Lange Handschuhe bei Unterwassergeburten?

Dieses Thema im Forum "Hygiene im Krankenhaus / Infektionskrankheiten" wurde erstellt von Jörg, 11.07.2002.

  1. Jörg

    Jörg Newbie

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    Bei Unterwassergeburten besteht immer die Gefahr der Kontamination durch kontaminiertes (z.B. Fäces) Wasser. Deshalb sollten dabei lange bis zur Achsel reichende Einmalhandschuhe getragen werden !

    Hat jemand Erfahrung mit diesem Thema oder weiß wo solche Handschuhe eingesetzt bzw. woher sie zu beziehen sind?

    Gute Zeit
     
  2. Rabenzahn

    Rabenzahn Poweruser

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    Hallo Jörg,

    die von Dir angesprochenen Handschuhe kenne ich aus der Tiermedizin. Der Tierarzt zieht sie immer dann an, wenn er eine Kuh untersucht oder künstlich befruchten muss. Sie sind zwar nicht steril, könnte mir aber denken das Du sie über eine Tierarztpraxis oder einem entsprechenden Handel beziehen kannst.

    Hast Du Erfahrungen mit Unterwassergeburten ? Wir haben jetzt die Kreisssäle renoviert und auch eine entsprechende Wanne eingebaut. Bisher habe ich keine erlebt, weil die Anästhesie da nicht benötigt wird. Aber Informationen darüber kann man immer brauchen. Habe damals das Buch " Die sanfte Geburt " gelesen und war ziemlich begeistert.

    Also lass mal hören was es darüber gibt.
     
  3. carmen

    carmen Poweruser

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    Nee nee, Hase Rabenzahn,
    da hat Jörg schon Recht :!:
    Auch seine Erklärung, warum diese langen Handschuhe getragen werden müssen, bei einer Unterwassergeburt, stimmen :!:
    Wenn man da die normalen Latexhandschuhe anzieht, könnten ja eventuelle Fäkalien in den kurzen Handschuh eingeschwemmt und wieder raus geschwemmt werden, deshalb diese überlangen Handschuhe :!:
    Rabenzahn renoviert Kreissäle und baut Wannen ein 8O 8O 8O :?:
    Naja, ich hatte das wirkliche Vergnügen, vor ein paar Monaten mal als Gast-"Hebamme" bei einer Wassergeburt dabei zu sein. Die Gebärende, sie bekam ihr 2. Kind, beschrieb nach der Geburt, dass es ganz toll gewesen sei, im Wasser zu gebären, hätte nicht so entsetzlich weh getan, wie bei der "Normalen" Geburt ihres 1. Kindes.
    Klaro, vorstellbar ist das natürlich, weil die statischen Kräfte des Wassers und die Wassertemperatur außerst positiv auf den Vorgang der Geburt wirken.
    Leider leider gab es das zu meinen Zeiten, als ich meine Kinder bekam noch nicht (1977, 1981, 1985) und gleich gar nicht in Zoniland (DDR= Der Dumme Rest).
    Hätte mir ganz sicher Wannengeburten bzw. Wassergeburten gewünscht.
    Selbst als Mann spürt man doch, dass das Wannenbad eine sehr entspannende Wirkung auf der Körper hat, oder :?:
    Dann muß sich "Mann" nur noch die Schmerzen vorstellen, die eine Frau währen der Geburtsphasen hat, als ob er aus der Öffnung der Harn/Samenröhre eine Melone raus drücken muß, in Verbindung der heftigsten Muskelkrämpfe :D
    Na?, angenehme Gefühle :?:
    Kann mir vorstellen, dass Ihr Männer jetzt schmerzhaft das Gesicht verzieht und Euch so an verschiedenen Stellen -aua-mäßig fest haltet :rofl:
    Jaja, so ist das eben bei einer Geburt, ohne den im Westen so reichlich und oft gegebenen Schmerzmittelchen unter einer Geburt :D
    Während meiner Ausbildung war ich auch 3 Wochen im Kreissaal.
    War eine wunderschöne Zeit für mich, da ich den werdenden Müttern reichlich helfen konnte, was Atmen, Entspannung und Einsatz betraf, rüber bringen konnte, da ich ja selber 3 Kinder zur Welt brachte.
    Diese Zeit war echt ganz toll und ich habe mit jedem Elternpaar mit geheult, vor Freude und Rührung.


