Leberzirrhose - Kaffee als Gegengift

sisterNic

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Krankenschwester, Rettungssanitäterin
Menschen, denen schwere Leberschäden drohen, können ihr Risiko durch viel Kaffee oder Tee verringern.

Kaffee und Tee helfen der Leber, mit hohen Belastungen fertig zu werden. Zu diesem Ergebnis gelangen amerikanische Forscher als sie die Gesundheits- und Ernährungsdaten von fast 10 000 Freiwilligen auswerteten. Dabei zeigte sich, dass der tägliche Genuss von mehr als zwei Tassen Kaffee oder Tee die Wahrscheinlichkeit für eine chronische Lebererkrankung deutlich reduziert. Dieser Effekt beschränkt sich allerdings auf Menschen mit einem hohen Risiko für derartige Erkrankungen wie beispielsweise Alkoholiker.

Ob und wie viel Kaffee oder Tee die einzelnen Teilnehmer pro Tag im Durchschnitt tranken, hatten Experten erstmals in den 70er Jahren im Rahmen einer umfassenden Gesundheits- und Ernährungsstudie festgehalten. Durch nachfolgende Befragungen verfolgten die Forscher diese Konsumgewohnheiten fast 20 Jahre lang.

40 Prozent verringertes Risiko

Als Studienleiterin Constance Ruhl und ihr Team vom Medizindienstleister SSS in Silver Spring nun die Daten der Langzeitstudie auswerteten, stießen sie auf einen verblüffenden Zusammenhang zwischen der täglich genossenen Menge an Kaffee und Tee und der Häufigkeit von schweren Lebererkrankungen.

Für Teilnehmer, die tägliche weniger als eine Tasse der aromatischen Getränke zu sich nahmen, betrug das Erkrankungsrisiko 1,8 Prozent. Wer täglich ein bis zwei Tassen trank, verringerte sein Risiko auf 1,6 Prozent. Unter den Teilnehmern, die mehr als zwei Tassen pro Tag konsumierten, sank das Risiko sogar auf 1,1 Prozent. Damit erkrankten unter den Kaffee und Teeliebhabern rund 40 Prozent weniger Probanden als unter den weniger leidenschaftliche Konsumenten.

Den größten Effekt beobachteten die Forscher bei Teilnehmern, die sowohl Kaffee als auch Tee tranken. Keinen positive Wirkung auf die Gesundheit der Leber stellten die Wissenschaftler unter denjenigen fest, die nur entkoffeinierten Kaffee zu sich nahmen. Verantwortlich für den positiven Gesundheitseffekt der Heißgetränke ist nach Ansicht der Forscher wahrscheinlich das enthaltene Koffein.

Viren bleiben ungestört

Von der Schutzwirkung profitieren allerdings nur Menschen, die aus ganz bestimmten Gründen besonders anfällig für chronische Lebererkrankungen sind wie etwa Alkoholiker, Übergewichtige und Diabetiker. Sind dagegen Virusinfektionen wie Hepatitis der Grund für ein erhöhtes Leberrisiko, nutzt auch das Trinken von viel Kaffee und Tee nichts.

Einen Persilschein für ungehemmten Alkoholgenuss bietet auch der höchste Kaffekonsum nicht: Gesünder sind die aromatischen Getränke noch immer ohne Schuss.


Quelle: ddp
http://focus.msn.de/hps/fol/newsausgabe/newsausgabe.htm?id=22250&DDI=3334
 

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