Lange Wartedauer auf sog. "Notfälle"

Dieses Thema im Forum "OP-Pflege" wurde erstellt von Babsi12, 15.10.2008.

  1. Babsi12

    Babsi12 Stammgast

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    Hallo an alle.

    Uns rufen oft Ärzte an und sagen: "Op jetzt gleich sofort"
    Man leitet alles in die Wege. Der Springer kommt. Anästhesiepflege, Arzt etc. Dann wartet man in der Schleuse über 45Min. auf den Patienten. Er sei schließlich noch nich vorbereitet. War noch gar nicht geröngt. Kein Labor. Das passiert oft. Wir warten dann und machen unnötig Überstunden. z.B. Anruf Springer 21Uhr. Eintreffen Pat. 22Uhr. Das macht mich ganz verrückt. Es scheint als kommen die Patienten in die Notaufnahme:"Au mein Arm" und die rufen schon an.....
    Liebe Grüße
    Babsi:knockin:
     
  2. Lidhäkchen

    Lidhäkchen Junior-Mitglied

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    Hallo babsi12

    Ja das kenne ich auch. Wir bekommen den Anruf,Notfall!! Wie schnell können sie in der Klinik sein..naja wir haben eine Reaktionszeit von 1h, aber man macht sich trotzdem sofort auf den Weg, rast mit hoher geschwindigkeit durch die Straßen:knockin:selber schuld!! Und dann wartet man:gruebel:..ruft an, wo der Patient bleibt, Op-Team wäre vollständig, Tisch gedeckt,alle da und dann bekommt man zu hören" Patient mußte nochmal zur Toilette, wollte seine tasche noch auspacken, laborwerte fehlen noch, ....

    Komische Notfälle, passiert bei uns öfter mal, und wenn dann wirklich mal ein Notfall is,dann .....

    lg Lidhäkchen
     
  3. Lin

    Lin Poweruser

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    Ich kenne es von der anderen Seite :mrgreen:. Z.B. wir bekommen einen Pat. mit einer Hodentorsion auf die Station, er ist noch nicht mal angekommen, wird schon angerufen, wir sollen ihn in den OP bringen. Aber hauptsache sie wollen noch vorher eine Harnprobe (natürlich vor dem Antibiotikum), vorbereitet soll er ja auch noch werden, Labor soll noch abgenommen werden (da sollte man schon zaubern können) usw.
    Normalerweise bekommen wir 2 Anrufe von der Anästhesie. 1.: Pat. vorbereiten, 2.: Pat. in den OP bringen. Es kann schon vorkommen, dass 1. Anruf wegfällt und es nur heißt Pat. in den OP. Obwohl man darauf hingewiesen hat, dass nicht angerufen zum vorbereiten wurde und dies noch erledigen muss, wird man 2 Min darauf wieder angerufen und ins Telefon geschrien: "Wo bleibt den der Pat.?" (so auf die Art, dass müsst ihr auf der Station schon riechen, wenn das OP-Team bereit steht).

    Ich glaube es fehlt oft definitv an der Informationsweitergabe durch den Chirurgen. Meist ist es so, dass er viel zu früh das Team hereinbestellt, der Pat. noch nicht mal auf der Station ist und er eigentlich wissen könnte, dass wir auf Station auch 10 min. Zeit brauchen, damit wir alle seine Anordnungen noch ausführen können.
    Und dass der Pat. noch aufs WC muss oder den Angehörigen bescheid sagen will, ist ja auch verständlich.
     
  4. Babsi12

    Babsi12 Stammgast

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    Hi Lin.

    Ich kann dich verstehen und auch alle von Station. Aber ich glaube nicht, dass das Problem an uns liegt oder an Station. Ich denke (also zumindest bei uns) dass unser Chefarzt "jetzt gleich sofort" so nach dem Motto: Jetzt bin ich schon da und bald will ich heim. Dann macht mans logisch. Der sagt sofort. Und nicht in 1h oder so. Dass es noch viel zu tun gibt ist ihm egal. Jeder will es bloß richtig machen. Dann jammern wo die Überstunden herkommen. Aber wenn der Chef nichts sagt, kann man nichts machen. Ich ärgere mich bloß maßlos.

