Lagerung nicht möglich?

Dieses Thema im Forum "Arbeitshilfsmittel" wurde erstellt von urmel, 13.06.2003.

  1. urmel

    urmel Stammgast

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    Hallo zusammen,

    ich möchte gerne mal wissen, was ihr macht, wenn sich Patienten nicht lagern lassen. Wenn sich der Patient immer wieder auf den Rücken dreht, die Kissen entfernt usw. Wie reagiert ihr? Geht ihr dann alle 10 Minuten ins Zimmer und lagert neu? Oder gibt es da Tricks und Kniffe, wie die Leute auf der Seite liegen bleiben? Oder wird dokumentiert, daß der Patient sich nicht richtig lagern läßt?
    Was wird gemacht, wenn der Patient die Lagerung verweigert?

    Vielen Dank für Eure Antworten!

    Schönes WE!

    LG urmel
     
  2. wildthing841

    wildthing841 Newbie

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    Hallo Urmel!

    Also bei uns legen wir dann eine Bettdecke unter die Matratze. So wird wenigstens der Steiß etwas entlastet. Eine sogenannte 35Grad-Lagerung.
    Das geht eigentlich immer bei jedem Patienten.

    Liebe Grüße und noch ein sonniges Wochenende :klatschspring:

    wildthing841
     
  3. Laisy

    Laisy Senior-Mitglied

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    Hallo Urmel!

    Hm, ... diese Situation kenn ich. Zunächst einmal probiere ich dann erst einmal noch andere Dinge zum lagern und versuche es mit einer kinästhetischen Lagerung, diese engt die Pat. nicht so ein und vermittelt ihnen auch eine "normalere" Körperhaltung. Oftmals hab´ich aber auch festgestellt, dass manche Pat ohne Lagerungshilfen länger auf der Seite liegen bleiben.

    Auch hier denke ich ist die Dokumentation sehr wichtig, wobei man darin erwähnen sollte, dass der Pat über die Konsequenzen informiert wurden ist. Nicht selten verweigert ja die Kasse die Bezahlung des Aufenthaltes, weil ein Druckgeschwür während dessen einstanden ist. Oder Angehörige springen deshalb auf die Barikaden und drohen mit einer Anzeige.

    Und wenn alle Stricke reißen muß eben eine Weichlagerungsmatraze bestellt werden.

    Ebenfalls schönes WE
     
  4. urmel

    urmel Stammgast

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    Hallo zusammen,

    also bei uns werden die Patienten gleich auf eine Antidekubitusmatratze gelagert, oft ist es auch so, daß wir ein dementsprechend gerichtetes Bett auch auf Station haben, für Pflegefälle, die außerhalb der Öffnungszeiten der Aufnahmestation, stationär aufgenommen werden. Ansonsten werden die Patienten schon von der Aufnahmestation her in ein Antidekubitusbett gelegt.

    Wir dokumentieren auch, wenn die Patienten sich nicht lagern lassen. Auch halten wir die Angehörigen dazu an mit ihren Lieben über die Notwendigkeit zu sprechen.

    Habt ihr eine "Dekubitusstatistik" in euren Häusern?
    Habt ihr gewisse Kriterien, wer eine Antidekubitusmatratze bekommt? Oder kriegt jeder eine, der überwiegend im Bett liegt und nicht alleine aufstehen, bzw. sich ohne Hilfe drehen kann?

    LG
    urmel
     
  5. Klaus Behrens

    Klaus Behrens Newbie

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    Hallo,

    egal wie schön und angenehm solche Matratzen sind, eine entsprechende Lagerung ist auch bei Verwendung einer Dukubitusmatratze absolut notwendig

    Gruß Klaus
     
  6. carmen

    carmen Poweruser

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    Hi

    auch wir lagern, wenn es nicht anders möglich ist, indem wir einen Keil unter die Matratze stecken.
    Natürlich wird dokumentiert, weshalb mit Keil gelagert wird.
    Sehr wichtig ist die tägliche Dokumentation des Hautzustandes des Pat., ebenfalls wenn sich der Pat. immer wieder auf den Rücken dreht oder die Lagerung verweigert.

    Schönes WOE

    Carmen
     
  7. carmen

    carmen Poweruser

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    Hi

    vor ein paar Tagen bekamen wir eine Pat. auf Stat., die über 150kg wiegt, eine Hemiparese links hat, jede auch noch so geringe Eigenaktivität verweigert, ebenso eine Lagerung rundweg ablehnt.
    Sie wurde auf die Gefahren ihres Ablehnens hingewiesen, dies wurde dokumentiert und wir ließen sie unter Zeugen das Dokumentierte unterschreiben.


    Carmen
     
  8. lixtig

    lixtig Senior-Mitglied

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    Hi wir lagern bei uns auch, wenn es nicht anders geht, mit einem Keil unter der Matraze. Dies wird dann dokomentiert.

    MfG

    Lixtig
     
  9. stephanak47

    stephanak47 Newbie

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    hallo,ich bin soeben auf den nicht unbedingt aktuellen text gestossen will aber noch meinen senf dazugeben.bei der 30grad seitenlagerung mit decke/keil oä. unter der matratze kann man davon ausgehen das der pat. dagegen arbeiten wird weil es einfach ein unsicherheitsgefühl verursacht.du hast beschrieben das die kissen aus dem bett entfernt sind so ist der pat. also ziemlich mobil zumindest im bett.und da ist ja schon ein super ansatz für eine mobilisierung.1kissen ins bett um den unteren teil des ok-zu lagern und in absprache mit dem team routiert das kissen immer wenn jemand das zimmer betritt im uhrzeigersinn re.unterer teil-ok->re.oberer teil ok-->li.obererteil ok-->li.unterer teil okund wieder neu.selbst wenn die kissen jedesmal draussen liegen ist der pat. obtimal mobilisiert und ist das nicht noch besser als eine 2stündliche lagerung?
     
  10. Janina

    Janina Senior-Mitglied

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    Wir hatten in der ambulanten Pflege auch eine Patientin die sich nicht hatl lagern lassen.Hat sich immer wieder auf den Rücken gedreht. Jetzt hat sie ein Kuscheltier im Arm und ist glücklich und zufrieden und läßt sich problemlos lagern.
    Gruß Janina
     
  11. Trisha

    Trisha Poweruser

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    Hallo,
    wir lagern in der amb. Pflege mit einem "Bananenkissen". Die, die nicht wissen welches ich meine: ein ziemlich langes schmales Kissen in Bananenform. Zur Seitenlagerung wird das Kissen in den Rücken und das untere Teil zwischen die Beine (Kniebereich) gezogen. Dadurch wird verhindert, dass der Pat. sich auf den Rücken zurück dreht. Hat bis jetzt immer funktioniert (auch bei unruhigen Pat.), die Angehörigen kommen damit super zurecht und vor allem muss man den Pat. nicht mit so vielen Kissen verbauen.
    LG
    Trisha
     
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