    Wer spezielle Fragen um und wegen Geburten, kann gern anfragen (neues Thema?), habe wie gesagt 3 Entbindungen hinter mir, hab mich nie brüllend oder Hebammen schockend angestellt, wie man mir erzählte und alle 3 Geburten waren natürlich anders, aber Alle ohne jeglichem Schmerzmittel!

    Tschüß

    Carmen
     
  4. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    @Carmen

    Wäre es möglich diese z.T. auch unseriösen Anmerkungen zum Ost- West- Verhältnis zu unterlassen. Wir befinden uns im 13. Jahr nach der Wende. Da paßt es einfach nicht mehr.

    Übrigens: Jede Geburt ist mit Schmerzen verbunden, was von jeder Frau auch unterschiedlich empfunden wird. Für manche Frauen gehören diese Schmerzen zur Geburt, andere jedoch leiden sehr darunter.
    Und eine Therapiemöglichkeit mußte erst eingeführt werden,um sie auch nutzen zu können. Die angesprochene Peridualanästhesie gehört zu den jüngeren Methoden. Früher gab es auch bereits mehr oder weniger gelungene Versuche, den Geburtsschmerz zu lindern- z.B. Chloroformnarkose während der Presswehen. Und nicht zu vegessen die jahrhundertealten Erkenntnisse der Hebammen.

    Elisabeth
     
  5. carmen

    carmen Poweruser

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    Hallo Elisabeth,

    diese, wie Du meinst "unseriösen" Ausdrücke, was die damalige DDR betrifft, habe ich von westdeutschen Bürgern gehört und genannt bekommen, also frag doch bitte erst nach, bevor Du dich dazu äußerst.

    Danke

    Carmen
     
  6. Rabenzahn

    Rabenzahn Poweruser

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    :twisted: :twisted: :twisted: Bitte keinen neuen Krieg :twisted: :twisted: :twisted:




    :lol: :lol: :lol: DANKE :lol: :lol: :lol:
     
  7. carmen

    carmen Poweruser

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    Hab ich nicht vor und werde ich auch nicht machen oder mich drauf einlassen.
    War nur die Erklärung, woher ich diese Ausdrücke hab und somit ist dieses Thema für mich beendet.
    Okay :?: :?:

    Carmen
     
  8. carmen

    carmen Poweruser

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    Hi,
    nochmal was zum Thema.
    Natürlich empfindet jede Frau den Geburtsschmerz anders.
    Doch diese vorsintflutlichen "Helfer" gegen den Geburtsschmerz, Chloroform z.B. sind ja ganz schnell out gewesen, als man die Schäden, welches es z.T. anrichtete, bei Mutter und Kind, feststellte.
    Das Chloropform ging ja über das Einatmen der Mütter zur Nabelschnur des Kindes und somit in dessen Organismus über.

    Carmen
     
  9. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Hallo Carmen

    1. Ost-West- Geplänkel:Ich denke, man muß nicht alles wiederholen, was andere sagen. Jeder hat seine eigene Biographie und dazu sollte er stehen und nicht von anderen verlangen, daß er das Leben nur durch seine Brille sehen darf. ;) Für mich gibt es diese Grenze schon lange nicht mehr... auch dank Kollegen (Pflegekräfte und Ärzten) aus den anderen Bundesländern.

    2. Das Beispiel mit dem Chloroform war nur gewählt um zu verdeutlichen, das jede Zeit seine Methoden hat und hatte. Überlebt haben eigentlich nur die alten Hebammentricks und das über Jahrhunderte. Das gibt einem schon zu denken. Vielleicht ist in 10 Jahren die PDA bei Entbindungen auch schon wieder überholt. Wer weiß das schon so genau.
    Und so wie es gute und schlechte Schwestern gibt, gibts sicher auch gute und schlechte Hebammen. Ich hatte drei mal Glück. :-) Eine gute Hebamme ist das entscheidenste.

    Ui, wir sind ganz vom Thema abgekommen. ;) Aber alle Mütter sind wohl gleich. Kaum spricht einer von Entbindung kommen gleich die eigenen Erinnerungen. :-) :-) :-)

    Elisabeth
     
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