    Liebe Grüße:cry:
     
  5. Lin

    Lin Poweruser

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    Da bin ich vollkommen deiner Meinung. Was mir auffällt und auch ärgert, ist, dass es von ärztlicher Seite stark an Kommunikation mangelt. Wenn die Anästhesiepflege die Pat. in den OP bestellt, klappt das, aber sobald sich ein Arzt einmischt - herrscht Chaos.

    Mir ist vor kurzer Zeit folgendes passiert:
    1. Anästhesistin am Telefon: "Seit wann ist der Pat., der jetzt (15 Uhr) zur URS dran kommen soll, nüchtern?"
    Lin: "Seit 12 Uhr"
    Anästhesistin: "OK, man kann ihn vorbereiten und gleich ins Uro-Röntgen bringen."

    Gesagt, getan. Nicht mal 5 min auf der Station, klingelt wieder das Telefon.
    2. Anästhesist schreit in den Hörer: "Was soll das? Der Pat. hat um 12 Uhr noch was getrunken! Sie können ihn wieder abholen, so können wir noch nicht operieren!"
    Lin: "Das habe ich doch schon der Anästhesistin gesagt, die mich vorher angerufen hat. Den Namen weiß ich leider nicht mehr. Sie hat auch den Pat. bestellt."
    Anästhesist: "Das ist mir egal. So kann ich keine Narkose machen!"
    Lin: "Dann können Sie ihn ja mit dem Pat.transport hoch schicken, wenn er noch keine Narkose hatte. Ich habe noch andere Arbeiten zu erledigen und kann nicht alle paar Minuten in den OP rennen, nur weil es an Absprachen mangelt."

    Pat. kommt zurück auf die Station. Es dauert wiederum keine 5 min. klingelt das Telefon wieder.
    2. Anästhesist etwas kleinlaut: "Seit wann ist der Pat. noch mal nüchtern?"
    Lin: "12 Uhr"
    Anästhesist: "Dann können Sie ihn jetzt runterbringen."
    :knockin::knockin::knockin:

    Gruß,
    Lin
     
  6. dieEv

    dieEv Poweruser

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    In der Regel kriegen wir einen Anruf aus der Amb. (tagsüber) - die und die Op notfallmäßig. Dann fragen wir: Weiß die AN schon Bescheid? Ist der Pat. schon auf Station? Wenn Antwort nein, machen wir uns nochmal locker. Irgendwann trabt der Narkosearzt mit dem Protokoll an und übergibt es seiner Pflegekraft. Meist müssen wir uns dann noch beim Operateur erkundigen, ob er verfügbar ist (richtig echte Notfälle sind ja selten, das geht dann schneller). Die AN-Schwester bestellt den Pat. auf Station und hört dann auch, ob er fertig ist, oftmals ist er noch gar nicht da oder, oder, oder. Bevor wir dann definitiv anfangen zu operieren, muss noch mit dem Kreissaal abgeklärt werden, ob wir dürfen.
    Bei Nachmeldungen während laufendem Op-Programm wird individuell über die Dringlichkeit entschieden. Alle Pat. müssen schriftlich nachgemeldet werden.
    Ab 16h ist nur noch das diensthabende Team und AWR da, wir streben an (immer wieder neu), dass keiner wegen Möchtegern-Notfällen länger bleibt.
    "Echte Notfälle" gehen natürlich schneller und auch mal den direkten Weg von Amb. in Op, was aber selten ist.

