. Deine Stationen die Dich anfordern, die haben das begriffen, denn damit umgehen sie dieses ständige neu einarbeiten, weil sie jemanden bekommen, der den Ablauf und die Institution kennt. Das nimmst Du viel zu persönlich. Sicherlich kann es sein, daß die Dich zusätzlich auch noch sehr mögen und schätzen. Das will ich Dir nicht absprechen. Aber ich würde mit ein und demselben Leiharbeiter auch viel lieber arbeiten als immer wieder bei Punkt A zu beginnen. Ich zicke grundsätzlich keine Mitarbeiter an, die müssen lediglich ihren Job tun, dh, nicht daß man nicht privat der Meinung sein kann, daß die Situation zum Haare raufen ist. Allerliebste Grüße Fearn
     
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