    Allerdings ist tagsüber 1 Stunde von Eintreffen des Pat. bis zum Einschleusen schon eine Meisterleistung, das dauert bei uns viiiel länger! Aufnahme, Anamnese, körperliche Untersuchung, Sono, Rö, Zugang legen, Labor, Bett organisieren, Ekg, Stationsinfo (Bett frei?), Op-Aufklärung, Pat. hoch, Op-Vorbereitung, ach ja, und die Anästhesie-Aufklärung.
    Da ich nachts selbst dabei bin, weiß ich, wie das läuft. Ich bringe dann oft selbst den Pat. auf Station und stiefele anschließend in den Op.
     
  7. Babsi12

    Babsi12 Stammgast

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    Hi Lin.

    *ohne Worte*

    Naja, aber muss sagen wir sind alle nur Menschen und es kann passieren. Leider findet man selten jemanden der den Fehler eingesteht und sagt, Sorry. Das ist sehr schade.:cry:

    Liebe Grüße
    Babsi12
     
  8. Babsi12

    Babsi12 Stammgast

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    OP
    Hi Lin.

    Bei uns läuft es ähnlich ab.Mit schriftl. Anmeldung. ab 16Uhr BD usw. Aber wir haben da so nen "speziellen Artzt" der alle ganz kirre macht. Mit den Worten "Jetzt gleich sofort " hüpfen alle. Ihm gefällt das wohl wenn alle auf ihn warten.:knockin:

    Liebe Grüße
    Babsi12
     
  9. M.S.

    M.S. Junior-Mitglied

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    Naja ich sag nur lieber warten als dann hetzen!

    In meinem lezten Ruf mussten wir zweiten Saal anlaufen lassen, haben aber nur Personal für einen
    Man muss alles selber richten.... die Anästhesie hat dann nur Augen für die Narkose... der is natürlich auch alleine weil der pfleger die Narkose im Nachbarsaal überwacht...

    Naja kurz und gut KEINER hat der Op-Pflege bescheid gesagt!
    Dann sagt die Anästhesie zu mir: "achja kannst u auflegen?"
    Da war die Patientin schon in der Schleuse....


    Und das bei einem richtigen Notfall! Notfallsectio Kind ohne Herztöne...:knockin::knockin::knockin::knockin:

    Ausgerechnet bei meiner Zweiten Sectio...

    Ihr könnt euch vorstellen was da Abging!:cry:


    Also lieber warten als rennen:-)
    LG M.S.
     
  10. medizin_mann

    medizin_mann Stammgast

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    hallo zusammen,
    mir ist nicht ganz klar, wohin dieser treat geht ? und was ihr damit erreichen wollt. talk über sachen, die nicht gut gelaufen sind ?! okay. aber was kommt dann ?!

    interdisziplinäre besprechung
    qm
    op-koordination
    problembesprechung, lösungsansätze finden, ausprobieren, rekapitulieren, erneut verändern...

    ich nenne mal ein paar stichworte...

    schönes wochenende und für die, die es betrifft einen ruhigen dienst...
     
  11. dieEv

    dieEv Poweruser

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    Na ja, das nenne ich eine schlechte Organisation und Kommunikation.
    Unsere Gynnis rufen sowohl die AN als auch uns an.
    Bei dem geschilderten Fall sollte dringend was unternommen werden von der Op-Leitung.

    Übrigens kommen viele Unstimmigkeiten zwischen Operateuren und AN durch Unwissen der jeweiligen Beteiligten zustande, wie die Wege im Haus geregelt sind. Operateure sehen traditionell erstmal nur ihr Ding.
    Wo ist das Problem, dem oben genannten, der immer alles jetzt gleich sofort machen will, den Sachverhalt zu schildern?
     
  12. Babsi12

    Babsi12 Stammgast

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    OP
    Hi M.S

    Also ich kann deine Sache, die dir passiert ist verstehen. Ich hörte ähnliche Geschichten auch bei uns.
    Mit dem Unterschied, dass bei uns im Haus Klosterschwester vorhanden sind. Diese kommen auf einen Anruf und helfen wo sie können. Das ist denk ich für solche Situation (2 Ops gleichzeitig) sinnvoll.
    Aber ehrlich gesagt, wenn ich weiß, jetzt muss ich los, da Op. Mach ich mich gleich. Nicht schnell, einfach gleich zügig auf den Weg. Auch wenn ich mirs wieder denken kann, dass es evtl dauert. Komm ich "zu spät" ist der Teufel los. Klar! Aber rennen und rasen (130 außerorts Landstraße) tu ich nicht.

    Liebe Gruß
    Babsi12
     
  13. Babsi12

    Babsi12 Stammgast

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    Hi Medizinmann.
    Zitat:
    Also mir sind diese Punkte durchaus bewusst. Unser Op Koordinator stand sogar in solcher Situation dabei und meinte nicht allzu begeistert: " So wenn ich das gewusst hätte, wäre ich nicht so schnell gefahren, ich warte seit 30Min. auf den Pat." Er, finde ich, wo hier ein Machtwort erheben sollte, reagiert bloß in Gegenwart der Betroffenen Schwestern und Pfleger. Kommt der Verantwortliche heißts nur "Guten Abend, Notfall was" oder so ähnlich. Selbst Kollegen sprechen darüber, und meinen sie erleben ähnliches. Unternehmen tut niemand. Ich meine man sieht ja anhand des Protokolls. "Wartezeiten, Vorbereitung etc.
    Deswegen kann ich natürlich als "kleines Schwesterlein" nichts unternehmen. Ich habe es bereits oft angesprochen. Wenn er nicht selbst oft genug dabei gewesen wäre, würde ich meinen, er hat mir nicht zugehört.

    Liebe Grüße
     
    #13 Babsi12, 18.10.2008
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 18.10.2008
  14. Babsi12

    Babsi12 Stammgast

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    Hi Ev.

    Das Problem, dem Betroffenen der alles sofort haben will den Sachverhalt zu schildern, ist der, dass er mit mir nicht spricht. Ich sage "Grüß Gott" , er nichts. Er gibt nur laute sachliche Anweisungen. Das macht er mit allen Schwestern. Ich denke da liegt der Grund evtl am Koordinator. Und dieser sagt evtl was, dieser wills nicht wissen. Also geht er zur PDL, diese zur Geschäftsführung. Und der sagt. "Die Zahlen stimmen. Schwestern findet man immer. Nen CHA nicht"

    Liebe Grüße
     
  15. M.S.

    M.S. Junior-Mitglied

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    Im Normalfall is das bei uns auch so...

    Später hat sich rausgestellt das es ein neuer Anästhesist war, der sich mangelhaft über unsreren Ablauf informiert hat. Die Op-Leitung hat auch gleich durchgegriffen....
    Dem Operateur haben wir die Situation auch geschildert(noch am Gleichen Tag bzw Nacht)!
     
  16. dieEv

    dieEv Poweruser

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    Warum geht der PDL auch zur Geschäftsltg. mit einer Sache, die diesen weder interessiert, noch die er versteht? PDL und Op-Ltg. müssten gemeinsam mit dem Chefarzt sprechen, am besten Betriebsrat/MAV dazu.
    Und laut und sachlich reden könnt ihr auch, oder?
    Aber wir haben auch so'nen Hektiker als CA, einfach unerträglich.
     
  17. OP-Mietze

    OP-Mietze Stammgast

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    Das Warten auf Notfälle oder auch OP´s wo eine bestimmte Zeit wann es losgehen soll festgelegt wurde kennt glaube ich jeder.Hatte es erst am Samstag wieder. Ich hatte Rufdienst.09:30 kam der Anruf,ein akutes Abdomen muss operiert werden.Ich brauche bis ich startklar im OP stehe 20 Min. von mir zu Hause.Hab also gesagt,Patient kann um 10:00Uhr kommen,bis der dann seine Narkose hat vergehn ja auch nochmal 10 Min. also hätte theoretisch so 10:10-10:15 Schnitt sein können. Patient kam dann aber erst 10:30,dann noch auf den Anästhesisten gewartet,Schnitt war dann um 11Uhr.Meine Kollegin und Ich haben also locker 45-50 Min.fertig dagesessen und gewartet. Das ist zwar ärgerlich aber anderseits hatten wir auch schon Situationen wo uns nichmal Bescheid gesagt wurde das ne OP kommt. Als Beispiel: Zu der Zeit hatten wir noch keinen Rufdienst sondern beide der OP-Pflege hatten BD und waren im KH. Kommt Abends nen Anruf,wo wir bleiben würden,die stehn mit ner Notsectio unten in der Einleitung.Als wir dann schnellsten runter in OP sind kamen die mit der Patientin schon in Saal.Es ging in der Situation alles gut aber es war absoluter Stress der auch nicht sein muss. Also lieber warten als Stress und Hektik.

    (Zur Erklärung: Für Notsectios oder auch alle anderen OP´s wo es innerhalb von Minuten losgehen muss haben wir einen Notfallplan der vorsieht das der Mitarbeiter der Telefonzentrale alle notwendigen Leute nacheinander anruft. Anästhesist-->Anästhesiepflege-->OP-Pflege usw. mit einem bestimmten Stichwort wo dann alle genau wissen was zu tun ist. Also der sagt dann z.b. nur Notsectio oder Aortenaneurysma kommt in 5 Min. In dem Fall wo wir zu obengenannter Notsectio fast zu spät gekommen wären hatte der Mitarbeiter uns einfach vergessen.Gab auch hinterher ein Gespräch mit diesem Mitarbeiter)

    LG OP-Mietze
     
  18. Babsi12

    Babsi12 Stammgast

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    Hi Op- Mietze.

    Eine ähnliche Geschichte passierte mir auch mal, wo ich vergessen wurde anzurufen. Es war aber Gott sei Dank, kein richtiger "Notfall". Denn als ich informiert wurde brauchte ich 11Min. in den Op. ( Handyuhr: Anruf- Ankunft). Der Patient hatte bereits nen Block. "Es hieß nur, wo bleibst denn". Von dem her, warten ist manchmal besser als hetzen. Ich glaube ich habe anschließend 3l Schweiß verloren....
    Aber es ärgert mich.
    Viele meiner Kollegen sagen seither. Ja ich komm, wenn ich fertig gegessen habe.....(bei Soforteingriffen die zwar als Notfall angemeldet sind aber nicht sind , also nicht bei Notsectio, Polytrauma....)

    Liebe Grüße
     
  19. Babsi12

    Babsi12 Stammgast

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    Hi Ev.

    Das haben bereits mehrere Schwestern probiert. Alle die es wagten wurden kurz nacher gemobbt bis sie freiwillig abtraten....:eek1:

    Es ist sehr deprimierend mit sojmd. zusammen zuarbeiten. Man will doch alles richtig machen und nur das Beste. Man macht und tut sowieso den ganzen Tag damit alle zufrieden sind. Als würde man es mit Absicht machen.

    Liebe Grüße
     
  20. ninz

    ninz Newbie

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    so wie ich das jetz hier verfolgt habe.., is das echt überall gleich, bei uns wird auch immer im Bereitschaftsdienst angefunkt.., jetz sofort.. kommt der Patient.., z.b. Epidural Hämatom ect.., wir stehen unten fertig auf der Matte.. und nuu? Pat. kommt erst 45 min. später ect..

    und das passiert.. soo oft! entweder bei wirkl. notfällen oder bei kleineren eingriffen.. jedesmal dasselbe!

    2.tes Problem: OP dauert im Dienst mitten in der Nacht, wirkl. nicht lange, höchtens 10 min, wir sagen extra zum Transportdienst /Rettungsdienst.., bleibt doch bitte hier.., und was machen sie? sie fahren wieder davon.., kann man gleich noch mal einen Transport anrufen.. und über 45 min. auf diesen blöden Dienst warten.., auch wir als OP Schwestern.. zum ausschleusen.. .. usw.. :knockin:
     
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